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Science Fiction (diverse)



Dr. Reinhold Eichacker

Fahrt ins Nichts

rezensiert von Thomas Harbach

"Fahrt ins Nichts" wirkt durch die strukturelle Anlehnung an klassische deutsche utopische Stoffe leichter zu lesen. Die oft theoretischen Monologe werden dank einer breiter angelegten Handlung in den Hintergrund gedr├Ąngt. Auf der anderen Seite steht hier der geniale Erfinder und deutscher Chemiker im Mittelpunkt der Handlung. Nicht auff├Ąllig urdeutsch, aber die Tendenzen gehen im Vergleich zum mittleren Band der Trilogie wieder in diese Richtung.

Die Folgen des Kometeneinschlages schildert Eichacker in "Panik" fast schon verharmlosend im Vergleich zu anderen Filmen und Romanen. In der Fortsetzung zeigt er einige Gegenden auf, die verw├╝stet worden sind, doch es entsteht hier eher der Eindruck, es habe die Landung eines riesigen Raumschiffs und nicht eines Meteoriten stattgefunden. So agieren auch die Charaktere im zweiten Band. Ein ehrgeiziges Rennen um ein geheimnisvolles Metall, dessen Auswirkungen niemand zu erahnen scheint. Im Handumdrehen werden in der kleinen Kammer modernste Unterseeboote gefertigt. Eines mehr eine Kugel, das andere eine goldene Version der Nautilus. Kapit├Ąn Nemo und die f├╝r ein reiferes Publikum geschriebenen Romane Jules Vernes lassen herzlich gr├╝├čen.



Trotz der verschiedenen Schw├Ąchen unterhalten die beiden abenteuerlich ausgerichteten Romane hervorragend. Wirkt das erste Szenario noch beunruhigend d├╝ster und die eitle Seiten der egoistischen Gesellschaft zu sehr ans Sonnenlicht ger├╝ckt, ist "Die Fahrt ins Nichts" der leichter zu lesende und optimistischere Roman. Zwischen den Zeilen finden sich immer noch spitze und zum Teil b├Âse Abrechnungen mit vorherrschenden gesellschaftlichen Str├Âmungen, doch die mehr nach dem Mund geschriebenen Dialoge, die exotischen Hintergr├╝nde - Indien, die Tiefsee - und schlie├člich eine erkennbare Handlungsstruktur sind hier eindeutig in der ├ťberzahl. Dabei erinnert ausgerechnet Eichackers "Indien" an die monumentalen Stummfilme Fritz Langs. Eichacker versucht moderne Komponenten mit der fremdartig faszinierenden Kultur zu verbinden. Das ausgerechnet eine Frau die F├Ąden in den H├Ąnden h├Ąlt, unterstreicht die Ambition des Autoren, etwas Andres seinem Publikum darzureichen.



Eichackers Werke sind keine Meisterleistungen oder Geniestreiche, die beiden B├╝cher bieten ungew├Âhnliche, doch solide Unterhaltung. Genau wie bei den Romanen um den Weltensegler von Daiber lohnt es sich, einen Blick in diese Werke zu werfen. Da die urspr├╝nglichen Texte behutsam modernisiert worden sind - leider l├Ąsst sich nicht ├╝berpr├╝fen, ob auch demagogische Passagen dieser ├ťberarbeitung zum Opfer fielen - ist der Kulturschock bei der Lekt├╝re nicht allzu gro├č und nach einer kurzen Eingew├Âhnungszeit macht es Spa├č, den Abenteuern eines deutschen Jules Verne zu folgen.

Dr. Reinhold Eichacker: "Fahrt ins Nichts"
Anthologie, Hardcover
Celero Verlag 2004

ISBN 3-9808-9981-0

Weitere BŘcher von Dr. Reinhold Eichacker:
 - Panik

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