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Sternenfaust



Luc Bahl

Sternenfaust 014:
Die Falle der Kridan

rezensiert von Dieter Krämer

Zusammenfassung:
Die STERNENFAUST wird der Flotte von Vize-Admiral Igor Yamada zugeteilt, die gegen die Kridan vorrücken soll. Doch der Sammelpunkt der Kampfeinheit wurde offensichtlich verraten, denn die "Geierköpfe" warten bereits. Die Flotte der Kridan, die sich im Ortungsschutz der vielen Zentralsonnen dieses Schwarms unbemerkt nähern konnte, fällt über die Flotte der Menschen her und fügt ihr schwere Verluste zu. Auch die STERNENFAUST wird vom gegnerischen Feuer überrascht. Yamada an Bord der DUMAS befiehlt den Rückzug zum Sammelpunkt 47. Doch die Vogelabkömmlinge setzen nach und landen schwere Treffer an der STERNENFAUST. Yamada gibt in einem offenen Funkspruch den Befehl, dass die STERNENFAUST unbedingt überleben muss und ihre Fracht schützen soll. Diese ominöse Fracht gibt es jedoch nicht. Der Admiral will damit ein Ablenkungsmanöver starten. Schwer beschädigt gerät der Leichte Kreuzer unter Commander Dana Frost in das Schwerefeld eines Planeten. Der Absturz ist nicht mehr zu verhindern und nur dank dem neuen LI Jefferson gelingt es, die STERNENFAUST vor dem vernichtenden Aufprall zu bewahren. Das Schiff kann auf einem Antigravpolster abgefangen werden. Dana Frost versucht durch eine Feuersalve in den Boden den Kridan einen Einschlag vorzutäuschen. Sie ist sich jedoch im Klaren das über kurz oder lang die Kridan sich von dem Schicksal des Menschenschiffes überzeugen werden.

Das Ausmaß der Katastrophe wird untersucht. Die schweren Beschädigungen lassen keine Hoffnung auf einen Start zu und in dem Antigravfeld kann das Schiff nur bedingte Zeit gehalten werden. Ein Bodenkontakt ist unmöglich, da die STERNENFAUST nicht für die Landung auf einem Planeten konzipiert ist. Jefferson macht den Vorschlag eine Konstruktion zu zimmern auf diese der Sternenkreuzer abgesenkt werden kann. Zu allem Übel sind nicht viel später die Kridan hinter dem abgestürzten Schiff und seiner angeblichen Fracht her. Dana Frost entscheidet nach kleinen Scharmützeln mit Bodentruppen der Kridan ihr Schiff zu räumen um sich und ihre Crew im umliegenden Dschungel vor den Angreifern zu verstecken. Aus dem Hinterhalt gelingt es Bruder William den Kridan Roir-Su zu stellen der sich zum Glück der Crew als Überläufer entpuppt und der STERNENFAUST-Crew hilft, seine Artgenossen zu überrumpeln. Eine Sprengladung wird in einem erbeuteten Landeboot der Kridan untergebracht und dieses auf den Weg zum Mutterschiff des Kampfverbandes geschickt. Vom Boden aus wird eine Funkverbindung von diesem unbemannten Schiff vorgetäuscht. Roir-Su behauptet in diesem Funkspruch die mysteriöse Fracht erbeutet zu haben und verlangt im Schiff aufgenommen zu werden. Als dieses geschieht, wird die Sprengladung fern gezündet. Der Kommandoführung beraubt, gelingt es schnell die Kridan zu vertreiben und die STERNENFAUST kann nach ihrer Instandsetzung den Planeten verlassen.

Im zweiten Handlungsabschnitt wird erzählt, wie sich das Leben des Kridan-Predigers Satren-Nor nach dem Zwischenfall auf Garinjan entwickelt hat. Er musste ins Exil flüchten und gelangt dabei auf die geheime Welt der Shaaran. Niemand kennt deren Position. Selbst ein Verräter unter den Shaaran offenbart nicht die Koordinaten, sondern will ein Attentat auf den angeblichen Ketzer selbst verüben. Dieses Unternehmen scheitert und Satren-Nor will zurück um seinen Kampf gegen das Regime an der Front wieder aufzunehmen. Nicht zuletzt weil Mertal-ku, der selbst ernannte Nachfolger des Predigers, in seine Fußstapfen treten möchte. Mysteriöse Verschwörungen gehen im Reich der Kridan vor. Mertal-ku steht für einen radikaleren Kurs in dem Satren-Nor eine Gefahr für seine Anhänger sieht. Die Sharaan spielen aber nicht mit und wollen den Prediger zurückhalten. Über Umwege schafft es Satren-Nor Kontakt zu seinen noch kritischen, verbündeten Menschenfreunden aufnehmen. Daraufhin wird die STERNENFAUST kurz nach dem Zwischenfall im Schetzchen-System damit beauftragt, Satren-Nor aus dem Exil zu holen. Die Mission gelingt ohne Probleme und bringt den Prediger zurück ins Geschehen…

Kommentar:
Eine Story mit vielen guten Ansätzen. Jedoch fehlt ein wenig der durchgehende rote Faden in der Geschichte. Luc Bahl nimmt sich am Anfang sehr viel Zeit um die Flucht des Predigers Satren-Nor aus der Sicht seines kleinen Freundes Milgor zu beschreiben. Dieser Abschnitt ist zwar sehr schön geschrieben, aber nicht wirklich wichtig für die Handlung. Außerdem viel zu lang im Vergleich mit dem Kern des Romans. Danach kommt die sehr gute Schilderung des Absturzes der STERNENFAUST. Doch danach wird die Story um die Fluchtbemühungen der Crew wieder mal zu Ende gehetzt. Der Versuch mit den intelligenten Pflanzen ist ebenfalls nett, verliert sich aber in der der Erzählung, so dass er auch in meiner Zusammenfassung keinerlei Erwähnung gefunden hat. Und zwischendurch immer wieder kleine Passagen über den neuen Prediger mit wenig Aussagekraft und Schilderungen über Satren-Nor's Bemühungen den Planeten der Sharaan zu verlassen. Viel versucht, wenig erreicht, lautet da mein Fazit. Hätte Luc Bahl sich auf eine Sache konzentriert, wäre ein sehr guter Roman daraus geworden. Selbst über Milgor hätte ich einen ganzen Roman lesen können und hätte wahrscheinlich meine helle Freude daran gehabt. Aber so ist der Roman letzten Endes nur mittelmäßig geworden.

Vielen Dank an unsere Partnerseite

Luc Bahl: "Sternenfaust 014: Die Falle der Kridan"
Heftroman, Softcover
Bastei 2005

Weitere Bücher von Luc Bahl:
 - Sternenfaust 009: Verschollen in der Hohlwelt
 - Sternenfaust 012: Space Surfer
 - Sternenfaust 017: Im Labyrinth der Toten Götter

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