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Peter David

Die Tochter des Captain

rezensiert von Mario Scholz

Die meisten werden sie kennen - Demora Sulu, Tochter des berühmten Steuermanns der Enterprise. Jetzt dient sie selbst in dieser Position auf der nagelneuen Enterprise-B. Als das Schiff einen Notruf von Askalon V empfängt, ist es Demora, die als Erste bemerkt, dass es sich bei der Sprache um einen selteneren Dialekt des Chinesischen handelt. Sie bittet darum, dem Landeteam zugewiesen zu werden.
Auf dem Planeten selbst findet das Team unter Führung von Captain Harriman jedoch nichts weiter als einen verlassenen Sender. Als Harriman Demora bittet, den Sender zu untersuchen, muss er feststellen, dass sie sich nicht mehr beim Außenteam befindet. Als sie kurze Zeit später wieder auftaucht, ist sie wie verwandelt - splitternackt, mit zerzausten Haaren und einem animalischen Glitzern in den Augen. Ohne zu zögern stürzt sie sich auf Harriman und seine Begleiter - so wild, dass Harriman sie nur durch einen tödlichen Phaserschuss stoppen kann.
Da niemand weiß, was mit Demora geschehen ist, lässt Harriman den Planeten unter Starfleet-Quarantäne stellen. Doch als Hikaru Sulu von dem Tod seiner Tochter erfährt, ist er fest entschlossen, die mysteriösen Umstände ihres Todes aufzuklären - auch wenn das bedeutet, gegen den direkten Befehl der Admiralität zu verstoßen und Kurs auf Askalon V zu setzen.

Soweit die Rahmenhandlung, wobei besonderes Augenmerk auf die Charaktere von Captain Sulu und Captain Harriman gelegt wird. Harriman, als der Captain einer Enterprise, ist ja auch kein ganz unwichtiger Charakter. Peter David beschreibt sehr gut die Gewissensbisse eines Mannes, der kurz nach dem Tod einer lebenden Legende an Bord seines Schiffes, nun auch noch die Tochter des besten Freundes eben jener Legende getötet hat.
Auch geben noch ein paar alte Bekannte ein kleineres Gastspiel: Uhura und Chekov, die selbstverständlich zu Demoras Trauerfeier erscheinen und dort für etwas Wirbel sorgen. Die ganze Handlung um Demoras Tod, ihre Trauerfeier und Sulus damit verbundene Reaktion erstreckt sich aber nur über die Hälfte des Buches. Parallel dazu verläuft eine zweite Handlung, die nach und nach über Demoras und Sulus Leben berichtet. Unter anderem wird endlich geklärt, wie Sulu überhaupt zu seiner Tocher gekommen ist. Eine Frage, die sicherlich einige Leute nach "StarTrek: Generations" beschäftigt hat. Dabei schafft es Peter David, ständig spannend zu bleiben und geschickt an bereits bekannte Ereignisse aus den Filmen anzuknüpfen oder auch ganz neue zu erfinden, wie zum Beispiel das Abenteuer von Sulu und Ling Sui in der Vergnügungsstadt "Demora". Na, klingelts?

Fazit: Abschließend kann man sagen, dass Peter David mit "Die Tochter des Captain" ein unterhaltsames und sehr interessantes Buch gelungen ist. Für Sulu-Fans ist es natürlich sowieso ein Muss, aber auch für alle anderen eine sehr gute Wahl.

Peter David: "Die Tochter des Captain"
Roman, Softcover
Wilhelm Heyne Verlag 1998

ISBN 3-4531-4880-0

Weitere Bücher von Peter David:
 - Centauri Trilogie Legions of Fire (I):
The Long Night of Centauri Prime

 - Centauri Trilogie Legions of Fire (II):
Armies of Light and Dark

 - Centauri Trilogie Legions of Fire (III):
Out of the Darkness

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Weitere Links zu diesem Thema:
 - Die unsichtbare Tätigkeit

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