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Sachbücher



Detlef Münch

Carl Grunert- Pionier der deutschen Kurzgeschichten Science Fiction

rezensiert von Thomas Harbach

Im Rahmen seiner Schriften „Beiträge zur Bibliographie und Rezension der deutschen Science Fiction“ legt Detlef Münch als Herausgeber und Autor ein schmales Bändchen über Carl Grunert mit einer sehr schönen Reproduktion in Farbe des Titelbildes seines „Feinde im Weltall?“ als vierten Band auf. Auf insgesamt 71 Seiten findet sich neben einer kurzen Biographie ein chronologisches Verzeichnis der Novellen – oft sind es nur Kurzgeschichten.
Das Gerd Michael Rose mit seinen Neuveröffentlichungen in Frakturschrift und Dieter von Reeken mit seinen liebevollen Reproduktionen im Neusatz fast das komplette Werk Grunerts zur erschwinglichen Preisen wieder zugänglich gemacht haben, wäre eine weitere kritische Auseinandersetzung mit seinem Werk – dieses Mal als gesonderte Arbeit – eine willkommene Ergänzung.

Nach einem kurzen Vorwort arbeitet der Herausgeber die Position Carl Grunerts und seine Stellung in der deutschen Science Fiction heraus. Das Münch ihn auf eine Popularitätsstufe mit Robert Kraft und Kurd Laßwitz stellt, ist nicht unbestritten. Münch arbeitet zu oft mit Absolutismen, die er in seinen dann folgenden Ausführungen nicht beweisen kann. Trotzdem gelingt es ihm unterhaltsam, einige der heute kaum noch bekannten utopischen Autoren vorzustellen und erste Bezüge zu Werken Wells und Verne herzustellen. Im zweiten Kapitel fasst Münch sehr gut und kompakt Personengruppen – wie die Abendschule – und durchgängige Themen in Grunerts an sich schmalem Werk zusammen.

In „Carl Grunert und die Liebe“ erfährt der Leser einiges über mögliche Motive des Autoren. Da über Carl Grunerts Leben kaum etwas bekannt ist, reicht die thematische Zusammenfassung ein wenig in den Bereich der Spekulation hinein.
Detlef Münch zieht bei den Liebesgedichten einen kurzen Vergleich zu Laßwitz, schlägt aber keinen Bogen zur gängigen Literatur. Auch bei einer Reihe anderer Autoren wird man die lyrischen Emotionsausbrüche finden können. Der Hinweis auf die damals gängigen und heute angeblich antiquierten Namen ist überflüssig. An manchen Stellen scheint Detlef Münch selbst unsicher zu sein, für welche Leserschaft er seine kritische Analyse wirklich geschrieben hat. „The Best of Grunert“ sollte ein Leser überspringen und erst die Einzelkritiken lesen. Auch die Verweise auf andere Autoren und deren Einfluss wirkt deplatziert, in der Einzelkritik selbst arbeitet Münch einige dieser Tendenzen heraus. Auffallend ist, dass Grunerts Werk selten als intellektuelle Fortführung der ursprünglichen Ideen Wells´und Vernes gesehen wird. Aus dieser Perspektive hätten einige der hier vorgestellten Texte eine bessere Wertung verdient. Ein Querverweis auf das Non- Genre Material ist interessant, es wäre aber schön gewesen, wenn irgendwann ein Autor diese Werke in einen Gesamtkontext mit seinem utopischen Geschichten bringt.

Die große Schwäche des Bandes ist die Einzelkritik. Detlef Münch stellt sehr gut Querverbindungen zu anderen utopischen Klassikern her. Wenn er aber bei einzelnen Texten nach einer kurzen Inhaltsangabe von „So ein Schmarn“ oder „didaktisch wertvoll“ spricht ohne in Details zu gehen, entwertet er seine bisher gelungene statistische Fleißarbeit. Zu oft seine die Geschichten oder Ideen originell. Zu wenig bemüht sich Münch Nuancen herauszuarbeiten, die Schwächen der einzelnen Texte zu benennen oder gar zu analysieren. Sein Liebeskummer hat in einem sekundärliterarischen Werk allerhöchstens im Vorwort etwas zu suchen. Da er nur eine Klientel von interessierten Lesern anspricht, die entweder Carl Grunert als Autor kennen oder sich mit der utopischen Literatur dieser Zeit auseinandersetzen, fehlt seinen Rezensionen die Tiefe. Ein typisches Beispiel ist die Rezension Grunerts wahrscheinlich letzter Story:

So spricht der Herausgeber bei der kürzlich entdeckten Geschichte „Der Ätherseelenmensch“ von Carl Grunerts unbekanntester – verständlich, auch wenn man unbekannt nicht steigern sollte- aber reifster Arbeit. Es fällt hier sehr unangenehm auf, dass diese Meinung nicht begründet wird, ja, nicht einmal ein Ansatz unternommen wird, sie zu begründen. Der Querverweis auf andere Arbeiten Grunerts, in denen Menschen ihren Körper durch technische Hilfsmittel verändert haben, ist falsch, da der Protagonist durch einen Unfall operiert und passiv verändert worden ist. Außerdem reist er in eine andere Sphäre als Folge dieses Unfalls. Wie schon angedeutet, es fehlt eine tiefer gehende Begründung der Ansicht des Rezensenten. Außerdem wird das „aber“ zweimal falsch gesetzt. In dem kurzen Text finden sich sehr viele Schreibfehler, eine kurze Korrektur hätte die Besprechung aufgewertet. Das Fazit enthält nur eine wichtige Information, dass das Blumenwesen aus Kurd Laßwitzs „Sternentau“ stammt. Auf der anderen Seite behauptet Detlef Münch, dass er sich mit dieser Geschichte vollständig von seinen Vorbildern Wells und Laßwitz gelöst hat. Andere Texte könnten diese These deutlich besser unterstreichen. Diese Uneinheitlichkeit zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Arbeit. Eine übergeordnete Kritik hätte den Text fließender erscheinen lassen. Zu oft wiederholt sich Detlef Münch in der Einzelkritik und geht zu selten ins notwendige Detail.

„Carl Grunert- der Pionier der deutschen Kurzgeschichten Science Fiction“ ist als Ergänzung zu den mehrmals angesprochenen Rezensionen Rottensteiners nur ungenügend geeignet. In seinem Vorwort spricht Münch von der Tatsache, dass Rottensteiner bei „bei seinen literarischen Bewertungen gar nicht so sehr ins Detail gegangen ist“. Leider geht Detlef Münch auch nicht so sehr ins Detail. Mit seinem umfangreichen Wissen und seinen Kenntnissen der utopischen Literatur wäre eine ausführliche Gegenüberstellung der unterschiedlichen utopischen Romane und Kurzgeschichten anderer Autoren als Ergänzung zu den Besprechungen der Grunert Texte elementar und hilfreich gewesen. Die meisten Leser werden nicht unbedingt die Literatur kennen, auf die Münch mehrfach verweist. So bleibt der Betrachter oft uninformiert zurück und kann für sich kaum Erkenntnisse aus den manchmal nur bruchstückhaften Kritikpunkten ziehen. Die Inhaltsangaben geben ihm einen Einblick in die Handlungsstruktur und Themen. In einer sekundärliterarischen Arbeit wird aber von einem Autoren mehr verlangt. Als erste Anlaufstelle zum Nachschlagen, als detaillierte Übersicht statistischen Charakter eignet sich das sehr sauber gedruckte, vom Layout aber einfache Werk sehr gut, als kritische Auseinandersetzung mit dem Pionier der deutschen SF- Kurzgeschichte bleiben zu viele Fragen offen und werden von Detlef Münch zu wenig Antworten geliefert.

Direkt beim Verlag bestellen

Detlef Münch: "Carl Grunert- Pionier der deutschen Kurzgeschichten Science Fiction"
Sachbuch, Softcover
Synergen 2005

Weitere Bücher von Detlef Münch:
 - Die Liebe der Zukunft vor 100 Jahren
 - Illustrierte und kommentierte Bibliographie Haggards
 - Jane Austen- Bibliographie der deutschen Buchausgaben

Leserrezensionen

Leserrezensionen
28.11.11, 11:48 Uhr
adjani
unregistriert


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