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Vampire



Jo Zybell, Ernst Vlcek, Dan Shocker, Werner K. Giesa und Manfred Weinland

Vampir Horror 1

rezensiert von Thomas Harbach

In den Jahren 1973 bis 1982 erschienen im Pabel Moewig Verlag insgesamt 451 Vampir Horror Heftromane. Dazu kamen spätere eine Reihe von Taschenbüchern. Bekannte Autoren wie Hugh Walker, Kurt Luif - Neal Davenport-, Earl Warren oder Ernst Vlcek schrieben an der Serie mit. Das Spektrum reichte von klassischen Horror-Titeln bis zu einer Reihe von Romanen Donald F. Gluts und Nachdrucke von Dan Shocker, in denen sich Frankenstein u.a. mit Robotern und Dinosauriern auseinandersetzte oder sich im Mumiengrab wieder gefunden hat. Auch wenn die Romane textlich abgeschlossen waren, konnten die Autoren entweder auf die eingeführten Protagonisten zurückgreifen oder kleinere Mini-Zyklen schreiben.

Der Zaubermond Verlag nimmt das Konzept dieser Serie auf und präsentiert in der ersten Hardcover Anthologie Auftaktgeschichten zu neuen Serien von Jo Zybell und Ernst Vlcek - der den legendären "Hexenhammer" wieder zum Leben erweckt , abgeschlossene Stories von Manfred Weinland und Werner K. Giesa , sowie die erste einer Reihe von Frankensteingeschichte aus der Feder Dan Shockers.

Jo Zybell stellt den SUN Reporter Tom Percival in den Mittelpunkt seiner Fortsetzungsserie. Das erste Abenteuer heißt "Der Orden der Raben". Eine grausame Mordserie erschüttert England. Eine Talkshow Gastgeberin, eine Übersetzerin, der Lektor eines Verlages werden auf brutalste Weise mehrmals ermordet. Das einzige auf den ersten Blick verbindende Element sind große Raben an den Tatorten. Der mehr schlecht als recht arbeitende Reporter Tom Percifal wird in die Ereignisse herein gezogen, die ihn mit den Verbindungen zu einem geheimnisvollen keltischen Kult an die Ermordung seiner Frau Suzanne während einer schwarzen Messe erinnern.

Der Autor entwickelt sein Handlungskonzept klassisch: verschiedene Schichten unserer Realität werden abgedeckt und eine Gruppe mächtiger Verschwörer kommen zu Tage. In wie weit die Nutzung keltischer Mythen mehr dem Aberglauben dienen oder mächtige Werkzeuge aus einer Gegenwelt sind, offenbart der Autor am Ende des ersten Teils. Dabei stehen diese übernatürlichen Elemente in einem scharfen Kontrast zu der ansonsten stimmungsvoll inszenierten und leider stilistisch zu hektisch erzählten Geschichte. Im Gegensatz zu anderen wichtigen Handlungsträgern entsteigt ausgerechnet der Protagonist der Klischeekiste: schwerer Schicksalsschlag, Alkoholiker, zynischer, desillusionierter Reporter mit Frauenproblemen, über den Rand getrieben, um einer Reinkarnation Rockys gleich wieder in den Ring zu steigen...

Zybell offeriert auf eine unaufdringliche, angenehme Weise die Ergebnisse seiner Recherchen in Sachen keltische Mythen und spielt geschickt mit dem Gegensatz moderne Industriegesellschaft und tief verwurzelter Aberglaube.

Wenn er die Schwächen in der Charakterisierung in den Griff bekommt, kann sich aus "Der Orden der Raben" ein interessanter Verschwörungsthriller mit gruseligen Untertönen entwickeln , zur Zeit fehlt den bleichen Knochen allerdings noch sehr viel Fleisch.

Mit dem nächsten Roman legt der Zaubermond einen inzwischen legendären Vampir Horror wieder auf. 1978 erschien als Ausgabe 265 unter dem Pseudonym Paul Wolf "Die Geburt des Bösen", der erste Hexenhammer Roman aus der Feder Ernst Vlceks. Atmosphärisch dicht mit einer schief gelaufenen Dämonenbeschwörung von vor zwanzig Jahren beginnt der langjährige Perry Rhodan-Autor das Abenteuer. Der Schwenk in die Gegenwart. Wir lernen Derek Hammer, einen gut aussehenden jungen Mann kennen, der verzweifelt aus der Iren Vesta einige PSI Fähigkeiten zu entlocken sucht. Diese ist mehr an dem Mann hinter dem Wissenschaftler interessiert und als man Hammer nach Irland schickt, um als Beobachter an einem Treffen der größten dunklen magischen Talente in einem verfluchten Schloss teilzunehmen, folgt die junge Frau ihrem Liebhaber in spe einfach.

Vlceks Roman enthält alle richtigen Elemente: ein gruseliges, abgeschiedenes Schloss, verschiedene Bösewichte, die alle als Strippenzieher hinter den Kulissen in Frage kommen, einen Knalleffekt zum Auftakt, der -wie der erfahrene Leser schnell erkennt - den Kreis schließt, einen jungen Helden, die Frau, die ihn in aller Stille liebt und eine geradlinig in die Katastrophe führende Handlung. Für das Debüt einer neuen Miniserie bemüht sich der Autor, die Mischung aus notwendigen Hintergrundinformationen und schlagkräftiger Action geschickt zu kombinieren. Das gelingt in einigen Passagen nur leidlich. Zu sehr merkt man dem Roman in seiner Grundausrichtung sein Alter an und zu viele Ideen sind aus diesem Szenario in jeglicher Form wieder verwendet worden. Als Rückblick auf die Qualität der echten alten Vampir Romane und für die alten Fans als nostalgisches Erlebnis eignet sich der Roman vorzüglich. Mit dem langfristig offenen Ende- die Fronten sind klar abgesteckt und Derek Hammer kennt jetzt seine Vergangenheit- weckt Vlcek die Neugierde seiner Leser .. Schon das nächste Abenteuer in Vestas Heimatdorf verspricht, die ausgetretenen Pfade zu verlassen.

Der ebenfalls für die Perry Rhodan Taschenbücher aktive und jetzt besser als treibende Kraft hinter der Bastei Mystery Serie Professor Zamorra - als Robert Lamont- schaffende Werner K. Giesa war einer der letzten bekannten Autoren, der sich bei den Vampir Heften vor ihrer Einstellung engagierte. Einer seiner zwei Romane - veröffentlicht als Heft 393 und neu aufgelegt im Dämonenland 56- Drachenpest erscheint hier neu.

Im Gegensatz zu den ersten beiden Romanen spielt die Handlung unter südlicher Sonne. Ein reicher Unternehmer möchte eine römische Galeere bergen Seine Tochter Monika hat dunkle Ahnungen und schnell erkranken die Aquanauten, die mit der Bergung beauftragt worden sind. Leider gibt der Prolog schon zu viel von den kommenden Ereignissen preis. Trotzdem entwickelt Giesa in diesem über weite Strecken an die lovecraft´schen Monstergeschichten erinnernden Roman eine atmosphärisch dichte und düstere Stimmung unter dem strahlendblauen Himmel. Handlungstechnisch geschieht auf den ersten Seiten zu wenig - das Bergen von alten Schiffen hat der Autor detailiert recherchiert- und zum Abschluss wirkt das Geschehen zu komprimiert. Wegen der ungewöhnlichen Gefahr der Drachenpest bleibt der Roman ein lesenswerter Sonderling unter den klassischen Gruselstoffen, die die Vampir Horror Roman oft boten.

"Schattenkinder" von Manfred Weinland präsentiert sich nicht nur als erfrischend makabre Familiengeschichte, sondern fesselt den Leser mit seiner spannenden, nicht so einfach vorherzusehenden Handlung. Dabei gelingt es dem Autoren, die wichtigen überwiegend jugendlichen Protagonisten - die Eltern sind nach Schablone beschrieben- mit einer Mischung aus pupertären Ängsten als auch Opfer und Täter einer übernatürlichen Bedrohung natürlich wirken zu lassen. Im Gegensatz zu der bedrohlich klischeehaft wirkenden Kinoprominenz aus den USA fühlt der Leser mit den beschriebenen Charakteren. Dabei baut Weinland dezent aber effektiv einige Urängste in den Text ein: die Angst vor dem Kindtod, das lebendig begraben sein und schließlich die Furcht vor dem dunklen Zwilling, der anderen Seite des Spiegels. Da es ursprünglich Drillinge waren, die Ausgangspunkt der siebzehn Jahre später stattfindenden Ereignisse sind, verstärkt den gruseligen Effekt. Weinlands Hintergrund - das kleine Dorf, der Furcht einflößende Totengräber und die verschrobene und nicht zur Geburt gerufene Hebamme - ist klassischer Gothic Stoff, die Horrorelemente modern und sehr gezielt eingestreut.

"Schreckensnacht auf Burg Frankenstein" aus Dan Shockers Feder führt den Leser in das dunkle Zeitalter der Disco zurück. Als Heft 40 erschien der Roman zum ersten Mal in der Vampir Reihe.

Eine Gruppe Jugendlicher beschließt nach einem heißen Discoabend -Tanzen bis zum Umfallen und der Razzia der örtlichen Polizei- auf der nahe gelegenen Burg Frankenstein nach den Formeln eines geheimnisvollen Mönchen des Geist von Frankensteins Monster zu beschwören.

Was anfänglich Spaß ist, wird schnell blutiger ist. Der Reporter Robert Nordan wird in die Ereignisse hineingezogen.

Shocker versetzt den Frankensteinmythos in die Gegenwart und nach Deutschland. Im Laufe des Textes fließen das Monster und sein Schöpfer Baron Viktor von Frankenstein zum Synonym Frankenstein zusammen. Sehr unterhaltsam ist der Text zu Anfang, als der Autor mit einem verschmitzten Lächeln die Discoszene beleuchtet und am Ende. Der Showdown findet natürlich zu Halloween statt und erinnert in seinem Ablauf an die Schlussszenen von King Kong . Von den grundlegenden Thematik mischt der Autor einige Mythen - die Beschwörung durch den Mönch - unter die Handlung und präsentiert einen unterhaltsamen, flott geschriebenen, aber inzwischen auch aufgrund der vielen Neuverfilmungen des Themas zahnlosen Roman.

Die erste Sammlung aus dem Zaubermond-Verlag gibt einen guten Einblick in die alten Vampir Horror Hefte - das wird das Herz der Fans höher schlagen lassen- in Kombination mit neuen Geschichten von talentierten Jungautoren. Da es sich bei drei der Storys um Auftaktgeschichten von längeren Minizyklen handelt sollte die weitere Entwicklung abgewartet werden. Das Spektrum reicht von klassischem Grusel - Joe Zybell - über Pop- Horror - Dan Shocker - bis zu modernem psychologisch angehauchten Innerspace - Manfred Weinland.

Bestellung direkt beim Zaubermond-Verlag

Jo Zybell, Ernst Vlcek, Dan Shocker, Werner K. Giesa und Manfred Weinland: "Vampir Horror 1"
Anthologie, Softcover, 440 Seiten
Zaubermond-Verlag 2004

Leserrezensionen

Leserrezensionen [Alle Rezensionen anzeigen (8)]
19.10.11, 06:42 Uhr
YETI
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