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Science Fiction (diverse)



Alan Dean Foster

Beutejagd

rezensiert von Thomas Harbach

Mit „Beutejagd“ – der poetische englische Titel „The Candle of Distant Earth“ hätte besser gepasst – liegt der dritte und letzte Band um die galaktischen Abenteuer des Börsenmaklers Walker und seiner Freunde vor. Alan Dean Foster ist einer der routiniertesten Autoren im Feld, hat zahllose Filmadaptionen zumindest zu einem lesbaren Vergnügen gemacht und sein originäres Werk hat in den letzten Jahren wieder deutlich an Qualität gewonnen. Die Grundidee dieser „Taken“ Serie hat sich schon im ersten Band ausgelaufen, insbesondere der Mittelteil der Trilogie gehörte zu seinen schwächsten Arbeiten. Auch „Beutejagd“ leidet unter der Zurückhaltung des Autoren. Viele der niedergeschriebenen Szenen wirken mechanisch und wenig phantasievoll, nicht selten hätte ein wenig bissiger Humor und vor allem etwas mehr Action das Buch belebt.

Im ersten Band ist Walker eine eindimensionale, vor allem unsympathische Figur. Foster macht kein Hehl daraus, dass er mit den Wall Street Typen – auch wenn der Warenterminhändler natürlich in Chicago arbeitet, verkörpert er für den Autor einen Typus – nichts Richtiges anfangen kann. Darum stehen die ersten einhundertfünfzig Seiten des Bandes auch eher unter dem Merkmal der sadistischen Freude. Foster entwurzelt Walker und nimmt ihm jeden Bezugspunkt. Für den hartnäckigen Walker spricht, dass er sich im Verlaufe der zweiten Hälfte des Romans wieder in die Handlung zurückkämpft, sich den überzeichneten und nicht sonderlich gefährlichen Außerirdischen stellt. Im zweiten Band der Serie litt Foster vor allem unter mangelnden Ideen. Er wollte Walkers Reise noch nicht beenden, hat aber auch keine Möglichkeit gefunden, die Odyssee durch das All mit neuen, guten Ideen zu unterstützen. „Kriegsrat“ konnte im Grunde nur in Punkto fremde Rasse und exotische Planeten punkten.

„Beutejagd“ dagegen offeriert dem Leser ein einfacheres Konzept. Die kleine Schicksalsgemeinschaft möchte nur heimkehren und so werden nacheinander endlich die Heimatwelten der einzelnen Protagonisten gesucht, gefunden, aufgesucht, das jeweilige Mitglied der Gruppe mehr oder minder abgesetzt und schon das nächste Ziel angesteuert. Diesen schematischen Ablauf durchbricht Foster nur dank einiger kleinerer, gut geschriebener Sequenzen auf den einzelnen Welten. Zwar ist es interessant, die sich inzwischen sehr veränderten Figuren nach Hause zurückkehren zu sehen, aber es fehlt der notwendige Kick, die Geschichte wirklich zu einem befriedigenden Abschluss zu bringen. Auf den letzten Seiten überrascht Alean Dean Foster noch ein letztes Mal mit einigen wenigen guten Ideen, aber für den Roman an sich kommen diese zu spät. Außerdem beschleicht den Käufer immer wieder das ungute Gefühl, solche Art von Ideen schon in früheren Romanen aus der Feder anderer Autoren gelesen zu haben. Der Grundplot ist nicht neu oder originell, aber auch die Ausführung folgt Schemata, die schon in den sechziger Jahren einen kleinen Bart aufweisen konnten.

Walker erkennt, dass er bessere Freunde unter ihm unbekannten Außerirdischen findet als unter den Menschen. Das hat sicherlich auch mit seiner Persönlichkeit zu tun. Zumindest der Leser kann sich einen ersten Eindruck in den Szenen machen, die auf der Erde spielen. Toleranz und Verständnis dem Anderen gegenüber sind positive und wichtige Botschaften, welche den dürftigen Rahmen dieser Romane nicht verdienen, aber zumindest als Bemühen zur Kenntnis genommen werden.

Fasst man die drei Romane der „Taken“ Serie zusammen, so erhält der Käufer ehrlich geschrieben im Grunde nur eine Idee um einige wenige exotische Hintergrundwelten ergänzt. Der Stoff hätte sich bei entsprechender Selbstdisziplin in einem einzigen Buch zusammenfassen lassen. Mit viel Routine streckt der Autor die Handlung unnötigerweise über drei Romane und frustriert insbesondere im Mittelroman seiner Serie seine treue Leserschaft. Im Vergleich zu den letzten Romanen unter anderem auch um seine Helden Flinx und dessen Minidrachen Pip oder den frühen Commonwealthabenteuer eine durchschnittliche Arbeit.

Alan Dean Foster: "Beutejagd"
Roman, Hardcover, 320 Seiten
Bastei- Verlag 2007

ISBN 3-4042-4359-5

Weitere Bücher von Alan Dean Foster:
 - Das Dorn Projekt
 - Der grĂĽne Tod
 - Die Echsenwelt
 - Die Spur des Tar-Aiym
 - Die Stimme des Nichts
 - Flucht ins Chaos
 - Genom
 - Klagelied der Sterne
 - Kriegsrat
 - Life Form
 - Nichts als Ă„rger
 - Patrimonium
 - Quofum
 - Safari
 - Star Trek - Das Filmereignis von Paramount Pictures
 - Sternengötter

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