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29.08.06, 00:15 Uhr
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Florian Hilleberg
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Aug 2006
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Dies war also der erste Band der neuen Serie, die ja nun nicht mehr erscheinen wird. Einerseits finde ich das nicht so schlimm, andererseits wäre das aber eine gute Gelegenheit gewesen Nebenfiguren einen größeren Hintergrund zu geben, wie eben in diesem Falle, Dr. Ramondo und Acharat. Den Titel „Merlins Stern“ finde ich allerdings nicht sonderlich passend, da das Amulett ja nur gefunden und zum ersten Mal eingesetzt wird, ansonsten hat es eine eher untergeordnete Rolle. Doch der Roman an sich kann sich sehen lassen. Christian Montillon hat es exzellent verstanden dem ersten PZ-Roman ein neues Gewand zu verschaffen und den Text von Susanne Wiemer einzugliedern. Dabei musste dieser an der einen Stelle etwas gekürzt und an der anderen ein wenig verlängert werden. So bleibt der Tod von Onkel Louis nicht mehr ausschließlich der Fantasie überlassen, sondern wurde um eine deftige Splattervariante bereichert. Die Vorgeschichte erzählt etwas ausführlicher über Zamorra und seinen Onkel und auch ein erster Blick in die Gefilde der Hölle wird getan, wobei schon die erste Bekanntschaft mit Asmodis geschlossen wird und mit Karinjo ein interessanter Bösewicht die Bühne betritt. In der Zwischengeschichte erhalten dann Dr. Ramondo und vor allem Acharat einen Hintergrund und zumindest letzterer wird zu einem denkenden Wesen mit Wünschen und Hoffungen. Die Grundgeschichte wird dabei nicht aus dem Zusammenhang gerissen, wofür dem Autor ein angemessener Respekt gezollt werden sollte. Die Abschlussgeschichte hätte dahingegen nicht ganz so ausgewalzt werden müssen. Es dreht sich eigentlich nur noch um die Bekämpfung Karinjos und meiner Meinung nach war Acharats weitere Metamorphose überflüssig. Ebenso wie das Hin und Her mit der Leiche, die einmal lebte, dann wieder tot war, wieder lebte und endgültig starb. Da hätte man ruhig ein paar Seiten einsparen können. Ebenso gewöhnungsbedürftig ist der Epilog, der zwar ganz interessant zu lesen ist, aber im Prinzip nur eine Auflistung der ersten hundert Romane darstellt. Wenigstens wurden die Fälle nicht totgeschwiegen und unter den Teppich gekehrt. Außerdem scheint der Autor eine Vorliebe für Macabros zu besitzen, insbesondere für die Hörspiele. Nach dem ein Zitat sogar als Einführung in ein Kapitel herhalten musste, erinnerte mich die Verballhornung von Wissenschaftler in „Vermutungsschaftler“ frappierend an das Macabros-Hörspiel Nr. 6 „Blutregen“.
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