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Sachbücher



Ray Kurzweil

Homo s@piens. Leben im 21. Jahrhundert. Was bleibt vom Menschen?

rezensiert von Markus Rohde

"Auf Dauer werde der Mensch ohne Körper existieren und als reine Software unsterblich", ist eine der provokanten Thesen Ray Kurzweils. Fakt oder Fiktion? Der Doktorand klingt dabei wie ein abgehobener Fantast. Und selten gab es ein wissenschaftliches Buch, dass einen so gefangen nimmt und sprachlos macht.

Ray Kurzweil ist Softwareentwickler und Futurologe. Er entwickelte Spracherkennungssysteme, Texterkennungssysteme und "Übersetzungshilfen" vom geschriebenen zum gesprochenen Wort für Blinde. Für seine Leistungen wurde er mit verschiedenen Auszeichnungen und Ehrendoktorwürden ausgezeichnet. Der Allrounder weiß also sicherlich wovon er spricht.

"Es wird viel passieren in den nächsten hundert Jahren", verspricht Kurzweil in seinem Buch und erläutert zu Beginn des Buches die These des steigenden Ertragszuwachses, unter anderem zu erkennen an der sich ständig potenzierenden Beschleunigung der Prozessorgeschwindigkeit von Computern. Dies gipfelt in dem Resümee: "Das nächste Jahrhundert wird wie zehn Jahrhunderte sein."

Alles wird schlüssig aufgebaut und vor allem von Kurzweil aus vergangenen Trends hergeleitet. Ausführlich erläutert er physikalische Gegebenheiten und wissenschaftliche Tests. So zum Beispiel den Turing-Test, der die Intelligenz von Maschinen nachweisen soll oder das berühmt gewordene Schachspiel "Computer Deep Blue gegen Mensch Kasparow". Nichts scheint in der Luft zu hängen. Doch glauben mag man es trotzdem nicht. - Man wird unweigerlich immer mehr in den Bann des Futurologen und seines Buches gezogen.

Bis Kurzweil in den späteren Kapiteln detaillierte Zukunftsszenarien entwirft, genau ausgearbeitete Prognosen abgibt und immer mehr abhebt. Und all dies in schier grenzenlosem Optimismus. "Die viereckigen Kisten, die wir heute mit uns rumtragen, werden im Jahr 2010 verschwunden sein. Computer befinden sich dann in Brillengläsern oder Kontaktlinsen, sind Teil von Hemden oder Sakkos", sind da nur der Anfang. Der Autor eilt in größeren Schritten bis ins Jahr 2099.

Bleibt nur: Entweder werden Ray Kurzweils Prophezeiungen wahr oder auch nicht! Wer weiß das heute schon? Doch ist es auf jeden Fall wert das Buch zu lesen und selbst nachzuprüfen ob dem so ist. Denn es wirkt alles ja so unendlich schlüssig und gleichzeitig so unendlich abgehoben.

Ray Kurzweil: "Homo s@piens. Leben im 21. Jahrhundert. Was bleibt vom Menschen?"
Sekundärwerk, Softcover, 509 Seiten
Ullstein Taschenbuch-Verlag

ISBN 3-5487-5026-5

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