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Deep Space Nine



Judith & Garfield Reeves-Stevens

Millennium (III): Inferno

rezensiert von Björn Kluger

Dies ist nun der dritte Teil der Millennium-Trilogie.
Der Roman beginnt da, wo der letzte aufgehört hat: Das Universum ist vernichtet worden und die Defiant und die Boreth sind im Nichts der nichtlinearen Zeit des Wurmloches gefangen. Und als wenn das nicht schon reichen würde, bedeutet dieses "Nichts" nichts anderes als die persönliche Hölle der Gefangenen. Sie alle erleben ihre schlimmsten Momente immer wieder ohne etwas dagegen tun zu können. Nachdem alle aus dieser Hölle befreit sind, stellt man fest, dass sich auch Deep Space Nine im Wurmloch befindet. Wie sich herausstellt ist es die Station aus der Vergangenheit, aus der Zeit vor der Katastrophe. Sofort entsteht der Plan zu der Station überzusetzen und dort die Geschehnisse die zum Ende des Universums führten zu verhindern. Allerdings gilt es erst die Feinde auf der Defiant und Boreth zu bekämpfen, was nicht hundertprozentig gelingt. Weyoun begibt sich zur Station und sorgt dort für weiteren Ärger. Aber dies bleiben nicht die einzigen Probleme. Von den einzelnen Schiffen aus ist Deep Space Nine aus verschiedenen Zeiten zu sehen, so dass die Crew durch Raum und Zeit getrennt gegen die Zukunft ankämpfen muss, wobei sie auch noch wie von einem Bungeeseil gezogen immer wieder zwischen zwei Zeiten hin und her geschleudert wird.

Die Geschehnisse dieses Romans auch nur annähernd wiederzugeben, ist fast unmöglich. So vielschichtig sind die beschriebenen Ereignisse. Es gibt verschiedene Zeitebenen, und das gesamte Konzept der nichtlinearen Zeit, das hier fast schon ins Extreme getrieben wird, kann doch ziemlich verwirren. Auch die verschiedenen Höllen der Crewmitglieder, die man am Anfang des Romans erlebt, sorgen auch zunächst nicht wirklich für Klarheit, was nun mit dem Universum geschehen ist. Aber nachdem sich die Geschichte dann weiterentwickeln kann, bietet sie spannende Unterhaltung. Nun klären sich auch endlich die Geheimnisse, die am Beginn der Reihe aufgeworfen wurden.
Auch wenn dieses Buch mit Sicherheit nicht zu den einfachsten des Star Trek-Universums zählt (Der Vergleich mit Q² und den darin vorkommenden verschiedenen Paralleluniversen drängt sich mehr als einmal auf), so lohnt es sich doch sehr sich durch den komplizierten Teil der Story zu kämpfen.

Dieser Roman ist also trotz einiger Längen und komplizierten Passagen ein würdiger Abschluss für eine hervorragende Buchreihe die definitiv einen der Höhepunkte der Star Trek-Literatur darstellt. Aber auch für die Serie "Deep Space Nine" bietet sie einige interessante Weiterentwicklungen, so wird das Geheimnis des wahren Abgesandten gelüftet was sehr überraschend ist, auch wenn man es fast überlesen könnte, da es nur sehr kurz angesprochen wird.
Trotz aller Widrigkeiten die dieses Buch während des Lesens zu bieten hat, ist es dennoch absolut empfehlenswert.

Judith & Garfield Reeves-Stevens: "Millennium (III): Inferno"
Roman, Softcover
Pocket Books 2000

ISBN 0-6710-2403-5

Weitere Bücher von Judith & Garfield Reeves-Stevens:
 - Die Föderation
 - Millennium (I): The Fall Of Terok Nor
 - Millennium (II): The War Of The Prophets

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