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Interviews



Im Gespräch mit Wolfgang Hohlbein

zur Verfügung gestellt vom Heyne Verlag

von Markus Rohde

Was war die unheimlichste Situation in ihrem Leben?
Wolfgang Hohlbein: So eine richtige Schreckenssituation hatte ich eigentlich noch nie. Aber manchmal widerfahren mir seltsame Dinge. Mein Buch "Unterland" beginnt damit, dass während einer Gartenparty ein Swimmingpool zusammenbricht und gar gräusliche Monster hervorkriechen. Drei Wochen nach Erscheinen des Buches brach mein selbst gebauter Pool im Garten wirklich zusammen. Monster allerdings kamen nicht heraus.

Welche Rolle spielt Ihre Frau, die oft Co-Autorin ist?
Wolfgang Hohlbein: Meine Frau ist im wahrsten Sinne des Wortes meine Muse. Die meisten Ideen und Titel kommen tatsächlich von ihr. Wir entwickeln meist die Ideen zusammen, aus denen wir dann die Geschichten spinnen. Das klappt natürlich nicht auf Anhieb. In nur zehn Prozent kommt etwas dabei raus.

Was sind Ihre Stärken?
Wolfgang Hohlbein: Meine Stärke ist eher die abenteuerliche, spannende Erzählung, während meine Frau die träumerischen, märchenhaften und kindlichen Elemente beisteuert. Ich verfüge über ein ausgeprägtes Gespür für Spannung, ganz nach dem Motto - was wäre jetzt die schlimmste Wendung, die die Handlung nehmen kann? Und ich habe eine sehr starke visuelle Fantasie, mit der ich Szenarien in nahen oder fernen Welten entwickle, ohne den Fuß vor die Tür zu setzen.

Wie reagieren Sie auf Kritik?
Wolfgang Hohlbein: Es ist tatsächlich so, dass 95 Prozent der Kritiken positiv sind. Aber die anderen 5 Prozent, egal ob berechtigt oder nicht, verderben mir dann den Tag. Ich vertrage anscheinen keine Kritik. Ich stelle mich ihr gerne im persönlichen Gespräch, aber geschrieben Kritiken haben so etwas Endgültiges. Das mag ich nicht.

Sie haben fünf Kinder, die inzwischen Teenager sind. Was ist das größte Problem der heutigen Jugendlichen?
Wolfgang Hohlbein: Das größte Problem der Jugend ist die Jugend. Es ist zweifellos das Vorrecht der Jugend unzufrieden zu sein, zu revoltieren und Fehler zu machen. Was mich erschreckt, ist nicht die viel beschworene Jugendkriminalität. Nein, mich erschüttert der mangelnde Respekt, den viele junge Leute zeigen. Und ich meine damit Respekt gegenüber allem - vor dem Eigentum, dem Leben, der Natur und gewissen Werten.