|
rezensiert von Kevin Reymann
Inhalt
Die Vorbereitungen, das Kriegsschiff „Kampfstern Galactica“ in ein Museum zu verwandeln, laufen auf Hochtouren. Der Krieg mit den Zylonen, von Menschen erschaffene Roboter, die sich gegen ihre Schöpfer auflehnten, ist seit Jahrzehnten vorüber. Während sich Commander William Adama auf der Galactica auf seine Rede vorbereitet, erfährt Bildungsministerin Laura Roslin, dass sie unheilbar an Krebs erkrankt ist und nur noch wenige Monate zu leben hat. Gerade jetzt soll sie eine Rede bei der Stilllegungsfeier auf der Galactica halten.
Auf Caprica, eine der zwölf Kolonien der Menschen, ist Dr. Baltar derweil eine Beziehung mit „Nummer 6“ eingegangen. Was Baltar nicht weiß ist, dass sie eine von zwölf Zylonen in menschlicher Gestalt ist und nur in sensible Regierungseinrichtungen kommen wollte. Sie hat die vergangenen Wochen dazu genutzt, den Zylonen Zugang zu den Verteidigungssystemen des Planeten zu verschaffen. Schließlich kommt die Stunde, in der die Zylonen-Flotte angreift und die Menschen schwere Verluste hinnehmen müssen. Kampfstern Galactica wird aus dem Ruhezustand zurückgeholt und führt ab sofort die Flotte im Krieg gegen die Zylonen an…
Kritik
Das Buch ist nicht mehr und nicht weniger als eine detaillierte Nacherzählung der so genannten Miniserie. Vier Episoden, die die neue Galactica Serie eingeleitet haben. Die Miniserie war keine Idealvorstellung eines Piloten einer Fernsehserie – zu viele Storys wurden einfach nicht spannend genug erzählt. Dies ist zumindest meine Meinung. Wie bereits erwähnt, ist das Buch keine neue Geschichte, sondern genau diese Miniserie in Papierform. Wenn ich das von Jeffrey Carver geschriebene Buch gleichzeitig lesen würde, während ich mir die Episoden im TV ansehe, könnte man sogar meinen, es ist das Drehbuch der Miniserie mit der Ausnahme, dass die Namen vor den Dialogen fehlen. Einziger Pluspunkt: Es werden einige Szenen etwas detaillierter beschrieben, was das Ganze nicht vollkommen langweilig macht. Leider nicht im ganzen Buch. Andere Szenen wiederum sind vollkommen langweilig niedergeschrieben worden und ohne jegliche Emotion zu Papier gebracht. Dies kommt besonders intensiv bei spannenden Teilen der Story zum Vorschein. Ironischer Weise sind das genau die Stellen, die in der TV-Version einigermaßen interessant waren.
Fazit
Der Kauf lohnt sich für einige Leute – und zwar die, die die Episoden nicht von TV oder DVD kennen. Alle anderen werden wahrscheinlich enttäuscht sein. Es gibt keine neuen Erkenntnisse über die Zylonen oder Charaktere und es ist an vielen Stellen langweilig geschrieben. Es bleibt zu hoffen, dass zukünftige Bände sich nicht 1:1 an die Serie halten und eigene Storys entwickeln.
Jeffrey Carver: "Battlestar Galactica – Die offizielle Vorgeschichte zur TV-Serie"
Roman, Softcover, 299 Seiten
Dino 2006
ISBN 3-8332-1444-9
Leserrezensionen
:: Im Moment sind noch keine Leserrezensionen zu diesem Buch vorhanden ::
:: Vielleicht möchtest Du ja der Erste sein, der hierzu eine Leserezension verfasst? ::
|