|
rezensiert von Kevin Reymann
Inhalt
William Riker bekommt, wohl zum letzten Mal, die Position eines Captain angeboten. Er soll nach 15 Jahren als Commander unter Jan-Luc Picard die Titan befehligen. William Riker sieht die Zeit für einen Wechsel gekommen. Er heiratet Deanna Troi und geht nach einem letzten Konflikt zusammen mit seiner neuen angetrauten auf die Titan. Die USS Titan ist ein Schiff der Luna-Klasse und ein Langstrecken-Forschungsschiff. Die Sternenflotte sah nach dem Ende der Feindseligkeiten mit den Borg, Cardassianern, Klingonen und den Borg endlich die Zeit gekommen sich wieder dem Forschen zu widmen.
Die erste Mission der Titan – den Orion-Arm der Milchstraße zu erforschen – wird kurzfristig verschoben. Die Titan soll zunächst einen Rettungskonvoi nach Romulus begleiten. Doch diese humanitäre Mission bleibt nicht alleine. Ein Spion der Sternenflotte befindet sich auf Romulus und droht enttarnt zu werden. Die Crew der Titan soll den Offizier befreien, was sich als schwieriger herausstellt, als ursprünglich gedacht. Innerhalb kürzester Zeit befindet sich die Titan in einem Konflikt zwischen Romulanern und Remanern…
Kritik
Das Star Trek auf Leinwand und Mattscheibe, wie wir es 40 Jahre kennen und lieben gelernt haben, geht zwar weiter, jedoch in eine andere Richtung. Die Geschichten nach Nemesis werden vorerst nicht verfilmt. Mit „Titan“, der neuen Romanserie von Michael A. Martin und Andy Mangels können die Fans von Star Trek erleben, wie sich die Föderation nach dem Jahr 2374 entwickelt. Mit dabei sind viele bekannte Charaktere. Neben Will Riker und Deanna Troi treffen wir auch auf den Vulkanier Tuvok und Melora Pazlar (DS9: „Das Melora-Problem“). Aber die Autoren beziehen sich nicht nur auf Geschehnisse der Star Trek Serien- und Filme. Rikers erster Offizier Christine Vale ist einigen vielleicht aus der TNG Buchserie “A time to …“ bekannt.
Und hier gibt es einen spannenden ersten „Konflikt“ für den Leser: William Riker muss sich entscheiden, ob er die Hierarchie der Sternenflotte achtet oder mehr Wert auf die Meinung seiner Frau Deanna Troi legt.
Auch die bisher noch nicht in Erscheinung getretenen Charaktere werden sehr authentisch in die neue Romanserie eingeführt. Es gibt realistische Dialoge und Konflikte zwischen den Offzieren der Titan. Besonders interessant ist die Tatsache, dass nur 15 % der Besatzung (350 Personen) Menschen sind. Dies lässt enorm viel Spielraum für das erforschen neuer Spezies und das Kennenlernen der Eigenarten bekannter Spezies.
Die Eigenarten der Trill kennen die Leser aus DS9 wohl weigehend, aber dennoch ist der Sicherheitschef der Titan, Ranul Keru, ein Trill. Keru ist ein unvereinigter Trill. Interessant ist vielleicht, dass dieser Charakter ein Abbild von Autor Andy Mangels sein soll. Wie auch Mangels trägt der Charakter Keru einen Bart und ist homosexuell. Er hatte eine Beziehung mit dem auf der Enterprise-E beim Borg-Zwischenfall getöteten Leutenant Hawk (Roman „Sekion 31: Die Verschwörung“).
Bei all den Charakteren habe ich einen „vermisst“. In einer herausgeschnittenen Szene in „Nemesis“ erklärte Wesley Crusher, dass er fortan auf der Titan dienen wird. Wesley wurde in dem Roman mit keiner einzigen Silbe erwähnt. Schade. Mich hätte interessiert, ob er auch in Romanen eine solche Nervensäge sein kann, wie in der TV-Serie.
Neben der Besatzung gilt es natürlich auch den Raum zu erforschen. Der ursprüngliche Auftrag der Titan, den Orion-Arm zu erforschen, wird immer wieder verschoben und schließlich ganz aus den Augen verloren. An der Tagesordnung steht die Diplomatie mit den Romulanern.
Diese Romanserie bietet viel Potential für die Zukunft und, soviel darf verraten werden, dieses wird auf ganzer Linie ausgenutzt. Nach Vanguard ist dies die zweite Romanserie, welche ab November 2008 im Cross-Cult Verlag auf Deutsch erscheinen wird.
Fazit
Wer dachte nach Nemesis ist mit Star Trek Schluss, hat geirrt. Nach vielen Kriegen beginnt man wieder zu forschen. Zu entdecken gibt es ein neues Schiff, eine neue Crew und neue Abenteuer. Ein muss für alle Star Trek und TNG Fans!
Michael A. Martin und Andy Mangels: "Star Trek Titan - Bd. 1: Als wir wieder Forscher wurden…"
Roman, Softcover, 320 Seiten
Cross Cult 2008
ISBN 9-7839-4124-8014
Leserrezensionen
:: Im Moment sind noch keine Leserrezensionen zu diesem Buch vorhanden ::
:: Vielleicht möchtest Du ja der Erste sein, der hierzu eine Leserezension verfasst? ::
|