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Perry Rhodan



Frank Borsch

Perry Rhodan Neo 24 - Welt der Ewigkeit

rezensiert von Martin Weinrich

Inhalt: Perry Rhodan und einige GefĂ€hrten haben die Staffel damit verbracht Crest zu suchen. Der Arkonide Crest wiederum hat sich todkrank auf die Suche nach der Unsterblichkeit gemacht. Die Legende besagt, es gebe eine Welt der Ewigkeit. Genau auf diesem Planeten treffen die beiden Gruppen nach einer bewegten Reise durch die Vergangenheit zusammen. Crest und seine Mistreiter haben es dabei ĂŒber den „offiziellen“ Weg geschafft, in dem sie einige PrĂŒfungen absolviert haben. Rhodan und seine Begleiter haben es wiederum lediglich durch die Hilfe des Kundschafters der Ewigkeit Carfesh geschafft.
Auf der Welt der Ewigkeit werden die beiden Gruppen daher Ă€ußerst unterschiedlich behandelt. WĂ€hrend das Team um Crest hofiert wird, dĂŒrfen sich Rhodan und Co eigentlich gar nicht auf dem Planeten aufhalten und mĂŒssen sich verstecken. Über all dem schwebt das mĂ€chtige Wesen, das in der Lage ist, die Ewigkeit zu vergeben: ES.

Kritik: „Welt der Ewigkeit“ weist eine fĂŒr ein Staffelfinale ordentlich verdichtete Handlung auf. Dabei fĂ€llt jedoch immer wieder auf, auf welcher schwacher Grundlage und mit welcher miserablen Vorarbeit dieses Finale startet. Sowohl Crest als auch Rhodan haben in der Vergangenheit immer wieder PrĂŒfungen ĂŒber sich ergehen lassen mĂŒssen. Das wird zumindest beinahe untertrĂ€glich hĂ€ufig in dem Roman erwĂ€hnt. VerstĂ€ndlicherweise wird aber nicht ein einziges Mal darĂŒber gesprochen, warum beziehungsweise womit die beiden Gruppen die PrĂŒfungen denn bestanden haben. Denn das dĂŒrfte dem Autor vermutlich so wenig bekannt sein wie dem Leser. Beide Gruppen haben sich lediglich treiben lassen, sind in Situationen gestolpert und haben sich nicht die Zeit genommen, diese anstĂ€ndig zu analysieren. Wenn sie dann durch Zufall herausgefunden haben, wo sie sich befinden, haben sie meist spontan und nach Laune agiert. Mal hat man versucht, die Zeitlinie zu bewahren, mal hat man nicht einmal vorgegeben das zu tun. Kontrollierte, ĂŒberlegte Aktionen sucht man dabei vergeblich. Warum wird das von ES honoriert? Man weiß es nicht.

Erst am Ende gibt es einen kleinen Hinweis. ES vergibt lediglich an eine Person die Unsterblichkeit. Dieses Wesen soll Perry Rhodan sein. Als BegrĂŒndung wird Rhodans Verhalten auf dem Mond und sein nachtrĂ€gliches BemĂŒhen, die Menschheit zu einen sowie den Krieg zwischen Ferronen und Topsidern zu beenden. Zumindest die erste Tat hat Rhodan jedoch nicht einmal beendet und die zweite war angesichts der angespannten Lage auf der Erde schlicht fahrlĂ€ssig. ES scheint das aber anders zu sehen.

Andererseits lĂ€sst sich ES von einem Ă€ußerst frechen Perry Rhodan, der fĂŒr sich das Recht in Anspruch nimmt, moralisch ĂŒber ES zu urteilen, davon ĂŒberzeugen, Crest die Unsterblichkeit zu verleihen. Dadurch geht Rhodan leer aus, aber der alte Arkonide wird von seinem Krebsbefall geheilt und zudem mithilfe eines Zellaktivators unsterblich gemacht. Am Ende rĂ€tseln Rhodan und Crest darĂŒber, was wohl der Preis fĂŒr die Unsterblichkeit sein wird, welche Gegenleistung ES also erhalten möchte. ES sprach in seinem Ruf an Rhodan von benötigter Hilfe. Vielleicht kann Crest diese Aufgabe ja jetzt ĂŒbernehmen, sodass Rhodan ein wenig Zeit erhĂ€lt, sich um die Erde zu kĂŒmmern.

Ein weiteres Ärgernis an der Staffelkonzeption ist ES selbst. Zuvor konnten wohl ausschließlich Altleser Hinweise verstehen. FĂŒr Neuleser wird einem die Superintelligenz in diesem Finale einfach vorgesetzt. Der Kundschafter von ES denkt an ES und damit ist sie endgĂŒltig in die Serie eingefĂŒhrt. ES redet zwar auch hier ĂŒberraschend viel, ĂŒber seine Herkunft erfĂ€hrt man aber nichts. Das ist nicht schlimm, denn es ist Ă€ußerst schwierig dafĂŒr Interesse aufzubringen. Warum auch, wenn man von ES zuvor kaum etwas gehört hat? Man hĂ€tte das Konzept viel frĂŒher in der Staffel auftauchen lassen können, es mysteriös wirken und Neugierde aufbauen können. Das hĂ€tte die vielen durchschnittlichen Vergangenheitsabenteuer etwas interessanter gemacht. Darauf hat man verzichtet und das ist schade. Denn so war der Großteil der Staffel langweilig und die Hauptperson des Finales wirkt uninteressant.

Lediglich das letzte Drittel des Finales ist wirklich interessant, da taucht ES auf. Zuvor kann man eine Art Wiederholung der einzelnen Staffelabenteuer erleben. Perry Rhodan und seine Begleiter fliehen erst einmal Hals ohne Kopf, ohne Analyse in den Wald, um nicht entdeckt zu werden. Ein Plan wird nicht geschmiedet, lediglich mit einem merkwĂŒrdig anmutenden Trennungstrick versucht man Verfolger abzuschĂŒtteln. WĂ€hrenddessen beschrĂ€nkt sich die Dreiergruppe um Crest erst einmal um generelle, unnötige Diskussionen, die immer kurz vor dem Analysemoment unterbrochen werden. Wie eingangs erwĂ€hnt: Warum diese beiden Gruppen aus ES Sicht die PrĂŒfungen bestanden haben, lĂ€sst ernste Zweifel an der Kompetenz von ES aufkommen.

Insgesamt schafft es das Finale angesichts der schwachen Vorarbeit eine ordentliche Handlung aufzubauen. Blick man auf die dritte Staffel zurĂŒck, kann man jedoch sagen, dass es sehr wohl gereicht hĂ€tte, den ersten und den letzten Band zu lesen. Im ersten machte sich Crest auf die Reise in die Vergangenheit und formulierte sein Ziel, die Unsterblichkeit zu erwerben. Dass Perry Rhodan sich im zweiten auf die Reise machte, hĂ€tte man sich schnell erschließen können. In den sechs BĂ€nden vor dem Finale erfuhr man schlicht nichts Neues, sondern nur (mĂ€ĂŸig spannende) Schnipsel aus der ferronischen und arkonidischen Vergangenheit. Lediglich der Band „Zuflucht Atlantis“ war wirklich spannend, brachte aber ebenfalls nur wenige Informationen. FĂŒr das VerstĂ€ndnis dieses Finales hĂ€tte man das alles nicht gebraucht. Der Inhalt der Staffel wurde somit in lediglich zwei BĂ€nden transportiert und der Rest mit Quest-FĂŒllbĂ€nden aufgefĂŒllt, in denen die PrĂŒfungen nicht einmal klar erkennbar waren. Das ist enttĂ€uschend.

Frank Borsch: "Perry Rhodan Neo 24 - Welt der Ewigkeit"
Heftroman, Softcover, 160 Seiten
Pabel-Moewig 2012

Weitere Bücher von Frank Borsch:
 - Alien Earth Phase 2
 - Alien Earth Phase 3
 - Lemuria 1- Die Sternenarche
 - Pan-Thau-Ra Band 1 „Die Lebenskrieger“
 - Perry Rhodan 2500 - Projekt Saturn
 - Perry Rhodan Action 13 - Die TrĂŒmmerwelt
 - Perry Rhodan Neo 1 - Sternenstaub
 - Perry Rhodan Neo 17 - Der Administrator
 - Perry Rhodan Neo 17- Der Administrator
 - Perry Rhodan Neo 1: Sternenstaub
 - Perry Rhodan Neo 24- Welt der Ewigkeit
 - Perry Rhodan Neo 36- Stolz des Imperiums
 - Perry Rhodan Neo 6 - Die dunklen Zwillinge
 - Perry Rhodan Neo 6: Die dunklen Zwillinge
 - Perry Rhodan Neo 9 - Rhodans Hoffnung
 - Perry Rhodan Neo 9: Rhodans Hoffnung

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