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Krimi (diverse)



Herausgeber: Roman Sander

Sherlock Holmes und der Kannibale

rezensiert von Thomas Harbach

Zum Auftakt dieser Sherlock Holmes Reihe veröffentlichte der Blitz Verlag einen umfangreichen Roman des Sherlock Holmes Kenners Michael Hardwick. Der dritte demnächst erscheinende Band und gleichzeitig zweite Roman wird auch aus seiner Feder sein. In der Originalanthologie „Sherlock Holmes und der Kannibale“ von Roman Sander fügen sich fünf Geschichten von vier Autoren zusammen. Die meisten stammen aus den letzten zehn bis fünfzehn Jahren. Dabei reicht das Spektrum von zwei Geschichten des Allrounders Gary Lovisi über den Briten Barrie Roberts, dem eher im Krimibereich bekannten Martin Baesch zu einem der interessantesten und wissenschaftlich fundiert schreibenden jungen amerikanischen Science Fiction Autoren Geoffrey Landis.

Die Schwierigkeit, Arthür Conan Dolyes Figur in den Mittelpunkt neuer Geschichten zu stellen, ist Legion. Viele Autoren kommen mit dessen Deduktionsmethoden nicht zu recht, andere klammern sich zu sehr an den überragenden, fast erdrückenden Charakter des Meisterdetektivs und vernachlässigen die Handlung, die restlichen Autoren versuchen diese viktorianische Kultgestalt in eine andere Epoche zu transportieren und spielen mit den Kontrasten als der eigentlichen Ermittlungsarbeit. Zusammen mit einer zweiten Sammlung von Holmes Geschichten aus dem Bastei Verlag – „Schatten über Baker Street“ – stellt diese mit einem stimmungsvollen Titelbild von Mark Freier versehene Sammlung eine breit gestreute Eintrittskarte in die Baker Street 221B dar.

Kenntnisse der ursprünglichen Texte sind nicht notwendig, erhöhen allerdings das Lesevergnügen ungemein.

Den Auftakt bilden zwei längere Geschichten aus der Feder Gary Lovisi. In Deutschland erschien schon sein Thriller „Freie Fahrt zur Hölle“. Im Gegensatz zu diesem modernen Krimi erstrahlen beide Geschichten in edlen viktorianischen Edelholz.

Die Titel gebende Geschichte präsentiert nach Irene Adler eine der fremdartigsten, gut durchdachten und dann doch flegelhaft und frustrierend oberflächlich wiedergegebenen Frauengestalt im ganzen Holmes Universum. Susan Copely besucht den Meisterdetektiv, weil ihr Leben bedroht ist. Nach ersten Ermittlungen führt die Spur in die tiefste Vergangenheit und ein schreckliches Schiffsunglück.

Mit einem Rahmen um die eigentliche Handlung gelegt distanziert der erzählende Watson seine Leser von den aktuellen Ereignissen. Mit einem Rückblick in die Vergangenheit unterbricht er den Handlungsbogen, um dann diese verschiedenen Ebenen gegen Ende des Spannungsbogens geschickt zusammenzuführen. Dabei kommt es weder auf Holmes Ermittlungsarbeit an noch agiert er sonderlich geschickt. Lovisi verschenkt alle zu Beginn fesselnden Ansätze eines weiblichen Holmes. Eine direkte Konfrontation, ein geschicktes Fallenstellen und schließlich die überraschende Lösung hätten den Leser in Atem gehalten. Dazu ein über Jahrhunderte reichendes Geheimnis und eine gruselig grausame nähere Vergangenheit, langsam mit viel Ermittlungsarbeit und Deduktion an die Oberfläche gefördert. Stoffe oder zumindest Fäden, aus denen ein erfahrener Autor wie Michael Hardwick einen vielschichtigen Roman gezimmert hätte. So unterhält die Geschichte und entführt den Leser als stimmungsvollen Auftakt in Holmes Welt, im Gegensatz zu den meisten Fällen des Meisterdetektivs bleiben Fragen, Verantwortlichkeiten und schließlich Lösungen fast zweitrangig. Außerdem ist der Titel nicht unbedingt verkehrt, verzerrt aber die eigentlichen Ereignisse in eine in mehrfacher Hinsicht falsche und unfaire Richtung.

Viel näher, vielschichtiger und dichter in den eigentlichen Holmes Kosmos integriert ist Lovisis zweite Geschichte „Mycrofts großes Spiel“. Lovisi gibt dem Konflikt zwischen Moriarty und Holmes eine neue Perspektive, integriert politische Ränkespiele, verschiebt die bislang als allgemein gültigen Tatsachen und präsentiert eine lesenswerte politische Studie des Gleichgewichts der Kräfte. Das alles überwiegend aus Mycroft Holmes Sicht. Dabei sind seine ein bisschen lästerlichen Ansichten und fast liebevolle schräge Aufzählung von Sherlock Holmes schwachen Seiten im Gesamtkontext das eigentliche Lesevergnügen. Geschickt erläutert Lovisi seinen Leser und dem übergeordneten Erzähler Doyle, der indirekt als realer bzw. fiktiver Charakter auftritt und damit die fiktive Figur Watson zumindest an einer Stelle als Autoren der Geschichten im Strand Magazin ablöst. Dieser doppelte Boden ist an mehreren Stellen spürbar. Im Vergleich zur ersten Erzählung fühlt sich Lovisi enger an die Originalvorlagen gebunden sichtbar wohler. Er verbindet die rätselhafte und nur ungenügend erläuterte Zeit nach Sherlock Holmes Tod in den Reichenbach Wasserfällen mit dem Bruch zwischen den beiden Brüdern. Dabei verschweigt er nicht, dass ein gekränkter Sherlock Holmes nicht nur nachtragend, sondern egoistisch sein kann. Zum Ende hin führt er dann die beiden ungleichen Brüder in einer ungeschickten Konfrontation mit Moriarty zu einem guten, wenn auch nicht überzeugenden Happy End. Es steht in einem krassen Missverhältnis zum bisherigen Sachverhalt, dass Moriarty angeblich doch nur ein kleiner Schurke und keine frühe Inkarnation des Dr. Mabuse ist, dass Sherlock Holmes sich doch besser in der Unterwelt und dessen geheimnisvollen, aber untreuen Strömungen auskennt als der im Dienst seiner Majestät und für den Geheimdienst arbeitende Mycroft Holmes. Diese Punkte zerstören die über weite Strecken sehr gelungene und zu Beginn außerordentlich einfühlsam aufgebaute Atmosphäre und hinterlassen wie nach der Lektüre der ersten Geschichte eine deutlich spürbare Unzufriedenheit.

Der Engländer Barrie Roberts verbindet in seiner kurzweiligen, manchmal unheimlichen und immer atmosphärisch dichten Geschichte „Das Rätsel des Addleton-Fluches“ die kriminalistischen Elemente mit dem Stand der damaligen naturwissenschaftlichen Forschungen. Dabei steht weniger eine stringente Handlung im Mittelpunkt, sondern Roberts reiht eine Reihe von Ereignissen durch einen angeblichen Fluch verbunden aneinander. Er kommt mit den beiden Protagonisten überraschend gut zurecht. Den übergeordneten Erzähler Watson lässt er – wie bei fast allen Geschichten dieser Sammlung – über das bekannte Universum hinaus blicken und einen Fall erzählen, der wieder einmal aus dieses Mal nicht nachvollziehbaren Gründen geheim gehalten worden ist. Dabei versucht Roberts der Fluch und Grabräuberthematik neue Impulse zu geben und der Text liest sich sehr flüssig.

Martin Baresch versucht die menschliche Seite Sherlock Holmes zu beleuchten. Er beginnt seine Geschichte im Jahr 1912 und mit einem neuen Auftrag der englischen Regierung versehen bricht Holmes aus dem vertrauten Sussex nach Amerika auf. Vorher muss er in seinem eigenen Interesse noch den Mord an Mary Watson lösen. „Das späte Geständnis der Mary Watson“ versucht sich auf den Pfaden von Nicolas Meyers Roman „The seven percent Solution“ und setzt sich mit dem dunklen Kapitel von Holmes Kokain- Sucht auseinander. Holmes sucht die Lücken seines Gedächtnis zu schließen. Dabei ist es für ihn von elementarer Bedeutung, wieder eine Brücke zu Doktor Watson finden. Gleichzeitig lernt er die Persönlichkeit Arthur Conan Doyle kennen, Watsons Ghostwriter. Obwohl sich Baresch bemüht, die Persönlichkeit Holmes zumindest ansatzweise in den Griff zu bekommen, wirken viele Ansätze eher erzwungen und konstruiert als fließend. Woher hat die Regierung bzw. deren Vertreter ihr Wissen um die schicksalshafte Nacht ? Und wenn sie es wissen, warum bringen sie es in dem Augenblick zur Sprache, in welchen sie Holmes auf ihre Seite bringen wollen? Besteht nicht die Gefahr, dass er sich weiter isoliert ? Die sich anschließende Ermittlungsarbeit ist von seltener Geradlinigkeit und besteht mehr darin, dass Holmes sein eigenes Gedächtnis wieder auf Vordermann bringt. Der exzentrische Charakter Sherlock Holmes überragt die viele Geschichten nicht als sympathische Persönlichkeit, sondern als faszinierender, kühler Logiker. Darum fällt es einem Autoren wie Martin Baresch auch schwer, eine Beziehung zwischen Charakter und Leser aufzubauen und mit Emotionen zu füllen. Der Leser weiß, dass Holmes selbst von Sinnen nicht in der Lage sein könnte, Verbrechen zu begehen. Diese Prämisse scheidet von Beginn an aus, auch wenn der Autor diese Möglichkeit impliziert. Trotz dieser schwierigen Ausgangslage fesselt Baresch seine Leser über kurze Strecken dieser nicht allzu umfangreichen Geschichte. Im Grunde möchte der Leser aber mehr über das bevorstehende Abenteuer erfahren als die potentiellen Lücken in Holmes Vergangenheit zu schließen. Auch aus der Konfrontation Doyle- Holmes macht Baresch viel zu wenig. Wenn Doyle davon spricht, dass ihm seine historischen texte immer mehr bedeutet hätten, als die Detektivgeschichten, regt sich kein Widerspruch.
Wie bei der ersten Geschichte Lovisis steckt in diesem Text eine umfangreichere, bessere Geschichte, die irgendwann ans Tageslicht kommen könnte. Bis dahin muss sich der Leser mit einem interessanten Fragment begnügen.

Die letzte Geschichte – Geoffrey Landis „Die einzigartigen Verhaltensmuster der Wespen“ – verbindet Holmes, Jack the Ripper und schließlich H.G. Wells Marsvision zu einer einzigartigen, farbenprächtigen und doch offensichtlich ungeheuer kompliziert konstruierten, aber nicht lebendigen Geschichte. Landes macht gleich zu Beginn seines Textes zwei Fehler: er suggeriert die Möglichkeit, dass Holmes der Killer Jack the Ripper sein könnte und kehrt schließlich nach einer überdrehten, aber phasenweise faszinierenden Geschichte zu diesem Bild zurück. Dabei kombiniert er die wenigen historischen Fakten mit der Fiktion. Anschließend verkündet Watson, dass er dieses Erlebnis nur seinem Tagebuch anvertrauen kann, also medizinische Katharsis. Dabei wäre es nach der Veröffentlichung von H.G. Wells Roman „Kampf der Welten“ ein leichtes, auch dieses Abenteuer zu publizieren.

Von Beginn an – den doppelten Kanonenschüssen – wirken die einzelnen Komponenten zurechtgebogen. So wirkt die Einladung, das rätselhafte Verschwinden einer Leiche zu untersuchen, eher wie eine nachgeschobene Erklärung des Erzählers, seinen Charakter auf die Spur zu bringen. Auch erfährt der Leser zu wenig über die Untersuchungen des Detektivs. Das ist zwar die klassische Erzählmethode Doyles gewesen, doch diese überdrehte absurde Geschichte verlangt mehr Informationen. Landis fehlt das recht Maß, die ursprüngliche Kombinationsmethode mit einer interessanten Version der Jack the Ripper Legende zu verbinden. Dabei wirkt sein Stil oft unnötig steif und in der vorliegenden Übersetzung ein wenig unbeholfen.

Die fünf Geschichten dieser Sammlung unterstreichen den Drang, Sherlock Holmes aus seiner einzigartigen, oft verwunderlich kleinen Welt zu reißen und die immer wieder angedeuteten, den Bestand des britischen Imperiums bedrohenden Fälle aufzuarbeiten. Jack the Ripper, H.G. Wells und schließlich Moriarty als Partner der britischen Regierung. In dieser Ballung suchen sich die Texte zu übertreffen und verstellen oft den Weg zu den wirklich simplen Ermittlungsmethoden und der genauen Deduktion Sherlock Holmes. Nur zu Beginn des ersten Textes verblüfft allerdings die weibliche Hauptfigur die Leser und Dr. Watson. Zwar stimmen die einzelnen Teilbereiche – Problemstellung, Ermittlung und Lösung – in den hier präsentierten Geschichten, doch zumindest bei zwei dieser Texte hat der Leser nicht das Gefühl, nur Sherlock Holmes könne einen solchen Fall lösen.

Alle Texte unterhalten auf einem gehobenen Niveau und die Mühe, die sich die vier Autoren mit dieser überdimensionalen Gestalt gemacht haben, ist deutlich spürbar. Auch aus dem oft trotteligen Doktor Watson ist eine ernstzunehmende Persönlichkeit geworden. Diese Veränderung gegenüber den ursprünglichen Geschichten schafft ein wohltuendes Gleichgewicht. Die Übersetzungen der einzelnen Storys von J. Eden und Martin Baresch wirken allerdings sehr uneinheitlich und insbesondere zu Beginn von „Holmes und der Kannibale“ hat J. Eden extreme Schwierigkeiten, die richtigen, oft altbackenen Worte zu finden. Hier hätte auch das Lektorat geradliniger erfolgen müssen.

Zum Nachdenken regen diese fünf Texte – wie der Klappentexte suggeriert – nicht an, aber sie unterhalten prächtig und entführen den Leser in eine lange zurückliegende Zeit in das Herz des britischen Reiches und in die kleinen Räumen in der Bakerstreet 221B , der Heimat des größten Detektivs aller Zeiten.

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Herausgeber: Roman Sander: "Sherlock Holmes und der Kannibale"
Roman, Softcover, 192 Seiten
Blitz Verlag 2005

Leserrezensionen

Leserrezensionen
28.08.06, 23:53 Uhr
Florian Hilleberg
unregistriert


In diesem Band erwarten den Leser fünf Geschichten, die aufgrund ihrer thematischen Brisanz keinesfalls zu der Zeit veröffentlicht werden durften in der sie geschahen.
Das Buch beginnt mit der Titelgeschichte, welche von Gary Lovisi geschrieben wurde, und der man unzweifelhaft die Leidenschaft ihres Autors für den Meisterdetektiv anmerkt. Die Charakterisierung der Figuren gelingt Lovisi hervorragend, wobei er neben dem Erfolgsduo Holmes und Watson auch Inspektor Lestrade, Mycroft Holmes und Inspektor Gregson zu einem wiederholten Auftritt verhilft. Die Story an sich spielt mit einem gesellschaftlichen Tabu, dass in unserer Zeit dank Filmen und Büchern, wie „Das Schweigen der Lämmer“, auch zunehmend zur abendfüllenden Unterhaltung herhalten darf: Dem Kannibalismus. Dabei braucht der Leser nicht zu befürchten, dass die Handlung zur unkontrollierten Blutorgie mutiert. Die Geschichte hätte in ihrem Stil auch von Doyle selbst stammen können. Der Plot ist überraschend und schlüssig, eben typisch für einen Holmes-Fall.
Auch der zweite Fall stammt von Gary Lovisi, der dieses Mal weder Holmes, noch Watson als Erzähler auserkoren hat, sondern keinen geringeren als Mycroft, Sherlocks sieben Jahre älteren Bruder. Die Handlung beginnt mit dem Fall „Das letzte Problem“, nur eben aus einer anderen Perspektive erzählt, zieht sich aber über den „Tod“ Holmes’ hinaus und berichtet dem Leser was tatsächlich geschah, und wie Professor James Moriarty wirklich sein Ende fand. Dabei erfährt der Leser das Ungeheuerliche: Es gibt nämlich eine interessante Verbindung zischen Mycroft Holmes und dem Napoleon des Verbrechens.
Die Geschichte wird spannend und kurzweilig erzählt und zählt für mich zu den Besten Holmes-Erzählungen, die nach Doyles Tod veröffentlicht wurden.
Die nächste Erzählung von Barrie Roberts unter dem Titel „Das Rätsel des Addleton-Fluches“ konfrontiert Holmes und Watson einmal mehr mit einem augenscheinlich übersinnlichen Phänomen, welches aber dem scharfen Verstand des Detektivs nicht standzuhalten vermag. Eine solide Erzählung, deren Stil teilweise zu antiquiert wirkt, aber den typischen Charakter der Holmes-Fälle dennoch bewahrt.
Im vierten Fall griff Martin Baresch selber zur Feder, nachdem er schon die beiden vorangegangenen Geschichten ins Deutsche übersetzte. Baresch nimmt sich dieses Mal, dem in Sussex zurückgezogen lebenden Sherlock Holmes an, der sich ganz der Bienenkunde widmet und lässt den Detektiv seine Geschichte selber erzählen. Watson wird nur am Rande erwähnt, obwohl es um den Tod seiner Frau Mary geht, die keines natürlichen Todes starb, sondern einem Mord zum Opfer fiel. Einem Mord, den vielleicht der Meisterdetektiv selbst verübte?
Auch hier erwartet den Leser eine Kriminal-Story im Geiste von Arthur Conan Doyle, die offene Fragen beantwortet. Besonders gefallen hat mir eine Anspielung auf „Mycrofts großes Spiel“, welches von Baresch ja übersetzt wurde. So werden auch die einzelnen Fälle dieses Bandes verwoben, wobei sich die einzelnen Handlungen in bestimmten Abläufen schon wiedersprechen, aber da gestehe ich den Autoren ihre künstlerische Freiheit zu.
Der letzte Fall, beschäftigt sich mit einem beliebten Thema innerhalb der Kriminalistik und der Literatur im allgemeinen: Wer war Jack the Ripper wirklich? Dass sich dieses Mal Sherlock Holmes diesem Fall annimmt, verleiht der Geschichte einen dramaturgischen Kick, gehört die Konfrontation zwischen Holmes und dem Ripper, doch zu den beliebtesten Gedankenspielen der Fans des Meisterdetektivs, denn beide waren ja immerhin Zeitgenossen. Geschrieben wurde die Story von dem amerikanischen Wissenschaftler und Science-Fiction-Autor Geoffrey Landis, der dem Leser eine Lösung auftischt, die eingefleischte Anhänger nur schwer akzeptieren werden, die aber gleichzeitig auch genial, abwechslungsreich und spannend ist. Und wenn man sich auf die Handlung einlässt, erwartet den Leser einer der unheimlichsten und mysteriösesten Fälle von Sherlock Holmes.
Die Innenillustrationen, die als Cover zu den einzelnen Erzählungen dienen, übertreffen sogar noch die Bilder aus dem ersten Band. Passend zur Handlung stimmen sie den Leser schon im Vorfeld perfekt auf die Geschichte ein, denn sie vermitteln eine ganz eigene Atmosphäre.
Nicht vergessen werden darf die Umschlaggestaltung des Buches. Mit einem düsteren Titelbild aus den verwinkelten Gassen des viktorianischen Londons, ist das Cover ein echter Blickfang.