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Horror (diverse)



Catalina Corvo & Logan Dee

Coco Zamis 31- Die schwarze Flamme

rezensiert von Thomas Harbach

Mit dem 31. "Coco Zamis" Doppelband "Die schwarze Flamme" werden aus der Feder Catalina Corvos die Nachwirkungen des Aufstandes der Zamis gegen Asmodi abgeschlossen. Bedenkt man, wie lange die Geschichte sich von der Flucht der Zamis aus London inklusiv sehr vielen interessanten Exkursionen in die Vergangenheit der schwarzen Familie hingezogen hat, so wirkt das Ende fast ĂŒberstĂŒrzt und vor allem wenig originell. Catalina Corvo beschreibt in den beiden historischen Abschnitten des Romans sowohl eine bizarre Geburt - ein Kind des letzten, inzwischen gestĂŒrzten Herrschers der Hölle - als auch die perfide Rache an einem allerdings sehr sturen HexenjĂ€ger. Interessant wird von der Autorin beschrieben, wie bestimmte Orte in der langen Geschichte der Zamis immer wieder im Mittelpunkt von wichtigen Ereignissen stehen. Es ist kein Zufall, dass an einem solchen Ort die abschließende Konfrontation stattfindet, in die sich wie aus einem Westernplot entnommen ein „Fremder“ einmischt. Interessante SeitenfĂ€den, wie der von Peter Ravencross an Michael Zamis ausgefĂŒhrte Körpertausch, werden wĂ€hrend dieses Showdowns eher spĂ€rlich abgehandelt. So hat Ravencross den Zamis insbesondere im vorliegenden Roman mehrfach mit dieser Seelenwandlung sadistisch gequĂ€lt, bevor dieser bisher nicht unwichtige Handlungszweig fast im Nebensatz abgehandelt wird. Da kann sich Catalina Corvo mĂŒhen wie sie will, es wirkt eher abschnitten als nachhaltig und zufriedenstellend abgeschlossen. Erschwerend kommt hinzu, dass zu Beginn des vorliegenden Doppelbandes mehrere neue Fakten dem Geschehen hinzugefĂŒgt werden, denen nicht mehr ausreichend Rechnung getragen werden kann. Es ist schade, dass Uwe Voehl den nicht uninteressanten Showdown fließender und vor allem dramaturgisch geschickter gestaltet hat. Hier wird in diesem solide geschriebenen Teil des Doppelbandes sehr viel Potential verschenkt. Zumindest werden die Folgen des Aufstandes, der Vertreibung/ Flucht aus Wien und die körperlich/ seelischen VerĂ€nderungen, denen einige der Protagonisten unterworden worden sind, im nĂ€chsten Band noch einmal dramatisiert. Auf der anderen Seite wird auch sehr viel Potential verschenkt. Die Autorin beschreibt ausfĂŒhrlich, wie der HexenjĂ€ger den Foltern unterworfen wird, denen er zahlreiche unschuldige MĂ€dchen ausgesetzt hat. Sein Glaube hilft ihm dann impliziert, die Schmerzen zu ertragen und nicht von dem DĂ€monen gebrochen zu werden. Die grundsĂ€tzlich gute Idee der Umkehr wird durch die Standhaftigkeit des HexenjĂ€gers stark unterminiert. Wie viel effektiver und nachhaltiger wĂ€re es gewesen, wenn er aufgrund der erlittenen Schmerzen Gott abzuschwören versucht und damit alles verraten hĂ€tte, wofĂŒr seine fragwĂŒrdige TĂ€tigkeit ĂŒberhaupt steht. Die Konfrontation mit seiner toten Frau und Tochter wirken in dieser Hinsicht aufgesetzt. Durch den ganzen Teilroman von Catalina Corvo zieht sich das Manko, das Teile ĂŒberambitioniert konzipiert und mit angezogener Handbremse niedergeschrieben worden sind.

Logan Dee hat es dadurch mit seinem zweiten Teil „Huracan“ sehr viel einfacher. Er schickt Coco und Lydia Zamis nach Lanzarote. Lydia Zamis versucht verschiedene attraktive MĂ€nner zu verfĂŒhren und auszunutzen, wĂ€hrend Coco Zamis im interessantesten Abschnitt dieses ganzen Doppelbandes den VerfĂŒhrungen einer Medusa erliegt. NatĂŒrlich agiert Asmodi im Hintergrund und versucht insbesondere der jungen Hexe eine Falle zu stellen, nachdem der Herrscher der Hölle beim Zerschlagen und Vernichten der Zamis eher einen Pyrrhussieg errungen hat.
Wie es sich fĂŒr diese Art von Seitenhandlungen gehört, wird auf einer Parallelhandlungsebene sehr ausfĂŒhrlich beschrieben, wie die dunklen MĂ€chte sich anfĂ€nglich auf der idyllischen Insel breit gemacht und spĂ€ter in einen Machtkampf verwickelt worden sind.

Logan Dee folgt dabei bekannten Stereotypen. Das Coco Zamis dieses, aber nicht zum ersten Mal im Verlaufe der „Zaubermond“ BĂŒcher einer Frau emotional erliegt, wird erotisch anregend beschrieben. Schon vorher hat Logan Dee das einzigartige Flair der Insel auf unterschiedliche Art und Weise beschrieben. Zum einen die Party Meile mit den exzessiven Feiern. Zum anderen bemĂŒht sich der Autor auch ĂŒberzeugend, die Schönheit dieser Insel herauszustellen und Lokalkolorit ĂŒberzeugend in die laufende Handlung einzustreuen.

In Bezug auf die neuen Nebenfiguren werden andere Arten von DĂ€monen prĂ€sentiert. Die Ausformung dieser dunklen MĂ€chte ist noch nicht ganz abgeschlossen, aber insbesondere die Medusa mit ihren hintergrĂŒndigen Anspielungen auf die Ereignisse in Wien ist dreidimensional charakterisiert worden. Vielleicht wirkt die Symbiose aus DĂ€monen und einheimischer Tierwelt ein wenig ĂŒberambitioniert, aber Logan Dee hat sich wirklich MĂŒhe gegeben, bizarre Wesen zu erschaffen.

In Bezug auf die Geschichte der fortschreitenden DĂ€monisierung der Insel folgt Logan Dee aber den inzwischen etablierten Handlungsmustern. Die VerfĂŒhrung eines beliebten Pfarrers auf der Insel und der Beginn einer Reihe von bösen Taten wird dabei noch atmosphĂ€risch dĂŒster beschrieben, danach gelingt es aber Logan Dee nicht mehr, der Handlung neue Impulse zu geben. Vielleicht ist etwas Vertrautes nach den nicht ganz befriedigendem Abschluss um die Familie Zamis nicht schlecht, aber als Ganzes wirkt der vorliegende Doppelband eher richtungslos und zwischen allen Fronten stehend. Er ist auf keinen Fall schlecht geschrieben und verfĂŒgt ĂŒber einige lesenswerte wie sadistisch brutale Szenen, die nicht unbedingt um ihrer Selbstwillen integriert worden sind, aber irgendwie hĂ€tte man ein wenig mehr von der ganzen Geschichte erwartet.


Catalina Corvo & Logan Dee: "Coco Zamis 31- Die schwarze Flamme"
Roman, Softcover, 200 Seiten
Zaubermond Verlag 2012

Weitere Bücher von Catalina Corvo & Logan Dee:
 - Coco Zamis 24: Charta Daemonica
 - Coco Zamis 27: Freaktown

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