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Star Trek



Judith & Garfield Reeves-Stevens

Die Föderation

rezensiert von Susanne Harmsen

In "Die Föderation" von Judith und Garfield Reeves-Stevens wird der Staffelstab der alten „Enterprise“ an die Neue weitergereicht, aber auch an künftige Generationen.
Am Anfang steht ein müder Kirk, der nach all den bestandenen Kämpfen merkt, dass auch für ihn einmal Schluss sein wird - das Buch knüpft hier an die Ereignisse des Kinofilms „Star TrekVI“ an.

Auf dem Planeten mit dem "Wächter Ewigkeit", ein Zeitportal welches in einer Episode der Originalserie vorkam, erlebt Kirk einen Flashback zu Erlebnissen Zephram Cochrans. Den Erfinder des Warpantriebs hatte er selbst kennengelernt, als er ihn mit Spock und McCoy auf einem Asteroiden traf, zu dem sie dessen "Companion", ein gasförmiges Wesen, entführt hatte.

Cochrane war dort einsam gewesen, obwohl das Wesen ihn vor dem längst anstehenden Tod bewahrt hatte. In der Fernsehfolge "Metamorphose" schlüpfte das Wesen dann in die Gestalt der Botschafterin Nancy Hedford, so dass die beiden künftig wie ein menschliches Paar zusammenleben konnten.

Kirk schrieb falsche Angaben in seine Berichte, damit Cochranes Zuflucht gewahrt bleibt. Doch in seinem privaten, erst nach hundert Jahren zu öffnenden Logbuch schilderte er den wahren Sachverhalt. Diese Aufzeichnungen verschafft sich Adrik Thorsen, einer der Nachahmer der Übermenschen der eugenischen Kriege.

Im Jahre 2078 hatte er im heutigen Großbritannien eine "Optimalrepublik" geschaffen, die die faschistischen Ideen der Herrschaft einiger Auserwählter über die "minderwertige" Mehrheit realisierte.
Er entführt Cochrane, um die gerade entstehende Technologie des Warpantriebs allein für sich zu bekommen. Doch Cochrane kann fliehen. Indem der Warpantrieb allen zugänglich gemacht wird, bricht die Optimumbewegung zusammen. Thorsen überlebt aber, mit biomechanischen Ersatzteilen sogar mehrere Jahrhunderte.
Da er sich an Cochrane rächen will und glaubt, die Warptechnologie lasse sich auch als Waffe nutzen, verfolgt er ihn weiter. Dank Kirks Logbuch findet und entführt er ihn von seinem Alterssitz auf dem Asteroiden.

Die Enterprise, gerade zur Mission nach Babel unterwegs, eilt auf einen Notruf zu Hilfe, zumal das Wesen in Gestalt Nancy Hedfords abseits seines Asteroiden nur wenige Tage überleben kann.
In einem spannenden Showdown kommt auch noch die Enterprise der „Nächsten Generation“ ins Spiel. Adrik Thorsen hatte gegen Kirk seine Rache wieder nicht bekommen. Nun versucht er aus der Zukunft die Ereignisse der Vergangenheit zu ändern und benutzt ein gefälschtes Artefakt, um an Bord der Enterprise D zu kommen. Dort lädt er sich in Datas Schaltkreise und will mit Hilfe des Schiffes und einer Singularität, die die Zeithorizonte zusammenbringt, endlich Cochrane erreichen.

Obwohl sich die Schiffe über die trennenden hundert Jahre nicht verständigen können, arbeiten sie aufgrund der gleichen Ideen und Analysen doch zusammen. Damit erledigen sich im Epilog Kirks Zweifel am Sinn seines Lebens, weil immer eine neue Generation die gemeinsamen Ziele der Föderation weiterverfolgt.

Die vielfältigen Zeit- und Handlungsebenen werden von dem Star-Trek erfahrenen Autorenpaar erstaunlich übersichtlich und logisch verknüpft. Der Roman enthält viele fesselnde und actionreiche Einzelstränge, die gute Verknüpfungen zu Teilen der Fernsehserien herstellen und diese folgerichtig fortsetzen. Auch das Leben und die Motivationen Zephram Cochranes werden erstmals ausführlich erzählt. Dabei kommen auch die philosophischen Dimensionen nicht zu kurz. Alles in allem ein wirklich empfehlenswertes Buch.

Judith & Garfield Reeves-Stevens: "Die Föderation"
Roman, Softcover
Wilhelm Heyne Verlag 2000

ISBN 3-4531-5664-1

Weitere Bücher von Judith & Garfield Reeves-Stevens:
 - Millennium (I): The Fall Of Terok Nor
 - Millennium (II): The War Of The Prophets
 - Millennium (III): Inferno

Leserrezensionen

Leserrezensionen [Alle Rezensionen anzeigen (4)]
12.10.06, 14:05 Uhr
Kurdwubel
unregistriert


Das Buch ist eine Wucht. Auf die gesamte Länge schaffen es die beiden Reeves-Stevens die Spannung nicht abreißen zu lassen. Besonders interessant finde ich dabei die Zeitebene, in der Cochrane vor Thorsen flieht um auch seiner Bewegung zu entkommen. Dabei werden immer wieder nette kleine Details mit in die Geschichte eingeflochten, zum Beispiel, wie das spätere Zeichen der Sternenflotte zu Stande kam.
Man sollte aber vorher nicht den Klappentext lesen, denn sonst verliert die TNG-Story anfangs ihre Spannung. Ich fragte mich immer, wie das Artefakt nun in die gesamte Geschichte rein passt...