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Perry Rhodan



Michelle Stern

Perry Rhodan Neo 18:
Der erste Thort

rezensiert von Martin Weinrich

Inhalt: Perry Rhodan begibt sich mit Thora, Sue, Bull, Ras Tschubai und zwei Ferronen auf den Weg durch einen Transmitter, um Crest zu suchen. Er landet im vergangenen dunklen Zeitalter der Ferronen, findet den ersten Thort, beendet damit eine grausame Schlacht und setzt seine Reise durch die Transmitter fort.
Auf der Erde sucht Julian Tifflor mit Guckys Hilfe seinen Vater. Gucky wird von einem christlichen Fundamentalisten und Antimutanten gefangen genommen, stößt auf weitere Mutanten, kann mit Mühe fliehen und wird am Ende von Julian Tifflor gerettet.

Kritik: „Der erste Thort“ hebt nach dem katastrophalen Einstieg in die dritte Staffel der Serie das Niveau ein wenig, was aber bei weitem noch nicht ausreicht, um den Roman als gut zu bezeichnen. Dabei schreibt Michelle Stern wirklich gut und liefert mit diesem Taschenheft einen weiteren Beweis dafür, dass der beste Regisseur nichts bringt, wenn das Drehbuch schlecht ist.

Rhodans Reise ist vorhersehbar. Es muss aber positiv erwähnt werden, dass die Geschichte mit dem dunklen Zeitalter in dem Roman abgeschlossen wird. Das ist sehr gut, schließlich gelang es bisher keinem einzigen Autor seit Borsch im ersten Band der Reihe eine wirklich abgeschlossene Geschichte zu erzählen. Das bietet dieser Roman, was eine nicht zu unterschätzende Verbesserung der Serie ist.

Aber der Titel („Der erste Thort“) und die Rückseite des Heftes kündigen bereits an, dass Rhodan in die Vergangenheit reist. Dem Leser ist das spätestens klar, als Rhodan auf gewalttätige Ferronen hinter dem Transmitter trifft. Warum lässt man Rhodan dann verhältnismäßig lange rätseln, bis er die Lösung findet. Und warum muss man die Erkenntnis, dass man sich in der Vergangenheit befindet, gleich doppelt aus Rhodans und Thoras Sicht erzählen. Das ist unnötig.

Der Ablauf ĂĽberrascht ĂĽberhaupt nicht. Rhodan findet auf Anhieb die eine Kommandantin, die dem AnfĂĽhrer der Armee kritisch gegenĂĽber eingestellt ist. Ein alter Ferrone erkennt auf Anhieb den ersten Thort. Damit ist klar, wie die Geschichte enden wird, es ist oben in einem Satz zusammengefasst. Langweilig und vorhersehbar.

Zu allem Ăśberfluss gelingt es dem Roman nicht, ein wirkliches GefĂĽhl fĂĽr die vielen Toten zu erschaffen. Der Leser hat keine Verbindung zu dem Massensterben. Der AnfĂĽhrer der Armee ist zudem so stereotyp ĂĽbertrieben dargestellt, dass man sich wundert, wie so ein Idiot ĂĽberhaupt eine Armee auf die Beine stellen konnte. Authentisch wirkt das nicht.

Dazu kommen eine Reihe kleinerer Ärgernisse, wie das regelmäßige Reden über „Wissenschaftler in Terrania“. Wie soll sich in der Stadt in so wenigen Wochen denn eine Wissenschaft entwickelt haben? In solchen Momenten zeigt sich wieder einmal, dass die Zukunftsvision dieser Serie auf Treibsand gebaut ist anstatt auf einem durchdachten Fundament. Ähnliches gilt für einen von Menschen konstruierten Roboter. Was für ein Quatsch, als hätte es dafür die Zeit gegeben.

Auf der Erde stellt sich heraus, dass bei weitem nicht alle Menschen mit der dritten Macht (wie sie jetzt auf einmal unverständlicher Weise heißt, schließlich gab es zuvor nicht nur zwei Mächte) zufrieden sind. Es gab zumindest in Amerika Bürgerkriege. Diese spannende Geschichte des Einigungsprozesses wird jedoch wieder nicht beschrieben, sondern nur am Rand erwähnt. Stattdessen wird eine stereotype Entführungsgeschichte erzählt, die zwar das interessante Konzept von Antimutanten einführt, sonst aber nichts Neues bringt. Auch hier ist positiv zu vermerken, dass die Geschichte in sich abgeschlossen ist, sonst kann man dazu nichts sagen. Vor allem Julian Tifflor, seine jugendlichen Freunde und Gucky nerven. Für sie muss alles ein Abenteuer sein, zumindest denken und reden sie so. Das ist peinlich und unnötig. Dabei könnte man gerade auf der Erde noch eine Vielzahl an spannenden Geschichten über den Einigungsprozess schreiben. Aber das scheint die Redaktion der Serie nicht zu interessieren. Ihr ist für eine „Science Fiction“-Serie die Vergangenheit wichtiger als die Zukunft.

„Der erste Thort“ ist in einem einzigen Punkt gut. Es gelingt zum ersten Mal zwei ordentliche und abgeschlossene Geschichten auf 162 Seiten zu erzählen. Vor Michelle Stern hat das kein Autor seit dem ersten Roman geschafft. Leider bringen beide Geschichten die Handlung in keinem Schritt weiter, sondern wirken wie Füllmaterial. Es ist also noch nicht verstanden worden, dass die Schwierigkeit an Serien darin liegt, abgeschlossene Geschichten zu erzählen und die Haupthandlung weiterzubringen. Das ist schwierig und für die „Perry Rhodan Neo“-Redaktion offensichtlich nicht möglich. Zudem bergen beide Handlungsabschnitte keine innovativen Ideen, sondern bestehen aus einer stereotypen „verrückter Kriegsherr“- und einer nicht minder stereotypen „Entführungsstory. Zu allem Überfluss weist die Vorschau auf den nächsten Band darauf hin, dass Crest wohl im nächsten Roman ebenfalls in das Dunkle Zeitalter der Ferronen vorstoßen wird. Es steht zu befürchten, dass wir in dieser Staffel alles auf zwei Perspektiven erfahren werden. Man sollte hoffen, dass das nicht eintrifft, es wäre schlicht langweilig.

Michelle Stern: "Perry Rhodan Neo 18: Der erste Thort"
Heftroman, Hardcover, 162 Seiten
Pabel-Moewig 2012

Weitere Bücher von Michelle Stern:
 - Maddrax Band 217 – Der Unsichtbare
 - Maddrax Band 233 - Enklave der Träumer
 - Maddrax Band 238 - Herz aus Eis
 - Maddrax Band 243 - Das namenlose Grauen
 - Maddrax Band 246 - Am Ende aller Zeiten
 - maddrax Band 254 - Das Nest
 - Maddrax Band 258 - Chronik des Verderbens
 - Maddrax Band 278 - Der Gott der Mar'osianer
 - Perry Rhodan Neo 18- Der erste Thort
 - Perry Rhodan Neo 27- Das Gespinst
 - PR Neo 32- der schlafende Gott
 - PR Neo 38- Der Celista
 - Sternenfaust 111 - Die Stimmen der Götter
 - Sternenfaust Band 104 - Die Kristalle der Dondari
 - Sternenfaust Band 108 - Die Gabe der Telepathen
 - Sternenfaust Band 117 - Sternenjagd
 - Sternenfaust Band 132 - Das Urteil des Raisa
 - Sternenfaust Band 138 - Tyrannenmord auf Kridania
 - Sternenfaust Band 145 - RĂĽckkehr zu den Basiru-Aluun
 - Sternenfaust Band 146 - Die kosmische Barriere
 - Sternenfaust Band 150 - Das Auge des Universums
 - Sternenfaust Band 189 - In Pranurs Gewalt
 - Sternenfaust Band 90 – Der goldenen Kubus
 - Sternenfaust Band 91 – Das Geheimnis der Starr
 - Sternenfaust Band 98 - Verloren

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