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Sternenfaust



Alfred Bekker

Sternenfaust 018: Grüne Hölle

rezensiert von Dieter Krämer

Inhalt:

Die STERNENFAUST befindet sich auf einem Patrouilleflug im Darelis-System. Sie soll den dortigen Hauptplaneten Genet überprüfen. Das Darelis-System gehört zu insgesamt drei Systemen, die sich zur inoffiziellen Genetiker-Föderation zusammengeschlossen haben. Diese Föderation will eine Unabhängigkeit von den Solaren Welten und damit einen Freifahrtschein für ihre genetischen Experimente. Der LI der STERNENFAUST, Simon E. Jefferson, stammt von dieser Welt, daher auch seine Facettenaugen, die ihm das Sehen im Infrarotbereich ermöglichen. Doch Genet ist nicht sehr angetan von der Kontrolle durch die STERNENFAUST unter dem Deckmantel einer Routinemission. Jurij R. Diaz, der hochintelligente Lordmanager der Genetiker-Föderation, gibt Frost und ihrer Besatzung klar zu verstehen, dass ein Angriff erfolgt, sollte das Schiff nicht abziehen. Dana gibt nicht nach und die Genetiker-Flotte, mit der DARELIS STAR als Flaggschiff, wagen auch nicht das Schiff der Solaren Welten anzugreifen. Dana hält weiterhin den Kurs Richtung Genet.

Plötzlich entdeckt Stein eine Spore die den Weltraum durchkreuzt. Die Spore wird unauffällig mittels einer Landefähre eingefangen und man entdeckt, dass diese pflanzliche Spore menschliche DNA enthält. Als Ausgangspunkt der genmanipulierten Spore wird der Planet Green ermittelt. Dieser Planet war eine landwirtschaftliche Versuchswelt von BIOS einer Tochterfirma von TR-Tec., der Triebfeder der Genetiker-Föderation. Vor Jahrzehnten wurde die dortige Forschungsstation aufgegeben und der Planet inoffiziell von Genet zur Sperrzone ernannt. Dana Frost ignoriert diese inoffizielle Verbot und wagt einen Abstecher nach Green um Beweise für das üble Treiben der Genetiker zu erhalten. Um die Schiffe der Genetiker abzulenken, startet sie ein Täuschungsmanöver. Im Orbit von Genet wartet die STERNENFAUST bis die Schiffe der Genetiker ankommen und ihre Geschwindigkeitswerte auf ein Minimum gesunken sind. Dann beschleunigt sie mit voller Kraft in Richtung Green. Durch die erheblich größere Schubkraft der STERNENFAUST kann sie so einen Vorsprung ergattern um den Planeten in Ruhe zu untersuchen. Als Landungstrupp werden Michael Tong, Wredan, Bruder William, Dr. Gardikow und Jefferson sowie vier Marines unter dem Kommando von Corporal Kaharti auserkoren. Sie finden eine fremdartige Welt mit einer genmanipulierten Flora vor. Die Fauna hingegen ist spärlich. Einzig eine spinnenartige Spezies scheint sich durchgesetzt zu haben. Diese sind jedoch gezwungenermaßen Pflanzenfresser und dadurch für die Menschen ungefährlich. Die Pflanzen dagegen sind lebensgefährlich. Immer wieder müssen sie sich gegen die Pflanzenmonster verteidigen. Dabei ist Jefferson mit seinen optimierten Augen eine große Hilfe. Er spürt die Schwachstellen der Pflanzen mit seiner Infrarotsicht auf und setzt diese gezielt unter Feuer. Trotz aller Gegenwehr stirbt Vrida Mkemua bei einem Angriff. Bei der verlassenen Station finden sie Hinweise dafür, dass diese noch vor kurzem benutzt wurde. Als ein Gewitter einsetzt, beobachten sie das merkwürdige Verhalten der Blitze. Diese gehen nicht nur vom Himmel zur Erde, sondern entstehen auch in umgekehrter Richtung.

Als sie die Station verlassen tauchen grüne menschenähnliche Geschöpfe auf die die Arachnoiden mit Pfeilen jagen. Zuvor hatte der Trupp schon einen ähnlichen grünen Oberkörper eines Mannes entdeckt, der in einem Blütenkelch heranwuchs. Die Eingeborenen scheinen primitiv zu sein und eine Verständigung unmöglich. Als Bruder William Kontakt aufnehmen will, berührt ihn der Eingeborene im Gesicht und ein Blitz lässt den Christophorer ohnmächtig werden. Die Menschen deuten dies als Angriff und die Lage eskaliert. Die grünen Fremden attackieren den Bodentrupp mit Giftpfeilen. Erst als ein Fremder eingreift kann er die Crew vor den Angriffen der Pflanzen und dem Zorn der grünen Wesen beschützen. Der Mann ist Paul Mandoy, ein Wissenschaftler der an dem Projekt auf Green mitgearbeitet hat. Er offenbart dem Landungstrupp, dass TR-Tec. versuchte Nutzpflanzen zu erschaffen, die in der Lage wären, sich selbst zu säen, sich selbst vor Schädlingen zu schützen und selbst zu ernten. Das Experiment missglückte und heraus kam eine lebensgefährliche Umwelt, die über die Sporen den umliegenden Weltraum zu erobern versucht. Auch Genet muss sich immer öfter diesen Sporen erwehren. Dabei ist es nur eine Frage der Zeit, bis die aggressiven Pflanzen den Kampf gewinnen und den Planeten überwuchern. Mandoy erläutert weiter, dass die grünen Wesen keineswegs intelligenter als ein Tier seien. Und der Blitzschlag den William getroffen habe begründet sich inf der Kommunikation der Pflanzen, die auf elektrischer Basis abliefe. Mandoy ist die letzten fünfzig Jahre auf dem Planeten Green zurückgeblieben weil er sich für die Geschöpfe verantwortlich fühlt. Jetzt erklärt er sich aber bereit gegen die Genetiker auszusagen und ihre üblen Machenschaften der Genetics aufzudecken.

In der Zwischenzeit hat sich die Lage im Orbit angespannt. Die DARELIS STAR hat die STERNENFAUST erreicht und beide Seiten lassen ihre Muskeln spielen. Es kommt zu einer bewaffneten Auseinandersetzung während der Kontakt zur Bodentruppe weiterhin abgeschnitten ist. Die STERNENFAUST wird angeschlagen, kann sich jedoch durchsetzen. Als die Landefähre wieder zur STERNENFAUST zurückkehrt, hat sie zwar nicht Mandoy mitgebracht, aber seine Aussage in einer Datei. Damit soll den Genetiker-Welten ein Ultimatum gestellt werden, in Zukunft die Gesetze der Solaren Welten zu achten. Doch die Genetiker nutzen die Zeit des Ultimatums um ihre Flotte aufzurüsten…

Kommentar:

Alfred Bekker muss in seiner Story viel Stoff für einen Heftroman unterbringen. Die Genetiker, die laut Holger Kappel's Aussage beim BuCon in Zukunft keine unerhebliche Rolle spielen werden, müssen als neue Protagonisten ausführlich vorgestellt werden. Dies gelingt Bekker auch recht gut. Dabei bleibt aber die eigentliche Story auf der Strecke und es dauert mal wieder viel zu lange bis die "Grüne Hölle" überhaupt ins Spiel kommt. Dadurch verliert der Roman erheblich an Spannung und liest sich eher schleppend. Einmal mehr muss ich sagen, dass man mehr aus dem Stoff hätte machen können. Allerdings glaube ich immer noch daran, dass dies in Zukunft besser wird. Momentan muss jeder Autor in seinem Roman bei Null beginnen und etliche neue Umgebungen, Situationen oder Völker beschreiben. Wenn das Sternenfaust-Universum erst einmal richtig ausgebaut ist, können solche Erklärungen in Nebensätzen für die Neuleser abgehandelt werden. Bei anderen Serien mit Fortsetzungscharakter kann sich so ein Universum anders und schneller entwickeln. So aber ist es schwer jedem Leser gerecht zu werden. Der eine will mehr Informationen, der andere mehr Abenteuer. Und das in einem Heft. Sollte es die STERNENFAUST (wie ich hoffe) bis Band fünfzig überleben, erwarte ich aufgrund der geplanten Handlung einige spannende Romane.

Vielen Dank an unsere Partnerseite

Alfred Bekker: "Sternenfaust 018: Grüne Hölle"
Heftroman, Softcover
Bastei 2005

Weitere Bücher von Alfred Bekker:
 - Die Kanonen von Dambanor II
 - Die letzten Tage der Solaren Welten
 - Sternenfaust - Vorstoß ins Niemandsland
 - Sternenfaust 005 - Msssarrrr!
 - Sternenfaust 010: Im Reich der Kridan
 - Sternenfaust 013: Schlacht um die Wega
 - Sternenfaust 015: Zwischen den Fronten
 - Sternenfaust 7 - Stützpunkt Roter Stern
 - Sternenfaust 7- Stützpunkt Roter Stern
 - Sternenfaust 8- Die Mönche vom Sirius
 - Sternenfaust 9 - Raumkapitän Sun Tarin

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