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Science Fiction (diverse)



Neal Asher

Skinner, Der blaue Tod

rezensiert von Ralf »Searge« Pappers

Die Handlung
Auf dem Wasserplaneten Spatterjay, treffen sich die Lebenslinien dreier unterschiedlicher Menschen. Janer, ein Abenteurer, wird von einer Schwarmintelligenz in einer geheimen Mission hierher geschickt. Keech, eine Reifikation und seit 700 Jahren Tod, hat ein ganz privates Anliegen. Und Erlin, eine Menschenfrau, sucht ihren alten Partner um ihm einige wichtige Fragen zu stellen. Erschwert wird dies, durch eine durch und durch angriffslustige und feindselige Fauna, die mehr als eine Überraschung für die Fremden Männer bereithält.

Meine Meinung
Zuerst einmal fällt mir wieder einmal auf, daß der Klappentext in einigen Punkten nichts mit der Handlung zu tun hat. Ich frage mich da immer, ob die zuständige Person das Buch überhaupt gelesen hat.
Jener wird nämlich nicht vom allwissenden Computersystem hierhergeschickt, sondern von einer Schwarmintelligenz. Und Skinner, der blaue Tod, lauert nicht in den Tiefen des Ozeans, sondern auf einer einsamen Insel.
Ich schlug das Buch auf, da ich noch nie etwas von diesem Autor gehört hatte. Und die ersten Sätze waren dermaßen "fremd", daß ich sofort von dieser "Fremdartigkeit" gefesselt war, die dort eröffnet wurde. Eine Frau, die einen Mensch in einer Schwarmintelligenz und ein seit 700 Jahren Toter, trifft, die sich auf den Anflug auf einen lebensfeindlichen Planeten befinden.
Überhaupt ist der Planet äußerst Fremdartig. Viren, die, wenn sie z.B. über einen Biß auf den Menschen übertragen werden, diesen mit der Zeit praktisch unsterblich machen, da sie eine sehr schnelle Selbstheilung vollziehen. Nur wenn diese infizierten Menschen den Virus nicht in Schach halten, z.B. durch menschliche Nahrung, verwandeln sie sich in Ungeheuer. Oder die Fauna, die nur darauf aus ist, alles und jeden zu Fressen, machen diese Fremdartigkeit äußerst deutlich. Ständig hat man das Gefühl, wirklich auf einem fremden Planeten zu sein, der eigentlich nicht viel mit der Erde gemein hat, wie es sonst so gerne gemacht wird.
Also rundum ein Buch, das mich vom ersten Moment an gefesselt hat und bis zum Schluß in seinem Bann gehalten hat. Endlich mal wieder ein Buch, das spannend bis zur letzten Seite ist und keine großen Schwächen zeigt. Ich kann es nur jedem Empfehlen.


Meine Wertung
Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

Neal Asher: "Skinner, Der blaue Tod"
Roman, Softcover
Bastei Lübbe

ISBN 3-4042-3258-5

Weitere Bücher von Neal Asher:
 - Das Tor der Zeit
 - Der Messingmann
 - Die große Fahrt der Sable Keech
 - Die Zeitbestie
 - Kinder der Drohne
Weitere Links zu diesem Thema:
 - Neal Asher: Biographie

Leserrezensionen

Leserrezensionen
13.01.05, 12:24 Uhr
biermumie.de
unregistriert


4 von möglichen 5 Sternen.
4 Sterne natürlich auch, weil SciFi einfach mein Lieblingsgenre ist und zudem ist das Buch nebenbei auch noch wirklich farbenfroh, abwechslungsreich und hintergründig, wie die Schlagzeile auf dem Umschlag es anpreist.
Während die Flora und Fauna in BIOS (Robert Charles Wilson) sich dahingehend evolutioniert um alles umzubringen was nicht natürlich auf dem Planeten enstanden ist, hat sich die Tierwelt auf Spatterjay zum perfekten Nahrungskreislauf entwickelt, bei dem es nur darum geht wer von wem gefressen wird. Daneben leben auf Spatterjay noch ein paar Menschen, die durch ein Virus quasi Unsterblichkeit erlangen, was aber, wenn sie nicht aufpassen ungewünschte Nebeneffekte mit sich bringt. Spatterjay wird zum Dreh und Angelpunkt politischer intergalaktischer Intrigen bei denen sich Hüter, SKIs, Schwarmintelligenzen, Prador, ECS Agenten, Gangster und Menschenhändler zusammen mit der tödlichen Fauna des Planeten ein spannendes Katz und Maus Spiel liefern. Am gelungensten fand ich die nichtmenschlichen Drahtzieher. Während die Menschen recht bodenständig und vernüftig handeln, hat der Hüter, seines Zeichens eine allumfassende und planetenschützende KI alle Hände voll zu tun seine SubKIs in Form von Drohnen unter Kontrolle zu halten. Auch die Schwarmintelligenz, allwissend, großpolitisch, gönnerhaft erweist sich letztendlich doch als kleinkarriert und immer schnell eingeschnappt. Echt witzig. Also 4 Sterne und unbedingt lesen.