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rezensiert von Ralf Pappers
Die Story
Wegen der großen Bedrohung durch den Sternenkaiser, eines Reiches jenseits der eigenen Galaxis, wird ein Schiff ausgeschickt, um einen Weg zu finden dieser Bedrohung, durch Eroberung, zu entgehen. Nur hat der Kommandant des Fernraumschiffes aber so seine eigenen Gedanken, wonach er suchen will. Durch einen geschickten Schachzug kann er in der "größten Bibliothek" des Universums alle Unterlagen zu einem uralten Volk in seinen Besitz bringen. Dann macht sich Schiff und Besatzung auf, dieses Volk zu finden, in der Hoffnung eine Lösung für ihr Problem zu finden.
Und alles weitere solltet ihr lieber selber lesen, denn die Spannung des Abenteuers, möchte ich euch auf gar keine Fall nehmen.
Die Aufmachung
Hier hat sich Heyne einmal richtig Mühe mit einer Ausgabe gegeben. Das Format ist etwas größer als ein gewöhnliches Taschenbuch und auch durch das hervorragende Coverbild, fällt aus dem Rahmen. Im Innenteil gibt es weitere Illustrationen, die zwar nicht immer mit dem Text konform sind, aber nach Meinung von Eschbach, dem ganzen Buch noch mehr Spannung verleihen. Als Zusatzbonbon gibt es eine Rißzeichnung des Fernraumschiffes, was mir persönlich sehr gut gefällt. Das Gesamtwerk gefällt mir ausnehmend gut, es macht einfach Spaß dieses Buch in die Hand zu nehmen, da es in allem aus dem sonst üblichen Einheitsbrei heraussticht.
Meine Meinung
Wenn man früher an Space Opera aus deutschen Landen dachte, kam einem zu aller erst Perry Rhodan in den Sinn, oder Raumpatrouille. Andere Serien, wie z.B. Z.B.V von K.H. Scheer, wurden und werden dabei meist vergessen.
Jetzt hat der deutsche Autor Andreas Eschbach "Quest" auf den Markt "geworfen" und, aus meiner Sicht, einen Volltreffer gelandet. Es handelt sich eben nicht nur einfach um eine simple Weltraumballergeschichte, sondern Eschbach hat eine Handlung mit Niveau und erzählerischen Tiefgang geschaffen. In einem eigenen Universum, das glaubwürdig wirkt.
Von einem Mann, der zwar todkrank ist, aber mit stählernen Willen sein Ziel verfolgt. Über eine bedrohliche Konfrontation, die ständig im Hintergrund lauert, und der große Fremde, der unverhofft auftaucht, ganz so wie in dem Western "Shane", bietet der dicke Wälzer alles, was das Space Opera Herz begehrt. Auch eine kurze Weltraumschlacht und die Expedition auf unbekannte Welten gehören zu Eschbachs Repertoire. Und trotzdem wirkt nichts daran altbacken oder gar langweilig.
Das herrlich aufgemachte Buch hat mich vom ersten Satz an gefesselt und ich habe nicht eher wieder Ruhe gegeben, bis ich es ausgelesen hatte. Deswegen kann ich es nur jedem empfehlen, der spannende Unterhaltung und erzählerisches Können zu schätzen weiß.
Ich vergebe 9 von 10 Punkten.
Andreas Eschbach: "Quest"
Roman, Softcover, 526 Seiten
Wilhelm Heyne Verlag 2001
ISBN 3-4531-8773-3
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