Buffy & Angel


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:: 6x04 Flooded
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:: 6x07 Once More, With Feeling
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Buffy Episodenguide


6x04 "Flooded"

[Geld und andere Sorgen]


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Regie:
Douglas Petrie
Drehbuch:
Douglas Petrie; Jane Espenson

Hauptdarsteller:
Sarah Michelle Gellar (Buffy Summers)
Nicholas Brendon (Xander Harris)
Emma Caulfield (Anya)
Michelle Trachtenberg (Dawn Summers)
James Marsters (Spike)
Alyson Hannigan (Willow Rosenberg)

Gastdarsteller:
Amber Benson (Tara Maclay)
Anthony Steward Head (Rupert Giles)
Adam Busch (Warren Meers)
Tom Lenk (Andrew Wells)
Danny Strong (Jonathan Levinson)
Todd Stashwick (Dämon)

Darsteller:
John Jabaley (Tito)
Brian Kolb (Wachmann)
Michael Merton (Mr. Savitsky)

 Kurzinhalt
Buffy steht das Wasser bis zum Hals - wegen eines Wasserrohrbruchs ist ihr Keller überflutet.
Die Reparatur wird teuer, und das ist ein Problem: die Jägerin ist nämlich Pleite...


 Inhalt
Buffys Versuch, eine leckende Wasserleitung selbst zu reparieren, führt zu einem ausgewachsenen Rohrbruch, der den Keller flutet.
Zum Glück ist Xander mit einem Klempner befreundet, der die Reparatur - ein kompletter Austausch des Rohrsystems - relativ preisgünstig durchführen kann.
Wobei relativ preisgünstig eben relativ ist...

Das ist auch das große Problem, mit dem die Scoobies sich jetzt auseinander setzen müssen: Buffy ist pleite - zumindest fast. Zwar hat ihr ihre Mutter eine großzügige Lebensversicherung hinterlassen, doch ihre Krankenhausrechnungen haben fast das gesamte Geld aufgebraucht. Das Haus mit seinen laufenden Kosten tat ein Übriges.
Um an Geld zu kommen, versucht Buffy, einen Kredit zu erhalten - entweder das, oder fängt an, sich für das Jagen bezahlen zu lassen. Ein Vorschlag, den allerdings nur Anya gut findet - kein Wunder, er stammt ja auch von ihr.

Doch einen Kredit zu erhalten, ist gar nicht so einfach, wenn man pleite ist. Und dann wird die Bank auch noch von einem Dämon überfallen..


Für alle, die mehr wissen möchten, steht eine ausführliche Inhaltsangabe bereit.

 Episodenreview
von Jakob Sättler

Gleich am Anfang von 6x04 "Flooded" wird durch eine geschickte Inszenierung der Eindruck erweckt, Buffy befinde sich auf Dämonenjagd und müsse besonders wachsam sein. Dabei ist sie nur in ihrem Keller und möchte eine leckendes Wasserrohr reparieren. Dieser kurze Teaser leitet schon ein, womit wir es in der Folge (vordergründig) zu tun haben werden: sehr weltliche Probleme Buffys, nämlich solche finanzieller Art.

Selbst wenn man vielleicht manchmal den Eindruck hat, die Folge "plätschere" nur so vor sich hin, sei eine Aneinanderreihung von mehr oder weniger unterhaltsamen und fesselnden Einzel-Szenen und lasse eine Erzählstruktur, die Spannung aufbaut, sehr vermissen, so muß man doch sagen, "Flooded" ist eine gute Folge.

Warum? Es liegt hauptsächlich an 4 Punkten.

  1. Die Verantwortlichen für Regie, Schnitt und Kamera haben sehr gute Arbeit geleistet und durch ihre Inszenierung der Folge immer wieder besondere Momente kreiert, die sich bei aufmerksamer Betrachtung als sehr subtil eingearbeitete Botschaften erweisen, die interpretationswürdig sind:

    • Da wäre beispielsweise der schon erwähnte Anfang (Buffy nur scheinbar auf Dämonenjagd im Keller); interpretierbar als Vorausdeutung darauf, daß ihre Probleme in dieser Folge eher irdischer Natur sein werden

    • da wäre die Szene, in der Buffy dem fließenden Wasser im Spülbecken lange und wie apathisch zusieht, bis Willow den Hahn zudreht; möglicherweise Hinweis auf den Fluß des Lebens, daß alles weitergeht

    • da wäre die Szene, in der Buffy sich auf ihr Gespräch mit dem Bankier vorbereitet; der schnelle Schnitt bringt sehr gut Buffys Nervosität und ihre von vornherein zum Scheitern verurteilten "Freundlichkeits-Floskeln" gegenüber einer Person, von der soviel abhängt, rüber

    • da wären die verschiedenen Voice Over, bei denen das Bild schon bei der nächsten Szene ist, man aber noch einen Charakter der vorigen Szene sprechen hört oder umgekehrt. Erwähnenswert hier vor allem die Szene, in der Buffys Äußerung bezüglich des kindischen Bettbezuges für Giles ("I know they are so cute you could die") sehr gut auch auf die sich noch im Bild befindenden, selbsterklärten "Super-Villains" (Schwerverbrecher) übertragbar ist.


  2. Der schon kurz erwähnte spaßige Charakter der Folge (Stichwort: "stupid skirt", das Buffy in der Bank zweimal sagen muß) und vor allem die fast unzählbaren (Pop-)Kultur-Anspielungen, für die hauptsächlich - aber nicht nur - die drei mehr oder weniger neuen "Nerds" (Schwachköpfe, Deppen) verantwortlich zeichnen und so die Folge als ein wahres Stell-Dich-Ein der (Pop-)Kultur-Größen erscheinen lassen. Es wird unter anderem Bezug genommen auf Spiderman, Blair Witch Project, James Bond, Romeo und Julia, vorausgegangene BtVS-Folgen (vor allem 3x20 "The Prom") und was weiß ich nicht noch alles - siehe zu diesem Punkt auch die "Aha-Effekte".

  3. Auch wenn die Folge eher als eine Aneinanderreihung von Einzelszenen erscheint, die nicht unbedingt besonders fest durch den Handlungsbogen um die finanziellen Probleme Buffys zusammengehalten werden, so sind doch einige dieser einzelnen Szenen besonders gelungen. Zum Beispiel:

    • Giles' Rückkehr (wie er völlig überraschend in der Magic Box steht) und seine anschließenden Dialoge mit Buffy, in denen man gut sieht, wie glücklich Buffy ist, daß Giles wieder da ist (obwohl Buffy es nicht schafft, sich Giles ganz zu öffnen und ihm zu erzählen, daß sie gar nicht in der Hölle war)

    • die Willow-Buffy-Szene in der Magic Box: eine sehr eingeschüchterte, ängstliche, übervorsichtige (vielleicht ein schlechtes Gewissen habende?) Willow, die versucht, Buffy zu erklären, wie verschlossen sie seit ihrer Rückkehr ist - Buffy reagiert genervt und widmet sich lieber dem Sandsack, als mit Willow weiter zu sprechen; und im Gegensatz dazu eine nicht über ihre Taten reflektierende, die Konsequenzen ausklammernde, dafür aufbrausende, selbstbewußte, keine Kritik duldende Willow im Streit mit Giles, als es um den Auferweckungszauber geht. In beiden Szenen übrigens der unschöne Ausdruck "piss me off", der die Szenen verbindet und ein besonderes Licht auf das zerrüttete Verhältnis zwischen den Charakteren wirft (in dem Zusammenhang auch interessant, daß Willow sozusagen vor Buffy kuscht, gegenüber Giles aber sehr dominant auftritt).

    • die Einführung der Super-Villains, die man - so sehr die drei auch schon in dieser, ihrer ersten Szene, nerven mit ihrem kindischen, naiven, pubertäre Gehabe - einfach als super-witzig bezeichnen muß; auch wenn der Humor sicher nicht jedermanns Sache ist. Joss Whedon und seine Autoren haben übrigens erzählt, daß in ihren Meetings, wenn sie Episoden "breaken" (das heißt, vorbereiten, gemeinsam planen und durchsprechen), ein ähnlicher Humor vorherrschen würde wie ihn die drei Villains ausleben - wenn das mal nichts Schlechtes heißt ;-)

    • die Buffy-Spike-Szene auf der Veranda (hier übrigens wieder ein kleines Voice Over); Spike und Buffy nähern sich immer mehr an...

    • Xander, der sich in unnachahmlicher Manier über den "toten" Tisch ärgert, sich so betroffen und wütend zeigt, daß es schon fast an Fernseh-Ärzte erinnert, die es nach langer Operation nicht geschafft haben, ein Menschenleben zu retten


  4. Eine starke Fokussierung auf die Hauptcharaktere. Übertrieben formuliert: Die Serie spielt in dieser Folge quasi nur innerhalb der Gruppe um Buffy, Dawn, Giles, Spike und den Scoobies - die Super-Villains sind die einzige Ausnnahme. Es wird kaum ein Gast-Charakter benötigt (eigentlich nur der Dämon und der Bankier, die anderen Personen in der Bank bleiben völlige Statisten) - die Hauptcharaktere und vor allem ihre zwischenmenschlichen Beziehungen tragen die Serie allein. Gefallen mag das nicht jedem (wirkt es doch etwas Soap-Opera-lastig). Dennoch muß man sagen, daß sowohl das Niveau der Dialoge, das nachvollziehbare Verhalten der Charaktere (bei Willow kann man vielleicht anfangen, zu streiten...) und die geschickte Verknüpfung der Probleme der einzelnen Charaktere untereinander (obwohl viele Szenen zusammenhangslos wirken, dreht sich doch letzlich sehr viel um die Konsequenzen von Buffys Rückkehr) zumindest in dieser Folge ein sehr positives Licht auf das Drehbuch werfen.