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rezensiert von Martin Weinrich
Inhalt: Die STERNENFAUST und die SONNENWIND haben die Spur der Lichtsonden verloren. Dafür finden sie in einem Sternensystem eine unnatürlich hohe Konzentration von Kometen. Hier können nur die Toten Götter ihre Hände im Spiel gehabt haben. Einige Kometen befinden sich sogar gar nicht im normalen Raum. Doch einer scheint in den normalen Raum "reinzutropfen". Überall metrialisieren auf einmal Kometenteile. Die Crew versucht zu verhindern, dass sie nicht in wichtigen Maschinen materialisieren.
Doch die beiden Sondereinsatzkreuzer sind nicht alleine im System. Die Entität, die bereits MacShane in sich vereint hat, ist ebenfalls im System. Dana, die eine Beziehung mit MacShane führte, reagiert abweisend, als die Entität ihre Hilfe bei der Suche nach den Lichtsonden anbietet. Sie befürchtet, die Entität wolle noch mehr Menschen in sich aufnehmen, um ihre Neugier zu stillen. Der Rest der Crew glaubt jedoch, dass Danas Beurteilungsvermögen durch persönliche Gründe beeinträchtigt ist...
Kritik: Das vorletzte Heft des Zyklus und es passiert fast nichts. Keine wilden Schießereien, keine politischen Querelen findet man in diesem Heft. Lediglich die Kometen und die Entität sorgen für etwas Hektik.
Doch von einem wirklichen Füllroman kann man hier nicht reden, kommt Dana doch diesmal wenigstens annähernd ins Reine mit sich selber.
In diesem Heft wird auf jeden Fall sehr viel Wert auf die Charaktere gelegt. Das ist schön. Ich finde es nur verwunderlich, dass gerade die letzten Hefte dieses Zyklusses sich so sehr mit den Charaktern beschäftigen. Sicher, es war mal wieder notwendig, aber warum macht man das nicht am Anfang des Zyklus?
Die Geschichte um die Entität ist jetzt auf jeden Fall zu Ende. Wie sie aufgelöst wurde, war sehr gut gelungen. Williams telepatischen Fähigkeiten werden mal wieder eindrucksvoll eingesetzt. Ich fand die Entität immer ein wenig störend. Gut, es war überraschend und spannend, wie sie MacShane aus der Serie geholt hat. Das Auftreten der Entität bei der Begegnung mit den J'ebeem fand ich hingegen ein wenig übertrieben.
Ein Kritikpunkt derzeit wären übrigens die recht allgemein gehaltenen Titel. "Verloren", "Erkenntnisse" und "Widerstand" können doch für sehr viel stehen. Vor allem passten die ersten Beiden irgendwie nicht so richtig zu der Handlung, die einen dann im Heft erwartete.
Mal wieder gibt es einen Epilog, der einen ganz anderen Aspekt anschneidet. Der Dronte Herr glaubt, dass ihn bald niemand mehr aufhalten können! Na, da muss dann in zwei Wochen wohl die STERNENFAUST ordentlich Einsatz geben.
Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie die Geschichte um den "Ruf" endlich aufgelöst wird...
Michelle Stern: "Sternenfaust Band 98 - Verloren "
Heftroman, Softcover, 64 Seiten
Bastei 2008
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