Buffy & Angel


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:: 5x01 Buffy vs. Dracula
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:: 5x04 Out of my Mind
:: 5x05 No Place like Home
:: 5x06 Family
:: 5x07 Fool for Love
:: 5x08 Shadow
:: 5x09 Listening to Fear
:: 5x10 Into the Woods
:: 5x11 Triangle
:: 5x12 Checkpoint
:: 5x13 Blood Ties
:: 5x14 Crush
:: 5x15 I Was Made to Love You
:: 5x16 The Body
:: 5x17 Forever
:: 5x18 Intervention
:: 5x19 Tough Love
:: 5x20 Spiral
:: 5x21 The Weight Of The World
:: 5x22 The Gift


Buffy Episodenguide


5x01 "Buffy vs. Dracula"

[Buffy vs. Dracula]


 ź Kurzinhalt :: Inhalt :: Synopsis :: Review :: Aha-Effekte :: Zitate :: Eure Meinung (7)  

Regie:
David Solomon
Drehbuch:
Marti Noxon

Darsteller:
Amber Benson (Tara)
Rudolph Martin (Dracula)
Kristine Sutherland (Joyce Summers)
E. J. Cage (Arbeiter 1)
Scott Berman (Arbeiter 2)
Marita Schaub (Draculas Schwester 1)
Leslee Jean Matta (Draculas Schwester 2)
Jennifer Slimko (Draculas Schwester 3)
Michelle Trachtenberg (M├Ądchen)

 Kurzinhalt
Graf Dracula taucht in Sunnydale auf. Und nat├╝rlich erscheint er dort nur aus einem Grund: Er will die J├Ągerin treffen...


 Inhalt

Teaser

Buffy liegt nachts wach im Bett neben Riley. Sie kann nicht schlafen. Szenenwechsel zum Friedhof, ├╝ber den sie in gro├čer Eile rennt. Sie scheint verfolgt zu werden. Doch dann sieht man, da├č sie selbst einen Vampir verfolgt, ihn schlie├člich einholt, zu Boden rei├čt und nach kurzem Kampf vernichtet. Daraufhin ist Buffy wieder in ihrem Zimmer und legt sich entspannt - nicht mehr so unruhig wie vorhin - zu Riley ins Bett.

1. Akt

Buffy und ihre Freunde verbringen einen vergn├╝gten Tag am Strand. Es sind noch Sommerferien. Buffy und Riley spielen Football; Xander versucht, ein Grillfeuer zu entfachen. Da es ihm nicht gelingt, hilft Willow mit Magie nach. Sie spielt ein bi├čchen mit den Elementen, wie sie sagt. Pl├Âtzlich zieht ein riesiges Gewitter auf. In kurzer Zeit ist der Himmel wolkenverhangen, es regnet in Str├Âmen. Die Scoobies fl├╝chten vom Strand.

Szenenwechsel zu einem d├╝steren, unheimlichen Schlo├č, vor dem zwei Arbeiter eine gro├če Holzkiste von einem kleinen Laster abladen. Die Kiste f├Ąllt zu Boden, und Erde rieselt heraus. Auf einmal wird die Kiste von innen zerschlagen, irgendeine kr├Ąftige Kreatur hat sich in ihr befunden, die nun die Arbeiter angreift.

Willow ist bei Giles zuhause und hilft ihm, alte B├╝cher einzuscannen. Giles erkl├Ąrt Willow, da├č er nach England zur├╝ckkehren wird und da├č er dies bald auch Buffy verk├╝nden werde. Willow ist traurig und protestiert leicht - sie sagt, sie alle w├╝rden Giles noch sehr brauchen. Willow verspricht aber, den anderen Giles' Pl├Ąne nicht zu verraten.

Buffy und ihre Mutter sitzen beim Abendessen. Buffy verabschiedet sich zur Patrouille. Joyce ist etwas entt├Ąuscht, da├č Buffy so fr├╝h gehen will; auch, weil bald das Semester wieder losgeht und sie dann wieder allein sein wird im gro├čen Haus. Buffy schl├Ągt vor, da├č man dieses Abendessen als festen Termin in der Woche festhalten k├Ânnte.

Buffy verdrischt einen Vampir auf dem Friedhof nach allen Regeln der Kunst. Der Kampf scheint ihr sichtlich Spa├č zu machen. Im Hintergrund verdichten sich Nebelschwaden immer mehr, bis vor der Kamera schlie├člich ein sehr bleiches, erhabenes Gesicht zu sehen ist. Die Nebelschwaden haben sich zu einem D├Ąmon geformt, der wie ein Mensch aussieht. Dieser beobachtet Buffy, wie sie den Vampir pfl├Âckt. Buffy wendet sich nach Vernichtung des Vampirs ab und will weggehen, sp├╝rt aber, da├č noch jemand anwesend ist, h├Ąlt inne und dreht sich um. Das eben aufgetauchte Wesen tritt hervor und zeigt sich von Buffys Kampfesk├╝nsten beeindruckt. Es m├Âchte selbst nicht k├Ąmpfen. Auf Buffys Nachfrage entschuldigt es sich in w├╝rdevoller Weise, sich nicht vorgestellt zu haben - es glaubte, Buffy w├╝rde wissen, mit wem sie es zu tun habe. Mit osteurop├Ąischem Akzent sprechend, erkl├Ąrt das Wesen, es sei Dracula. Buffys Augen weiten sich, sie ist sichtlich ├╝berrascht.

2. Akt

Willow und Xander gehen ├╝ber den Friedhof - sind auf dem Weg zu dem Platz, wo Buffy eben den Vampir verdroschen hat - und unterhalten sich. Willow stammelt etwas von einem Geheimnis und einem Versprechen, es nicht weiterzuerz├Ąhlen. Xander glaubt, Willow spiele auf ihre Beziehung zu Tara an.

W├Ąhrenddessen haben auch Buffy und Dracula eine kleine Unterhaltung. Buffy kann nicht so recht glauben, da├č sie tats├Ąchlich dem ber├╝hmten Grafen gegen├╝bersteht. Als Dracula schlie├člich sagt, da├č er nur hier sei, um Buffy zu treffen, ist die J├Ągerin noch ungl├Ąubiger, aber auch ein wenig geschmeichelt. Nach Draculas Behauptung, Buffys Macht w├╝rde in Dunkelheit liegen, wird der J├Ągerin der Small Talk jedoch zuviel und sie st├╝rzt vor, um Dracula zu pfl├Âcken. Dieser verwandelt sich jedoch in Windeseile in Nebel und taucht hinter der J├Ągerin wieder auf. Nach einem nochmals gescheiterten Versuch, Dracula zu vernichten, erscheinen Willow und Xander. Xander, der nicht wei├č, wem er gegen├╝bersteht, macht sich ├╝ber Dracula wegen seines Akzents lustig. Als Buffy ihm jedoch sagt, da├č es sich hier um Dracula handele, wird er sehr kleinlaut und zieht sich sofort hinter Buffy zur├╝ck. Dracula meint, es sei nicht die richtige Zeit, und verwandelt sich in eine Fledermaus. Er fliegt noch zweimal ├╝ber Buffys Kopf hinweg (Buffy fuchtelt etwas unbedarft mit den H├Ąnden herum, um die Fledermaus zu verjagen) und verschwindet schlie├člich.

Die Scoobies, Buffy und Riley sind bei Giles. Buffy, Xander und Willow erz├Ąhlen begeistert von ihrer Begegnung mit Dracula. Riley ist ein wenig eifers├╝chtig, da├č Buffy so fasziniert von Dracula ist, da├č sie so sehr mit der Vorstellung besch├Ąftigt ist, da├č der Graf sie kennt. Auch Tara ist ein wenig besorgt wegen Willows Schw├Ąrmerei f├╝r Dracula. Willow wiegelt kruz ab, als sie Taras Sorge bemerkt, ist aber weiter eingenommen von Draculas Auftritt. Als sich Anya in die Diskussion einmischt und von fr├╝heren Erlebnissen mit dem Grafen erz├Ąhlt, wird auch Xander leicht eifers├╝chtig. Im Laufe des Gespr├Ąchs lobt Willow jeden Kommentar von Giles viel zu ├╝bertrieben.
Man entschlie├čt sich, gegen Dracula nichts zu unternehmen, bis man nicht genau wei├č, wie man ihn bek├Ąmpfen kann. Riley vermutet, Buffy wolle nur nichts machen wegen des fesselnden Blicks des Grafen, weil er f├╝r sie so attraktiv ist, aber Buffy versichert, da├č es nicht so sei.

Auf dem Nachhauseweg streiten sich Xander und Anya noch ein wenig wegen der Eifersuchtsgeschichte. Auf den Dachsimsen der H├Ąuser l├Ąuft ein Wolf entlang, der Xander und Anya zu beobachten scheint. Als Anya sich verabschiedet hat, sieht sich Xander pl├Âtzlich dem Grafen gegen├╝ber. Auf eine Schl├Ągerei, die Xander dem Grafen androht, l├Ą├čt sich Dracula nicht ein. Stattdessen benutzt er seine hypnotischen F├Ąhigkeiten und macht aus Xander einen "Diener", der ihm berichten soll, was tags├╝ber passiert, der seine "Augen und Ohren" w├Ąhrend des Tages sein soll. Als Dracula verschwindet, kichert Xander wie ein Verr├╝ckter.

Riley stattet Spike einen Besuch ab. Er will Informationen. Riley erf├Ąhrt, da├č Spike Dracula kennt. Dracula schulde ihm, Spike, noch 11 Pfund. Sie seien alte Rivalen, doch als Dracula ber├╝hmt wurde, habe er all seine alten Feinde vergessen. Er habe den Vampiren gro├čen Schaden zugef├╝gt, denn nachdem sein Stern aufging, habe jeder gewu├čt, wie man Vampire t├Âten k├Ânne. Draculas besondere F├Ąhigkeiten seien nichts weiter als ein paar Zigeunertricks.
Dracula brauche seinen Luxus um sich, seine "Insektenverspeiser" und seine besondere Erde, er w├╝rde bestimmt nicht in einer simplen Krypta wohnen. Zum Schlu├č des Gespr├Ąchs sagt Spike, Riley solle sich nicht mit dem Grafen anlegen, dieser sei eine Nummer zu gro├č f├╝r ihn. Riley droht Spike indirekt, ihn zu vernichten. Die Atmosph├Ąre zwischen den beiden ist vergiftet.

Buffy liegt schlafend im Bett. Durch das einen Spalt weit ge├Âffnete Fenster dringt Dracula in Form von Nebel in Buffys Zimmer. Buffy wacht auf, als Dracula am Fu├č ihres Bettes steht. Dracula zieht Buffy ganz in seinen Bann. Sie versucht zwar anfangs noch, sich zu wehren, setzt an zu der Aussage, er k├Ânne nicht einfach mit seinen "Hypno-Augen" und seinem Musikvideo-Wind in ihr Zimmer eindringen, doch sie kann den Satz nicht beenden. Ihre Stimme ist ganz schwach, sie ist Dracula h├Ârig. Der Graf sagt, er habe die ganze Welt nach einer Kreatur abgesucht, deren Dunkelheit seiner ebenb├╝rtig w├Ąre. Nachdem Dracula die Narbe an Buffys Hals bemerkt hat, die durch Angels Bi├č vor ├╝ber einem Jahr zustande kam, bei├čt auch er sie.

3. Akt

"Scooby-Meeting" bei Giles, Zusammentragen der Ergebnisse des "Research". Xander verh├Ąlt sich ganz eigenartig, verspeist sogar eine Spinne, als gerade niemand hinguckt. Riley berichtet, da├č Dracula wohl in einem noblen Anwesen wohnen werde. Willow, die Giles wieder viel zu ├╝bertrieben lobt, berichtet, da├č Dracula mentale Kr├Ąfte habe, er k├Ânne Gedanken lesen und kontrollieren. Buffy ist w├Ąhrend des Gespr├Ąchs abwesend, wiegelt die Warnungen der anderen, wie gef├Ąhrlich Dracula ihr mit diesen F├Ąhigkeiten werden k├Ânnte, ab. Als Buffy Giles Wohnung recht abrupt verl├Ą├čt, rennt Riley ihr hinterher, erreicht sie im Hof und fordert sie auf, das Halstuch abzunehmen. Buffy weigert sich. Riley zieht schlie├člich das Halstuch mit einer schnellen Bewegung selbst weg. Mittlerweile sind auch die anderen im Hof, alle sehen die Bi├čwunde an Buffys Hals. Buffy gibt zu, da├č der Graf Macht ├╝ber sie habe, obwohl ein gro├čer Teil ihrer selbst Dracula widerstehen w├╝rde. Riley ist ein wenig beleidigt, weil Dracula und auch Angel soviel Einflu├č auf Buffy h├Ątten. Buffy versichert ihm, da├č sie sein M├Ądchen sei und das dies auch so bleiben werde.
Man beschlie├čt gemeinsam, da├č Buffy keinen Kontak mehr zum Grafen haben soll. Buffy will zu Xander gehen, da der Graf in das Haus der Summers eindringen kann, Buffy dort also nicht sicher w├Ąre. Willow fragt, wie dies dem Grafen m├Âglich gewesen w├Ąre. Vampire k├Ânnen ohne Einladung bekanntlich keine H├Ąuser betreten.

Szenenwechsel zu Willow und Joyce im Haus der Summers. Willow vollzieht einen "Protection Spell", der dem Grafen ein erneutes Betreten des Hauses unm├Âglich macht. Joyce ist es etwas peinlich, da├č der fremde Mann, den sie zum Kaffee hereingebeten hat, Dracula war, er habe so nett und normal gewirkt, nur ein wenig bla├č.

W├Ąhrend es dunkel wird, durchsuchen Giles und Riley gro├če Anwesen, die sie f├╝r m├Âgliche Aufenthaltsorte Draculas halten.

Xander, Anya und Buffy sind in Xanders Kellerzimmer. Anya ist beleidigt, da├č sie nicht mit auf die Suche nach Dracula gehen durfte. Als sie vor einem Schrank steht, ├╝berrumpelt Xander - der nach wie vor vom Grafen gedanklich manipuliert ist - sie und sperrt sie in eben diesen. An Buffy gewandt sagt er, da├č er sie nun dem Grafen ├╝bergeben werde, weil dieser ihm Unsterblichkeit versprochen habe. Buffy ist einverstanden.

Xander f├╝hrt Buffy in ein Burgschlo├č, wo Dracula einen vor├╝bergehenden Wohnsitz in Sunnydale gefunden hat. Dracula fordert Xander auf, ihn und Buffy allein zu lassen - Xander hatte schon erwartungsvoll um die Unsterblichkeit gebeten. Dracula sagt, er habe gewu├čt, da├č Buffy kommen werde. Buffy fragt nach dem Grund. Weil er sie hypnotisiert habe? Mit einem Mal ist Buffy wieder die Alte. Sie verliert ihren verst├Ârten Ausdruck, ist nicht mehr von Dracula gelenkt. Sie "z├╝ckt" ihren Pflock. Dracula fordert Buffy auf, den Pflock niederzulegen. Buffy gehorcht sofort. Sie unterliegt doch wieder dem Einflu├č des Grafen. Ihr wird klar, in welch gro├čer Gefahr sie sich befindet. Nerv├Âs blickt sie sich um und gibt einen leisen, beunruhigten Laut von sich.

4. Akt

Riley und Giles betreten das Schlo├č, in dem Dracula wohnt. Im Schlo├č trennen sie sich. Giles geht einen Gang entlang, und in der Dunkelheit kann man ein weibliches Vampirgesicht mit gelben Augen sehen.

Buffy und Dracula reden miteinander. Dracula sagt, Buffy k├Ânne ihm nicht widerstehen, weil sie es nicht wolle. Er k├Ânne ihr soviel beibringen, ├╝ber ihre Herkunft, zu was sie alles f├Ąhig sei.

Riley trifft beim Durchsuchen des Schlosses auf Xander, der Riley den Weg versperren will. Riley schl├Ągt Xander K.O. und geht weiter.

Giles ├Âffnet eine T├╝r und f├Ąllt in der Dunkelheit einen direkt dahinterliegenden Abgrund hinunter. Leicht benommen liegt er auf dem Boden. Drei Vampirfrauen krabbeln auf ihn zu, die Giles als die "drei Schwestern Draculas" erkennt. Sie beginnen, Giles zu streicheln, ihn zu k├╝ssen und sein Hemd aufzurei├čen. Giles ist ihnen hilflos ausgeliefert.

Dracula ritzt sich seinen Arm auf und fordert Buffy auf, von seinem Blut zu trinken. Er habe selbst nicht genug von ihr getrunken, da├č sie sich verwandeln k├Ânne. Sie m├╝sse selbst darum bitten. Es gelingt Dracula, Buffy zu verf├╝hren. Sie nimmt Draculas Arm in beide H├Ąnde und f├╝hrt die blutende Stelle an ihren Mund. Buffy trinkt von seinem Blut.

Man sieht eine schnelle Serie von Bildern. Die meisten sind Aufnahmen, wie Buffy k├Ąmpft. Ein paar Bilder von der Ersten J├Ągerin sind auch dabei, ebenso wie eine Ader, durch die Blutk├Ârperchen flie├čen.

Buffy hebt ihren Kopf und fl├╝stert ein zartes "Wow". Pl├Âtzlich st├Â├čt sie Dracula heftig weg. Mit normaler Stimme sagt Buffy, da├č das ekelhaft war. Sie geht auf Dracula zu, als dieser sich wieder aufrappelt. Ob jetzt nicht er von ihrer wahren Natur kosten wolle? Die beiden beginnen zu k├Ąmpfen.

Riley st├╝rzt fast den selben Abgrund hinunter, den vor ihm Giles heruntergefallen ist. Riley kann sich aber gerade noch festhalten. Um Giles "k├╝mmern" sich immer noch die Vampirfrauen. Riley vertreibt sie mit einem Kreuz und hilft Giles, wieder zur T├╝r hinauf zu klettern. Giles hat einen Schuh verloren, den er noch holen will. Aber Riley verhindert dies und schleppt den sichtlich mitgenommenen Giles weg.

Buffy k├Ąmpft weiterhin mit Dracula. Als Dracula sich wieder mal wegteleportiert, ahnt Buffy, wo er auftauchen wird, und jagt ihm, unmittelbar nachdem der Nebel wieder menschliche Gestalt angenommen hat, einen Pflock ins Herz. Dracula ist geschockt und zerf├Ąllt zu Staub.

Inzwischen sind Riley, Giles und Xander, der wieder normal ist, eingetroffen. Xander verspricht in einer Schimpftirade, da├č er nie wieder der Depp sein wird, der Insekten fri├čt und die lustige Syphilis kriegt.

Die vier verlassen das Schlo├č. Am Fu├č der Treppe tauchen Nebelschwaden auf. Dracula beginnt wieder Gestalt anzunehmen. Eine Hand erscheint und jagt dem Grafen abermals einen Pflock ins Herz. Buffy ist doch noch mal ins Schlo├č zur├╝ckgekehrt. Ob er glaube, sie w├╝rde seine Filme nicht sehen? Sie w├╝├čte doch, da├č er immer zur├╝ck k├Ąme. Dracula zerf├Ąllt wieder zu Staub. Buffy bleibt stehen und verschr├Ąnkt die Arme. Nebelschwaden ziehen abermals auf. Auf Buffys Bemerkung hin, da├č sie immer noch dort stehe, l├Âst sich der Nebel auf.

Buffy ist bei Giles zuhause. Giles m├Âchte mit Buffy ├╝ber etwas Bestimmtes reden. Aber auch Buffy hat etwas mit Giles zu besprechen. Giles besteht darauf, da├č Buffy anf├Ąngt. Buffy erkl├Ąrt, sie habe lange nicht mehr trainiert und Giles auch lange nicht mehr um Hilfe gebeten. Giles sei einige Zeit nicht mehr ihr W├Ąchter gewesen. Durch die Geschichte mit Dracula seien ihr ein paar Dinge klargeworden. Seit dem Zauberspruch, durch den die Kr├Ąfte der Ersten J├Ągerin herbeigeholt wurden, sei Buffy jede Nacht unterwegs gewesen. Nicht patrouillieren, sondern jagen, wie Dracula es nannte. Er habe ihre Kraft besser verstanden als sie selbst. Er habe Dunkelheit darin gesehen. Buffy wolle jetzt mehr wissen, ├╝ber ihre Herkunft, ├╝ber die anderen J├Ągerinnen. M├Âglicherweise k├Ânne sie noch st├Ąrker und besser werden. Aber sie habe Angst, sie wisse, da├č es schwer werde. Sie m├Âchte das alles nicht ohne Giles tun. Sie brauche seine Hilfe, sie m├Âchte ihn wieder als W├Ąchter bei sich haben.
Als Giles an der Reihe ist, mit dem herauszur├╝cken, was ihm auf dem Herzen liegt, ├Ąu├čert er sich nicht. Es sei nichts, sagt er nur.

Buffy ist zuhause und ruft ihrer Mutter zu, sie wolle mit Riley ins Kino gehen. Sie betritt ein Zimmer, in dem ein M├Ądchen mit langen, braunen Haaren steht. Was sie hier mache, fragt Buffy leicht irritiert. Von unten ruft Joyce Buffy zu, wenn sie ins Kino gehe, solle sie doch ihre Schwester mitnehmen. Buffy und das M├Ądchen drehen sich um und rufen emp├Ârt: "Mom!"


 Episodenreview
von Jakob S├Ąttler

Bevor hier auf das clevere Dracula-Drehbuch-Skript Marti Noxons und seine meisterhafte Umsetzung durch David Solomon eingegangen wird, seien kurz ein paar Worte zu dem wahrlich gelungenen Teaser erlaubt.

Teaser

Das gewitzte Wechselspiel zwischen einerseits "Nachtruhe, beh├╝tetem Schlaf, 2 Liebende, die sich ein Bett teilen" und andererseits "einer Verfolgungsjagd, Geschwindigkeit, Kampf, Rivalit├Ąt, Action und Tod" kennzeichnet den Vorspann. Dabei ist insbesondere unser erster Blick auf die rennende Buffy hervorzuheben: Wir wissen zun├Ąchst nicht, ob sie in dieser Szene J├Ągerin oder Gejagte ist. Erst als wir durch ihre Augen den immer tiefer in den Friedhof fl├╝chtenden Vampir sehen, wird offenbar, da├č Buffy die Verfolgerin ist. Uns als Zuschauern - vor allem den Erstzuschauern (es handelt sich hier schlie├člich um einen "Season Opener", dessen Funktion es auch ist, in die Serie einzuf├╝hren) - wird an einem fr├╝hen Beispiel demonstriert, da├č die Serie "Buffy - The Vampire Slayer" und nicht "Buffy - Hunted By Vampires" oder so hei├čt. Ein starker Beginn, und es wird noch besser.

Zwei erw├Ąhnenswerte Szenen, bevor Dracula auftaucht

Noch ist die Vampir-Legende schlechthin nicht aufgetaucht, aber dennoch sind zwei Szenen besonders erw├Ąhnenswert, bevor der Graf seinen ersten Auftritt hat.

Da ist zum Einen nat├╝rlich die ├╝berraschende und traurig stimmende Ank├╝ndigung Giles', da├č er nach England zur├╝ckkehren wird, die Willow zu ihrem s├╝├čen Gehstammelle mit dem Verb "to know" verleitet (siehe Zitate).

Noch vorher ist allerdings eine Szene, die vor allem den Fans des Charakters Buffy sehr gut gefallen d├╝rfte: Es ist gleich die Er├Âffnungsszene des ersten Teils, das Football-Spiel und das zum Scheitern verurteilte W├╝rstchen-Grillen am Strand. Aufgrund des Seltenheitswertes mu├č es erw├Ąhnt werden: Buffy ist unbeschwert, vergn├╝gt und richtig gut gelaunt, zu albernen Sp├Ą├čen aufgelegt!

Endlich einmal gibt es - nat├╝rlich mit Ausnahme der normalen D├Ąmonen - keine dauerhafte Bedrohung zu bek├Ąmpfen. Die Initiative ist aufgel├Âst und Adam vernichtet. Auch sonst ist Buffy unbelastet: Von Giles' Pl├Ąnen (die er ja sowieso am Ende der Folge noch ├Ąndert, ohne da├č Buffy je von ihnen erf├Ąhrt) wei├č sie noch nichts, das Semester hat gerade erst angefangen (oder f├Ąngt erst noch an), so da├č Buffy auch keinen Pr├╝fungsstre├č hat, und ihre Beziehung zu Riley scheint, nachdem dieser ├╝ber die Vergangenheit Buffys mit Angel aufgekl├Ąrt und die Initiative vernichtet wurde, auch mal nicht von Problemen dominiert zu sein.

Endlich einmal erleben wir sie als das M├Ądchen, was sie immer sein wollte und sein will. Endlich einmal k├Ânnen wir als Zuschauer mit ihr lachen (wenn sie mit Riley und ihren Freunden rumalbert), nicht nur ├╝ber ihre "One-Liner".

Endlich einmal - und wenn es auch nur f├╝r diese Szene ist (Marti Noxon versteht es wie Joss Whedon, uns das vorzuenthalten, was wir sehen wollen) -, ist auch sie gl├╝cklich, w├Ąhrend wir es - wie immer beim BtVS-Gucken - auch sind. Es tat gut, das zu sehen. Beim "Mit-Leiden" mit Buffy und ihrem Schicksal hatten wir uns wirklich auch mal eine Pause verdient.

Aber Schlu├č jetzt mit dem Vorgepl├Ąnkel. Es wird Zeit, auf den mystischen Teil dieser Episode zu sprechen zu kommen.

Buffy vs. Dracula

Der Graf wird so eingef├╝hrt, wie es sein mu├č und wo es sein mu├č, n├Ąmlich auf einem Friedhof: Buffy erahnt seine Anwesenheit, sie sp├╝rt sie, wei├č, da├č sich jemand hinter ihr befindet, ohne etwas zu sehen. Sie dreht sich um... Und jetzt erst tritt ein gro├čer, blasser, gutaussehender, (Erotik und) Erhabenheit ausstrahlender Mann aus der Dunkelheit hervor. Sein Akzent und seine ruhige, abgekl├Ąrte Sprechweise, seine Ank├╝ndigung, da├č er nicht k├Ąmpfen werde, verleihen ihm W├╝rde; Buffy wei├č, da├č es sich hier um jemanden ganz Besonderes handelt (allerdings nicht, um wen genau).

Auf Nachfrage Buffys stellt sich der Mann dann vor: "I apologize. I assumed you knew. I am Dracula." (├ťbersetzung: "Ich bitte um Entschuldigung. Ich dachte, Du w├╝├čtest es. Ich bin Dracula.")

Buffys Augen weiten sich, ihr Gesichtsausdruck wandelt sich in freudige ├ťberraschung, und mit ihrem Ausruf "Get out!" ("Ach was!" oder "Ach komm!"), den sie etwa so betont, als h├Ątte ihre Mutter gerade 100.000 $ in der Lotterie gewonnen, wird Eines gleich klargestellt: Diese Dracula-Geschichte wird nicht so sein, wie der unwissende Zuschauer es erwartet.

Jetzt greifen die BtVS-Gesetzm├Ą├čigkeiten, Marti Noxon zeigt uns, wie gut sie das Wesen der Serie verstanden hat - der Griff in die Trickkiste kommt: Das Spiel kann beginnen.

Was folgt, ist eine mit soviel Ironie und Leichtigkeit dargelegte Entzauberung des Dracula-Mythos, da├č sie seinesgleichen sucht; als w├╝rde man hier eine n├Ąchtliche Sexshow veralbern und nicht eine der bedeutendsten Gruselgeschichten der westlichen Welt. Was wir erleben, ist eine Zerlegung des Mythos in seine Einzelheiten, von denen nahezu jedes Element tief durch den Kakao gezogen wird. Jede Pointe sitzt, jeder Gag stimmt.

Noch verh├Ąltnism├Ą├čig schonend mit Bram Stoker's legend├Ąrem Werk (insbesondere dem in den 90ern entstandenen Film "Bram Stoker's Dracula" mit u. a. Gary Oldman und Keanu Reeves, auf den sich in der Folge so viele Anspielungen beziehen, da├č es m├╝├čig w├Ąre, sie alle aufzuz├Ąhlen) wird umgegangen, als Buffy - immer noch etwas ungl├Ąubig - ihr "So lemme get this straight." ("La├č mich das mal klarstellen.") losl├Ą├čt und Draculas transsilvanischen Akzent bei der Aussprache seines Namens nachmacht. Als Dracula selbst mit Ironie anf├Ąngt ("Why else would I come here? For the sun?" ("Warum sollte ich sonst hierher kommen? Wegen der Sonne?"), schwant dem Zuschauer nichts Gutes. Sp├Ątestens als Xander die Szene betritt, ist es aus mit dem letzten bi├čchen Respekt vor zeitloser Weltliteratur.

Im Folgenden kann nicht auf die zahllosen einzelnen Gags eingegangen werden, das w├╝rde viel zu lange dauern; die Folge kann ja jeder selbst ansehen und sich dabei schlapp lachen. (Besonders gut gef├Ąllt bei den Witzen allerdings - das sei hier kurz erw├Ąhnt - die Einflechtung der Legende in die BtVS-eigene Storyline. Anya und Spike kennen den Grafen von fr├╝her, er hat also neben seiner Rolle als Kultfigur und Inbegriff des Vampirismus von vornherein seinen logischen Platz im Buffyversum.)

Stattdessen sei an dieser Stelle die besondere Leistung der Macher der Folge betont, die es trotz der "L├Ącherlichmachung" (und der nicht gerade ├╝berragenden schauspielerischen Leistung von Rudoph Martin als Dracula - wenn man das mit Gary Oldmans Spielen in "Bram Stoker's Dracula" vergleicht, der in dieser Rolle unverkennbar als Vorbild diente) schaffen, Dracula seine Ausstrahlung nicht verlieren zu lassen. Er bleibt die ganze Folge ├╝ber der Graf, seine W├╝rde leidet nicht. Der Mythos zieht uns trotz der Parodie in seinen Bann, die schwierig zu findende Balance zwischen Witz und d├╝ster-dunkler Stimmung ist genau getroffen.

So erscheint "Buffy vs. Dracula" nicht nur als Veralberung, sondern auch als Ehrerweisung, als eine Art Hommage, die vor allem in Buffys ├äu├čerung "You think I don't watch your movies?" ("Glaubst Du, ich sehe Deine Filme nicht?") in einem ├╝bertragenen Sinne klar zum Ausdruck kommt. Geschickter kann man einen Charakter wohl nicht die Meinung der Autoren wiedergeben lassen. An dieser Stelle verschwimmen s├Ąmtliche Grenzen, nicht nur die zwischen Dracula-Mythos und Buffyversum, sondern auch die zwischen der Serie BtVS und den in der Realit├Ąt dahinterstehenden Autoren: Fiktion, Film und Realit├Ąt werden eins. Auch auf die Gefahr hin, da├č die ├╝berschwengliche Schw├Ąrmerei langsam nervt und da├č dem Schreiber dieser Zeilen die Superlative langsam ausgehen: Das war brilliant.

Zur Kritik, Dracula passe nicht ins Buffyversum

Aus dem bereits Geschriebenen l├Ą├čt sich wohl schon schlie├čen, da├č ich die Meinung nicht teile, die an vorliegender Folge kritisiert, da├č der Dracula-Mythos nicht ins Buffyversum passt. Ich finde, der Mythos wurde nicht nur sehr gut eingearbeitet - was den Zeitpunkt der Folge (n├Ąmlich als "Opener" der 5. Staffel) und den Spannungsaufbau angeht -, sondern ich empfinde es auch als mutig und als Fortschritt f├╝r die Serie (nicht unbedingt im Sinne eines Schrittes nach vorne, vielleicht eher im Sinne eines Schrittes zur Seite), da├č eine gro├če Geschichte wie der Dracula-Mythos auch mal ganz offensichtlich (dadurch, da├č Dracula selbst mit Namen und allen anderen Elementen seiner Legende auftritt) im BtVS-eigenen Stil aufbereitet wird und zweifellos im Mittelpunkt der Folge steht.

Denn zumindest Anregungen, wenn nicht noch mehr, holte sich BtVS ja immer schon bei vorhandener Weltliteratur (griechische Sagen, H├Ąnsel und Gretel, Romeo und Julia, Dr. Jekyll und Mr. Hyde, Die Sch├Âne und das Biest), jedoch ohne da├č Personen aus diesen Geschichten direkt auftraten.

Nur zur Erkl├Ąrung: Als Kritik ist der letzte Absatz nicht gemeint. Vielmehr glaube ich, da├č "gedanklicher Diebstahl" heute kaum noch umgegangen werden kann, da jede Geschichte sowieso in anderem Gewand - eventuell leicht variiert, eventuell noch mit anderem Ausgang - schon mal erz├Ąhlt wurde. Es gibt nur eine begrenzte Anzahl von "Grundgeschichten", die immer wieder auftauchen (siehe die oben erw├Ąhnten und vielleicht noch vier oder f├╝nf andere). Komplett Neues erfinden geht heute kaum noch. Aber es ist bei der vorliegenden Episode einfach sch├Ân zu sehen, da├č der Bezug, der R├╝ckgriff auf bekannte Geschichten mal ganz bewusst und gewollt und auch f├╝r den Blindesten und Bl├Âdesten erkennbar in den Vordergrund geschoben wird.