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Sachbücher



Kurd Laßwitt

Geschichte der Atomistik

rezensiert von Thomas Harbach

Mit dem ersten Teil der “Geschichte der Atomistik” liegt der dritte Band der Abt. II “Sachbücher, Vorträge, Aufsätze” der Kollektion Laßwitz im Dieter-von-Reeken-Verlag vor. Auch wenn eine Gesamtbeurteilung nur aufgrund des ersten veröffentlichten Buches schwierig ist, zeigen sich in dieser umfangreichen Studie sowohl auf historischer wie wissenschaftlicher Ebene vom Mittelalter bis ins 17. Jahrhundert sehr viele interessante Ansätze, die Kurd Laßwitz insbesondere in seinen vorher wie nachher entstandenen modernen Märchen eingesetzt hat. Der Anfang dieser Studie erschien schon 1878 unter dem Titel “Atomistik und Kriticismus” - schon in der Kollektion Kurd Laßwitz veröffentlicht -, die anderen Artikel bis 1890 weitere Artikel, welche der Gothaer Gymnasiallehrer im Rahmen des vorliegenden Bandes komplett überarbeitet und zusammengefasst hat. Herausgeber Dieter von Reeken sieht in diesen sekundärliterarischen Arbeiten die Grundlagen für Kurd Laßwitzs Bestreben, Universalprofessor zu werden. Als er keine Aussicht mehr auf diese Aufstiegsmöglichkeit gesehen hat, soll er sich seinem literarischen Werk zugewandt haben. Auf der anderen Seite zeigen insbesondere die schon veröffentlichten kürzeren Arbeiten einen sehr interessanten Kontrast zu seinem literarischen Werk. Sowohl in den modernen Märchen, die literarisch ihren Höhepunkt in dem Epos “Auf zwei Planeten” fanden, als auch seinen sekundärliterarischen Artikeln versucht Kurd Laßwitz seine wissenschaftlichen Theorien ausgesprochen dreidimensional und expliziert bildlich zu erläutern. Während der Autor in seinen literarischen Arbeiten die Handlung für diese Exkurse gerne unterbricht und dabei manchmal die Balance zwischen Aufklärung und Erzählung aus den Augen verliert, bestechen seine inzwischen fast gänzlich komplett vorliegenden Artikel durch die Fähigkeit, jeder These ein passendes, ausgesprochen bodenständiges Beispiel “bebildernd” hinzuzufügen. In seinem sekundärliterarischen Epos “Geschichte der Atomistik” wird dieser Hang auf die Spitze getrieben. Obwohl Kurd Laßwitz sonst sehr gerne mit den Forschungen und Lehren der alten Griechen angefangen hat, beginnt und im Grunde endet der erste Band seiner Studien in Europa. Nicht unbedingt religiös beschreibt Laßwitz die Atomistik der Kirchenväter, in dem er wieder Naturwissenschaftlich und Glauben gegenüberstellt. In der Selbstanzeige hat Kurd Laßwitz sich zur Aufgabe gestellt, die Entstehung des modernen Begriffs der Materie über die Geschichte hinweg zu verfolgen und den heutigen - in Bezug auf die Entstehung dieser Arbeit - Erkenntnissen gegenüber zu stellen. Dazu bedarf es einer gründlichen Definition von Raum und Zeit. Diese Abgrenzungen - hinzu kommt wie im vorliegenden Band noch die Glaubenslehre, in welcher er seinen eigenen Ansätzen einer beseelten Natur teilweise erstaunlich entschieden widerspricht - dienen Kurd Laßwitz als Argumentationsgrundlage für seine späteren Thesen. Bei dieser Vorgehensweise fällt allerdings auf, das es ihm nicht immer wirklich überzeugend gelingt, ein zeitspezifisches Bild zu zeichnen. Viel zu oft unterliegt er im Grunde aus seiner privilegierten Position, mehr als fünfhundert Jahre später gelebt zu haben, und versucht die frühen Forschungen nicht isoliert zu analysieren, sondern aus der Zeit ihrer Entstehung hinaus gleich zu negieren. Zwar versucht Kurd Laßwitz diese Vorgehensweise als Notwendigkeit, als Einleitung der eigentlichen Untersuchung der Korpuskulartheorie des 17. Jahrhunderts zu vermitteln, aber schon im Vorwort verweißt der Autor darauf, das er insbesondere im zweiten unmittelbar auf die Erkenntnisse des Mittelalters folgenden Exkurs in die griechische Forschung nicht mehr in der Lage ist, über die Teile der orientalischen wie griechischen Philosophie wirklich zu urteilen, die er auf der anderen Seite aber zu Rate zieht. In diesem Punkt ringt der Freigeist mit dem Naturwissenschaftlicher. Kurd Laßwitz versucht eher vergeblich ambivalente Position einzugehen, aus deren bildlicher Ecke er sich später teilweise zu stark konstruiert und zu belehrend ausgelegt zu befreien sucht. Dieser Wunsch, alles zu erfassen und den menschlichen “Unsicherheitsfaktor” soweit es geht auszuschließen, hat schon die Biographien über den Naturphilosophen Fechner sowie die Auseinandersetzung mit Kants Lehren gekennzeichnet. Der Bogen über die Geschichte soll für die später im zweiten Band folgenden empirischen Untersuchungen grundlegend sein, wirkt aber stellenweise zu überambitioniert oder auf der anderen Seite nicht immer wirklich konsequent genug auf das eigentliche Thema reduziert. Es ist sicherlich faszinierend zu verfolgen, wie ein Schriftsteller, Forscher und Lehrer diese unterschiedlichen Aspekte seiner Persönlichkeit zu einer insbesondere hinsichtlich der historischen Zusammenfassungen absolut lesenswerten Studie vereint, die im Gegensatz zu heutigen Lehrbüchern sich die Zeit nimmt, nicht nur den eigentlichen Stoff zu erfassen, sondern in ein interessantes “Bett” zu legen. Mit dieser Vorgehensweise fordert Kurd Laßwitz die Geduld heutiger Lesergeneration geradezu heraus. Zu den besten Passagen der Studie gehört sicherlich der selbst heute seltene Exkurs in die orientalischen Theorien, sowie die geschichtlich ausgesprochen wichtige und seltene Gegenüberstellung der Thesen arabischen wie jüdischer Philosophen. Ohne der Versuch zu erliegen, wertend in diese schon aus damaliger Sicht nicht mehr haltbaren Gedankengänge einzugreifen, zeichnet Kurd Laßwitz hier souverän zwei Elfenbeintürme, die aufs Rudimentäre reduziert und abhängig vom religiösen Ballast nicht gleich, aber sich ausgesprochen ähnlich sind. Leider greift Kurd Laßwitz sehr selten auf die Möglichkeit des direkten Zitierens zurück, so dass der Leser die von ihm zusammengefassten Theorien als Fakt zu akzeptieren hat, aber dieser Exkurs gehört sicherlich zu den Höhepunkten nicht nur der vorliegenden Ausgabe, sondern im Grunde als Ergänzung seiner bisherigen, in verschiedenen Bänden der “Kollektion Laßwitz” vorgelegten Werken zu den empfehlenswertesten Passagen seines ganzen sekundärliterarischen Schaffens. Vor allem eventuelle Vorwürfe der Deutschtümelei oder eines übertriebenen Nationalismus - ironischerweise durch den Verbot seiner Werke durch die Nationalsozialisten im Grunde ad absurdum geführt - werden durch die auch aus heutiger Sicht globalen Kommentare der vorgestellten Thesen eindrucksvoll negiert.
Im zweiten Teil dieses ersten Bandes setzt sich Kurd Laßwitz mit dem eigentlichen Forschungsschwerpunkt, der “Erneuerung der Korpuskulartheorie auseinander. Auch hier springt Kurd Laßwitz nach einer kurzen Einleitung zu den Theorien der Griechen zurück. Dieses Verschieben der Perspektive innerhalb der eigentlichen Forschung ist zwar legitim, erschwert aber nach dem anfänglichen Exkurs in diese Epoche die Fokussierung auf die eigentlichen Ziele seiner Arbeit. Manches hätte durchaus im ersten Band für den Leser allgemein verständlich abgehandelt werden können, andere Fakten rechtfertigen nicht eine weitere “Zeitreise”, zumal Kurd Laßwitz jetzt wieder konsequent die nächsten Jahrhunderte überspringt und dem der Unverwandelbarkeit der Elemente im Grunde Themen aufgreift, die seine literarischen Arbeiten von der beseelten Natur bis zu den modernen Märchen immer wieder ausgezeichnet haben. Mit der Erneuerung der Theorie sowohl in Deutschland als physikalische Atmostik als auch in Frankreich oder Italien schließt der vorliegende ersten Band eher auf einer ambivalenten Note ab. Ein Blick in das von Herausgeber Dieter von Reeken zur Verfügung gestellte Inhaltsverzeichnis beider Bände zeigt, das Kurd Laßwitz zu Beginn des zweiten Buches “Höhepunkt und Verfall der Korpuskulartheorie des siebzehnten Jahrhunderts” viele der in den letzten Kapiteln abgehandelten Thesen und Modelle negieren wird, um schließlich den Bogen zu Newtons Forschungen zu schlagen. Aus dieser Perspektive bleiben eine Reihe von Ansätzen momentan in der Luft hängen.
Als Lektüre per se präsentiert sich die “Geschichte der Atomistik” mit vielen Höhepunkten - wie schon angesprochen sind eine Reihe der historischen Exkursen ausgesprochen lesenswert und zeitlos - aber auch einigen Schwächen. Zu sehr sieht Kurd Laßwitz in dieser Arbeit den sekundärliterarischen Höhepunkt seiner Forscherarbeit und zu sehr bemüht er sich, auf zu vielen Hochzeiten zu tanzen und zu viele rote Fäden zu einem dicken, aber auch unbeweglich erscheinenden Strang zusammen zu flechten. Diese Vorgehensweise lässt das Buch unabhängig vom nicht einfachen Thema ausgesprochen sperrig erscheinen. Auf der anderen Seite ist es insbesondere für Kurd Laßwitz Forscher - eine Studie des vorliegenden Buches geht über das normale Maß an Interesse hinaus - ausgesprochen informativ, seinen Gedankengängen zu folgen und diese sowohl an seinem frühen literarischen Werk die eigenen Ideen ein wenig negierend, das emotionale Element hinaus streichend als auch seinen angesichts der hier aufgestellten Theorien “passenderen” modernen Märchen mit “Auf zwei Planeten” als literarischem Höhepunkt zu verfolgen.
Wie alle Bände der Kollektion Laßwitz hat Dieter von Reeken die Originalvorlage an einigen Stellen behutsam bearbeitet und offensichtliche Fehler beseitigt. Im Gegensatz zu anderen Bänden der Edition hat der Herausgeber das Druckbild der Vorlage übernommen, was eine interessante Mischung aus Originalveröffentlichung und modernem Gewand darstellt. In seinem Vorwort bietet Dieter von Reeken dem Leser einen allgemeinen Überblick über Kurd Laßwitz Schaffen und stellt die Grundlagen des vorliegenden ersten Bandes kompakt zusammen.

Kurd Laßwitt: "Geschichte der Atomistik"
Sachbuch, Hardcover, 542 Seiten
Dieter von Reeken 2010

Leserrezensionen

Leserrezensionen
28.11.11, 11:49 Uhr
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