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Sachbücher



Werner Schmitz

Die Profis

rezensiert von Thomas Harbach

„Die Profis“ war eine der britischen Fernsehserien der siebziger Jahre, die sich dank einer rasanten Inszenierung, einer Mischung aus bodenständigem James Bond und knallhartem Thriller und vor allem keinem Rückgriff auf kindischem Humor dem Zahn der Zeit entziehen konnten. Seit kurzem werden die insgesamt 4.5 Staffeln der Serie mit insgesamt siebenundfünfzig Folgen wieder auf DVD veröffentlicht und wenn man sich die Einsätze der CI 5 heute ansieht, ist es erstaunlich, wie sehr sie mit ihren Plots, in denen Attentate auf Großstädte und Politiker beschrieben werden, den Zeitgeist treffen. Im Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag ist jetzt aus der Feder von Werner Schmitz eine sehr umfangreiche Studie inklusiv des obligatorischen Episode Guides, aber vor allem mit vielen zum Teil farbigen Fotos erschienen. Dabei legt der Autor in seinem kurzen Vorwort die Regeln eines soliden, aber unterhaltsamen Filmbuches fest und damit hängt er die eigene Meßlatte zwar nicht unüberwindlich, aber zumindest erkennbar hoch. Das Buch soll sich mit den Anfängen der Serie beschäftigen, aber auch hinter die Kulissen schauen, dann soll auf verständliche Weise die Inhaltsebene analysiert und der Unterhaltungswert differenziert dargestellt werden. Das Herzstück bilden ausführliche Vorstellungen der einzelnen Folgen.

Darüber hinaus sollte ein gutes Filmbuch nicht nur das Sujet betrachten, sondern über den Tellerrand hinaus die in diesem Fall Fernsehserie in das Genre einordnen. In seinem einleitenden Artikel „Rogue Cops in Kino und Fernsehen“ beschäftigt sich Schmitzt nicht nur mit der neuen Hässlichkeit, wie er die Rückkehr auf die Straße und des Milieus in den Krimiserien bezeichnet, sondern mit den verschiedenen Spielarten der Cop- und/oder Agentenshow. Da „Die Profis“ in ihrer Konzeption eher an proletarische Geheimagenten erinnert, ist es nicht nur wichtig, den cineastischen Hintergrund zu erkennen, sondern sich nicht nur England, sondern die Welt in den siebziger Jahren vorzustellen. Nach dem verheerenden Anschlag auf die israelische Olympiamannschaft 1972 hat sich nicht nur das politische Klima gegenüber dem Nahen Osten inklusiv der Ölkrise verändert, sondern der politische Terror an sich hat ein anderes Licht bekommen. Die Reaktion der großen Industrienationen war nicht nur eine Erweiterung der inzwischen als Anti- Terrorgesetze deklarierten Handlungsbefugnisse der Polizei, des Militärs, sondern die Bildung von kleineren, leichter in Krisengebiete im In- und Ausland zu schickenden Spezialeinheiten. Von denen ist zumindest aus deutscher Sicht die GSG 9 die bekannteste, für die Briten der MI 5. Es ist sicherlich Zufall, das „Die Profis“ im Jahr 1977 debütierten, als die GSG 9 die Crew und Passagiere der Lufthansa- Maschine „Landshut“ befreiten, aber es hat der Serie nicht geschadet. Plötzlich konnten die Zuschauer zuerst in Großbritannien, dann auch in Deutschland einer Handvoll – und nicht nur zwei Männern und einem manchmal sensiblen, dann wieder rücksichtslosen Gordon Jackson – von ausgebildeten Spezialisten in ihrem Kampf gegen den Terror und nicht das Verbrechen folgen. Es ist schade, daß Schmitz ausgerechnet diesen nicht unbedingt nur zufälligen politischen Bezug in seiner ansonsten durchaus kritischen Einleitung nicht herausarbeitet. Später unter der Überschrift Ideologie geht er auf die Bedrohung durch die IRA ein, allerdings erkennt ein aufmerksamer Leser, wie sensibel dieses Thema sowohl in den siebziger Jahren gehandhabt werden musste und wie kritisch auch heute noch – siehe die kurzen Interviewauszüge – es heute noch gesehen wird.
Auf über fünfzig Seiten macht es sich der Autor nicht leicht, bestimmte Vorbilder für Martin Shaw und Lewis Collins zu finden, sondern verbindet – hier wieder geschickt – die Sehgewohnheiten des Publikums mit der Entwicklung von Copshows und andersherum. Viele der hier vorgestellten Serien werden nur noch den eingefleischten Fans etwas sagen, aber im Zuge der stetigen DVD Neuauflage wäre eine Neuentdeckung überfällig. Ausführlich stellt er die drei Hauptprotagonisten vor, wobei er sowohl mit Martin Shaw als auch Lewis Collins sehr kritisch umgeht und an ihren bewegten und nicht immer erfolgreichen Karrieren aufzeigt, daß eine Hitshow kein Freibrief für Arroganz und Egoismus ist. Weder Shaw noch Lewis konnten nach dieser Serie einen zweiten Erfolg landen, dagegen hat Gordon Jackson nicht zuletzt aufgrund seines breiteren Spektrums und seiner zumindest in den Zitaten aus Interviews zu erkennenden Bescheidenheit und Selbstkritik den Erfolg der Profis konservieren können. Schmitz macht auch nicht den Fehler, einzelne Teile des Castingprozess und schließlich der Konzeption der Serie besonders herauszustellen, sondern er erzählt fließend und vor allem immer wieder auf einzelne Folgen – positiv wie negativ – verweisend von der Entstehung einer eher am unteren Ende der Budgetierung angesiedelten Fernsehserie. Mit dem nächsten Kapitel „ Die Action- Serie: Stärken und Schwächen“ beginnt er sich nicht nur mit der erzkonservativen, vielleicht sogar reaktionären Ideologie auseinanderzusetzen – diese Anfänge werden im nächsten Kapitel sehr eingehend untersucht -, sondern zeichnet an Hand dieser Fernsehserie das Genre des Actionfilms/ der Actionserie per se nach, zeigt die handlungstechnischen Stärken und vor allem die genretypischen Schwächen von der Ikonisierung der Protagonisten bis zu einer gewissen, nicht zu leugnenden Selbstgefälligkeit nach. Dabei reicht das Spektrum vom manchmal infantilen Humor nach einer atemberaubenden Actionsequenz über die Kameraführung, den rasanten Schnitt und dem effektiven Tonmischung. Immer wieder verweist Schmitz exemplarisch auf einzelne Folgen der Serie und lädt Profis wie Neulinge ein, in das Universum der CI 5 einzutauchen und nach/bei der Lektüre die entsprechende Episode anzusehen. Diese Art des Vorgehens ist nicht nur effektiv, sondern erleichtert die ansonsten eher zu faktenreiche Lektüre. Das schwierigste Kapitel ist sicherlich „Inhalte und Ideologie“. Dabei geht Schmitz nicht nur auf die erzkonservative, fast schon rechtsradikale Ideologie sein, sondern zeigt die Unterschiede zwischen den bekannten Polizeiarbeit und den oft schmutzigen Aufgaben der Männer fürs Grobe. Dabei reicht das Spektrum von Ausländerfeindlichkeit bis zu Vorurteilen, nur ein einziger Farbiger kann in einer Folge den Profis wirklich das Wasser reichen. Wer jetzt allerdings glaubt, damit erschöpfe sich das kritische Potential der Serie, der kann an Hand der Frauenbilder – nur eine einzige Frau ist nicht nur hübsch, sondern insbesondere Lewis Collins geistig überlegen – erkennen, dass man hier in erster Linie eine Machoactionserie produzieren wollte. Man sollte diese beiden Komponenten – Klischeehafte weibliche Charaktere und die Wiederholung volkstümlichen Aberglaubens – in engem Zusammenhang mit der grundlegenden Idee einer neuartigen, einer schmutzigen Polizeiserie sehen und nicht versuchen, gegen die Erwartungen des Publikums zu spielen. Viele Ansätze der bekannten und populären James Bond Reihe von im Kern in das Milieu der proletarischen Arbeiter übertragen und da funktioniert ein perfektes Verhalten dem anderen Geschlecht gegenüber nicht unbedingt gut. Insbesondere in Deutschland litt die Serie unter drastischen Kürzungen oder der Streichung von ganzen Folgen. Schmitz fasst in diesem Kapitel die wichtigsten Beanstandungen der Behörden zusammen, später im sehr ausführlichen Episodenführer wird er jede der deutschen Folge noch einmal gesondert analysieren. Als Einstieg genauso lesenswert wie die Publikumsreaktionen. Hier geht Schmitz noch einmal auf die gut erkennbaren unterschiedlichen Ansätze der beiden Väter der Serie ein. Dann folgt der monumentale Episodenführer mit einer wirklich ausführlichen Inhaltsangabe – wer die Serie noch einmal auf DVD sehen möchte, der sollte diese abgegrenzten Passagen auslassen -, einem Überblick über die deutsche Fassung, entsprechenden durchaus kritischen Anmerkungen, welche die einzelnen Folgen in den richtigen Kontext stellen und den entsprechenden Credits vor und hinter der Kamera. Begleitet wird dieser Teil – wie das ganze Buch – mit einer gut ausgesuchten Mischung aus ansprechenden Fotos sowohl vor als auch hinter der Kamera. Wer hier in dieser positiven Datenwüste nicht alle finden kann oder wird, dem sei das obligatorische „Who´s is who“ empfohlen, in dem der Autor noch einmal alle wichtigen Macher vor und hinter der Kamera auflistet und vor allem ihre Fernseh- und Kinoarbeiten auflistet. Damit wird das Buch zu einem Nachschlagewerk, das über die engen Korsettstangen der Fernsehserie hinaus wichtig wird. In einem gesonderten Kapitel geht man noch auf das obligatorische Remake ein, wobei Schmitz im Vergleich zu vielen anderen Autoren der Serie noch eine gewisse Fairness entgegenbringt und zumindest für den Versuch einige Pluspunkt verteilt. Im Anhang finden sich noch die Videokassetten oder DVd Titel, die Gegenüberstellung der deutschen, englischen, amerikanischen und australischen Folgennamen und einige weitere nützliche Informationen.

Wie bei fast allen Büchern aus dem Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag handelt es sich bei „Die Profis“ zuerst um eine liebevolle Studie eines Fans. Das soll hier keine Negativeinschränkung ein, sondern dient als Einleitung. Fans lieben ihre Serie, verfügen nicht über die kritische Distanz der Kritiker. Das ist auch gut so, denn die Leser der Bücher sind ebenfalls Fans oder zumindest Interessierte. Wie bei vielen inzwischen zu Klassikern gereiften Fernsehserien geht es bei der Neubetrachtung in erster Linie um Emotionen und nicht eine kritisch neutrale Analyse. Schmitz gelingt es sehr gut, den Einfluss der „Profis“ bei ihrer Erstausstrahlung wieder ins Gedächtnis zu rufen und die Brücke zu einer anderen, vielleicht ebenso wenig goldenen wie der jetzigen Fernsehzeit zu schlagen. Ein unterhaltsames Buch, ein aufschlussreiches Buch und vor allem ein Buch, nach dessen Lektüre man die Folgen wieder in die Hand nimmt und sie sich anschaut.

Werner Schmitz: "Die Profis"
Sekundärwerk, Softcover, 542 Seiten
Schwarzkopf & Schwarzkopf 2006

ISBN 3-8960-2704-2

Leserrezensionen

Leserrezensionen
28.11.11, 12:03 Uhr
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