Buffy & Angel


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:: 6x01 Bargaining
:: 6x03 After Life
:: 6x04 Flooded
:: 6x05 Life Serial
:: 6x06 All The Way
:: 6x07 Once More, With Feeling
:: 6x08 Tabula Rasa
:: 6x09 Smashed
:: 6x10 Wrecked
:: 6x11 Gone
:: 6x12 Doublemeat Palace
:: 6x13 Dead Things
:: 6x14 Older and Far Away
:: 6x15 As You Were
:: 6x16 Hell's Bells
:: 6x17 Normal Again
:: 6x18 Entropy
:: 6x19 Seeing Red
:: 6x20 Villains
:: 6x21 Two To Go
:: 6x22 Grave


Buffy Episodenguide


6x07 "Once More, With Feeling"

[Noch einmal mit Gefühl]


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Regie:
Joss Whedon
Drehbuch:
Joss Whedon

Hauptdarsteller:
Sarah Michelle Gellar (Buffy Summers)
Nicholas Brendon (Xander Harris)
Emma Caulfield (Anya)
Michelle Trachtenberg (Dawn Summers)
James Marsters (Spike)
Alyson Hannigan (Willow Rosenberg)

Gastdarsteller:
Amber Benson (Tara Maclay)
Anthony Steward Head (Rupert Giles)
Hinton Battle (Sweet)

Darsteller:
David Fury ("Mustard Man")
Marti Noxon ("Parking Ticket"-Frau)
Matt Sims (College Typ #1)
Hunter Cochrane (College Typ #2)
Daniel Weaver (Jüngling)
Zachary Woodlee (Dämon/Handlanger)
Timothy Anderson (Handlanger)
Alex Estronei (Handlanger)
Scot Zeller (Handlanger)

 Kurzinhalt
Als Buffy nachts auf dem Friedhof von Sunnydale patrouilliert, beginnt sie plötzlich zu singen - und sie ist nicht die einzige, der es so ergeht...


 Inhalt
Während einer Patrouille auf dem Friedhof fängt Buffy plötzlich an zu singen - über ihre Gefühle, ihre Lustlostigkeit am Leben, daß sie nicht mehr die selbe wie früher ist. Auch die Vampire, die um sie herumtanzend in das Lied einstimmen, geben ihr Recht.

Als Buffy am nächsten Morgen das Thema Gesang in der Magic Box anspricht, sind die Scoobies verblüfft: sie alle hatten in der Nacht zuvor gesungen, jedoch gedacht, daß ihnen spontan danach gewesen wäre.
Doch auch während die Freunde noch beratschlagen, was zu diesem seltsamen Effekt führen könnte, beginnt Giles zu singen, daß er eine Theorie hat - und die anderen stimmen ein, so als wäre es die natürlichste Sache der Welt.

Nun ist eindeutig klar, daß Buffy und ihre Freunde es mit etwas Übernatürlichem zu tun haben - und es betrifft nicht nur sie: denn auch der Rest von Sunnydale ist dem Singen und Tanzen verfallen...


Für alle, die mehr wissen möchten, steht eine ausführliche Inhaltsangabe bereit.

 Episodenreview
von Jakob Sättler

"Once More With Feeling" ist eine außergewöhnliche Folge, weil sie Überlänge hat. (Pro 7 wird aller Voraussicht nach auch die lange Fassung der Folge zeigen, nicht die auf Normalmaß gekürzte.)

Sie ist eine wichtige Folge, weil sie unheimlich viele bisher eher angedeutete Handlungsstränge vorantreibt. Die 6. Staffel hat spätestens mit dieser Folge den einleitenden Teil hinter sich gelassen. Die deutlichsten Beispiele hierfür: Tara erfährt davon, daß Willow ihre Gedanken mit einem Zauber manipuliert hat. Giles' Bestrebungen, Buffy zu verlassen, werden dem Zuschauer klar mitgeteilt, nachdem in den vorigen Folgen eher unterschwellig darauf hingewiesen wurde. Die Scoobies erfahren, wo Buffy wirklich war: nicht in der Hölle, sondern im Paradies. Und Spike und Buffy kommen sich trotz einer unschlüssigen, ambivalenten Haltung der Jägerin gegenüber dem Vampir abermals näher - dieses Mal sogar ein großes Stück: Die beiden küssen sich.

Was diese Folge zu der wahrscheinlich besten der gesamten Serie macht, ist Folgendes: ...Und eigentlich muß man schon auf dem Mond leben, um es noch nicht mitbekommen zu haben, und eigentlich ist es überflüssig, es hier noch mal zu erwähnen - "Once More With Feeling" ist ein Musical.

Joss Whedon läßt es sich nach den von der Erzählweise her sehr ungewöhnlichen und daher so beeindruckenden Folgen 4x10 "Hush" (die als eine Art Stummfilm daherkommt), 4x22 "Restless" (die sehr interpretationsbedürftige Alpträume der Charaktere zeigt) und 5x16 "The Body" (die in sehr beklemmender, überwirklicher Weise mit eigenartigen Kameraeinstellungen und ohne Musik die Reaktionen auf den Tod von Buffys Mutter beschreibt) nicht nehmen, erneut mit einem Experiment aufzuwarten.

Die Folge 4x10 "Hush" spielte noch in der Art mit Kommunikationsproblemen, daß sich die Charaktere die Dinge, die sie eigentlich beschäftigten, nicht sagen konnten. So kam der erste Kuß zwischen Buffy und Riley nur dadurch zustande, daß die beiden nicht miteinander reden konnten (nichts zerreden konnten), sondern nur über ihr Verhalten, ihre Gestik und Mimik (und eben über Berühren) miteinander kommunizieren konnten. Die Sprache als Hindernis.

In "Once More With Feeling" liegt es ähnlich - die Charaktere haben wichtige Dinge miteinander zu klären. Nur können sie nicht über sie reden - aus Angst, aus Rücksichtnahme, wieso auch immer. Die Artikulation der Sorgen und der Gefühle der Charaktere wird nur möglich, indem sie darüber singen. Man sollte diese These allerdings nicht zu dogmatisch sehen - natürlich kann eine Frau auch reden, wenn sie einen Strafzettel bekommt, sie muß darüber nicht singen. Und Tara hat in 6x03 "After Life" mit Willow so offen gesprochen, daß sie mit Sicherheit nicht über ihre Liebe zu Willow singen muß, das könnte sie Willow auch normal sagen - sie hat es schon getan.

Das Besondere an dieser Folge ist, daß die Gefühle der Charaktere nicht nur durch einen überaus vielschichtigen und blumigen Text dem Zuschauer näher gebracht werden (Joss Whedon stellt wieder einmal sein außergewöhnliches Schreibtalent unter Beweis), sondern daß die Emotionen durch die Musik noch um ein Vielfaches verstärkt werden. Da spielt es eigentlich kaum eine Rolle, ob es Sinn macht, daß die Charaktere manchmal wahrnehmen, was die anderen singen (so etwa bei Buffys "Life's A Show") oder ob es ihnen verborgen bleibt (so etwa bei Giles' Song "Standing In Your Way"). Um Logik geht es hier nicht.

In den Songs geht es (mit wenigen Ausnahmen) um eine Zustandsbeschreibung der Emotionen der Charaktere, meistens in Bezug auf einen anderen Charakter, mit dem eine enge Verbundenheit besteht. Kleine, überaus gelungene Gags wie Anyas "Air Guitar"-Einschub über ihre Hasen-Phobie können nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Folge eine eher traurige denn eine fröhliche Grundstimmung verbreitet. Es liegen viele Dinge beziehungstechnisch im Argen, und genau das beschreibt die Folge mit Musik.

Und wie abwechslungsreich sie das tut: Von rockigen Songs wie Billy Idols... - äh, Entschuldigung, Spikes "Rest In Peace" über eher soulige Nummern, über Stepptanz bis zu Stücken, die an die Hintergrund-Musik von Charly-Chaplin-Stummfilmen oder Zeichentrickfilmen erinnern ("I'll Never Tell"), von Kuschelrock-Songs über Balletstücke bis zu Liedern zum Mitsingen ist alles dabei. Spätestens, wenn Buffy direkt in die Kamera guckt und dem Zuschauer die Liedzeile "We'll sing a happy song and you can sing along" ("Wir singen ein fröhliches Lied und Du kannst mitsingen") unmittelbar "zu"singt, sollten bei jedem die Füße mitwippen.

Man könnte in einem Review die Song-Texte noch bis ins Letzte durchleuchten. Sie geben unheimlich viel her, sind sehr vielschichtig interpretierbar, einfach toll geschrieben (wie oben schon erwähnt). Aber im Grunde ist es viel spannender, die Zeit, die man mit Review-Schreiben bzw. Lesen vergeudet, zu nutzen, um die Folge noch mal zu sehen, sich von den Songs noch mal fesseln zu lassen und beim exakt ausgearbeiteten Zusammenspiel von Bild, Text und Musik auf neue interpretatorische Ideen zu kommen. Im Grunde reicht es, an dieser Stelle zu sagen: "Schweigt und genießt!" Oder besser: "Singt mit und genießt!"