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Sternenfaust



Luc Bahl

Sternenfaust 017:
Im Labyrinth der Toten Götter

rezensiert von Dieter Krämer

Kurzbeschreibung:
Druillet, der Planet der Spieler, ist ein Paradies für Glücksritter, gelangweilte Superreiche und Verschwörer. Dana Frost und die STERNENFAUST wurden abgestellt, um Valentina Duchamp, Agentin der Galaktischen Abwehr, bei deren Ermittlungen zu unterstützen. Dabei gibt sich die Agentin als reiche Millionärserbin aus und die STERNENFAUST wird kurzerhand zu einer zivilen Luxus-Raumjacht namens MELUSINE umgestaltet. Dana Frost spielt den Kapitän der Yacht und ihre Crew die Mannschaft der schönen und reichen Erbin. In Einem Casino treffen Frost, Duchamp und Olaffson auf den Spieler und Entertainer Roger Miller. Er teilt sich den Besitz des Casinos angeblich mit dem Starr Zschalloszsch. Dieser besitzt zahllose Spielhöllen auf Druillet. Doch Miller treibt ein falsches Spiel. Seine Komplizin ist eine Starr-Prostituierte namens Kurrschazz. Sie hat sich aus dem Down-down, einem Ghetto auf Druillet, "hochgearbeitet" und unterstützt Miller bei seinen noch unbekannten Plänen gegen die Machenschaften von Zschalloszsch.

In der Spieler-Enklave sollen Angehörige des irdischen Parlaments korrupte Machenschaften an den Tag legen. Immer mehr verdächtige, politische Persönlichkeiten, die ihr Äußeres zur Tarnung verändert haben, fallen Frost und Duchamp auf. Miller verrät ihnen die Koordinaten eines geheimen Treffpunktes an dem sich diese Personen Treffen wollen. Die Spur führt zu einem Ort im Weltraum, an dem sich eigentlich nichts befinden sollte. Als die STERNENFAUST dort angelangt, ortet David Stein ein uraltes Artefakt der so genannten Toten Götter. Doch von den anderen Schiffen fehlt jede Spur. Als Dana an Bord eines Shuttles zusammen mit einer kleinen Crew das 15 Kilometer durchmessende Artefakt betritt, wird sie zunächst von den anderen getrennt. Dann wird Dana stark schwankender Schwerkraft ausgesetzt und sie leidet unter Halluzinationen. Die anderen Crewmitglieder sieht sie wie eingefroren auf der anderen Seite einer transparenten Wand. Ihr erscheint ein kleines Mädchen und später eine ältere Frau. Diese scheinen Danas eigene Persönlichkeit wiederzuspiegeln. Bevor Frost sich vollkommen verliert findet sie eine "Tür" aus dem Artefakt heraus. Ihr wird klar das Miller sie in eine Falle gelockt hat. Umgehend kehrt sie zurück nach Druillet um den Spieler zur Rede zu stellen.

Auf Druillet bereitet Miller sich auf seinen letzten Coup vor. Er macht sich bereit den Planeten für immer zu verlassen. Sein Appartement ist verkauft und durch Kurrschazz, die ebenfalls schon von der Bildfläche verschwunden ist, hat er einen Codegeber erhalten. Mit diesem gelingt ihm der Zugriff auf die Antigrav-Safes mit den Tageseinnahmen aus Zschalloszschs Etablissements. Doch Miller wird von der unerwartet zurückgekehrten Frost und Agentin Duchamp aufgehalten. Sie zwingen Miller dazu ihnen den wahren Treffpunkt der korrupten Politiker mit dem Spieler-Tycoon zu zeigen. An einem Hinterzimmer angelangt, kann Miller fliehen und mit den Schwebesafes den Planeten verlassen. Frost und Duchamps überwältigen Zschalloszsch und die Bestechlichen. Roger Miller ist in Wirklichkeit Imor Greller, der noch eine Rechnung mit seinem alten Geschäftspartner Zschalloszsch offen hatte. Dana kann über Umwege Zugriff auf die Antigrav-Safes bekommen und so Greller dazu zwingen entweder mit den Safes abzustürzen oder diese zu entkoppeln um zu entkommen. Er entscheidet sich für Letzteres und so geht der Dollarsegen über dem Armenviertel Down-down nieder. Roger Miller alias Igor Greller kann an Bord einer Luxusyacht entkommen.

Die Bestechung der Politiker sollte eine Verlängerung der Verträge mit den Starr über Druillet positiv beeinflussen um so weiterhin diesen Sumpf für unseriöse Geschäfte Feucht zu halten. Dies konnte durch Dana Frost und ihre Crew verhindert werden.

Kommentar:
Ocean's Eleven im Weltall. Obwohl dieser Roman in keinem Punkt mit der Handlung des Films (sowohl Original wie auch das Remake) mithalten kann. Zunächst dachte ich auch, dass der Verlag Umschlag und Inhalt des Heftes vertauscht hatte. Bis der Roman ungefähr auf Seite dreißig seinem Titel für etwa zehn Seiten einigermaßen gerecht wurde. Aufgrund des Titels hatte ich etwas ganz anderes erwartet und mir mehr versprochen. Als Titelbild einen Roulettetisch mit einem Starr als Grupier und den Titel "Einsatz auf Druillet" wäre vielleicht passender gewesen, das hätte aber wahrscheinlich bei der Leserschaft nicht so gezogen. Doch bevor ich lange kritisiere muss ich gestehen, dass mich der Roman nicht nur verwirrt, sondern auch größtenteils wieder gut unterhalten hat. Alles in allem eine passable Geschichte von Luc Bahl.

Vielen Dank an unsere Partnerseite

Luc Bahl: "Sternenfaust 017: Im Labyrinth der Toten Götter"
Heftroman, Softcover
2005

Weitere Bücher von Luc Bahl:
 - Sternenfaust 009: Verschollen in der Hohlwelt
 - Sternenfaust 012: Space Surfer
 - Sternenfaust 014: Die Falle der Kridan

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