Buffy & Angel


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:: 5x01 Buffy vs. Dracula
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:: 5x05 No Place like Home
:: 5x06 Family
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:: 5x08 Shadow
:: 5x09 Listening to Fear
:: 5x10 Into the Woods
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:: 5x13 Blood Ties
:: 5x14 Crush
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Buffy Episodenguide


5x01 "Buffy vs. Dracula"

[Buffy vs. Dracula]


 « Kurzinhalt :: Inhalt :: Synopsis :: Review :: Aha-Effekte :: Zitate :: Eure Meinung (7) » 

Regie:
David Solomon
Drehbuch:
Marti Noxon

Darsteller:
Amber Benson (Tara)
Rudolph Martin (Dracula)
Kristine Sutherland (Joyce Summers)
E. J. Cage (Arbeiter 1)
Scott Berman (Arbeiter 2)
Marita Schaub (Draculas Schwester 1)
Leslee Jean Matta (Draculas Schwester 2)
Jennifer Slimko (Draculas Schwester 3)
Michelle Trachtenberg (Mädchen)

 Kurzinhalt
Graf Dracula taucht in Sunnydale auf. Und natürlich erscheint er dort nur aus einem Grund: Er will die Jägerin treffen...


 Inhalt

Teaser

Buffy liegt nachts wach im Bett neben Riley. Sie kann nicht schlafen. Szenenwechsel zum Friedhof, über den sie in großer Eile rennt. Sie scheint verfolgt zu werden. Doch dann sieht man, daß sie selbst einen Vampir verfolgt, ihn schließlich einholt, zu Boden reißt und nach kurzem Kampf vernichtet. Daraufhin ist Buffy wieder in ihrem Zimmer und legt sich entspannt - nicht mehr so unruhig wie vorhin - zu Riley ins Bett.

1. Akt

Buffy und ihre Freunde verbringen einen vergnügten Tag am Strand. Es sind noch Sommerferien. Buffy und Riley spielen Football; Xander versucht, ein Grillfeuer zu entfachen. Da es ihm nicht gelingt, hilft Willow mit Magie nach. Sie spielt ein bißchen mit den Elementen, wie sie sagt. Plötzlich zieht ein riesiges Gewitter auf. In kurzer Zeit ist der Himmel wolkenverhangen, es regnet in Strömen. Die Scoobies flüchten vom Strand.

Szenenwechsel zu einem düsteren, unheimlichen Schloß, vor dem zwei Arbeiter eine große Holzkiste von einem kleinen Laster abladen. Die Kiste fällt zu Boden, und Erde rieselt heraus. Auf einmal wird die Kiste von innen zerschlagen, irgendeine kräftige Kreatur hat sich in ihr befunden, die nun die Arbeiter angreift.

Willow ist bei Giles zuhause und hilft ihm, alte Bücher einzuscannen. Giles erklärt Willow, daß er nach England zurückkehren wird und daß er dies bald auch Buffy verkünden werde. Willow ist traurig und protestiert leicht - sie sagt, sie alle würden Giles noch sehr brauchen. Willow verspricht aber, den anderen Giles' Pläne nicht zu verraten.

Buffy und ihre Mutter sitzen beim Abendessen. Buffy verabschiedet sich zur Patrouille. Joyce ist etwas enttäuscht, daß Buffy so früh gehen will; auch, weil bald das Semester wieder losgeht und sie dann wieder allein sein wird im großen Haus. Buffy schlägt vor, daß man dieses Abendessen als festen Termin in der Woche festhalten könnte.

Buffy verdrischt einen Vampir auf dem Friedhof nach allen Regeln der Kunst. Der Kampf scheint ihr sichtlich Spaß zu machen. Im Hintergrund verdichten sich Nebelschwaden immer mehr, bis vor der Kamera schließlich ein sehr bleiches, erhabenes Gesicht zu sehen ist. Die Nebelschwaden haben sich zu einem Dämon geformt, der wie ein Mensch aussieht. Dieser beobachtet Buffy, wie sie den Vampir pflöckt. Buffy wendet sich nach Vernichtung des Vampirs ab und will weggehen, spürt aber, daß noch jemand anwesend ist, hält inne und dreht sich um. Das eben aufgetauchte Wesen tritt hervor und zeigt sich von Buffys Kampfeskünsten beeindruckt. Es möchte selbst nicht kämpfen. Auf Buffys Nachfrage entschuldigt es sich in würdevoller Weise, sich nicht vorgestellt zu haben - es glaubte, Buffy würde wissen, mit wem sie es zu tun habe. Mit osteuropäischem Akzent sprechend, erklärt das Wesen, es sei Dracula. Buffys Augen weiten sich, sie ist sichtlich überrascht.

2. Akt

Willow und Xander gehen über den Friedhof - sind auf dem Weg zu dem Platz, wo Buffy eben den Vampir verdroschen hat - und unterhalten sich. Willow stammelt etwas von einem Geheimnis und einem Versprechen, es nicht weiterzuerzählen. Xander glaubt, Willow spiele auf ihre Beziehung zu Tara an.

Währenddessen haben auch Buffy und Dracula eine kleine Unterhaltung. Buffy kann nicht so recht glauben, daß sie tatsächlich dem berühmten Grafen gegenübersteht. Als Dracula schließlich sagt, daß er nur hier sei, um Buffy zu treffen, ist die Jägerin noch ungläubiger, aber auch ein wenig geschmeichelt. Nach Draculas Behauptung, Buffys Macht würde in Dunkelheit liegen, wird der Jägerin der Small Talk jedoch zuviel und sie stürzt vor, um Dracula zu pflöcken. Dieser verwandelt sich jedoch in Windeseile in Nebel und taucht hinter der Jägerin wieder auf. Nach einem nochmals gescheiterten Versuch, Dracula zu vernichten, erscheinen Willow und Xander. Xander, der nicht weiß, wem er gegenübersteht, macht sich über Dracula wegen seines Akzents lustig. Als Buffy ihm jedoch sagt, daß es sich hier um Dracula handele, wird er sehr kleinlaut und zieht sich sofort hinter Buffy zurück. Dracula meint, es sei nicht die richtige Zeit, und verwandelt sich in eine Fledermaus. Er fliegt noch zweimal über Buffys Kopf hinweg (Buffy fuchtelt etwas unbedarft mit den Händen herum, um die Fledermaus zu verjagen) und verschwindet schließlich.

Die Scoobies, Buffy und Riley sind bei Giles. Buffy, Xander und Willow erzählen begeistert von ihrer Begegnung mit Dracula. Riley ist ein wenig eifersüchtig, daß Buffy so fasziniert von Dracula ist, daß sie so sehr mit der Vorstellung beschäftigt ist, daß der Graf sie kennt. Auch Tara ist ein wenig besorgt wegen Willows Schwärmerei für Dracula. Willow wiegelt kruz ab, als sie Taras Sorge bemerkt, ist aber weiter eingenommen von Draculas Auftritt. Als sich Anya in die Diskussion einmischt und von früheren Erlebnissen mit dem Grafen erzählt, wird auch Xander leicht eifersüchtig. Im Laufe des Gesprächs lobt Willow jeden Kommentar von Giles viel zu übertrieben.
Man entschließt sich, gegen Dracula nichts zu unternehmen, bis man nicht genau weiß, wie man ihn bekämpfen kann. Riley vermutet, Buffy wolle nur nichts machen wegen des fesselnden Blicks des Grafen, weil er für sie so attraktiv ist, aber Buffy versichert, daß es nicht so sei.

Auf dem Nachhauseweg streiten sich Xander und Anya noch ein wenig wegen der Eifersuchtsgeschichte. Auf den Dachsimsen der Häuser läuft ein Wolf entlang, der Xander und Anya zu beobachten scheint. Als Anya sich verabschiedet hat, sieht sich Xander plötzlich dem Grafen gegenüber. Auf eine Schlägerei, die Xander dem Grafen androht, läßt sich Dracula nicht ein. Stattdessen benutzt er seine hypnotischen Fähigkeiten und macht aus Xander einen "Diener", der ihm berichten soll, was tagsüber passiert, der seine "Augen und Ohren" während des Tages sein soll. Als Dracula verschwindet, kichert Xander wie ein Verrückter.

Riley stattet Spike einen Besuch ab. Er will Informationen. Riley erfährt, daß Spike Dracula kennt. Dracula schulde ihm, Spike, noch 11 Pfund. Sie seien alte Rivalen, doch als Dracula berühmt wurde, habe er all seine alten Feinde vergessen. Er habe den Vampiren großen Schaden zugefügt, denn nachdem sein Stern aufging, habe jeder gewußt, wie man Vampire töten könne. Draculas besondere Fähigkeiten seien nichts weiter als ein paar Zigeunertricks.
Dracula brauche seinen Luxus um sich, seine "Insektenverspeiser" und seine besondere Erde, er würde bestimmt nicht in einer simplen Krypta wohnen. Zum Schluß des Gesprächs sagt Spike, Riley solle sich nicht mit dem Grafen anlegen, dieser sei eine Nummer zu groß für ihn. Riley droht Spike indirekt, ihn zu vernichten. Die Atmosphäre zwischen den beiden ist vergiftet.

Buffy liegt schlafend im Bett. Durch das einen Spalt weit geöffnete Fenster dringt Dracula in Form von Nebel in Buffys Zimmer. Buffy wacht auf, als Dracula am Fuß ihres Bettes steht. Dracula zieht Buffy ganz in seinen Bann. Sie versucht zwar anfangs noch, sich zu wehren, setzt an zu der Aussage, er könne nicht einfach mit seinen "Hypno-Augen" und seinem Musikvideo-Wind in ihr Zimmer eindringen, doch sie kann den Satz nicht beenden. Ihre Stimme ist ganz schwach, sie ist Dracula hörig. Der Graf sagt, er habe die ganze Welt nach einer Kreatur abgesucht, deren Dunkelheit seiner ebenbürtig wäre. Nachdem Dracula die Narbe an Buffys Hals bemerkt hat, die durch Angels Biß vor über einem Jahr zustande kam, beißt auch er sie.

3. Akt

"Scooby-Meeting" bei Giles, Zusammentragen der Ergebnisse des "Research". Xander verhält sich ganz eigenartig, verspeist sogar eine Spinne, als gerade niemand hinguckt. Riley berichtet, daß Dracula wohl in einem noblen Anwesen wohnen werde. Willow, die Giles wieder viel zu übertrieben lobt, berichtet, daß Dracula mentale Kräfte habe, er könne Gedanken lesen und kontrollieren. Buffy ist während des Gesprächs abwesend, wiegelt die Warnungen der anderen, wie gefährlich Dracula ihr mit diesen Fähigkeiten werden könnte, ab. Als Buffy Giles Wohnung recht abrupt verläßt, rennt Riley ihr hinterher, erreicht sie im Hof und fordert sie auf, das Halstuch abzunehmen. Buffy weigert sich. Riley zieht schließlich das Halstuch mit einer schnellen Bewegung selbst weg. Mittlerweile sind auch die anderen im Hof, alle sehen die Bißwunde an Buffys Hals. Buffy gibt zu, daß der Graf Macht über sie habe, obwohl ein großer Teil ihrer selbst Dracula widerstehen würde. Riley ist ein wenig beleidigt, weil Dracula und auch Angel soviel Einfluß auf Buffy hätten. Buffy versichert ihm, daß sie sein Mädchen sei und das dies auch so bleiben werde.
Man beschließt gemeinsam, daß Buffy keinen Kontak mehr zum Grafen haben soll. Buffy will zu Xander gehen, da der Graf in das Haus der Summers eindringen kann, Buffy dort also nicht sicher wäre. Willow fragt, wie dies dem Grafen möglich gewesen wäre. Vampire können ohne Einladung bekanntlich keine Häuser betreten.

Szenenwechsel zu Willow und Joyce im Haus der Summers. Willow vollzieht einen "Protection Spell", der dem Grafen ein erneutes Betreten des Hauses unmöglich macht. Joyce ist es etwas peinlich, daß der fremde Mann, den sie zum Kaffee hereingebeten hat, Dracula war, er habe so nett und normal gewirkt, nur ein wenig blaß.

Während es dunkel wird, durchsuchen Giles und Riley große Anwesen, die sie für mögliche Aufenthaltsorte Draculas halten.

Xander, Anya und Buffy sind in Xanders Kellerzimmer. Anya ist beleidigt, daß sie nicht mit auf die Suche nach Dracula gehen durfte. Als sie vor einem Schrank steht, überrumpelt Xander - der nach wie vor vom Grafen gedanklich manipuliert ist - sie und sperrt sie in eben diesen. An Buffy gewandt sagt er, daß er sie nun dem Grafen übergeben werde, weil dieser ihm Unsterblichkeit versprochen habe. Buffy ist einverstanden.

Xander führt Buffy in ein Burgschloß, wo Dracula einen vorübergehenden Wohnsitz in Sunnydale gefunden hat. Dracula fordert Xander auf, ihn und Buffy allein zu lassen - Xander hatte schon erwartungsvoll um die Unsterblichkeit gebeten. Dracula sagt, er habe gewußt, daß Buffy kommen werde. Buffy fragt nach dem Grund. Weil er sie hypnotisiert habe? Mit einem Mal ist Buffy wieder die Alte. Sie verliert ihren verstörten Ausdruck, ist nicht mehr von Dracula gelenkt. Sie "zückt" ihren Pflock. Dracula fordert Buffy auf, den Pflock niederzulegen. Buffy gehorcht sofort. Sie unterliegt doch wieder dem Einfluß des Grafen. Ihr wird klar, in welch großer Gefahr sie sich befindet. Nervös blickt sie sich um und gibt einen leisen, beunruhigten Laut von sich.

4. Akt

Riley und Giles betreten das Schloß, in dem Dracula wohnt. Im Schloß trennen sie sich. Giles geht einen Gang entlang, und in der Dunkelheit kann man ein weibliches Vampirgesicht mit gelben Augen sehen.

Buffy und Dracula reden miteinander. Dracula sagt, Buffy könne ihm nicht widerstehen, weil sie es nicht wolle. Er könne ihr soviel beibringen, über ihre Herkunft, zu was sie alles fähig sei.

Riley trifft beim Durchsuchen des Schlosses auf Xander, der Riley den Weg versperren will. Riley schlägt Xander K.O. und geht weiter.

Giles öffnet eine Tür und fällt in der Dunkelheit einen direkt dahinterliegenden Abgrund hinunter. Leicht benommen liegt er auf dem Boden. Drei Vampirfrauen krabbeln auf ihn zu, die Giles als die "drei Schwestern Draculas" erkennt. Sie beginnen, Giles zu streicheln, ihn zu küssen und sein Hemd aufzureißen. Giles ist ihnen hilflos ausgeliefert.

Dracula ritzt sich seinen Arm auf und fordert Buffy auf, von seinem Blut zu trinken. Er habe selbst nicht genug von ihr getrunken, daß sie sich verwandeln könne. Sie müsse selbst darum bitten. Es gelingt Dracula, Buffy zu verführen. Sie nimmt Draculas Arm in beide Hände und führt die blutende Stelle an ihren Mund. Buffy trinkt von seinem Blut.

Man sieht eine schnelle Serie von Bildern. Die meisten sind Aufnahmen, wie Buffy kämpft. Ein paar Bilder von der Ersten Jägerin sind auch dabei, ebenso wie eine Ader, durch die Blutkörperchen fließen.

Buffy hebt ihren Kopf und flüstert ein zartes "Wow". Plötzlich stößt sie Dracula heftig weg. Mit normaler Stimme sagt Buffy, daß das ekelhaft war. Sie geht auf Dracula zu, als dieser sich wieder aufrappelt. Ob jetzt nicht er von ihrer wahren Natur kosten wolle? Die beiden beginnen zu kämpfen.

Riley stürzt fast den selben Abgrund hinunter, den vor ihm Giles heruntergefallen ist. Riley kann sich aber gerade noch festhalten. Um Giles "kümmern" sich immer noch die Vampirfrauen. Riley vertreibt sie mit einem Kreuz und hilft Giles, wieder zur Tür hinauf zu klettern. Giles hat einen Schuh verloren, den er noch holen will. Aber Riley verhindert dies und schleppt den sichtlich mitgenommenen Giles weg.

Buffy kämpft weiterhin mit Dracula. Als Dracula sich wieder mal wegteleportiert, ahnt Buffy, wo er auftauchen wird, und jagt ihm, unmittelbar nachdem der Nebel wieder menschliche Gestalt angenommen hat, einen Pflock ins Herz. Dracula ist geschockt und zerfällt zu Staub.

Inzwischen sind Riley, Giles und Xander, der wieder normal ist, eingetroffen. Xander verspricht in einer Schimpftirade, daß er nie wieder der Depp sein wird, der Insekten frißt und die lustige Syphilis kriegt.

Die vier verlassen das Schloß. Am Fuß der Treppe tauchen Nebelschwaden auf. Dracula beginnt wieder Gestalt anzunehmen. Eine Hand erscheint und jagt dem Grafen abermals einen Pflock ins Herz. Buffy ist doch noch mal ins Schloß zurückgekehrt. Ob er glaube, sie würde seine Filme nicht sehen? Sie wüßte doch, daß er immer zurück käme. Dracula zerfällt wieder zu Staub. Buffy bleibt stehen und verschränkt die Arme. Nebelschwaden ziehen abermals auf. Auf Buffys Bemerkung hin, daß sie immer noch dort stehe, löst sich der Nebel auf.

Buffy ist bei Giles zuhause. Giles möchte mit Buffy über etwas Bestimmtes reden. Aber auch Buffy hat etwas mit Giles zu besprechen. Giles besteht darauf, daß Buffy anfängt. Buffy erklärt, sie habe lange nicht mehr trainiert und Giles auch lange nicht mehr um Hilfe gebeten. Giles sei einige Zeit nicht mehr ihr Wächter gewesen. Durch die Geschichte mit Dracula seien ihr ein paar Dinge klargeworden. Seit dem Zauberspruch, durch den die Kräfte der Ersten Jägerin herbeigeholt wurden, sei Buffy jede Nacht unterwegs gewesen. Nicht patrouillieren, sondern jagen, wie Dracula es nannte. Er habe ihre Kraft besser verstanden als sie selbst. Er habe Dunkelheit darin gesehen. Buffy wolle jetzt mehr wissen, über ihre Herkunft, über die anderen Jägerinnen. Möglicherweise könne sie noch stärker und besser werden. Aber sie habe Angst, sie wisse, daß es schwer werde. Sie möchte das alles nicht ohne Giles tun. Sie brauche seine Hilfe, sie möchte ihn wieder als Wächter bei sich haben.
Als Giles an der Reihe ist, mit dem herauszurücken, was ihm auf dem Herzen liegt, äußert er sich nicht. Es sei nichts, sagt er nur.

Buffy ist zuhause und ruft ihrer Mutter zu, sie wolle mit Riley ins Kino gehen. Sie betritt ein Zimmer, in dem ein Mädchen mit langen, braunen Haaren steht. Was sie hier mache, fragt Buffy leicht irritiert. Von unten ruft Joyce Buffy zu, wenn sie ins Kino gehe, solle sie doch ihre Schwester mitnehmen. Buffy und das Mädchen drehen sich um und rufen empört: "Mom!"


 Episodenreview
von Jakob Sättler

Bevor hier auf das clevere Dracula-Drehbuch-Skript Marti Noxons und seine meisterhafte Umsetzung durch David Solomon eingegangen wird, seien kurz ein paar Worte zu dem wahrlich gelungenen Teaser erlaubt.

Teaser

Das gewitzte Wechselspiel zwischen einerseits "Nachtruhe, behütetem Schlaf, 2 Liebende, die sich ein Bett teilen" und andererseits "einer Verfolgungsjagd, Geschwindigkeit, Kampf, Rivalität, Action und Tod" kennzeichnet den Vorspann. Dabei ist insbesondere unser erster Blick auf die rennende Buffy hervorzuheben: Wir wissen zunächst nicht, ob sie in dieser Szene Jägerin oder Gejagte ist. Erst als wir durch ihre Augen den immer tiefer in den Friedhof flüchtenden Vampir sehen, wird offenbar, daß Buffy die Verfolgerin ist. Uns als Zuschauern - vor allem den Erstzuschauern (es handelt sich hier schließlich um einen "Season Opener", dessen Funktion es auch ist, in die Serie einzuführen) - wird an einem frühen Beispiel demonstriert, daß die Serie "Buffy - The Vampire Slayer" und nicht "Buffy - Hunted By Vampires" oder so heißt. Ein starker Beginn, und es wird noch besser.

Zwei erwähnenswerte Szenen, bevor Dracula auftaucht

Noch ist die Vampir-Legende schlechthin nicht aufgetaucht, aber dennoch sind zwei Szenen besonders erwähnenswert, bevor der Graf seinen ersten Auftritt hat.

Da ist zum Einen natürlich die überraschende und traurig stimmende Ankündigung Giles', daß er nach England zurückkehren wird, die Willow zu ihrem süßen Gehstammelle mit dem Verb "to know" verleitet (siehe Zitate).

Noch vorher ist allerdings eine Szene, die vor allem den Fans des Charakters Buffy sehr gut gefallen dürfte: Es ist gleich die Eröffnungsszene des ersten Teils, das Football-Spiel und das zum Scheitern verurteilte Würstchen-Grillen am Strand. Aufgrund des Seltenheitswertes muß es erwähnt werden: Buffy ist unbeschwert, vergnügt und richtig gut gelaunt, zu albernen Späßen aufgelegt!

Endlich einmal gibt es - natürlich mit Ausnahme der normalen Dämonen - keine dauerhafte Bedrohung zu bekämpfen. Die Initiative ist aufgelöst und Adam vernichtet. Auch sonst ist Buffy unbelastet: Von Giles' Plänen (die er ja sowieso am Ende der Folge noch ändert, ohne daß Buffy je von ihnen erfährt) weiß sie noch nichts, das Semester hat gerade erst angefangen (oder fängt erst noch an), so daß Buffy auch keinen Prüfungsstreß hat, und ihre Beziehung zu Riley scheint, nachdem dieser über die Vergangenheit Buffys mit Angel aufgeklärt und die Initiative vernichtet wurde, auch mal nicht von Problemen dominiert zu sein.

Endlich einmal erleben wir sie als das Mädchen, was sie immer sein wollte und sein will. Endlich einmal können wir als Zuschauer mit ihr lachen (wenn sie mit Riley und ihren Freunden rumalbert), nicht nur über ihre "One-Liner".

Endlich einmal - und wenn es auch nur für diese Szene ist (Marti Noxon versteht es wie Joss Whedon, uns das vorzuenthalten, was wir sehen wollen) -, ist auch sie glücklich, während wir es - wie immer beim BtVS-Gucken - auch sind. Es tat gut, das zu sehen. Beim "Mit-Leiden" mit Buffy und ihrem Schicksal hatten wir uns wirklich auch mal eine Pause verdient.

Aber Schluß jetzt mit dem Vorgeplänkel. Es wird Zeit, auf den mystischen Teil dieser Episode zu sprechen zu kommen.

Buffy vs. Dracula

Der Graf wird so eingeführt, wie es sein muß und wo es sein muß, nämlich auf einem Friedhof: Buffy erahnt seine Anwesenheit, sie spürt sie, weiß, daß sich jemand hinter ihr befindet, ohne etwas zu sehen. Sie dreht sich um... Und jetzt erst tritt ein großer, blasser, gutaussehender, (Erotik und) Erhabenheit ausstrahlender Mann aus der Dunkelheit hervor. Sein Akzent und seine ruhige, abgeklärte Sprechweise, seine Ankündigung, daß er nicht kämpfen werde, verleihen ihm Würde; Buffy weiß, daß es sich hier um jemanden ganz Besonderes handelt (allerdings nicht, um wen genau).

Auf Nachfrage Buffys stellt sich der Mann dann vor: "I apologize. I assumed you knew. I am Dracula." (Übersetzung: "Ich bitte um Entschuldigung. Ich dachte, Du wüßtest es. Ich bin Dracula.")

Buffys Augen weiten sich, ihr Gesichtsausdruck wandelt sich in freudige Überraschung, und mit ihrem Ausruf "Get out!" ("Ach was!" oder "Ach komm!"), den sie etwa so betont, als hätte ihre Mutter gerade 100.000 $ in der Lotterie gewonnen, wird Eines gleich klargestellt: Diese Dracula-Geschichte wird nicht so sein, wie der unwissende Zuschauer es erwartet.

Jetzt greifen die BtVS-Gesetzmäßigkeiten, Marti Noxon zeigt uns, wie gut sie das Wesen der Serie verstanden hat - der Griff in die Trickkiste kommt: Das Spiel kann beginnen.

Was folgt, ist eine mit soviel Ironie und Leichtigkeit dargelegte Entzauberung des Dracula-Mythos, daß sie seinesgleichen sucht; als würde man hier eine nächtliche Sexshow veralbern und nicht eine der bedeutendsten Gruselgeschichten der westlichen Welt. Was wir erleben, ist eine Zerlegung des Mythos in seine Einzelheiten, von denen nahezu jedes Element tief durch den Kakao gezogen wird. Jede Pointe sitzt, jeder Gag stimmt.

Noch verhältnismäßig schonend mit Bram Stoker's legendärem Werk (insbesondere dem in den 90ern entstandenen Film "Bram Stoker's Dracula" mit u. a. Gary Oldman und Keanu Reeves, auf den sich in der Folge so viele Anspielungen beziehen, daß es müßig wäre, sie alle aufzuzählen) wird umgegangen, als Buffy - immer noch etwas ungläubig - ihr "So lemme get this straight." ("Laß mich das mal klarstellen.") losläßt und Draculas transsilvanischen Akzent bei der Aussprache seines Namens nachmacht. Als Dracula selbst mit Ironie anfängt ("Why else would I come here? For the sun?" ("Warum sollte ich sonst hierher kommen? Wegen der Sonne?"), schwant dem Zuschauer nichts Gutes. Spätestens als Xander die Szene betritt, ist es aus mit dem letzten bißchen Respekt vor zeitloser Weltliteratur.

Im Folgenden kann nicht auf die zahllosen einzelnen Gags eingegangen werden, das würde viel zu lange dauern; die Folge kann ja jeder selbst ansehen und sich dabei schlapp lachen. (Besonders gut gefällt bei den Witzen allerdings - das sei hier kurz erwähnt - die Einflechtung der Legende in die BtVS-eigene Storyline. Anya und Spike kennen den Grafen von früher, er hat also neben seiner Rolle als Kultfigur und Inbegriff des Vampirismus von vornherein seinen logischen Platz im Buffyversum.)

Stattdessen sei an dieser Stelle die besondere Leistung der Macher der Folge betont, die es trotz der "Lächerlichmachung" (und der nicht gerade überragenden schauspielerischen Leistung von Rudoph Martin als Dracula - wenn man das mit Gary Oldmans Spielen in "Bram Stoker's Dracula" vergleicht, der in dieser Rolle unverkennbar als Vorbild diente) schaffen, Dracula seine Ausstrahlung nicht verlieren zu lassen. Er bleibt die ganze Folge über der Graf, seine Würde leidet nicht. Der Mythos zieht uns trotz der Parodie in seinen Bann, die schwierig zu findende Balance zwischen Witz und düster-dunkler Stimmung ist genau getroffen.

So erscheint "Buffy vs. Dracula" nicht nur als Veralberung, sondern auch als Ehrerweisung, als eine Art Hommage, die vor allem in Buffys Äußerung "You think I don't watch your movies?" ("Glaubst Du, ich sehe Deine Filme nicht?") in einem übertragenen Sinne klar zum Ausdruck kommt. Geschickter kann man einen Charakter wohl nicht die Meinung der Autoren wiedergeben lassen. An dieser Stelle verschwimmen sämtliche Grenzen, nicht nur die zwischen Dracula-Mythos und Buffyversum, sondern auch die zwischen der Serie BtVS und den in der Realität dahinterstehenden Autoren: Fiktion, Film und Realität werden eins. Auch auf die Gefahr hin, daß die überschwengliche Schwärmerei langsam nervt und daß dem Schreiber dieser Zeilen die Superlative langsam ausgehen: Das war brilliant.

Zur Kritik, Dracula passe nicht ins Buffyversum

Aus dem bereits Geschriebenen läßt sich wohl schon schließen, daß ich die Meinung nicht teile, die an vorliegender Folge kritisiert, daß der Dracula-Mythos nicht ins Buffyversum passt. Ich finde, der Mythos wurde nicht nur sehr gut eingearbeitet - was den Zeitpunkt der Folge (nämlich als "Opener" der 5. Staffel) und den Spannungsaufbau angeht -, sondern ich empfinde es auch als mutig und als Fortschritt für die Serie (nicht unbedingt im Sinne eines Schrittes nach vorne, vielleicht eher im Sinne eines Schrittes zur Seite), daß eine große Geschichte wie der Dracula-Mythos auch mal ganz offensichtlich (dadurch, daß Dracula selbst mit Namen und allen anderen Elementen seiner Legende auftritt) im BtVS-eigenen Stil aufbereitet wird und zweifellos im Mittelpunkt der Folge steht.

Denn zumindest Anregungen, wenn nicht noch mehr, holte sich BtVS ja immer schon bei vorhandener Weltliteratur (griechische Sagen, Hänsel und Gretel, Romeo und Julia, Dr. Jekyll und Mr. Hyde, Die Schöne und das Biest), jedoch ohne daß Personen aus diesen Geschichten direkt auftraten.

Nur zur Erklärung: Als Kritik ist der letzte Absatz nicht gemeint. Vielmehr glaube ich, daß "gedanklicher Diebstahl" heute kaum noch umgegangen werden kann, da jede Geschichte sowieso in anderem Gewand - eventuell leicht variiert, eventuell noch mit anderem Ausgang - schon mal erzählt wurde. Es gibt nur eine begrenzte Anzahl von "Grundgeschichten", die immer wieder auftauchen (siehe die oben erwähnten und vielleicht noch vier oder fünf andere). Komplett Neues erfinden geht heute kaum noch. Aber es ist bei der vorliegenden Episode einfach schön zu sehen, daß der Bezug, der Rückgriff auf bekannte Geschichten mal ganz bewusst und gewollt und auch für den Blindesten und Blödesten erkennbar in den Vordergrund geschoben wird.