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Sternenfaust



Sascha Vennemann

Sternenfaust Band 115 - Der Feind im Verborgenen

rezensiert von Martin Weinrich

Inhalt: Jason McVellor ist einer der Telepathen des Far Horizon Konzerns. Zusammen mit ein paar Schicksalsgenossen befindet er sich in einem Labor auf dem Mars und versucht seine Gabe zu erforschen. Da er die besten Ergebnisse aus seiner Testreihe erzielt, wird er auf die Erde versetzt. Dort versuchen seine Vorgesetzten ihn zu überreden, in das Unternehmen Star Trade als Telepath zu gehen. Dieses Unternehmen arbeitet mit Far Horizon zusammen, aber als Telepath wäre er ein guter Spion.
In der Star Corps Zentrale in Kapstadt, wo Jason hinversetzt wird, verliebt er sich jedoch. Gleichzeitig ist der Ort jedoch bedroht, denn die Basiru-Aluun haben sich zum Ziel gesetzt, die Menschen zu warnen...

Kritik: Eine nette, süße Geschichte. Seitenlang wird Jason und seine anbahnende Beziehung beschrieben. Zum Schluss endet die Beziehung zwar tragisch, aber Jason wird immerhin von der Regierung als Telepath auf einem Raumschiff eingesetzt, muss also nicht spionieren. Hier stellt sich die Frage, ob die STERNENFAUST ebenfalls einen Telepathen erhält.

So nett die Geschichte auch ist, so überflüssig wirkt sie in einigen Teilen. Natürlich kommt endlich Bewegung in die Handlung. Noch direkter als auf Vesta greifen die Basiru-Aluun an. Mit einem gezielten Schlag legen sie die Kommunikation auf der südlichen Halbkugel der Erde lahm.

Aber was soll das denn? Die Menschen haben sich als offensichtlich sehr widerstandsfähig gezeigt. Sie lassen sich nicht durch einen kleinen Angriff aus der Bahn bringen. Warum sollten sie auch? Bei den J'ebeem und den Starr sah es ja nicht anders auch.

Sowieso ist die Herangehensweise der Basiru-Aluun mehr als wiedersprüchlich. Vor kurzem war es ihnen noch recht, die gesamte Menschheit auszulöschen. Nun wollen sie die Menschheit davor schützen, dass sie sich durch Experimente selbst ausrottet. Irgendwie seltsam.
Außerdem ist bisher auch noch nicht ersichtlich, an was für gefährlichen Dingen die Menschen eigentlich forschen.
Ist es der Sand? Sind es die Telepathen?

Und das ist ein wenig das Problem dabei, wenn man "übermächtige" Wesen erschafft. Deren Denkweise wirkt häufig einfach nur plumb und primitiv. So sieht es auch bei den Basiru-Aluun aus. Deren Erkenntnishorizont schein unglaublich beschränkt zu sein. Immerhin müsste es doch noch andere Wege als nur Gewalt geben. Und so etwas sollen hoch entwickelte Rassen sein? Dann hoffe ich, dass die Menschheit sich entweder gar nicht mehr entwickelt oder in eine deutlich friedfertigere Richtung. Denn so ein gewaltbereites Volk kann eigentlich nicht hochentwickelt sein!

Interessant ist, dass die Christophorer es schaffen, Far Horizon Konkurrenz in der Forschung zu machen. Ganz so übermächtig ist das Unternehmen also nicht. Allerdings erinnere ich mich dumpf daran, dass der Vorsitzende von Star Trade auch im Rat der Solaren Welten sitzt. Die politische Landschaft der Solaren Welten scheint also immer noch nur halbdemokratisch zu sein (zumal ein Militär an der Spitze steht).

Nicht sonderlich wichtig, aber dennoch erfreulich ist, dass auf der erstn Seite endlich mal eher eine Zusammenfassung zu finden ist und keine Zusammenfassung der ersten paar Seiten.

Sonst ist "Der Feind im Verborgenen" ein überraschend ruhiges Heft, das aber eine sympathische Hauptfigur aufweisen kann. Es wäre halt nur schön, wenn es bald mal regelmäßige, sympathische Figuren geben würde. Ein Beispiel: Das letzte richtige STERNENFAUST-Abenteuer ist eine gefühlte Ewigkeit her. Und dort befinden sich nach dem Tod von Emma und mit der Anwesenheit von Taglieri und Tregarde nicht mehr viele vertraute und sympathische Charaktere.

Sascha Vennemann: "Sternenfaust Band 115 - Der Feind im Verborgenen"
Heftroman, Softcover, 64 Seiten
Bastei 2009

Weitere Bücher von Sascha Vennemann:
 - Der Feind im Verborgenen
 - Sternenfaust 12- Die Schlacht um Tridentt
 - Sternenfaust Band 92 – Widerstand
 - Sternenfaust Band 99 - Das Ziel

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