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SachbĂĽcher



Hermann Ritter & Michael Scheuch

Magira- Jahrbuch der Fantasy 2008

rezensiert von Thomas Harbach

Hermann Urbanek eröffnet das Jahrbuch traditionell mit seinem Jahresrückblick. Dabei stellt er nicht nur die wichtigsten Neuerscheinungen des Jahres 2007 vor, sondern gibt einen Ausblick auf die angekündigten Titel. Wie Hermann Urbanek in seiner Eröffnung schreibt, ist 2007 wieder ein sehr gutes Jahr für Fantasy und noch ein besseres Jahr – unabhängig von der Qualität – für deutsche Fantasy Autoren gewesen. Der Leser erhält insbesondere einen kompakten Überblick über die Neuerscheinungen in den kleinen Verlagen, Book on Demand und den elektronischen Medien, der in dieser konzentrierten Form und auf den reinen Fantasybereich mit nur wenigen Ausflügen in Science Fantasy oder Horror nur im Jahrbuch veröffentlicht wird. Hermann Urbaneks nicht staubtrockene Auflistung ist ein guter Einstieg in die vielen Rezensionen und Autorenportrait, die auf den folgenden über vierhundert Seiten kommen.

In Hinblick auf die einzelnen Rezensionen eröffnet Werner Arend mit seiner Bücherkiste überwiegend noch nicht übersetzter Fantasy- Titel den Reigen. In seinem Vorwort grenzt er den zu besprechenden Bereich noch weiter ein, in dem er überwiegend auf Erstlinge bzw. Erstlingstrilogien oder Erstlingsmehrlogien schielt. Seine Besprechungen sind fundiert, wenn auch nicht immer ganz schlüssig in ihrer Bewertung. So kritisiert er die Bücher, kommt aber zusammenfassend zu überraschend positiven Fazits, weil die Kritikpunkte plötzlich nicht mehr so ins Gewicht fallen. Werner Arend fasst die Inhalte der Romane sehr ausführlich zusammen. Hieraus lässt sich nicht immer erkennen, warum der Rezensent den Roman für so besonders hält. Im Vergleich zu einer Reihe anderer Buchkritiken deutscher Veröffentlichungen dieses Jahrbuchs geht Werner Arend allerdings intensiver auf die einzelnen Werke und ihre Autoren ein.

Erik Schreiber interviewt R. Scott Bakker. In dem Interview kommt irgendwie keine Stimmung auf. Erik Schreiber arbeitet seine Fragen ab, agiert dabei distanziert und gibt dem Autoren nicht den Raum, seine Antworten durch intensives, aber auch kritisches Rückfragen weiter auszuführen. Der Leser hat zumindest impliziert das Gefühl, als agiere Erik Schreiber nicht auf Augenhöhe des talentierten Autoren und von der Fantasy- Kritik zum neuen Star hoch jubilierten Autoren. Volker Kunle stellt im Vorwege seines Interviews mit Stefanie Raflenbeul die „Sunquest“ Serie sehr ausführlich, wenn auch teilweise ein wenig zu unkritisch vor. Seine Fragen überzeugen durch eine intensive Auseinandersetzung mit dem Stoff. Sergej Lukianenko im Gespräch mit Margit Merx erweist sich als echter Profi, welcher die Fragen ausführlich und vor allem auch ein wenig humorvoll beantwortet. In diesem Gespräch zeigt sich allerdings, das Margit Merx sich zu wenig mit Lukinanenkos Werk beschäftigt hat und Hinweise vom Autor zu wenig aufnimmt und für neue Fragen nutzt. Hinsichtlich seiner Antworten erweist sich Lukianenko allerdings als echter Profi. Sie sind sehr offen und umfangreich. Molosovsky stellt in einem sehr umfangreichen Artikel mit Interview Matt Ruff vor. Vor allem das Interview ist sehr gut geführt. Der Interviewer hat sich vorher sehr intensiv mit dem Werk und vor allem auch dem Autoren auseinandergesetzt, geht auf dessen Vorbilder und Freundschaften ein. Er fragt nach, stellt selbst Thesen auf, die Matt Ruff zumindest ansatzweise in seine Antworten integriert. Auch wenn viele Interviews inzwischen per E-Mail geführt werden, ist Molosovskys persönlicher Talk – um beim Neudeutsch zu bleiben – ein Beweis dafür, das die Grundlage eines Interviews im idealen Fall ein Gespräch sein sollte. Die einzige Frage, die vielleicht offen bleibt, richtig sich auf die Tatsache, wie ein Mensch von vier Taschenbüchern in zwanzig Jahren leben will und kann.
Auch die Werksvorstellung ist in Molosovsky schwungvoll extrovertierten Stil gelungen. Der Autor trifft die richtige Mischung aus Neugierde wecken und Interpretation.

Neben den Rezensionen und den Interviews werden in den Artikeln verschiedene Buchzyklen teilweise bewundernswert kritisch unter die Lupe genommen. So freut mich Herausgeber Michael Scheuch, dass die Potterserie endlich zu Ende ist. Von den Hörbüchern kommend demontiert der Autor die ach so heile Potterwelt. Er weißt auf Fehler und Flüchtigkeiten hin, kritisiert die Autorin für ihr angeblich so heiles Weltbild, das weder emanzipierte Frauen noch eine Charakterentwicklung zulässt. Im Rahmen seiner berechtigten und vor allem immer sehr gut an Beispielen begründeten Kritik geht Michael Scheuch auch auf die Verfilmungen ein. Das Fazit am Ende ist ein wenig versöhnlich – immerhin verdanken die Leser dem Erfolg der Potterbücher wahrscheinlich Jonathan Stroud und Eoin Colfer als Autoren. Dabei vergisst er, das die Potterbücher noch einen Vorteil gebracht zu haben: Bücher sind in ihrer Computer getriebenen Zeit wieder in aller Munde und Lesen ist zumindest bei der Generation wieder in, welche die Rowlands mit ihren ersten und sicherlich guten Büchern ansprechen wollte. Scheuchs Artikel ist einer der Höhepunkte des vorliegenden Jahrbuchs und unterstreicht die Tatsache, dass sich die Herausgeber des Jahrbuchs kritisch mit dem Genre auseinandersetzen wollen. Eine Tatsache, die von vielen oft zu positiven Rezensionen insbesondere in dieser Ausgabe nicht geteilt wird. Robert Musa geht mit der Verfilmung von Pullmanns „Der goldene Kompass“ sehr kritisch ins Gericht. Über weite Strecken gelingt es ihm adäquat, seine Position zu begründen, nur ab und zu verfällt er in den Bereich der Polemik, anstatt die Schwächen der Verfilmung auch in Hinblick auf die literarische Vorlage weiter zu extrapolieren. Mit „Solomon Kane“ – aus der Feder Thomas Gramlichs – sowie Fritz Leibers Geschichten aus Lankhmar – von Kirsten Scholz geschrieben – werden zwei altgediente Fantasy bzw. Abenteuerzyklen etwas ausführlicher vorgestellt. Während Thomas Gramlich Robert E. Howards Texte einzeln vorstellt und dabei die Inhaltsangaben im Vergleich zur Kritik überbetont, fasst Kirsten Scholz die vielen Leiber Geschichten nach verschiedenen Gesichtspunkten ohne die Inhalt expliziert nachzuerzählen zusammen. Dabei geht sie vielleicht zu wenig auf die sehr unterschiedlichen Entstehungsgeschichten der Lankhmar Texte ein. Denn erst der boomende Fantasy- Taschenbuchmarkt in den sechziger Jahren hat Leiber veranlasst, zum Teil zum Leidwesen der gesamten Serie weitere Geschichten zu schreiben. Mit beiden Artikeln wirkt der Leser des Jahrbuches allerdings über sehr verschiedene Bereiche der „Sword & Fantasy“ bzw. Abenteuerfantasy informiert. Es ist positiv hervorzuheben, dass das Magira Jahrbuch nicht an den aktuellen Veröffentlichungen klebt, sondern konsequent auch in die Vergangenheit des Genres schaut und für insbesondere neuere Leser entsprechende Leseempfehlungen abgibt. Thomas Gramlichs Artikel ist stilistisch ein wenig hölzern geschrieben und wirkt insbesondere hinsichtlich der Betrachtung der Comics ein wenig unrund. Vielleicht hätte er die anstehende Verfilmung abwarten sollen, um sein Werk abzurunden.

„Abschied von Onkel Felix“ aus der Feder Birgit Erwins ist eine humorvolle Geschichte, die mit den Klischees des Blutsaugenden Vampirs, mit Voodoopuppen und Hexen spielt. In einem lockeren Stil mit guten pointierten Dialogen geschrieben unterhält der kurze und kurzweilig zu lesende Text gut und erinnert teilweise im übertragenen sowie positiven Sinne an die amerikanischen Fernsehserien wie „The Munsters“ oder „The Addams Family“. Falko Löfflers „Das Schlachtfeld“ basiert von der Grundidee auf einer klassischen Kurzgeschichte, in welcher eine wichtige Botschaft verändert worden ist, um eine blutige Schlacht zu finden. Nur stehen sich hier die Orks und die Menschen gegenüber und haben ausgerechnet das Salatfeld einer Bauernfamilie als Teil ihres Schlachtfeldes auserkoren. Die bekannte Idee hat Falko Löffler in einer geradlinigen und stilistisch zufrieden stellenden Geschichte umgesetzt. Klaus N. Fricks „Träume von Tanelorn“ ist hoffentlich nicht unbedingt biographisch. Diebstahl oder Klauen verjährt zwar nach fünf Jahren, hinterlässt aber keinen guten Eindruck. Ein Junge stiehlt sich in einem Bahnhofkiosk seines kleinen Ortes den aktuellen TERRA Fantasy. In diesem Fall aus der Feder Michael Moorcocks, um dann zwischen Schneeschieben, Likör trinken und Schneeschieben in seiner Traumwelt zu versinken. Klaus N. Fricks Tonfall trifft die Zeit der siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts relativ gut. Der Autor schöpft hier aus seinen Erinnerungen. Ein richtiger Plot ist nicht vorhanden, der Leser wird mit einer gut geschriebenen Impression konfrontiert, welche bei vielen MAGIRA Käufern wahrscheinlich eigene Erinnerungen wachruft.

Höhepunkt des literarischen Teils ist sicherlich Neil Gaimans Geschichte „Wie man auf Partys Mädchen anspricht“. Ein klassischer Gaiman mit seiner Mischung aus magischem Realismus und Jugenderinnerungen. Zwei Jungen wollen auf einer der vielen Partys wieder Mädchen aufreisen. Während der eine Junge zu schüchtern ist, um sich mit dem anderen Geschlecht überhaupt zu unterhalten, ist der andere ein Hans-Dampf-in-allen-Gassen. Durch einen Zufalle landen die beiden Jungen auf der falschen Party. Mit ungeahnten Folgen für beide. In einem lockeren Tonfall, von Marion Vrbicky gut übersetzt, gelingt es Neil Gaiman ausgezeichnet, ein Szenario zu entwickeln, das er zumindest in Ansätzen wahrscheinlich selbst noch erlebt hat. Die Magie dringt sehr langsam in das realistische Geschehen ein. Mit einfachen Beschreibungen überbrückt Gaiman die Distanz zwischen Leser und den beiden Protagonisten, zeichnet sie ausgesprochen dreidimensional und sympathisch. Gegen Ende der Geschichte überlässt der Autor einiges der Phantasie seiner Leser. Insgesamt eine wunderschöne Story, die zeigt, das Gaiman insbesondere in seinen kürzen Texten zu den besten Geschichtenerzählern des Genres gehört. Michael Scheuch geht in seiner Filmkritik noch auf die gelungene Adaption von „Der Sternwanderer“ ein, wobei insbesondere sein Fazit nicht ganz schlüssig ist. Was ist denn ein Gaiman- Purist? Jemand, der nur „The Sandman“ schätzt oder das vielschichtige Werk Neil Gaimans von „Niemandsland“ bis „American Gods“ mit allen Nuancen und Zwischentönen liebt? Auf der einen Seite dankt Michael Scheuch Neil Gaiman für seine Mitarbeit an der Produktion, auf der anderen Seite sagt er, dass der Film nichts für die schon angefragten Gaiman Puristen ist.

Die obligatorischen Nachrufe sind von Klaus N. Frick - über Werner Kurt Giesa und Ernst Vlcek - sowie Erich Schreiber - Robert Jordan, Madeleine L Engle, Maria Szepes - und Hermann Ritter - Gary Gygax, den Urvater der Rollenspiele - geschrieben worden. Während Klaus N. Frick für Werner Kurt Giesa sehr warme Worte findet, ist der Nachdruck seines Nachrufs von den Perry Rhodan Seiten einfach enttäuschend. Ernst Vlcek hätte sicherlich in einem Jahrbuch warmherzigere Worte verdient. Erich Schreiber bespricht im Anschluss an seine jeweiligen Nachrufe wichtige Schlüsselbände der verstorbenen Autoren. Insbesondere die Rezensionen von Maria Szepes Romane sind deutlich ausführlicher und fundierter als seine Beiträge in den Rezensionssparten.


Einige Artikel stehen in keinem direkten Zusammenhang mit der Fantasy- Literatur. So stellt Stephanie Dorer in einer der besten sekundärliterarischen Arbeiten dieses Jahrbuches “Fan Fiction” auf. Sie nähert sich diesem umfangreichen Thema von einem dogmatischen Standpunkt aus. Dabei differenziert die Autorin nicht zwischen ihren eigenen praktischen Erfahrungen bzw. Ansätzen und der breiten Masse. Sie verfolgt die Wurzeln der Fan Fiction bis in die sechziger Jahre und Serien wie STAR TREK zurück. Sie vergleicht die Vor-Internetära mit der Gegenwart und beurteilt die Qualität der breiten Fan Fiction Masse durchaus kritisch, aber nicht von oben herab. Eine schön lesenswerte Arbeit zu einem Thema, das nicht oft behandelt worden ist. Hermann Ritter stellt zu ihrem 25. Jubiläums “Die Inklings” - die Gesellschaft für Literatur und Ästhetik - vor. Unabhängig von ihren hehren Zielen leidet der Club unter den gleichen Problemen wie Mitgliederinaktivität und einem eher passiven bis nicht vorhandenen Vorstand. Teilweise verliert sich Hermann Ritter allerdings in seinem Frust über den Vorstand und vergisst die eigentliche Intention des Artikels, die Gesellschaft, ihre Intention und ihre Publikationen vorzustellen.

Chris Müller stellt mit dem Briefspiel „Kaleva“ ebenfalls einen wahrscheinlich schon fast in Vergessenheit geratenen Oldie der Rollenspiele vor, der sich in den siebziger Jahren im Schatten von MAGIRA entwickelte und immer noch mit Begeisterung gespielt wird. Insbesondere für die Computerjugend wahrscheinlich ein Fossil, denn es wurde tatsächlich mit Briefen aus Papier zu Beginn gekämpft. Diese Artikel unterstreichen das Themenspektrum des MAGIRA Jahrbuches und sollten unbedingt zumindest beibehalten, wenn nicht sogar ausgebaut werden.

Wie in den vorangegangenen Jahrbüchern nehmen die Rezensionen einen breiten Raum ein. Sie teilen sich auf die Sparten Hörbücher mit “Auf die Ohren” von Herausgeber Michael Scheuch, “Götter tragen keine Karos- Rezensionen Sekundär” betreut von Hermann Ritter, “Von Welten in Bildern: Comic- Rezensionen” unter der Federführung von Heiko Harthun und “Internationale Fantasy” bzw. “Deutsche Fantasy” unter der Ägide von Erik Schreiber auf. Das Spektrum der besprochenen Bücher ist so breit wie die Qualität der einzelnen Arbeiten. Während Hermann Ritter positiv wie negativ die Bücher ausführlich oder pointiert beschreibt - bis auf einige wenige Ausnahmen, die überdreht und provozierend kurz sind, aber ältere Bücher vorstellt - schafft es zum Beispiel Heiko Harthun in seinen viel zu kurzen Comicrezensionen nicht, die einzelnen Bände wirklich überzeugend zu rezensieren. Heiko Harthun geht zum Beispiel bei der Adaption der George R.R. Martin Kurzgeschichte kaum auf die Struktur des zugrunde liegenden Zyklus ein, Walter Simonsons Zeichenstil mag der Autor nicht und sieht sich nicht in der Lage, eine plausible Begründung abzugeben und nur selten gehen Harthuns Kritiken über rudimentäre Informationen und eine oberflächlich kritische Stellungnahme heraus. Insbesondere die Qualität von Erik Schreibers Kritiken, der wieder den Hauptteil der Texte zu fast allen Sparten beisteuert und bei denen es sich zum Großteil um Nachdrucke aus seinen Bücherbriefen handelt, schwankt zwischen fundiert und nachvollziehbar bis oberflächlich. Nicht selten wirken insbesondere seine Fazit nachgeschoben und der Leser hat den Eindruck, als wolle Erik Schreiber die Rezensionsexemplare spendierenden Verlage nicht all zu sehr vors Knie stoßen. Es gibt bei Erik Schreiber keine Grauzonen, entweder ist alles wie meistens sehr gut, wunderbar, faszinierend, fesselnd oder in nur wenigen Fällen ärgerlich. Da in den meisten seiner Texte eine fundierte kritische Note fehlt bzw. der Autor kaum wirklich in der Lage ist, seine Kritik am Buch selbst zu begründen, dienen seine zu zahlreichen Texte eher als Orientierung denn als kritische Reflektion des Genres.
Erik Schreibers Lieblingswort scheint im vorliegenden Jahrbuch “selten” zu sein, das er allerdings leider nicht “selten” benutzt. Auffällig ist allerdings, das im Gegensatz zu den vorangegangenen Jahrbüchern die kleinen Perlen fehlen, die nicht selten Hermann Ritter aus den Randbereichen des Genres hervorgeholt hat. Einige kurze Artikel wie Vorstellung zweier Jugendbücher, die entweder Motive oder die Bronte Schwestern als Figuren enthalten, durch Maren Bonacker vorgestellt hätten durchaus auch im Rezensionsteil ihren Platz gefunden. Hier hätte die Autorin etwas mehr auf die Hintergründe und Einzigartigkeiten dieser Bücher bzw. ihre Verbindung zu den Geschwistern eingehen müssen. Michael Scheuch dominiert wieder den Bereich der Hörbücher und bemüht sich, eine breite, aber auch kritische Übersicht über diese Veröffentlichungen zusammenzustellen. Es sind die Kritiker, die mit nur wenigen, dann allerdings überwiegend guten Rezensionen wie zum Beispiel Manfred Roth, welche die Sparte vor einer allzu großen Enttäuschung bewahren. Positiv dagegen ist, das einige wichtige Veröffentlichungen wie Teile der Fantasy- Trilogie Bakkers von mehreren Autoren mit unterschiedlichen Meinungen besprochen worden sind. Im Jahrbuch befindet sich noch ein Interview mit dem Autoren, was das gesondert eingegangen wird.


Die Herausgeber Hermann Ritter und Michael Scheuch waren wahrscheinlich in Hinblick auf das MAGIRA Jahrbuch 2008 ein wenig sprachlos. Auf jeden Fall fehlt die oft bitterironische Einleitung, die jeweils einer der Herausgeber in den bislang veröffentlichten Bänden verfasst hat. Im bekannten Format mit einem schönen Titelbild von Hubert Schweitzer eingeleitet bietet das MAGIRA Jahrbuch 2008 unter anderem Illustrationen von Christian Seipp, Kirsten Scholz, kleine Portraitarbeiten von Molosovsky und wie angesprochen von Hubert Schweitzer. Diese Zeichnungen runden eine weitere empfehlenswerte Ausgabe dieses wichtigsten Kompendium im Bereich der Fantasy ab. Das Spektrum von Kurzgeschichten bis Rezensionen, von Interviews bis Artikel ist sehr breit. Der kritische Tenor ist nicht nur beibehalten, sondern vor allem ausgebaut worden. Die Mischung aus Aktuellem und Historischem gibt dem Jahrbuch eine besondere Note und ist nicht nur für Einsteiger im Bereich der Fantasy ein solider Wegbegleiter durch die zahllosen phantastischen hellen wie dunklen Pfade dieser unzähligen Welten.

Hermann Ritter & Michael Scheuch: "Magira- Jahrbuch der Fantasy 2008"
Sachbuch, Softcover, 450 Seiten
Follow 2008

ISBN 9-7839-3591-3089

Weitere Bücher von Hermann Ritter & Michael Scheuch:
 - Magira- Jahrbuch der Fantasy 2007
 - Magira- Jahrbuch der Fantasy 2009

Leserrezensionen

Leserrezensionen
28.11.11, 12:08 Uhr
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unregistriert


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