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William Shatner Bücher



William Shatner

Die Asche von Eden

rezensiert von Mario Scholz

Erster Teil einer Star Trek-Trilogie aus der Feder des berühmten Captains selbst - in Zusammenarbeit mit Judith und Garfield Steeves-Revens.

Nach seiner letzten Reise mit der Enterprise weiß James T. Kirk, ehemaliger Captain und hochdekorierter Held, nicht mehr, was er mit seinem weiteren Leben anfangen soll. Die Enterprise steht kurz vor der Verschrottung, das Nachfolgeschiff ist bereits an Captain John Harriman vergeben, und seine Beziehung mit Carol Markus ist ebenfalls in die Brüche gegangen. Kirk überlegt, die Sternenflotte zu verlassen. Zu allem Überfluss wird ausgerechnet sein ärgster Widersacher , nämlich Admiral Androvar Drake, zum neuen Oberbefehlshaber der Sternenflotte gewählt.
Als Kirk dann auch noch auf Teilani trifft - eine junge Frau vom Planeten Chal, halb Klingonin, halb Romulanerin - welche ihm anvertraut, dass ihr Planet dringend seine Hilfe benötigt, gibt es für Kirk kein Halten mehr - er verlässt Starfleet und die Erde und fliegt mit seiner Geliebten nach Chal. Hals über Kopf stürzt er sich in das Abenteuer, den paradiesischen Planeten von Teilani gegen Terroristen zu verteidigen, ohne dabei zu ahnen, dass wesentlich mehr hinter der ganzen Angelegenheit steckt...


Soweit zum Inhalt, obwohl diese Inhaltsangabe dem Buch nicht völlig gerecht wird, mehr soll aber in dieser Rezension nicht verraten werden, denn immerhin soll es ja noch Leute geben, die das Buch lesen wollen. Nur noch soviel: "Die Asche von Eden" spielt kurz nach den Ereignissen von "Star Trek: Das Unentdeckte Land", also kurz nach Kirks letztem Flug als kommandierender Offizier der Enterprise, und knüpft an die dort geschilderten Ereignisse an.
In die "Die Asche von Eden" sind natürlich alle wieder mit von der Partie - Spock, McCoy, Checkov, Sulu, Uhura und Scotty, die diesmal jedoch nicht unbedingt als Team auftreten. Aber dafür gewährt Shatner wunderbare Einblicke in die Psyche Kirks - seine Unentschlossenheit, was er mit seinem Leben anfangen soll, was die Zukunft überhaupt noch für ihn bereit halten kann. Doch wir erleben auch Veränderungen. Während Kirk anfangs noch ganz genau so ist, wie wir ihn als Raumschiffkapitän kennen - abgesehen von der Tatsache, dass er nun kein Raumschiff mehr hat - , so erleben wir, wie er sich im Laufe der Geschichte verändert, bis er schließlich Frieden mit sich selber und seiner Situation findet.
Doch nicht nur Kirk wird von Shatner beleuchtet. Selbstverständlich spielen auch die anderen Charaktere von der Enterprise eine Rolle und auch hier erkennt man sehr schön den Konflikt, dem der Captain eines Raumschiffes, in diesem Falle Sulu, ausgesetzt ist , wenn er zwischen Befehlen und dem gefühlsmäßig richtigem Entscheiden muss.

Mit "Die Asche von Eden" hat William Shatner zusammen mit Judith und Garfield Revees-Stevens eine spannende, gut geschriebene Story abgeliefert, die viele interessante Wendungen aufweist und es versteht, den Leser zu fesseln.
Dabei ist das Buch der Auftakt zu Shatners erstem "Kirk-Zyklus", der insgesamt drei Romane umfasst. Trotzdem kann man sich "Die Asche von Eden" auch kaufen, wenn man im Moment nicht genügend Geld für die Anschaffung aller drei Bände hat - es handelt sich um eine abgeschlossene Geschichte, quasi einen Rückblick, eingebettet in einige wenige Seiten, deren Handlung kurz nach dem Ende von "Star Trek: Generationen" spielt und die den Übergang zum zweiten Teil darstellt.

Abschließendes Fazit: für alle Fans von Kirk und seiner Enterprise ein Muss - aber auch andere Star Trek-Fans sollten einmal einen Blick riskieren.

William Shatner: "Die Asche von Eden"
Roman, Softcover, 393 Seiten
Wilhelm Heyne Verlag 1999

ISBN 3-4531-6171-8

Weitere Bücher von William Shatner:
 - Das Gespenst
 - Der Rächer
 - Die Bewahrer
 - Die Rückkehr
 - Dunkler Sieg
Weitere Links zu diesem Thema:
 - William Shatner: Biographie
 - William Shatner: Die Rückkehr
 - William Shatner: Der Rächer

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