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Andreas Eschbach

"Der Nobelpreis"

Leserrezensionen

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Leserrezensionen
13.12.07, 16:53 Uhr
frell
braucht endlich Aeryn und John in Staffel 4 auf deutsch


registriert seit:
Apr 2007
Nein, das hat Herr Eschbach schon besser hinbekommen - z.B. in "Das Jesus-Video" und "Die Solarstation".
In vielen Eschbach-Büchern habe ich den Eindruck, er baut seinen Spannungsbogen enorm auf - nur um am Ende alles auf einer Seite überhastet aufzulösen.
Vielleicht hat er den Fehler selbst bemerkt? Denn hier passiert es fast genau umgekehrt. Der Spannungsbosgen wird aufgebaut, die Auflösung folgt und dann ... folgen noch weitere 40 völlig unnötige Seiten.
Aber wäre das nur das einzige Manko...
Ich bin nicht wirklich ein Freund von Ich-Erzählern (Ausnahmen bestätigen die Regel), aber das, was Eschbach hier macht, geht dann doch zu weit. Das Buch beginnt in der dritten Person - und nach einem Viertel springt es dann in die 1.Person.
Und mittendrin ist eine kleine Szene wieder in der 3. Person erzählt, jedoch nicht aus Sicht des ersten Erzählers, sondern aus Sicht eines für den Roman völlig unbdeutenden Polizisten. Ich gebe zu, diese Szene war eine der besten; vermutlich wollte sie Eschbach nicht rausnehmen, hätte er sie aber als Ich-Erzähler erzählt, wäre sie nur noch halb so gut.
Dennoch: Das sind mir ein paar Stilbrüche zu viel!
Außerdem, wie schon in der Review dargelegt, ist der Beginn in der 3. Person eine glatte Lüge - und das stößt durchaus schon am Ende des Buches auf und läßt einen recht unbefriedigt zurück.
Wie alle Eschbach-Bücher läßt sich das Buch zwar gut lesen, aber streckenweise ist es auch recht langweilig. Ich habe mich immer wieder erwischt, wie ich den Text nur noch überflogen habe.
Leider wurde hier eine gute Idee (Verschwörung beim Nobel-Preis) völlig vertan. Schade, Herr Eschbach.

"Well, I try to save a life a day. Usually it's my own..."
- John Crichton (PKTech Girl)

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