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Das Making-of von 'Torchwood - Ein anderes Leben'

Im Gespr├Ąch mit dem Autor Peter Anghelides

von Susanne D├Âpke/Future Image

Peter Anghelides ist ein britischer Autor, der besonders f├╝r seine Doctor Who-Romane bekannt ist. Er ist seit seiner Kindheit ein gro├čer Fan der Kultfernsehserie. In den letzten zehn Jahren hat er Dutzende Romane, H├Ârb├╝cher und -spiele, Kurzgeschichten und Comic-Strips verfasst.

Anghelides ist einer von drei Autoren, die direkt mit den Produzenten von Torchwood zusammenarbeiteten, um Romane parallel zur Serie zu entwickeln. SF-RADIO-Autorin Susanne D├Âpke hat mit ihm ├╝ber seine Arbeit und die Idee zu diesem Buch gesprochen.

Du hast eine Menge Romane geschrieben, die auf Fernsehserien basieren. Worauf musst du achten, wenn du f├╝r etablierte Charaktere wie Captain Jack oder Gwen Cooper schreibst?

Gew├Âhnlich ist es so, dass du die Charaktere in deiner Geschichte nicht vollkommen ver├Ąndern darfst. Das ist haupts├Ąchlich so, weil die Serie festlegt, wer die Figuren sind und du darfst dem nicht widersprechen. Du musst sie also wieder unbeschadet an ihren Ausgangspunkt zur├╝ckbringen, weil die B├╝cher von Zehntausenden gelesen werden, w├Ąhrend die Fernsehserie von Millionen gesehen wird.

Foto von Peter Anghelides: Sam Anghelides Im Gegensatz dazu sagt Ian Rankin [britischer Krimiautor mit einer Reihe um Inspector John Rebus, Anmerkung der Redaktion] ├╝ber seine Romanserie: "Um die Entwicklung (und R├╝ckschritte) von Rebus (und allen anderen wiederkehrenden Figuren) vollkommen zu verstehen und sch├Ątzen zu k├Ânnen, ist es interessant, die B├╝cher in der Reihenfolge zu lesen, in der die B├╝cher geschrieben worden sind." Agatha Christie und Arthur Conan Doyle h├Ątten ihre Charaktere nach belieben sterben lassen k├Ânnen. Aber bei einer TV-Serie wei├čt du, dass deine Hauptfiguren ├╝berleben und sie am Ende wieder genauso sind, wie vorher.

Ist das nicht ein Problem f├╝r dich als Autor?

Das h├Ârt sich an wie ein Problem f├╝r den Autor, weil du auch m├Âchtest, dass sich deine Helden und Heldinnen sich durch die Erlebnisse in deinem Roman weiterentwickeln. Sie sind diejenigen, mit denen der Leser sich identifiziert. Wenn sie nichts aus ihren Handlungen lernen und ihre Erfahrungen sie nicht emotional bewegen, wird der Leser sich nicht von der Geschichte angesprochen f├╝hlen.

Um das zu umgehen, kannst du neue Charaktere schaffen, mit denen der Leser sich identifizieren kann - das darf aber nicht auf Kosten der regul├Ąren Figuren gehen, weil das eben diejenigen sind, wegen denen die Leser das Buch ├╝berhaupt kaufen.

Gl├╝cklicherweise gibt es einen anderen Weg. Die Torchwood-Hauptakteure entwickeln und ├Ąndern sich in der Serie oder sie sterben sogar. Also kannst du einige Handlungsstr├Ąnge in deinen Roman einweben, die darauf anspielen und dazu beitragen, Spannung aufzubauen. In Ein anderes Leben gibt es einige solcher Handlungsstr├Ąnge. Fans der Serie werden das mit Sicherheit bemerken, ein weniger involvierter Leser nimmt es einfach als Teil des Romans hin.

Wie bist du dazu gekommen, f├╝r Torchwood und Doctor Who zu schreiben?

Die BBC hat die Doctor-Who-Fernsehserie 1989 eingestellt. Virgin hat dann einige Doctor-Who-Romane ver├Âffentlicht, die die Serie weiter gef├╝hrt haben. Einige meiner Freunde haben f├╝r diese Serie geschrieben und ich habe dann auch einige Geschichten bei Virgin ver├Âffentlicht. Als die BBC 1996 einen Doctor-Who-Film gedreht hat, haben die Verantwortlichen beschlossen, die B├╝cher selbst zu verlegen. Ich habe einen Romanvorschlag eingereicht und er ist angenommen worden. Danach bin ich dabei geblieben.

Das war eine besonders interessante Zeit, um TV-Romane zu schreiben. Die BBC hat keine neuen Doctor-Who-Folgen gedreht und die Autoren konnten die Geschichte weiterentwickeln, ohne Angst haben zu m├╝ssen, dass ihre B├╝cher kontr├Ąr zur Fernsehserie stehen. Diese B├╝cher waren das Futter f├╝r Tausende treuer Fans, die nach neuen Storys d├╝rsteten.

Und was ist passiert, als Doctor Who ins Fernsehen zur├╝ckkehrte?

Als die BBC 2005 anfing, die neue Doctor-Who-Serie zu produzieren ├Ąnderte sich das nat├╝rlich. Dann wurde eine andere Art Romane in Auftrag gegeben. Ein Jahr sp├Ąter entschieden sie sich dann, Torchwood als eigene, unabh├Ąngige Serie mit Captain Jack Harkness als Hauptfigur zu produzieren. Harkness war bereits in Doctor Who aufgetreten. BBC Books hat von Anfang an entschieden, auch TV-Romane begleitend zur Serie herauszubringen.

Ich war einer von drei Autoren [Peter Anghelides, Dan Abnett und Andy Lane], die die ersten Auftr├Ąge bekommen haben. Die Verleger und Produzenten fanden, dass unsere bereits erschienenen Romane erkennen lie├čen, was sie f├╝r ihre neuen Titel suchten. Die Torchwood-B├╝cher sind f├╝r eine ├Ąltere Zielgruppe angelegt und gut doppelt so lang wie ihre Doctor-Who-Gegenst├╝cke.

Ich glaube, BBC Books hat Ein anderes Leben gefallen, weil ich der Erste war, den sie gebeten haben, einen weiteren Torchwood-Roman zu schreiben.

Wenn man den Roman liest, merkt man, dass du sehr viel recherchiert hast - wie hast du dich auf Ein anderes Leben vorbereitet?

Ich bin im April 2006 gefragt worden und habe den Vertrag einen Monat sp├Ąter unterschrieben. Allerdings wurde die erste Staffel erst im Oktober 2006 ausgestrahlt. Meine Recherche bestand also daraus, mir das Konzept der Serie anzueignen, die Charaktere und Orte kennenzulernen und zu erfahren, was in den ersten dreizehn Folgen passiert, ohne sie je gesehen zu haben.

Wir drei Torchwood-Romanautoren haben uns mit dem Redakteur Brian Minchin zusammengesetzt und er hat uns alles erkl├Ąrt. Brian war klasse - so enthusiastisch ├╝ber das Potenzial der Serie und er achtete sehr darauf, dass die B├╝cher ordentlich recherchiert und vorbereitet wurden. Wir durften uns die Entw├╝rfe des Sets ansehen und einige Requisiten, weil sich zu diesem Zeitpunkt alles noch im Bau befand.

Dann konntest du dir also noch keine Episoden ansehen?

Bei Ein anderes Leben gab es schlicht und einfach noch keine! Ich habe den ersten Entwurf geschrieben, bevor ich auch nur eine Folge zu Gesicht bekommen habe. Als das Buch schon sehr weit fortgeschritten war, konnte ich die Pilotfolge in einer Sondervorf├╝hrung f├╝r die das Produktions- und Publicityteam der BBC sehen. Mein Roman wurde ver├Âffentlicht, kurz bevor die Ausstrahlung der ersten Staffel beendet war.

Als ich meinen zweiten Roman Pack Animals [Ver├Âffentlichung und deutscher Titel stehen noch nicht fest] schrieb, lief das parallel zur zweiten Staffel. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Dinge f├╝r einige Charaktere bereits ge├Ąndert. Au├čerdem hatte ich die M├Âglichkeit viele Drehb├╝cher der zweiten Staffel zu lesen, bevor ich meinen Entwurf geschrieben habe. Ich konnte sogar einige Episoden sehen, bevor ich das Buch abgegeben habe.

Konntest du das Set besuchen?

Ja, ich bin mit den anderen Autoren nach Cardiff in S├╝dwales gefahren. Eigentlich war ein Design-Meeting geplant und anschlie├čend sollten wir uns mit dem Produzenten Richard Stokes, seinem Autorenteam, den Designern und dem Chefpublizisten treffen. Aber es hat nicht geklappt, einiges kurzfristig zu arrangieren. Die Drehbuchautoren waren verst├Ąndlicherweise vollkommen mit der komplexen Aufgabe besch├Ąftigt, dreizehn Folgen einer brandneuen Fernsehserie zu schreiben.

Wen hast du denn dann getroffen und was habt ihr euch angesehen?

Wir sind von Matt Nicholls, einem Angestellten, zu den Studios gefahren worden. Er hat uns etwas ├╝ber die vielen Drehorte in Cardiff vermittelt. Und einer der Drehbuchautoren, Gary Russell - er war toll - hat uns das Hauptstudio gezeigt. Wir haben die Sets f├╝r die Hauptdarsteller besichtigt. Darunter waren auch das Appartement, in dem Gwen und Rhys leben, sowie das Torchwood-Verlies, in dem das Weevil eingesperrt ist. Dort gab es auch ein kleines Set mit Iantos Rezeption mit ordentlich aufgestapelten Touristenbrosch├╝ren und Zeitungen vor den Fenstern.

Das Aufregendste war aber das Set mit der Basis. Es war riesig und befand sich auf zwei Etagen, direkt neben dem TARDIS-Set von Doctor Who. Im unteren Bereich war das Wasserbecken der Basis. Das f├╝hrte zu einem Level, auf dem alle Computer neben dem zahnradartigen Eingang standen. Dann gab es einen Gang zum weiter hinten gelegenen Autopsiesaal, das war ein sechseckiger Tank mit einem vergitterten Fenster auf einer Seite. Wir sind in Jacks B├╝ro gegangen, das mit dem abgerundeten Schreibtisch und den Aktenschr├Ąnken. Dann sind wir noch in den Spielbereich, bevor wir die Glast├╝ren der Waffenkammer erreicht haben.

Von dort f├╝hrte eine Wendeltreppe zu einer schmalen Plattform, auf der wir Iantos Kaffeemaschine sehen konnten und von dort aus ging es in den Konferenzraum, der die obere Etage dominiert.

Der Balkon ├╝ber dem Hauptsaal der Basis hat Bullaugen in Richtung der Bucht und man hat uns gesagt, dass sie ab und zu zeigen w├╝rden, dass drau├čen Fische vorbeischwimmen.

Ich habe mir brav Notizen von allen Dingen gemacht, die mich interessieren. Das waren Sachen, die ich gesehen oder geh├Ârt habe und die mir einen kleinen Einblick in die Charaktere gegeben haben - Inhalte eines Notizblocks, Obstsch├╝sseln auf einem Schreibtisch, eines von Rhys Magazinen, auf denen stand "Wie man in sechs Wochen einen Waschbrettbauch bekommt", oder einen vollen Aschenbecher in Toshikos K├╝che. Sie sollte urspr├╝nglich eine Kettenraucherin sein, die nach Episode Sieben aufh├Ârt.

Du beschreibst das Schiff des Au├čerirdischen sehr ausf├╝hrlich. Machst du dir Skizzen von bestimmten Orten f├╝r dein Manuskript?

Ich kann ├╝berhaupt nicht zeichnen und schreibe alle Beschreibungen auf. F├╝r die wichtigsten Locations bei Torchwood hat es mir sehr geholfen, dass ich sie mit eigenen Augen sehen konnte. Wenn es sich um ein Krankenhaus oder einen Armeest├╝tzpunkt handelt, sehe ich sie mir an oder suche nach Fotos. F├╝r komplett erdachte Dinge wie das au├čerirdische Schiff denke ich mir aus, wie es aussehen soll. Dann kann ich die Handlung ├╝berzeugend arrangieren.

Der Schauplatz Cardiff spielt selbst eine wichtige Rolle in Ein anderes Leben. Warum war das so wichtig?

Teil unserer Einf├╝hrung f├╝r Torchwood war, dass Cardiff der Dreh- und Angelpunkt der Serie ist. Die Basis liegt im Herzen des Millennium-Entwicklungsprojekts, das den Hauptteil von Tiger Bay ersetzt hat. In diesem Gebiet liegen wundersch├Âne neue Geb├Ąude wie das Millennium Center und der Senedd. Sie liegen direkt neben dem Pierhead Geb├Ąude aus roten Ziegeln, dass bereits vor einem Jahrhundert gebaut wurde. Und selbstverst├Ąndlich gibt es da auch den Wasserturm, den die Leute jetzt den "Torchwood-Turm" nennen und der angeblich bis nach unten in die Basis f├╝hrt. (Wir hatten da bereits den moosbewachsenen Fu├č des Turms in dem unterirdischen Studio-Set gesehen, der immer tropfnass war.)

Lange bevor der Wasserturm zur Touristenattraktion f├╝r Torchwood-Fans wurde, standen wir drei Autoren auf der Steinplatte davor und haben uns fotografiert.

Mit all diesen Fakten im Hintergrund habe ich mich entschieden, dass Cardiff eine meiner "Hauptfiguren" des Romans werden sollte und habe die Geschichte so geschrieben, dass man alles wiedererkennt. Wie alle anderen Charaktere musste ich die Stadt am Ende des Buchs so hinterlassen, wie ich sie vorgefunden habe.

Bist du eigentlich aus Wales oder sprichst du Walisisch?

Nein, ich spreche kein Wort Walisisch. Vor diesem Auftrag war ich nur einmal im mit meiner Familie im Urlaub in Wales.

In deinem Roman h├Ârt es ├╝berhaupt nicht mehr auf, zu regnen. Ist das normal f├╝r Cardiff?

Das kann passieren! Als ich das letzte Mal mit der Familie in Cardiff warm war es wirklich sehr regnerisch. Ich war aber inzwischen auch schon Mal da und das Wetter war toll - blauer Himmel und warme Sonnenschein. Tats├Ąchlich war es so, als ich das Set besucht habe. Ich wusste, dass ich eine Geschichte schreiben w├╝rde, in der ein Sturm die Stadt ├╝berschwemmt und trotzdem hatten wir die ganze Zeit hellen Sonnenschein!

Wie hast du die Geschichte Ein anderes Leben angelegt?

Anders als bei einigen anderen Science-Fiction-Serien kommen die Hauptfiguren in Torchwood nicht immer gut miteinander aus. Zwischen ihnen gibt es w├Ąhrend der gesamten ersten Staffel st├Ąndig Spannungen und Rivalit├Ąten. Das schaukelt sich hoch, bis Owen Jack zur Rede stellt. Das war ein Ausgangspunkt - Owens Bestreben, Verantwortung zu ├╝bernehmen, die Initiative zu ergreifen, und so zu werden wie Jack.

Das andere, das ich an der ersten Staffel mag, ist, dass Jack aus Gr├╝nden, die nur er selbst kennt, alle au├čer Gwen ├╝ber seine Unsterblichkeit im Dunkeln l├Ąsst. Was ist also das Schlimmste, das ihm passieren kann? Von einer Kreatur in Besitz genommen zu werden, die ihn nicht losl├Ąsst, bis er stirbt.

Mein Entwurf wurde von Gary Russel und dem ausf├╝hrenden Produzenten Russel T. Davies gepr├╝ft, und nachdem ich ihre Anmerkungen und die Zustimmung bekam, habe ich das als Basis f├╝r das Schreiben der Geschichte benutzt.

In dem Roman kommt das Spiel "Second Reality" vor. Faszinieren dich virtuelle Simulationen? Immerhin gibt es auch das Spiel "Second Life"...

Ich habe mich f├╝r virtuelle Umgebungen wie "Second Life" interessiert, weil Leute diese Spiele f├╝r soziale Interaktionen nutzen. Ich finde allerdings, dass sie auch das Potenzial f├╝r verschiedene Trainingssimulationen oder Datenanalysen haben.

Eins der Dinge, die ich ├╝ber die fiktionale Welt Torchwood gelernt habe ist, dass sie unglaublich gro├če Rechnerkapazit├Ąten haben m├╝ssen. Also dachte ich, m├╝ssten sie in der Lage sein, ziemlich realistische Interaktionen in diesen Welten mit virtueller Pr├Ąsenz zu schaffen - und dass das irgendwie eine interessante Geschichte werden k├Ânnte.

Als ich den Roman gelesen habe, war ich von der Erz├Ąhlperspektive, die teilweise in die Zweite Person wechselt, zuerst verwirrt, dann fasziniert. Du hast dir beim Schreiben bestimmt ins F├Ąustchen gelacht - kannst du erkl├Ąren, warum du das so gemacht hast?

Ich wollte die Geschichte auf eine innovative Weise einleiten, sodass Leser so ├Ąhnlich reagieren, wie wenn sie die erste Torchwood-Episode gesehen haben. Weil mein Au├čerirdischer seine menschlichen Opfer vollkommen kontrolliert, fand ich es einen guten Kniff, dem Leser mit der Erz├Ąhlperspektive aus der Zweiten Person das Gef├╝hl zu geben, dass sie besessen sind. "Du starrst auf die Waffen und suchst keinen Augenkontakt mit den Soldaten. Dein Gesicht ist teilnahmslos. Du wirst ihnen keine weiteren Anhaltspunkte mehr geben."

Au├čerdem l├Ąuft es in einigen Online-Spielen ├Ąhnlich. In modernen Spielen nimmst du sofort die Perspektive deines Onscreen-Charakters ein. In ├Ąlteren, textbasierten Online-Spielen wird so der Fortlauf der Handlung erkl├Ąrt. "Du ├Âffnest die T├╝r und siehst eine mit Kerzen erleuchtete Br├╝cke ├╝ber einem dunklen Abgrund. Ein feinh├Ąutiger Troll tritt dir entgegen." Das spiegelt also den "Second Reality"-Teil meiner Geschichte.

Was ist so besonders gruselig daran, wenn Etwas oder Jemand die Kontrolle ├╝ber den K├Ârper eines anderen ├╝bernimmt?

Es ist buchst├Ąblich der Verlust des eigenen Selbst. Aber hier handelt es sich nicht um eine Zombie-Besessenheit, bei der die Person aufh├Ârt zu existieren. Ihre Erinnerungen und Gedanken sind noch da. Wir verstehen auch schon recht fr├╝h im Buch das Folgende: Wenn der Au├čerirdische dich aus seinen Klauen entl├Ąsst, wirst du mit Sicherheit gleich sterben.

Was war das mit den ekligen Seesternwesen?

Was war denn mit ihnen? Das war eine Art den Lebenszyklus des Au├čerirdischen zu beschreiben und so hatte ich ein echtes Monster in einigen Szenen. Au├čerdem finde ich es gut, dass es jedes Mal gr├Â├čer wird, wie das vorherige.

Wir erfahren etwas ├╝ber Owens Leben vor Torchwood. Wie legst du Figuren wie Megan an?

Es gab nat├╝rlich Einschr├Ąnkungen dabei, was ich mir f├╝r Owen ausdenken konnte. Das ist teilweise so, weil die BBC es Schl├╝sselinformationen f├╝r die Fernsehserie reserviert. Auf der anderen Seite hatten die Drehbuchautoren bereits ein paar Dinge festgelegt, die sie ├╝ber die Hauptakteure in der zweiten Staffel preisgeben wollten.

Ich wollte eine Figur schaffen, der Owen bereits vertraut, weil sie eine gemeinsame Vorgeschichte haben. Andererseits h├Ątte ich sonst einen Gro├čteil des Romans damit verschenkt, das Vertrauen zwischen Fremden zu etablieren. In Staffel Eins war Owens gro├čer Antrieb der Egoismus. Indem ich diese Charakterschw├Ąche f├╝r mich ausnutzte, kam ich schnell und einfach ans Ziel.

Welches ist dein liebstes Torchwood-Alien?

Ich mag Weevils. Ich wollte zwar keine Weevil-Story schreiben, aber ich habe eine Szene mit einem Weevil eingebaut.

Gibt es ein au├čerirdisches Ger├Ąt, das du besonders gut findest? Darfst du auch einfach etwas erfinden oder hast du eine Liste mit coolen Technospielzeugen aus der Serie?

Ich habe den bekaranischen Scanner f├╝r Ein anderes Leben entwickelt. Es ist sch├Ân, etwas Neues im Buch zu haben. Ich konnte das Ger├Ąt als Teil der Geschichte benutzen, ebenso f├╝r ein paar am├╝sante Szenen zwischen Owen und Megan. Ich habe es mit meinen Mitautoren f├╝r die ersten paar B├╝cher diskutiert und sie haben den Scanner auch benutzt. Aber als ich geh├Ârt habe, dass Joe Lidster es in einem Torchwood-Radioh├Ârspiel benutzt hat, war ich sehr geschmeichelt. Ich glaube, das Ger├Ąt kommt auch in einem der englischen H├Ârb├╝cher vor.

Mein Lieblingsspielzeug aus der Serie ist allerdings der Metallhandschuh aus der allerersten Folge. Es sieht wie ein altmodischer Ritterhandschuh aus, aber er straft sofort alle Vorurteile L├╝gen, als das Torchwood-Team damit jemanden von den Toten erweckt. Aber wie bei den meisten Dingen in dieser Sendung ist gar nicht so wichtig, was er tun kann. Es geht mehr darum, was danach passiert und die Auswirkungen auf die Charaktere.

Welche der Figuren ist dir die Liebste?

Ich mag Owen besonders gern. Nicht, weil er eine besonders liebenswerte Person w├Ąre - er ist eigentlich ein ziemlich unangenehmer Zeitgenosse. Aber er ist ein Held, der mit Fehlern behaftet ist. Das macht es besonders spannend, etwas f├╝r ihn zu schreiben.

Was w├╝rdest du ihn gern erleben lassen?

Das ist jetzt schwierig, weil er nicht l├Ąnger in der Serie dabei ist. Ich habe mir in meinem zweiten Roman Pack Animals [siehe vorherige Anmerkung] einige sehr interessante Dinge f├╝r ihn ausgedacht, bei der seine Erlebnisse in der zweiten Staffel eine Rolle spielen.

Hast du eine Idee f├╝r ein Crossover von Doctor Who und Torchwood?

Beide haben ein sehr unterschiedliches Publikum, glaube ich. Torchwood zielt viel mehr auf die Erwachsenen, besonders seit die sehr d├╝stere, dritte Staffel ausgestrahlt wurde. Doctor Who ist dagegen mehr f├╝r die ganze Familie.