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Sachbücher



Heinz J. Galle

Erlebte Vergangenheit und gestaltete Zukunft

rezensiert von Thomas Harbach

Heinz J. Galle ist der Mann, der in der Zeit rückwärts lebt. In “Wie die Science Fiction Deutschland eroberte” hat der in Leverkusen lebende Sammler die fünfziger Jahre inklusiv der Entstehung des deutschen SF- Fandoms aus seiner Perspektive erzählt. Mit der ersten Hälfte des vorliegenden “Doppelbandes” - ein Wendecover bzw. in der Tradition der ACE Romane aus den USA wäre eine Teilung des Bandes mit entgegen gesetzter Lesemöglichkeit das I- Tüpfelchen gewesen - schließt der Autor an die fünfziger Jahre an und berichtet von seiner Jugend wären des Krieges und den ersten Schritten danach. In seinem Vorwort verweißt Heinz J. Galle zu Recht, das im Jahre des 60. Geburtstags der Bundesrepublik die Augenzeugen mehr und mehr aussterben und nur ihre Berichte aus der ersten Hand weiteren Generationen einen Eindruck vom Leben/Leiden in den zwölf Jahren des tausendjährigen Reiches vermitteln können. Ein weiteres Problem ist der Generationenkonflikt, in dem sich die Jugendlichen wenig bis gar nicht für die Geschichten der Eltern interessieren und oft erst nach deren Tod bedauern, nicht gefragt - im positiven Sinne - bzw. zugehört zu haben. Heinz J. Galle beschränkt sich in seinen Ausführungen auf einen sachlichen, gut bebilderten Bericht mit einigen satirischen Spitzen. Er ist kein Heimatdichter. Diese Bemerkung soll keine Kritik sein, aber vergleicht man seinen sekundärliterarischen Beitrag mit den “kleinen” Abenteuern des Schleswig- holsteinischen “Dichter” Konrad Hansen in “Der Wilde Sommer”, dann fällt schon auf, wie unterschiedlich gelebte Geschichte erzählt werden kann. Heinz J. Galle ist immer wieder selbst überrascht, wie plötzlich das Kurzzeitgedächtnis zu Gunsten des Langzeitgedächtnisses zurücktritt. So sind dem Autoren sehr viele kleine Momente aus seiner Jugend eingefallen, die auch während der Kriegsjahre zwar an Entbehrungen reich, aber nicht gänzlich schlecht gewesen ist. Dieser positive Optimismus, dieses immer weiter voranschreiten durchzieht die kleinen Episoden von den Nächten in den Luftschutzbunkern unter dem vierstöckigen Wohnhaus in Berlin, dem selbstgebauten Spielzeug und schließlich auch der Evakuierung der Kinder bzw. in Galles klüglichem Fall der ganzen Familie aus der waidwunden Großstadt Berlin. Wie der Autor selbst impliziert zugibt, hat er einen erträglichen Krieg - so pervers dieser Begriff auch auf den ersten Blick erscheinen mag - erlebt. Keine Flucht, keine Vertreibung. Eine Mischung aus ängstlichem Erwartungen und Abenteuerlust. Teilweise wirkt sein Bericht zu distanziert, zu sachlich. Es ist alles vorhanden, aber es fehlt teilweise die persönliche, die wirklich emotionale Komponente, die insbesondere seine Trilogie “Volksbücher und Heftromane” stellenweise so nahbar und zugängliche machte. Natürlich beschreibt Galle die Wurzeln seines lebenslangen Interesses an populärer Literatur und auch dem Kino, aber irgendwie springt der Funke zu selten über. In einem extrem kurzen Exkurs bricht der Autor eine Lanze für William Boyd alias “Hoalog Cassidy”, ohne - wie in “Volksbücher und Heftromane” oder in “Als die Science Fiction Deutschland eroberte” - wirklich auf die Filme bzw. Romane einzugehen. Der Leser bleibt vor dem Fenster des Süßwarenladens alleine mit dem Werk. Probieren verboten. Die Beispiele ließen sich fortsetzen. Im Vergleich zu Rainer Eisfelds pointierten Werken “Als Teenager träumten” bzw.” Die Zukunft in der Tasche”, die beide nahtlos den Faden von Heiz J. Galles hier vorliegendem Werk aufnehmen könnten und insbesondere in direkter Konkurrenz zu den Kurzgeschichten aus fünf Jahrzehnten, wirken die Lebenserinnerungen zu sachlich. Auf der anderen Seite versucht Heinz J. Galle sehr positiv, die Fakten zu erzählen und sich nicht immer selbst ins Rampenlicht zu rücken. Manche kleine Episode - Kühe auf dem Weg zur Grenzverletzung - werden fast nebensächlich erzählt und machen die lesenswerte Geschichte komplexer und zugänglicher. Viele der Galle´schen Episoden werden tausende von Kindern erlebt haben. Er ist kein Held gewesen und auch nicht durch sonderlich schreckliche Ereignisse geprägt worden. Anderen Menschen läuft immer noch der Schauer über den Rücken, wenn die meistens Großeltern bzw. Elterngeneration von der Flucht erzählt, der Tatsache, dass viele Verwandte das Schiff vor der Wilhelm Gustloff erreicht haben bzw. gleich zweimal in der eisigen Ostsee versenkt worden sind. Wahrscheinlich macht Galles sehr bodenständiger Bericht deutlich, dass insbesondere die dunklen Kriegsjahre auch kleine Lichtblicke beinhaltet haben. Der Übergang zwischen dem untergegangenen Nazireich und der Bundesrepublik ist pointiert geschrieben, wobei Galle die Rückkehr der populären Massenmedien in Form von Leihbüchern, Magazinen und schließlich auch Kinoaufführungen immer wieder mit fundiert recherchierten und kompakt präsentierten Beispielen anreichert. Ab den fünfziger Jahren versucht der Autor in Ergänzung zu seiner Studie “Als die Science Fiction Deutschland eroberte” nur noch einige wenige Highlights wie die Vorladung durch die Staatsanwaltschaft bzw. die ersten Begegnung mit dem Rock O´Roll in wenige gut gewählte Worte zu fassen. Aus Auswahl der Fotos ist gut gelungen. Wenn auch der Leser insbesondere bei der “Zeitstudie” auf Seite zwei eine dritte Aufnahme aus den neunziger Jahren bzw. der jetzigen Jahrtausend vermisst. Diese Mischung aus persönlichen Aufnahmen bzw. Filmplakaten, Aushangfotos und Titelbildern wird positiv ergänzt durch die zahllosen und sehr interessanten Beispiele der Propagandaschriften aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, mit denen die Bevölkerung manipuliert, verführt und auf dem kleinsten Nenner auch informiert worden ist. Diese Abbildungen und Informationen gehören zu den markantesten positiven Aspekten des vorliegenden Augenzeugenberichts. Es ist erstaunlich, an wie viele Fakten sich Heinz J. Galle noch erinnert und mit Bildmaterial unterlegt.
Am Ende berichtet der Autor ebenfalls als Ergänzung seiner umfangreichen Studie “Volksbücher und Heftromane” von seinen ersten Versuchen, den Groschenroman zu entdämonisieren und populärer zu machen. Hier reicht der Platz nicht aus, um die diversen Zeitungsartikel bzw. Fernsehauftritte ausführlich zu beschreiben. So hätte man sich auch gewünscht, ein wenig mehr über die Vorgehensweise des Autoren zu erfahren und zumindest auch einige Episoden aus Gales jahrzehntelangem Suchen nach literarischen Schätzen zu lesen. Der Bruch zwischen den fünfziger Jahren - “Braunschweig- Missionar und Don Quijote” ist fast schon zu krass, auch wenn eine Exkursion in die sechziger bzw. siebziger Jahre das Thema verfehlt hätte. Anekdoten aus diesen Jahren hätten die erlebte Vergangenheit besser abgerundet. Zumindest geht Heinz Galle ein bisschen auf die Motivation hinter den Kurzgeschichten ein, welche den zweiten Teil des Buches bilden. Was in dem lesenswerten, aber nicht gänzlich befriedigenden sekundärliterarischen Text sich andeutet, unterstreichen die satirischen Kurzgeschichten in der Tradition eines Fredric Browns. Galle ist ein guter, kritischer Beobachter, der mit spitzer Feder Entwicklungen extrapoliert. Er ist sich nicht zu schade, selbst in den Eulenspiel zu schauen, den er seinem Publikum vors Gesicht hält.



Die Kurzgeschichten oder Anekdoten stammen aus den Jahren 1958 bis zur Gegenwart. Zwei der Texte sind bislang noch nicht erschienen. An den insgesamt fünfundzwanzig Arbeiten lässt sich die Entwicklung eines disziplinierten, aber nicht immer wirklich inspirierten Autoren ablesen, der sich von den Fanzines bis zu den Anthologien im Goldmann Verlag hoch geschrieben hat. Neben einem umfangreichen Themenspektrum von klassischer Science Fiction bis zur Satire lässt sich an den hier nur behutsam hinsichtlich der neuen deutschen Rechtsschreibung korrigierten Geschichten aber auch die Entwicklung der literarischen Kurzform ableiten. Zu erst oft Pointengetrieben mit einem Hauch der Überlegenheit des Erzählers gegenüber den Lesern, ohne große Charakterisierungen oder teilweise sogar ohne Dialoge, extrem kompakt, von einer gelungene Pointe abhängt. Mit der Auftaktgeschichte „Er fiel vom Himmel“ unterstreicht Galle im negativen Sinne die Notwendigkeit einer überzeugenden Pointe. Verfällt die implizierte verzerrte Perspektive ihre Wirkung, bleiben die Texte unnahbar, steif und konstruiert. Der Versuch, den Leser mit dem letzten Satz zu beeindrucken, ziel hier ins Leere, während er zum Beispiel in der Satire „Punctum saliens“ zwei Jahre später besser funktioniert. Die Anspielungen auf das Fandom sind selbst aus einer Distanz von fast fünfzig Jahren noch zu erkennen und in diesem Fall passt der distanziert, oft zu sachliche und zu wenig emotionale Stil zu der Geschichte. Nach den ersten Versuchen mit der indirekten, aufgesetzten Erzählung begann Galle zumindest bei den hier vorliegenden Texten ab 1960 auch mit Dialogen vorsichtig zu experimentieren. Auch setzt sich Galle in Geschichten wie „Inkarnation“ intensiver mit den Charakteren auseinander und versucht Erzählstruktur, Spannungsbogen und zumindest ansatzweise Dialoge miteinander effektiver zu kombinieren. Einen kleinen Ausflug in Richtung Horror mit einem realistischen Hintergrund inklusiv Heimatflair unternimmt der Autor in „Mitternachtsmesse“, wobei er seine Ambitionen in der sperrigen Geschichte nicht unbedingt überzeugend umsetzen kann und die Pointe eher aufgesetzt wirkt. „Gedanken- Karussell“ und „Hunger“ erinnern am ehesten im positiven Sinne an die vielen kurzen Anekdoten und Satiren, welche Fredric Brown in seiner Blütezeit zu Dutzend verfasst hat. Eine bitterböse, wenn auch aus heutiger Sicht deutlich im voraus erkennbare Pointe rundet die jeweils sehr kurzen, aber solide geschriebenen Texte ab. Galles Texte wurden mit wachsender Erfahrung länger und fließender. Der Autor gibt sich in Geschichten wie „Sie waren Wachs in ihren Fängen“ aus dem Jahre 1961 Mühe, den Leser ein wenig vertrauter mit dem Hintergrund – oft nicht vorhanden – des Plots zu machen, bevor der Autor zielstrebig auf die eigentliche Pointe zusteuert. So ist die angesprochene Geschichte mit fünf Textseiten in der Neuauflage deutlich länger als alle bisher veröffentlichten Texte. Als Ausgangspunkt nutzt Galle wieder ein Szenario der klassischen Space Opera und kombiniert diese Prämisse mit Anspielungen auf verschiedene andere von Galles Interessen. Neben den dinosaurierähnlichen Echsen gibt es noch einen Hinweis auf den bekannten Lemmingeffekt, eine düstere, aber an den Haaren herbeigezogene Prophezeiung und ein offenes, aber nicht zufrieden stellendes Ende. Selbst in den längeren Geschichten hat der Leser Probleme, mit den einzelnen Figuren wirklich warm zu werden. Ihr Schicksal wird beschrieben, danach verliert man sie augenblicklich aus dem Gedächtnis. Zusammen mit Inge Raguse hat Heinz J. Galle die First Contact Story „Abgrund ohne Brücken“ verfasst, in der wirklich gut beschriebene fremdartige Lebensformen eine wichtige Rolle spielen. Aus der ebenfalls fremden Perspektive heraus hat der Autor ebenfalls „Der unfreiwillige Ausflug“ geschrieben. Diese Verzerrung macht die Texte zeitloser und hebt sie deutlich von der Standard Science Fiction der sechziger Jahre ab. Mit „Fannisches Bestiarium“ hält Galle seinen Freunden im Fandom den Spiegel ins Gesicht. Die markanten Fans sind auch heute noch gut zu erkennen und die Pointe ist böse, aber sehr effektiv. Zwischen „Manche mögen es (nicht) heiß“ und Alpha und Omega“ liegen sechzehn Jahre. Einen weiteren Bruch in Galles literarische Produktion wird es zwischen den frühen achtziger und späten neunziger Jahre geben. Mit „Alpha und Omega“ gelang Galle weiterhin der Sprung von den Fanzines in den semiprofessionellen bzw. professionellen Bereich. Nach der Erstveröffentlichung im „Deutschen Science Fiction Magazin“ ist der Text in einer der von Thomas LeBlanc herausgegeben Anthologien des Goldmann- Verlages nachgedruckt worden. Die Geschichte trägt autobiographische Züge. Insbesondere die Bombennächte auf Berlin während des Zweiten Weltkriegs und der Hinweis auf die Straße, in welcher Galle seine ersten Lebensjahre verbracht hat, sind durch die Kombination von Autobiographie und literarischer Verarbeitung innerhalb dieses Bandes klar zu erkennen. Zum ersten Mal in seinem hier vorgestellten literarischen Schaffen arbeitet der Autor mit zwei Handlungsebenen und fügt seiner Geschichte eine passende, gut zu lesende, wenn auch nihilistische Pointe hinzu. Mit „Nomen est Omen oder Der kluge Mann baut vor“ aus dem Jahre 1980 treibt Galle die Sammlerleidenschaft über den Tod hinaus auf eine satirische Spitze. Zwar wirken die Hinweise auf Goebbels etwas zu aufgesetzt, aber die Geschichte ist kurzweilig unterhaltsam. Mit „Hausse an der Heftbörse“ geht Galle ein zweites Mal im Rahmen dieser Sammlung auf seine Sammelleidenschaft ein. Die Geschichte spielt auf dem bekannten Trödelmarkt in Berlin- Tiergarten, wobei insbesondere in den zehn Jahren, seitdem die Geschichte geschrieben worden ist, das Niveau auf dem am Wochenende stattfindenden Markt stark gefallen ist. Galle beschreibt, wie die Preise zwischen Konsumenten der lieb gewonnenen Jugendlektüre, dem semiprofessionellen Sammler und schließlich dem aufstrebenden Profi hochgetrieben werden. Alleine, es bleibt wie bei allen Haussen die Frage, wer zum Schluss auf dem übertriebenen Preis „sitzen“ bleibt. Galle gelingt es aber vorzüglich, die Atmosphäre des Marktes und seiner Käufer/Verkäufer einzufangen.

Wie schon im Vorwort bzw. dem autobiographischen Teil von „Erlebte Vergangenheit und gestaltete Zukunft“ beschrieben ist Galle neben einem Liebhaber der Trivialliteratur im positiven Sinne auch ein Filmfan. In „Die unheimliche Verwandlung des lüsternen Fauns“ rechnet er mit dem Kommerzgedanken der Filmschaffenden ab. Die Grundidee ist vielleicht nicht unbedingt neu, aber mit lockerer, frecher Hand erzählt der Autor von den Träumen eines deutschen Kurzgeschichtenautoren, dessen literarische Arbeit die Grundlage eines neuen „Metropolis“ oder zumindest „Frau im Mond“ werden soll. Im ersten Teil fasst der Autor für uns Leser den Inhalt der Kurzgeschichte zusammen. Sie erweist sich zumindest als interessant und trägt damit zur soliden Unterlegung der Prämisse bei. Im Laufe der natürlich in teurem Ambiente abgehaltenen Konferenz über den Produktionsbeginn werden die originellen Ideen aufgrund der Interessen verschiedenster Gruppen aufgeweicht, gestrichen, umgeändert und der ganze Plot trivialisiert. Das Endergebnis bildet schließlich die Pointe der Geschichte, wobei bitterer Ironie folgend es konsequent gewesen wäre, diese Verballhornung der ursprünglichen Geschichte schließlich als nicht mehr zeitgemäß ad Acta zu legen. Galle entschließt sich zu einem zumindest für den Verfasser der Kurzgeschichte positiveren Ende, aber seine Abneigung gegen die Finanzjongleure und Opportunisten unter den Filmschaffenden ist in dieser gut zu lesenden und längsten Story der Sammlung gut zu erkennen.

„Theorie und Praxis“ sowie „Ultima Ratio“ erblicken zum ersten Mal in dieser Kollektion das Licht der Öffentlichkeit. Die Kriminalgeschichte „Theorie und Praxis“ funktioniert nicht. Die Pointe ist zu offen und zu schwach, die Charaktere nur oberflächlich gezeichnet und insbesondere das Agieren der Polizisten zu klischeehaft, schematisch beschrieben. Deutlich besser ist „Ultima Ratio“, in welcher zwei Brüder an einer Idee für einen Science Fiction Story Wettbewerb tüfteln. Hier greift Galle auf sein umfangreiches Wissen zurück und entlarvt viele Ideen als geschickte Plagiate. Am Ende konstruiert der Autor allerdings eine Pointe, die auf den ersten Blick wenn nicht originell, so zumindest konsequent ist und natürlich zu einem zu positiven Ende führt. Wie bei einigen anderen neueren Geschichten fehlt seinen Texten die bissige Ironie, das Element der Satire, dass in erster Linie seine Texte aus den sechziger Jahren so auszeichnet.

Zusammengefasst ist die Kombination aus der erlebten Vergangenheit und in Anlehnung an Galles letzter Arbeit „Als die Science Fiction Deutschland eroberte“ gestalteter Zukunft eine lesenswerte Arbeit. Es zeigt sich allerdings, dass Galle im sekundärliterarischen Bereich über deutlich mehr Stärken verfügt als im literarischen Werk. Seine Satiren sind pointiert und zeitlos, seine „klassischen“ Science Fiction Geschichten weisen zu viel Patina auf und sind stilistisch eher steif und distanziert, zu überambitioniert „belehrend“ geschrieben worden. Das Bildmaterial und das wieder sehr gelungene Layout technische Erscheinungsbild dieser Veröffentlichung im Dieter von Reeken Verlag sind exemplarisch. Wie schon bei Galles anderen Arbeiten ist die Stärke von „Erlebte Vergangenheit und Gestaltete Zukunft“ das Detail. Insbesondere in seinen autobiographischen Erinnerungen informiert der Autor seine Leser über das Alltagsleben während des Zweiten Weltkriegs ohne sie zu belehren oder sich zu sehr in den Vordergrund zu spielen. Sein sachlicher Stil, seine pointierten, aber gut abgestimmten Bemerkungen und der Versuch, manches Geschehen aus der Sicht eines Kindes in Worte zu fassen, regen zum Nachdenken an.

Heinz J. Galle: "Erlebte Vergangenheit und gestaltete Zukunft"
Anthologie, Softcover, 218 Seiten
Dieter von Reeken 2009

Weitere Bücher von Heinz J. Galle:
 - Als die Science Fiction Deutschland eroberte
 - Fehlstart ins Atomzeitalter
 - Volksbücher und Heftromane
 - Volksbücher und Heftromane Band 2
 - Volksbücher und Heftromane Band 3
 - Zwischen Tecumseh und Doktor Fu Man Chu

Leserrezensionen

Leserrezensionen
28.11.11, 11:45 Uhr
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