Buffy & Angel


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
:: Staffel Drei
:: Staffel Vier
:: Staffel FŘnf
:: Staffel Sechs
:: Staffel Sieben


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
:: Staffel Drei
:: Staffel Vier
:: Staffel FŘnf


:: 6x01 Bargaining
:: 6x03 After Life
:: 6x04 Flooded
:: 6x05 Life Serial
:: 6x06 All The Way
:: 6x07 Once More, With Feeling
:: 6x08 Tabula Rasa
:: 6x09 Smashed
:: 6x10 Wrecked
:: 6x11 Gone
:: 6x12 Doublemeat Palace
:: 6x13 Dead Things
:: 6x14 Older and Far Away
:: 6x15 As You Were
:: 6x16 Hell's Bells
:: 6x17 Normal Again
:: 6x18 Entropy
:: 6x19 Seeing Red
:: 6x20 Villains
:: 6x21 Two To Go
:: 6x22 Grave


Buffy Episodenguide


6x10 "Wrecked"

[Der Fluch der Zauberei]


 ź Kurzinhalt :: Inhalt :: Synopsis :: Review :: Aha-Effekte :: Zitate :: Eure Meinung (7)  

Regie:
David Solomon
Drehbuch:
Marti Noxon

Hauptdarsteller:
Sarah Michelle Gellar (Buffy Summers)
Nicholas Brendon (Xander Harris)
Emma Caulfield (Anya)
Michelle Trachtenberg (Dawn Summers)
James Marsters (Spike)
Alyson Hannigan (Willow Rosenberg)

Gastdarsteller:
Elizabeth Anne Allen (Amy Madison)
Amber Benson (Tara Maclay)
Jeff Kober (Rack)

Darsteller:
Fleming Brooks (Mandraz)

 Kurzinhalt
Zusammen mit Amy verstrickt sich Willow immer tiefer in die Magie, so tief, da├č dies langsam gef├Ąhrliche Formen annimmt...


 Inhalt
Als Dawn und Tara morgens gemeinsam auf der Couch aufwachen, auf der sie beide eingeschlafen waren, w├Ąhrend sie am Abend auf Willow und Buffy gewartet haben, ist immer noch keine der beiden zur├╝ck. Kein Wunder, wacht Buffy doch gerade nackt neben Spike auf, in der Ruine, in der sie sich gestern abend geschlagen haben - und wo sie anschlie├čend Sex hatten. Eine Erinnerung, die Buffy am liebsten wieder vergessen m├Âchte.
So schleicht sie sich in ihr eigenes Haus und erfindet Ausreden ├╝ber ihren Verbleib letzte Nacht.

Keine Ausrede ben├Âtigt Amy, denn die erz├Ąhlt stolz, welch gro├če magische F├Ąhigkeiten Willow ihr letzte Nacht im Bronze demonstriert hat - was Tara, die immer noch anwesend ist, ├╝berhaupt nicht gerne h├Ârt. Langsam beginnen sich nun auch Willows Freunde sorgen zu machen.

Als Amy ihrer Freundin am Abend dann vorschl├Ągt, gemeinsam zu einem Warlock zu gehen, der ├╝ber gewaltige magische Kr├Ąfte verf├╝gt, ist Willow begeistert. Und das, was der Magier anzubieten hat, erweist sich dann auch als sehr wirkungsvoll...


FŘr alle, die mehr wissen m÷chten, steht eine ausfŘhrliche Inhaltsangabe bereit.

 Episodenreview
von Jakob S├Ąttler

"Wrecked", die letzte Folge bevor Buffy The Vampire Slayer in der amerikanischen Ausstrahlung der 6. Staffel eine l├Ąngere Pause ├╝ber Weihnachten und Neujahr machte, geh├Ârt sicherlich zu den umstrittensten Folgen der Serie. Von "hervorragende Episode" bis "absolute Entt├Ąuschung" reicht das Spektrum der Meinungen in den Fan-Foren ├╝ber die von Marti Noxon geschriebene Folge. Die Kritik richtet sich haupts├Ąchlich auf... - nein, dazu erst unten mehr.

Die Richtung, die in der 6. Staffel eingeschlagen wurde - das sich andeutende Aufbrechen, Auseinanderfallen der Scoobie-Gang - findet in dieser Folge nach der Trennung von Willow und Tara in 6x08 "Tabula Rasa" einen weiteren (vorl├Ąufigen?) H├Âhepunkt. Die Handlung ist raus aus der normalen Alltags-Linie. Die Haupt-Charaktere in Season 6, Buffy und Willow, schlagen sich an den seltsamsten Pl├Ątzen die N├Ąchte um die Ohren und gehen schlafen, wenn es schon wieder Tag ist. Sie sind entfremdet von ihrem Zuhause. Die Atmosph├Ąre der Folge ist verst├Ârend, unklar, unsicher, uneindeutig. Man hat sich den Charakteren wohl selten so fern gef├╝hlt.

Der lebenserfahrene, weise, v├Ąterliche Ratgeber Giles, der fr├╝her beruhigend und die Situation ├╝berblickend auf die Scoobies einwirken konnte, fehlt. Einzig Tara scheint ihr Leben noch im Griff zu haben, sie k├╝mmert sich quasi wie eine Mutter um Dawn, ist die Erwachsene, einzig sie scheint f├Ąhig, die Normalit├Ąt aufrechtzuerhalten.

Zwar gab es auch schon fr├╝her Entfremdungsprozesse innerhalb der Scoobie-Gang, vor allem in Staffel 4. Allerdings waren diese damals bedingt durch eher weltliche, irdirsche Umst├Ąnde: Der Beginn eines neuen Lebensabschnitts nach der High School, sich erst mal auf dem College oder in der Arbeitswelt (Xander) zurechtfinden m├╝ssen. In Season 6 sind die Gr├╝nde f├╝r die Entfremdung viel eigener, nicht so "allerweltsm├Ą├čig" (vielleicht mal abgesehen von Xander, der Bammel vor der Hochzeit mit Anya hat).

Bei Buffy ist es die Beziehung zu Spike. Die J├Ągerin schleppt durch den Sex mit Spike wieder ein Geheimnis, ein Tabuthema mit sich rum. In Staffel 3 hielt sie Angels R├╝ckkehr geheim, was zu einem handfesten Streit in 3x07 "Revelations" f├╝hrte, in Staffel 5 hielt sie lange Zeit Dawns Identit├Ąt als "Schl├╝ssel" vor den Scoobies geheim. Vor allem Xander, der sich ja schon des ├Âfteren als die moralische Entscheidungsinstanz f├╝r Buffys Liebesleben aufgespielt hat, d├╝rfte es mi├čfallen, sollte er vom Sex zwischen Buffy und Spike erfahren. Man erinnere sich, wie wenig er von Buffys Beziehung zu Angel hielt - und Angel war im Gegensatz zu Spike immerhin noch ein Vampir mit Seele, nicht nur mit Chip.

Buffys Verhalten Spike gegen├╝ber ist nach wie vor ambivalent. Die K├╝sse wurden gegen Sex eingetauscht. Nachdem die J├Ągerin Spike bisher k├╝├čte und anschlie├čend zur├╝ckwies, hat sie nun Sex mit ihm - rohen, animalischen, harten Sex - und weist ihn anschlie├čend zur├╝ck. Wie sehr Buffys Leben durcheinandergewirbelt ist und wie sehr Buffy neben sich steht, zeigt sich gleich im Teaser der Folge: Buffy, die ja ansonsten sehr auf ihr ├äu├čeres achtet, wacht in dem eingest├╝rzten Haus auf und steigt (zwangsl├Ąufig) verschwitzt und mit ungek├Ąmmten Haaren ungewaschen in die Klamotten vom Vortag. Da├č Spike ihr, als sie eigentlich schon fertig angezogen ist und gehen will, noch den Slip hinh├Ąlt, ist sozusagen die Kr├Ânung.

Eine im Buffy-Fandom immer wieder diskutierte Frage bez├╝glich der Beziehung Buffy-Spike in Staffel 6 ist, wer von den beiden den anderen mehr ausnutzt. Bei Buffy ist es recht offensichtlich, da├č sie sich von Spike etwas holt, was sie sonst nicht bekommt (was auch immer das sein mag... - sexuelle Befriedigung, irgendein Gef├╝hl?), den Vampir ansonsten verabscheut, so weit es nur geht. Je mehr Spike dr├Ąngt, desto h├Ą├člicher und beleidigender verh├Ąlt sich Buffy.

Aber auch bei Spike sollte man nicht vergessen, da├č er ein cleverer und berechnender Charakter ist, der keineswegs nur edlen Motiven folgt. Zwar k├╝mmerte er sich intensiv um Dawn, als Buffy tot war, aber erst in der letzten Folge 6x09 "Smashed" offenbarte er ein ganz anderes Gesicht und lie├č sein oft vorgetragenes "I can change, I can be good..."-Gerede wie Hohn in den Ohren der Zuschauer erklingen, als er glaubte, der Chip funktioniere nicht mehr richtig, und sofort loszog, um eine Frau zu bei├čen. Seine Spr├╝che am Anfang der vorliegenden Folge "Wrecked" (Stichwort: "doing a slayer") zeugen auch nicht von reiner, aufopferungsvoller Liebe, sondern eher von Besessenheit, von "Besitz- oder Troph├Ąendenken". Da├č Spike Buffy auf die dunkle Seite ziehen will, sie nunmehr als (teil-)d├Ąmonisches Gesch├Âpf sieht, deutet auch eher auf egoistische Motive seinerseits hin, weniger darauf, Buffy den richtigen Weg weisen zu wollen.

Wie auch immer - Buffy sitzt am Ende der Folge mit Kreuz in der Hand besorgt bis ├Ąngstlich auf ihrem Bett, ihr Zimmer ist mit Vampir-abhaltenden Knoblauchz├Ąhen zugeh├Ąngt und der einzige Grund, wieso Buffy Willow nicht um einen Zauber bittet, der Spike den Zugang ins Haus der Summers verwehrt (so wie Willow es in der Folge 2x17 "Passion" bei Angel/us gemacht hat), ist der, da├č Willow magieabh├Ąngig ist. Auch Buffys Bemerkungen im Gespr├Ąch mit Willow vorher ("Good. I think it's right. To give it up. No matter how good it feels." und "Exactly. It's over."), die Buffy mehr zu sich selbst als zu Willow sagt, sprechen eine deutliche Sprache, wie es mit dem Hin- und Her zwischen Buffy und Spike weitergehen wird: Es l├Ąuft wohl auf ein Ende hinaus...

Nun aber endlich zur negativen Kritik an der Folge. Diese bezieht sich haupts├Ąchlich auf die Storyline um Willow, die ganz offensichtlich magies├╝chtig ist (1. Punkt), auf das Gleichsetzen von Magiesucht und Drogensucht (2. Punkt), die Ziehung einer Paralelle zwischen Willows Situation und Buffys Situation (3. Punkt) und die Konstruiertheit der Folge (4. Punkt). Als Grundlage f├╝r die nun er├Ârterte Kritik dient teilweise dieses sehr interessant und zynisch geschriebene, ├Ąu├čerst lesenswerte Folgen-Review: http://www.blueshiftstudios.com/reviews/buffy/610Wrecked.shtml (leider Englisch). Es zerrei├čt "Wrecked" regelrecht in der Luft.

1.) Willow wurde zwar fr├╝her schon auf die Gefahren von Magie hingewiesen, aber die Warnungen blieben stets recht vage und wurden kaum begr├╝ndet. Es ging im wesentlichen um die schwere Kontrollierbarkeit und kaum einsch├Ątzbare Konsequenzen (Giles in 6x04 "Flooded"), um k├Ârperliches Leiden nach einem bedeutenden Zauber (Willow bricht zusammen und bekommt schwere Kopfschmerzen in 5x13 "Blood Ties" und 5x14 "Crush") oder darum, da├č man den Blick zu sehr auf Magie richte und andere L├Âsungswege f├╝r Probleme gar nicht mehr in Betracht ziehe (Tara in 6x08 "Tabula Rasa"). Und nun soll Willow also s├╝chtig sein?

Betrachtet man Willow und die Historie um ihre Magiekunst r├╝ckwirkend, dann kann man Buffys Freundin wohl am ehesten als einen "Control Freak" beschreiben, der Magie zum eigenen Vorteil benutzt. Zwar greift Willow mit Magie hilfreich in den Kampf gegen das B├Âse ein, aber sehr oft geht es ihr einfach darum, eigene emotionale Probleme zu l├Âsen: Streits oder Sorgen anderer vergessen zu machen (6x06 "All The Way" und 6x08 "Tabula Rasa"), ihre und Xanders Verknalltheit verschwinden zu lassen, weil sie beide ja schon in festen H├Ąnden sind (Anfang Staffel 3), ihren Willen nach der Trennung von Oz durchzusetzen (4x09 "Something Blue") oder Oz und Veruca zu verfluchen (4x06 "Wild At Heart").

Willows Schwierigkeiten im Umgang mit Magie bestehen darin, Zauber nach einem bedenklichen, ethischen Verst├Ąndnis zu nutzen. Sie manipuliert Leute r├╝cksichtslos zu ihrem eigenen Gefallen und l├Ą├čt Probleme verschwinden, denen sie sich nicht stellen will. Dabei spielt sie mit dunklen M├Ąchten, ohne etwas ├╝ber deren Ursprung oder deren Nebenwirkungen zu wissen. Willows Motive, Buffy in der Folge 6x01 "Bargaining" zur├╝ckzuholen, waren sicherlich auch ein gutes St├╝ck weit dadurch gekennzeichnet, da├č Willow sich selbst beweisen wollte, wie gut sie als Hexe ist.

In der gerade beschriebenen Art ist Willow zu sehen, wenn sie magisch aktiv wird: Verantwortungsloses Verhalten, kindisch und naiv - hart formuliert. So jedenfalls hat es uns die Serie gezeigt. Daher ├╝berrascht (und ver├Ąrgert) es ziemlich, da├č die Storyline um Willow pl├Âtzlich in eine Suchtgeschichte umschl├Ągt - da├č nun die Gefahr, der Willow bei ihrer h├Ąufigen Anwendung von Magie mit dieser Folge erlegen ist, eine Abh├Ąngigkeitsgefahr sein soll...

2.) Die Autoren der Serie haben es bisher in einer beeindruckenden Art und Weise verstanden, mit Metaphern, Analogien und Symbolik zu arbeiten. Ein gutes Beispiel hierf├╝r das einst├╝rzende Haus in der letzten Folge 6x09 "Smashed", als Buffy und Spike Sex haben. In "Wrecked" hingegen wird eine alles andere als subtile Holzhammer-Methode zur Erl├Ąuterung eines viel zu oft geh├Ârten und daher abgedroschenen, moralisch-erzieherischen Konzepts gew├Ąhlt: Drogen sind schlecht, Kinder!

Drogen sind in der Folge gleichzusetzen mit Magie. Dies wird einem mit einer Deutlichkeit vor Augen gef├╝hrt, da├č es weh tut. Simplifizierender (und daher ├Ąrgerlicher) kann man eine Allegorie wohl kaum darstellen, wir erleben einen zweitklassigen Anti-Drogen-Film:

Amy ist der drogens├╝chtige Junkie, der stiehlt - Willow liegt mit Entzugserscheinungen schwitzend und zitternd am Ende der Folge im Bett (die k├Ârperlichen Nachwirkungen der nichtbefriedigten Sucht) - die wandernde "Wreck"-Station (der Platz, zu dem Amy Willow gef├╝hrt hat, nachdem Willow in der letzten Folge den Wunsch nach einem "place like... bigger than this" ge├Ąu├čert hatte) ist eine runtergekommene Crack-Bude, in der Junkies auf die Befriedigung ihrer Sucht warten und sich dr├Ąngeln, der n├Ąchste zu sein - Willow schmeckt nach Erdbeeren und hat Halluzinationen - Rack ist der Dealer, der nat├╝rlich eine Gegenleistung f├╝r den Trip ins Paradies braucht...

3.) Im Schlu├čgespr├Ąch zwischen Willow und Buffy wird vor allem eines deutlich (oben schon mal kurz erw├Ąhnt): Die beiden reden zwar miteinander, aber Buffys Aussagen beziehen sich im Grunde auf sie selbst. Ihr geht im Dialog mit Willow selbst ein Licht auf - was sie zu Willow sagt, sagt sie genau so zu sich selbst. Wir erleben also eine Gleichsetzung zwischen Willow, die magies├╝chtig ist, und Buffy, die von Spike nicht loskommt. Demnach gelten die gleichen Konsequenzen: F├╝r Willow ist Magie schlecht und sch├Ądlich, also ist f├╝r Buffy die Beziehung zu Spike auch schlecht und sch├Ądlich.

Streng genommen hei├čt das, da├č die Autoren (auch) an dieser Stelle (und nicht nur bei der Drogen-Allegorie) moralisch werden und vorgeben, welche Beziehungen gut sind und welche nicht.

Zugegeben, eine Werteordnung und Moralvorstellungen sind nicht erst seit dieser Folge Bestandteil der Serie, sondern liegen der Serie schon immer zu Grunde. Der Zuschauer hat sie meist stillschweigend und ohne es gro├č zu bemerken, akzeptiert, weil er die gleichen (neuzeitlich-westlichen) Ansichten vertritt. Buffys Kampf f├╝r das Gute etwa oder Fragen wie "Wann darf man t├Âten, wann nicht?" wurden schon ├Âfters thematisiert, teilweise sogar kontrovers diskutiert, so da├č sich der Zuschauer eine eigene Meinung bilden konnte (Beispiele in 2x07 "Lie To Me", 3x14 "Bad Girls", 3x15 "Consequences", 3x21 "Graduation Day", 5x22 "The Gift").

Bei der Frage der richtigen Wahl der Beziehung allerdings werden die Autoren sehr einseitig und geben die richtige Entscheidung vor. Spike ist schlecht - Buffy, geh weg von ihm! Gerade bei dieser Serie - die bisher vielfach simple "Gut/B├Âse"-Konzepte in Frage gestellt hat, die Au├čenseiter als Hauptcharaktere propagierte (Willow und Xander in Staffel 1), die sehr unkompliziert und ohne Vorurteile eine lesbische Beziehung gezeigt hat, die humorvoll immer vorlebte, da├č es in Ordnung ist, anders zu sein - wirkt dies als ein zu ernstes und zu konservatives Statement der Autoren.

4.) Dieser Punkt l├Ą├čt sich schnell abhandeln: Wieso um alles in der Welt nimmt Willow Dawn mit zu Rack? Und Buffys sekundengenaues Auftauchen am richtigen Ort ist ein in Fernseh-Serien viel zu oft vorkommender und daher ├Ąrgerlicher Zufall.

Inwiefern man diese Kritik teilt oder sie zu Abz├╝gen bei der subjektiven Bewertung dieser Folge f├╝hrt, bleibt jedem selbst ├╝berlassen.

Auf jeden Fall ist positiv zu vermerken, da├č Jonathan und Co in dieser Folge nicht vorkamen. ;-)

Nicht nur, weil sie nerven, sondern weil sie in diese Folge nicht gepa├čt h├Ątten. Die Haupt-Charaktere sind mit sich selbst besch├Ąftigt, einzeln und allein.

Dieser Tenor, der nicht nur die Folge durchzieht, sondern die Staffel bis hierhin kennzeichnet (man verzeihe diese kleinen Ausflug, aber da nach "Wrecked" - wie oben erw├Ąhnt - eine l├Ąngere Pause folgte, eignet sich diese Folgenbesprechung gut f├╝r eine erste Zwischenbilanz der 6. Staffel), l├Ą├čt auch keinen neuen Charakter als Big Bad zu. Die drei Nerds mal au├čen vorgelassen. Und es ist auch richtig, da├č so wenig Schauspieler auftauchen - es gab bisher kaum Szenen am College oder an der High School.

Es bahnt sich etwas an, dunkle Wolken ziehen auf - nur kommt die "Gefahr" im Gegensatz zu den vorherigen Staffeln nicht von au├čen (Big Bad in Gestalt eines besonderen D├Ąmons), sondern wurde von den Haupt-Charakteren selbst geschaffen, resultiert aus ihrem Verhalten, aus dem D├Ąmon in ihnen selbst. Handlungen und die Konsequenzen daf├╝r tragen. Verantwortung. In Interviews haben die Autoren diese Leitw├Ârter immer wieder als ├ťberschrift f├╝r die 6. Staffel benutzt. Darum geht es. Und momentan h├Ąngt ein Damoklesschwert nahezu ├╝ber allem.

Vielleicht haben die abschlie├čenden Szenen aus "Wrecked" (bei aller berechtigter Kritik) daher so etwas "unter-die-Haut-Gehendes" - weil dort, unter der Haut, ihr Ursprung liegt. Als Markierung eines Standpunktes vor der Halbzeitpause, als Darstellung der konkreten, "kaputten" Situation der Charaktere funktioniert "Wrecked" jedenfalls sehr gut. Die Folge hat eine traurige, depressive, graue Stimmung - vermittelt durch passende (Klavier-)Musik und sehr ausdrucksstarke Szenen und Bilder.