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Christian Montillon

Macabros 4 – Die Verfluchten von Trutzmorodor

rezensiert von Thomas Harbach

Vermutlich hat Christian Montillon nach der Aushilfe von Dario Vandis beim dritten Band wieder das Ruder bei Dan Shocker´s „Macabros“ Fortsetzungen übernommen. Ganz sicher kann man nicht sein, da das Impressum von „Die Verfluchten von Trutzmorodor“ Christian Montillon auch als Lektor des vorliegenden Bandes auflistet. Unabhängig von dieser Tatsache ist der vorliegende Band nach dem Auftaktroman der bislang stärkste, ideenreichste, wenn auch teilweise viel zu hektische Beitrag der im Zaubermond erscheinenden Neuauflagen.

Nach dem scheinbaren Sieg über die Göttin der Dämonin Rha-ta-N´my können sich die Helden nicht lange ausruhen. Wieder geht die Gefahr von Itaron aus, der Welt, in welcher die Zeit stillsteht. Ein „altes Teil“ der Dämonin – nicht unbedingt eine originelle Ausgangslage – greift nach der Welt der Menschen und versucht Unheil zu säen. Von dieser Prämisse ausgehend teilt sich die Handlung im vorliegenden vierten Band sehr stark auf. Sehr früh im Roman findet sich eine Hommage an die „Indiana Jones“ Filme, die im Verlaufe der Handlung sich mehr und mehr auf den vierten „Indiana Jones“ Streifen konzentriert.

Björn und Macabros sind weiterhin getrennt. Björn bereist die voneinander isolierten Gegenden Italons. Dem Autoren gelingt es sehr gut, ein atmosphärisch dichtes und teilweise originelles Bild dieser Schattenwelt zu zeichnen. Insbesondere im ersten Teil des Romans hat der Leser aber auch das Gefühl, dass der eigentliche Plot nicht unbedingt vorangetrieben werden soll und teilweise das Geschehen hinter den Kulissen zurücksteht. Im Morodor- Tal findet Björn die Maschine, die für das Einfrieren der Zeit in diesem eigenartigen Land verantwortlich ist. Nicht der einzige Hinweis auf Science Fiction Elemente im Macabros Universum. Konzentrierten sich die ersten drei Bände in erster Linie auf Gruselelemente, unterstreicht der Autor im vorliegenden Roman, dass Dan Schockers „Macabros“ Romane ähnlich vielschichtig wie zum Beispiel die Professor Zamorra Reihe sein könnten. Wie nicht selten bei Dan Shocker setzt eine Reaktion die entsprechende Gegenaktion frei. So wird durch die Zerstörung der Maschine die Gestaltswandlerin Mascada befreit. Mit diesem bislang unbekannten Charaktere beginnt eine neue Quest. Mascada sucht die sieben Augen des weißen Manja.

Auf der Erde suchen die Rani Mahay und Danielle de Barteauliee nach der natürlich verschollenen Chronik der Totenpriester. Dieser Handlungsstrang ist die eigentliche Überraschung des vorliegenden Bandes, denn die Spur führt auf den philippinischen Inseln nicht zu einem alten Totenkult, sondern zu einer Station von Außerirdischen und ihren Wächtern. Es gehört schon ein gewisse Überzeugungsarbeit dazu, den Leser davon zu überzeugen, dass sich Macabros plötzlich zu einer First Contact Geschichte wandelt. Zumindest wird impliziert, dass die Außerirdischen sich nicht nur auf der Erde breitgemacht haben, sondern dass es auch einen Zusammenhang mit Itaron gibt. Vielleicht ein wenig zu viel des Guten und die Glaubwürdigkeit des Plots wird teilweise arg strapaziert, aber zumindest fallen die Autoren nicht auf das klischeehaft Niveau des letzten „Indiana Jones“ Films zurück und versuchen allzu unglaubwürdige Erklärungen anzubieten.

Neben der eher technisch orientierten Erklärung hinsichtlich des Zeitstillstandes wird auch die immer wieder erwähnte Chronik gefunden. In dieser Hinsicht werden zwei über mehrere Bände gehende Handlungsbögen zumindest vorläufig abgeschlossen. Das Problem des vorliegenden Romans liegt weniger in den durchaus nachvollziehbaren und gut präsentierten Erklärungen, als in der Tatsache, dass der Autor gleich eine Handvoll neuer Spannungsbögen initiiert und teilweise nicht den Raum findet, sich mit den einzelnen, aber zu zahlreichen Ideen wirklich auseinanderzusetzen. Das zeigt sich am ehesten an den zahlreichen, aber nicht immer notwendigen Perspektivwechseln. Kaum hat sich der Leser in einer Welt eingelesen, wird er zum Teil sehr heftig herausgerissen und muss sich mit neuen Gegebenheiten identifizieren. Diese Brüche sind teilweise so krass, dass der Autor seinem Publikum nicht einmal den Raum zur Orientierung geben will. Beide Handlungsebenen präsentieren zahlreiche Ideen. Aber in dieser Masse und vor allem der teilweise doch zu distanzierten, abgehetzten Präsentation gehen viele wichtige Nuancen verloren. Litten die letzten „Macacros“ Bände in erster Linie unter der unglücklichen Strukturierung mit einem zu hektischen Ende und einem teilweise zu gesetzten Anfang, ist beim vorliegenden vierten Macabros sowohl am Anfang als auch am Ende das Gegenteil der Fall.

Positiv gesprochen grenzt der Autor auch inhaltlich die beiden großen Handlungsbögen voneinander ab. Sie fließen zwar am Ende des Buches vor allem in den dunklen und bedrohlichen Dschungeln Asiens zusammen, aber auf dem Weg dahin wird dem Leser eine lesenswerte, wenn auch hinsichtlich der Fremden nicht unbedingt originelle
First Contact Geschichte präsentiert, sowie mit der Gestaltswandlerin Mascada eine brutale und rücksichtslose Antagonisten. Qualitativ überdecken die eher klassischen Gruselpassagen die Science Fiction Elemente.

Bei dieser Ideenvielfalt kommen die zwischenmenschlichen Töne zu kurz. Die Dialoge sind zwar pointiert und stellenweise sogar humorig geschrieben, aber in der hektischen Ideenansammlung gehen die über das Notwendige hinausgehenden Beschreibungen verloren. Zwar führt der vorliegende Roman bis auf die Antagonistin und Sadistin Mascada, die eine brutale Folterszene am Ende des Buches dominiert, keine neuen Figuren ein, aber die Distanz zwischen Charakter und Leser ist deutlich spürbar.

Im vorliegenden Band arbeitet die Zweiteilung der Handlung auch gegen den Plot. Es wäre sinnvoller gewesen, die beiden Handlungsebenen in jeweils einem Teil des Buches abzuhandeln und die beiden Ebenen erst am Ende zu verbinden. Auf die unnötigen Sprünge und die fehlende bzw. oberflächliche Charakterisierung ist schon eingegangen worden. Zum Teil werden die Cliffhangar angesichts der vielen guten Ideen unnötigerweise missbraucht, um die Aufmerksamkeit des Lesers beim Text zu halten. Diese eher konstruierte Vorgehensweise führt insbesondere im ersten Drittel des Buches zu einigen eher ungeschickten Kompromissen. Würde ein Handlungsbogen über die zugestandenen einhundertfünfundzwanzig Seiten gehen, wäre es sicherlich leichter gewesen, die isoliert betrachtet gut geschriebenen Blöcke besser zu strukturieren und vor allem spannungstechnisch deutlich eleganter zu gestalten. Die „Zamorra“ Hardcover seien hier nur als Vorbild genannt.

Trotz der angesprochenen Schwächen sei insbesondere der Mut noch einmal herausgestellt, mit dem vorliegenden Roman wirklich Fahrt aufzunehmen. Bislang konnte sich der Leser der Macabros Reihe nicht beklagen, aber mit diesem rasanten und vielschichtigen Abenteuer unterstreicht man, dass die Übertrag der klassischen siebziger Jahre Serie „Macabros“ in die Gegenwart gut gelungen ist. Nach dem Auftaktroman der bislang beste Band der neuen Serie.

Christian Montillon: "Macabros 4 – Die Verfluchten von Trutzmorodor"
Roman, Hardcover, 256 Seiten
Zaubermond Verlag 2009

Weitere Bücher von Christian Montillon:
 - Dan Shockers Macabros 5: Rha-Ta-N'mys Totenstadt
 - Dan Shocker´s Macabros 1: Der Leichenorden von Itaron
 - Dan Shocker´s Macabros 6 - Xantilon: Totenzug der weiĂźen Priester
 - Dan Shocker´s Macabros Band 2
 - Das Mord Medium
 - Das rote Imperium 2: Requiem fĂĽr Druufon
 - Der Weg zur Quelle
 - Die acht Namenlosen - Lepso Trilogie Band 2
 - Macabros 7- Der Dämonenschwarm des Tausendfältigen
 - Perry Rhodan 2501 - Die Frequenz-Monarchie
 - Perry Rhodan 2502 - Im Museumsraumer
 - Perry Rhodan Action 12 - Die Robotgarde
 - Perry Rhodan Action 19 - Die gläsernen Kinder
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 - Perry Rhodan Neo 37- Die Stardust Verschwörung
 - PR Neo 30- Hort der Weisen
 - Professor Zamorra 40: Die Blutweihe
 - Tefroder 1- Das genetische Siegel
 - TodesflĂĽsse

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