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Ren Dhark



Jo Zybell

Sternendschungel Galaxis 20:
Porozol

rezensiert von Thomas Harbach

Mit „Porozol“ nimmt Jo Zybell den Cliffhangar des Romans „Todeswelle“ direkt auf und sollte ihn eigentliche geschickt weiter extrapolieren. Ren Dhark und die POINT OFF als Massenmörder, die durch ihren Einsatz nicht nur Millionen von Lebewesen heimtückisch ermordet haben, sondern vor allem weitere Welten durch die Auslösung der Todeswelle bedrohen. Ein interessantes und vor allem auch in Hinblick auf die bisherige Serie provozierendes Szenario, dem Jo Zybell erstaunlich wenig Leben einhaucht. Das liegt vor allem auch an der unglücklichen Aufteilung der Szenarien. So schickt Ren Dhark neben dem Roboterhund Artus – weiterhin eine sehr unglückliche und kindisch erscheinende Figur – Zass Sturr und Pagok aus, um zu ermitteln, wer die Gerüchte um den angeblichen Massenmörder Ren Dhark ausgestreut und das entsprechende Bildmaterial womöglich gefälscht hat. Jo Zybell nimmt sich im Vergleich zum Gesamtroman zu viel Zeit, um das Material aufzubereiten und mittels Rückblenden sowie verzerrten Perspektiven den Neuleser auf den neuen Stand zu bringen. Die Stammleser sind sowieso auf dem Laufenden und erhalten insbesondere in der ersten Hälfte des Romans keine neuen Informationen. Die einzelnen Dialoge sind teilweise entsprechend pointiert und vor allem unterhaltsam geschrieben, überdecken aber die fehlende Dynamik nur unzureichend. In der zweiten Hälfte des Plots erweisen sich eine Reihe von Fakten als möglicherweise Bestandteile einer umfangreicheren Verschwörung. Ren Dhark tritt aktiver in das laufende Geschehen ein und der Roman gewinnt zumindest teilweise an Spitzigkeit. Mit der Entdeckung des Porozols wird schon relativ auf die nächsten Bände übergeleitet. Die Porozolkristalle erinnern allerdings in ihrer wieder fast wundersamen Wirkung an Entdeckungen a´la Perry Rhodan zur Scheer´schen Ära. Was nicht von Menschen oder Außerirdischen erfunden werden konnte, wurde eben auf abgeschiedenen Planeten gefunden. Aber die Geheimnisse um diese anscheinend unendlich wertvollen Kristalle überdeckt noch nicht ganz die laufende Handlung. Die angebotene überraschende Erklärung ist allerdings eher eine Enttäuschung. Hajo F. Breuer greift in seinem Expose eher auf Bekanntes als wirklich Überraschendes zurück. Irgendwie wirkt der Roman sowohl in Hinblick auf seinen Aufbau als auch handlungstechnisch sehr konservativ und wenig wirklich überzeugend. Warum muss sich aus einer wirklich schlechten Ausgangssituation unbedingt etwas Gutes entwickeln? Warum können die Protagonisten nicht zumindest vorläufig zum Status Quo zurückkehren? Die Wende innerhalb des Geschehens wirkt im vorliegenden Band arg konstruiert und nicht unbedingt fließend.

Wie schon Achim Mehnert in seinem Zweiteiler beschreibt Jo Zybell die Kultur der Vogelwesen Byrds als zu erdähnlich und die Gesellschaft als nicht fremdartig genug. Dabei werden einige interessante auch zwischenmenschliche bzw. interspezifische Aspekte vernachlässigt und die Handlung reduziert sich auf eine stellenweise doch arg simplifizierte Jagd nach den Tätern. „Porozol“ ist ein uneinheitlicher Band, der sich nach einem sehr langatmigen und wenig befriedigenden Beginn steigern kann. Aber die Ausgangsprämisse mit dem Massenmörder Ren Dhark tritt zu schnell in den Hintergrund und wird von Jo Zybell teilweise doch sehr unbefriedigend abgehandelt. In Hinblick auf die bekannten Protagonisten gelingen Jo Zybell eine Reihe von lesenswerten Szenen, in denen der Autor sich bemüht, den einzelnen Charakteren mehr Hintergrund und vor allem eine gewisse Dreidimensionalität zu verleihen. Da Ren Dhark auf keinen Fall der Massenmörder und Superverbrecher sein kann, verpuffen allerdings eine Reihe von Dialogen und Diskussionen im Nichts. Sie hinterlassen im Leser einen eher flüchtigen Eindruck, unterhalten aber zumindest während der Lektüre. In Hinblick auf die gesamte Serie wird der vorliegende Band „Porozol“ nur dem Leser im Gedächtnis bleiben, weil er den Grundstein für deutlich interessante Entwicklungen unter anderem auch auf dem Dschungelplaneten Ssyrrp gelegt hat. Für mehr positive Aspekte reicht es in diesem für Jo Zybells Verhältnisse eher routiniert und wenig ambitioniert geschriebenen Roman mit nur wenigen wirklich guten Szenen leider nicht.

Jo Zybell: "Sternendschungel Galaxis 20: Porozol"
Roman, Softcover, 96 Seiten
HJB 2007

Weitere Bücher von Jo Zybell:
 - Apokalypse
 - Maddrax 18- Der lange Weg nach Waashton
 - Maddrax 21- Jagd durch die Zeiten
 - Maddrax 215 – Die Macht des Sehers
 - Maddrax 216 – Jenseits von Raum und Zeit
 - Maddrax 22- Das Tor ins Jenseits
 - Maddrax 234 - Das Drachennest
 - Maddrax 24- Das Volk der 13 Inseln
 - Maddrax 25: Der Feuerrohr- Priester
 - Maddrax Band 222 – Angriff auf die Wolkenstadt
 - Maddrax Band 223 – Die SĂĽnden des Sohnes
 - Maddrax Band 228 - Crows Schatten
 - Maddrax Band 248 - Entfesselte Gewalten
 - Maddrax Band 250 - RĂĽckkehr nach Euree
 - Maddrax Band 257 - Die Spur der Schatten
 - Rulfan
 - Sternendschungel 23 : Im Schattenreich
 - Sternendschungel Galaxis 15: Die Para- Attacke

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