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Perry Rhodan



Wim Vandemaan

Perry Rhodan Neo 4:
Ellerts Visionen

rezensiert von Thomas Harbach

Um es gleich vorweg zu nehmen, der vierte „Perry Rhodan Neo“ Roman aus der Feder Wim Vandemaans ist der bislang beste Beitrag zu dieser eher ambivalenten Neukonstruktion der bislang erfolgreichsten Science Fiction Serie der Welt. Während sich Wim Vandemaan über weite Strecken des Plots äußerst diszipliniert verhält und nicht auf seine Wortelfenbeintürme baut, wirkt der Roman als ganzes unstrukturiert, überambitioniert und hinsichtlich des Gesamtplots wie die letzten beiden Romane wenig förderlich.

„Ellerts Visionen“ beginnen erst nach gut drei Vierteln des Romans. Der Münchner Journalist kann in einer Art „weißem Traum“ Dinge vorhersehen, die nur eintreten, wenn er die zukünftige Entwicklung nicht aktiv beeinflussen kann. Und selbst dann gelingt es ihm nicht immer. Diese Fähigkeit wird von Wim Vandemaan derartig ambivalent entwickelt, dass es schon fast nach Seitenschinderei aussieht. Die letzte Version betrifft direkt oder indirekt Perry Rhodan, der für eine bessere Zukunft der Menschheit steht. Da es sich um einen Scheideweg handelt, steht dieser glorreichen Zukunft ein anderer Traum gegenüber, in dem es um das Ende allen Lebens auf der Erde geht. Diese Idee ist nicht sonderlich neu und auch nicht unbedingt originell umgesetzt. Zusammen mit seinen Freunden Walt und Kahe – nicht das einzige Mal, das auf die Gründungsväter in letzter Zeit zurückgegriffen worden ist – reist er auf Umwegen zur Landestelle, um ihre Dienste Perry Rhodan zur Verfügung zu stellen.
Wie fast alle „Perry Rhodan Neo“ Bände wimmelt es im vorliegenden Roman von Anachronismen. Die Chinesen beschießen nach dem anfänglich angebotenen Waffenstillstand die Energiekuppel wieder mit allem, was ihrer Armee unterhalb atomarer Waffen zur Verfügung steht. Das Ernst Ellert, Walt und Kahe überhaupt in die Nähe dieses abgesperrten Bezirks kommen, grenzt ebenso an ein Wunder wie die Nutzung des von Soldaten gegrabenen Tunnels, in dem Rhodan Ellert schließlich erwartet. Das wirkt ausgesprochen konstruiert. Hinzu kommt, dass Wim Vandemaan jeglichen Respekt vor Walter Ernsting und Karl-Herbert Scheer vermissen lässt. Natürlich muss Scheer unrühmlicher Spitzname leicht abgewandelt ebenso integriert werden wie Walts eher naiv erscheinender Optimismus. Am Ende des Romans erleidet Ernst Ellert einen tragischen Unfall. Ob er dabei körperlich getötet worden ist, bleibt offen. Es könnte aber die zweite gravierende Abweichung von der Originalserie sein. Unabhängig von diesem etwas zu hektischen Ende überzeugt die Ernst Ellert Handlung nur bedingt, da der Einsatz der Visionen zu wenig originell ist. Während Ernst Ellert als Figur gut charakterisiert worden ist, agieren leider Walt und Kahe eher als unfreiwilliger Comic Relief.

Bis auf die Begegnung mit Ernst Ellert bleibt Perry Rhodan auch im vorliegenden vierten Band verträumt passiv. Die Roboter bauen ihm eine Traumstadt, in die – in einer der Gedankenketten, die Wim Vandemaan eher spärlich durchdacht hat – eine intellektuelle Elite einziehen soll. Das Rhodan aber in erster Linie Alienfans, Esoteriker und einfaches Regierungsfeindliches Volk anzieht, haben die ersten drei Romane bewiesen, die in Bezug auf die Details eher unter den Teppich gekehrt werden. Genauso wenig überzeugend – bis auf eine Andeutung, dass sich unter der Oberfläche des Titans etwas Arkonidisches befinden könnte, was entweder ein früher Verweis auf einen zwangsversetzten Atlan ist oder eine vorherige Erkundung durch Thoras Volk beweisen könnte - ist die zweite Handlungsebene. Thora sucht die wenigen noch denkenden Mitglieder ihrer Mannschaft zusammen und entschließt sich, eine junge Frau zur Pilotin auszubilden. Es folgen einige Erkundungsflüge an Bord eines natürlich unbewaffneten Aufklärers. Über der Benus wird Thoras Raumschiff schließlich von Unbekannten abgeschossen. Dieser ganze Handlungsarm macht leider wenig Sinn. Erstens ist Thora bislang immer mit einem bewaffneten Beiboot im Sonnensystem herumgeflogen. Die Erkenntnisse dieser Expedition – Jupiter scheint älter als die Sonne zu sein - sind zwar interessant und werden hoffentlich in den nächsten Roman positiv genutzt, hier wirken sie aber angesichts der zahlreichen „Baustellen“ fehl am Platz. Thora hätte übrigens auch an Bord eines bewaffneten Beiboots abgeschossen werden können. Nach Ernst Ellerts Unfall der zweite Cliffhangar.

Während sich insbesondere der zweite und der dritte „Perry Rhodan Neo“ Roman auf allerhöchstens drei Handlungsebenen konzentriert haben, versuchen Exposeautor Frank Borsch und Wim Vandemaan alle Fäden unter Kontrolle zu halten. So wird der inzwischen genesene Crest von Clifford Monterny entführt, der seinem hypnosuggestiven Einfluss unterliegt. Die Idee, Crest in die Hände eines Schurken fallen zu lassen, ist wie einige andere Plotwendungen aus der Klischeekiste nicht sonderlich originell, gibt aber diesem sich bislang eher ruhig entwickelnden Seitenarm der Handlung ein wenig Pepp. Der ist zwar unnötig, da die Idee, Crest in Kontakt mit den Ärmsten der Armen – AIDS Patienten in einem äthiopischen Hospital – treten zu lassen, ansprechend, nicht kitschig oder sentimental, aber Ziel fördernd – Barbaren gegen das eigene Volk mit einem Visionär für eine bessere Zukunft als sprichwörtlicher Rufer in der Wüste – ist. Leider kommt dieser Spannungsbogen viel zu kurz. Wim Vandemaan gelingt es aber, Crests Persönlichkeit ausgesprochen nuanciert und dreidimensional zu beschreiben. Im Vergleich zur den Originalcharakteren aus der Heftromanserie ist der weise Arkonide mit seinen nicht selten spitzfindigen Bemerkungen eine positive Bereicherung der „Neo“ Taschenhefte. Reginald – nicht mehr „Bully“ – Bull fliegt mit der STARDUST zum Mond, um in den Trümmern der im letzten Band zerstörten AETRON nach verwertbaren Überresten zu suchen. Die überlebenden Mitglieder der beiden von den Menschen gestarteten Expeditionen werden nach einigem Zögern und der Entdeckung einer weiteren Atombombe – wie schon in den ersten Taschenheften sind die insbesondere menschlichen Raumanzüge anscheinend Dimensionstüren, hinter denen man alles mögliche von wertvollen Pulp Science Fiction Magazinen über Plastiksprengstoff bis jetzt mehrmals Atombomben verstecken kann – schließlich zur Erde zurückgebracht, wo die STARDUST beim Landeanflug auf die Energiekuppel als zweites Raumschiff im vorliegenden Roman abgeschossen wird. Noch ein Cliffhangar, der aber deutlich weniger Spannung verspricht als Thoras in erster Linie überraschender Abschuss über der Venus, die in der Originalheftromanserie erst deutlich später „erschlossen“ wird.

Wie angesprochen ist „Ellerts Visionen“ in erster Linie ein Brückenroman. Die vielen Cliffhangar und offenen Fragen werden hoffentlich im nächsten Band aus der Feder Michael Marcus Thurners beantwortet. Der Weg ist nicht selten interessanter als das Ziel. Dieses Sprichwort trifft auf Vademaans Roman zu. Der Plot löst sich zumindest zeitweise von der Originalserie und bis auf einige Tiefschläge- die Dialoge zwischen Reginald Bull und den auf dem Mond gestrandeten Astronauten wirken überambitioniert, viel zu künstlich – liest sich „Ellerts Visionen“ im Ganzen sehr unterhaltsam. Die abgehakte Struktur durch die zu vielen Handlungsebenen hätte deutlich entzerrt werden können und auch müssen. Einige Seitenarme – Crests Entführung oder der Abschuss von Thoras Raumschiff über der Venus – hätten ohne Probleme in den fünften „Neo“ Band verlegt werden können. Zwei Abschüsse von Raumschiffen über der Venus und der Erde sind ein wenig zu viel, zumal sich die Leser natürlich unwillkürlich die gleichen hypothetischen Fragen stellen werden. Reginald Bull und Thora werden es überleben, zumal die ersten Anspielungen auf Rhodans mehr als persönliches Interesse an der stolzen, arroganten Arkoniden in die Handlung mit einfließen. Mit dieser Art von Cliffhangar kann nur kurzzeitig Spannung aufgebaut werden. Es sei denn, Frank Borsch lässt wirklich neben Feyt einen wichtigen Handlungsträger sterben. Was dem Roman – wie leider allen „Neo“ Romanen – fehlt, ist die Einzigartigkeit der Vision Perry Rhodans, die Menschheit zu einen und die Sternen zu erobern. Da Perry Rhodan wieder an den Rand des Spektrums geschoben worden ist, fehlt insbesondere „Ellerts Visionen“ ein Zentrum, um das alle Handlungsfäden kreisen. Auf der anderen Seite versuchen die Autoren wirklich, die Balance zwischen den Originalen und neuen Ideen zu finden. Dabei wirkt manches insbesondere für die „Zukunft“ des Jahres 2036 zu alt vertraut und die technischen Fortschritte haben zu keinen gravierenden Umwälzungen in den bisher bekannten Volkswirtschaften geführt. Dadurch ist auf der einen Seite die Identifikation der der Leser mit den Protagonisten möglicherweise größer, auf der anderen Seite wirkt die Serie insbesondere in politischer Hinsicht eher wie ein Exkurs in die siebziger oder achtziger Jahre als knapp eine Generation in die Zukunft. Diesen Bruch in der Hintergrundbeschreibung kann Wim Vandemaan leider auch nicht heilen, er hat alle Hände voll damit zu tun, die einzelnen Handlungsebenen nicht nur am Laufen zu halten, sondern irgendwie indirekt zu einem in diesem Fall sehr wenig abgeschlossenen Roman zu verbinden. Trotz der angesprochenen Schwächen bleibt „Ellerts Visionen“ ein streckenweise wirklich unterhaltsamer Roman, der auch stilistisch deutlich besser ist als die bisherigen „Perry Rhodan Neo“ Arbeiten.

Wim Vandemaan: "Perry Rhodan Neo 4: Ellerts Visionen"
Roman, Softcover, 164 Seiten
Pabel Verlag 2011

Weitere Bücher von Wim Vandemaan:
 - Das rote Imperium 3: Die Zukunftsbastion
 - Die Tefroder 3: Die Stadt der tausend Welten
 - Perry Rhodan Action 11 - Gericht der Regenten
 - Perry Rhodan Neo 14 - Die Giganten von Pigell
 - Perry Rhodan Neo 14: Die Giganten von Pigell
 - Perry Rhodan Neo 22 - Zisternen der Zeit
 - Perry Rhodan Neo 4 - Ellerts Visionen
 - PR Neo 22- Zisternen der Zeit

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24.12.11, 05:47 Uhr
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