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rezensiert von Martin Weinrich
Inhalt: Dank der Entität haben die STERNENFAUST und die SONNENWIND die Lichtsonden wiedergefunden. Die Verfolgung führt sie in ein seltsames System. Dieses System hat genau eine Sonne, einen Planeten und einen Mond. Umgeben wird alles von einem dichten Nebel.
In diesem Nebel sammeln sich die Dronte.
Doch auch die Starr haben ihren Weg hierhin gefunden. Sie haben ein Abkommen mit den Dronte geschlossen. Die Dronte hoffen auf diese Weise Unruhe in die politische Landschaft von Cisalpha zu bringen.
Während man auf der SONNENWIND Bedenken hat, ob Dana Frost ihren Job noch richtig macht, bereiten die Dronte, die von einem Ruf in das System gelockt wurden, ihre heilige Vereinigung vor...
Kritik: Den Großteil des Heftes dachte ich nur: Oh mein Gott! Allerdings nicht nur auf eine negative Weise.
Gleich zu Beginn nervte mich mal wieder die Einleitung. Dort wird gleich die Handlung der ersten zehn Seiten verraten. Ich sollte mir wirklich angewöhnen, die erste Seite nicht mehr zu lesen.
Dann passiert lange Zeit fast nichts. Allerdings scheint die gesamte SONNENWIND Dana für eine Idiotin zu halten. Keiner scheint ihr noch zuzutrauen, ihren Job richtig zu machen. Und Dana gibt ihnen auch noch allen Grund zur Sorge. In ihrem Wahn, sich kompetent zu verhalten, legt sie sich ständig mit Kapitän Barus an. Sehr seltsam. Geärgert hat mich dabei, dass in diesem Heft keine einzige Szene aus der Sicht von Dana Frost ist. Ich vermute fast, dass dies bei einer reinen STERNENFAUST-Handlung bisher noch nie vorgekommen ist.
Dafür bekommt man mal Einsichten in die bisher wenig beleuchtete SONNENWIND. Kapitän Barus, sonst immer nur als der von Dana als freundlich empfundene Kapitän, der auf seine Recht die Expeditionsleitung zu übernehmen verzichtet, bekannt, trifft gar eigene Entscheidungen und versucht van Deyk davon zu überzeugen, Dana abzulösen. Dabei stößt er aber auf Granit.
Die Starr mauscheln sich währenddessen ihren eigenen Brei zurecht. Das ist zwar ganz spannend, doch ist es mehr als ärgerlich, dass man am Ende immer noch nicht wirklich genau weiß, ob sie nun technologische Vorteile errungen haben.
Die Lösung des Rufes ist recht geschickt. Die Dronte werden nun zu Schlafenden Weisen und werden in Zukunft wohl keine Bedrohung mehr darstellen. Diese Frage ist somit geklärt. Die Dronte, in Heft 30 aufgetaucht, bis Heft 50 im Krieg mit den Menschen und seit Heft 79 wieder im Zentrum der Handlung, werden nun keine Rolle mehr spielen. Eigentlich ganz gut, so kann mal wieder etwas Neues in die Serie kommen.
Das Ende des Heftes ist dann ein richtiger Kracher. In einem kurzen Moment sterben viele Besatzungsmitglieder der STERNENFAUST und es wird wohl eine Grundlage für den neuen Zyklus ab Heft 100 geschaffen.
Auf jeden Fall ist der Schluss sehr überraschend.
Im nächsten Heft wird es einen Zeitsprung von einigen Jahren geben. Mal schauen, wie das wird. Ich hoffe, dass die Handlung dann wieder ein wenig mehr auf die Solaren Welten und Umgebung beschränkt wird und man sich nicht mehr so weit herumtreibt. Denn STERNENFAUST war bisher immer dann am Besten, wenn die politischen Verhältnisse in den einzelnen Staaten thematisiert wurden.
Außerdem wird es die STERNENFAUST III geben. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie das Schiff in zwei Wochen beschrieben wird!
Heft 99 ist ein ordentlicher Abschluss für den aktuellen Zyklus.
Vor allem die Figuren wurden mal wieder sehr schön getroffen, da sich auch viel Zeit und Platz für sie genommen wurde.
Der jetzt beendete Zyklus war sicherlich nicht schlecht. Besonders gut war er nur seltsamerweise immer dann, wenn man die STERNENFAUST verlassen hat und sich in die Solaren Welten (Diplomatisches Corps), die Genetiker-Welten und das J'ebeem-Reich begeben hat.
Sollte der nächste Zyklus das Niveau solcher Bände erlangen, wäre ich rundum glücklich!
Sascha Vennemann: "Sternenfaust Band 99 - Das Ziel"
Heftroman, Softcover, 64 Seiten
Bastei 2008
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