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rezensiert von Thaliara
"I felt like Dirty Harry, except that this punk didn't give a damn how many bullets I had left. The dead don't scare easy."
Mitten in der Anprobe ihres schauderhaften rosafarbenen Brautjungfern-Kleides erreicht Anita ein Anruf von Detective Seargent Dolph Storr, dem Chef der neusten Task Force der Polizei. Das "Regional Prenatural Investigation Team" (R-I-P-T, gesprochen "Rip it" und "Spuk-Einheit" genannt) ist zuständig für alle von übermenschlichen Wesen oder Kräften begangenen Verbrechen, die Mitgliedschaft ist eher eine Strafe. Als zugehörige Expertin für solche Wesen hat Anita schon oft die Tatorte von Verbrechen besucht, doch dieses Mal wünscht sie sich tausend Meilen weit weg. Selbst für eine "Hard-as-nails"-Vampirkillerin ist der Schauplatz eines blutigen Massakers schwer zu ertragen. Und er passt eigentlich nicht richtig zu einem Zombie...
Eine Person könnte mehr darüber wissen, doch Anita ist nicht gerade scharf auf eine Begegnung. Denn Dominga Salvador ist die mächtigste Vodoo-Priesterin der Vereinigten Staaten. Anita nutzt natürlich Vodoo-Kräfte, um Zombies zu rufen. Doch sie ist Christin und bewusst niemals in die Kulte eingeweiht worden. Ein Umstand, den Senora Salvador nicht goutiert - ebensowenig wie Anitas loses Mundwerk.
Innerhalb kürzester Zeit kämpft Anita wieder an Hundert Fronten gleichzeitig. Wie kann das RPIT den Killer fangen? Was will Dominga noch? Was macht der Bruder eines kürzlich verstorbenen Kollegen in der Stadt? Warum lässt der exzentrische Millionär Gaynor nicht locker, der unbedingt einen alten Verwandten aus dem Grab rufen will? Und kann Jean-Claude sich seine Avancen nicht irgendwann mal an den Hut stecken? Doch es sind nicht nur blutrünstige Monster, die Anita das Leben schwermachen. Um diesen Kampf zu gewinnen, muss sie sich ihrer Vergangenheit stellen, ihrer Herkunft und ihren Kräften.
Der zweite Band der "Anita Blake"-Reihe verändert nicht nur das Thema. Er ist düsterer, schneller, grausamer, blutiger als der erste. Laurell K. Hamilton bietet dem Publikum nur eine Prise Verführung (Um die Erwartungen nicht zu enttäuschen?) Ansonsten unterscheidet sich "The Laughing Corpse" so gründlich von "Guilty Pleasures", dass die üblichen Wiedererkennungeffekte vieler Reihen erst gar nicht auftauchen. Nachdem erst bildschöne Vampire die Phantasie beflügelten, sollte man die bildreichen Beschreibungen mancher Kreatur in diesem Buch man nur mit guten Nerven genau nachvollziehen. Doch in einem trifft der Band seinen Vorgänger: Wieder trägt einen der bissige Sarkasmus der Titelheldin sicher über alle Unbill hinweg. Wer vor einem Kampf auf Leben und Tod noch mit dem Gegner über dessen Kampftechnik diskutieren kann, den haut so leicht nichts um...
Zitat:
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I poked one side of it with two fingers. It was like poking a side of fresh beef. A nice, solid feel to it. My fingers traced the bump of a bone, ribs under flesh. Ribs. Suddenly I knew what I was looking at. Part of the rib cage of a human being. There was the shoulder, white bone sticking out where the arm had been torn away. That was all. All there was. I stood too quickly and stumbled. The carpet squeeshed underfood.
The room was suddenly very hot. I turned away from the body and found myself staring at the bureau. Its mirror was splattered so heavily with blood, it looked like someone had covered it in layers of red fingernail polish. Cherry Blossom Red, Carnival Crimson, Candy Apple.
I closed my eyes and counted very slowly to ten. When I opened them the room seemed cooler. I noticed for the first time that a ceiling fan was slowly turning. I was fine. Heap big vampire slayer. Ri-ight.
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Laurell K. Hamilton: "Bd. 2 The Laughing Corpse"
Roman, Softcover, 304 Seiten
Jove Books 2002
ISBN 0-5151-3444-9
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