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Ren Dhark



Uwe Helmut Grave

Sternendschungel Galaxis 19 - Todeswelle

rezensiert von Thomas Harbach

Mit “Todeswelle” beginnt ein neuer Handlungsabschnitt im “Sternendschungel Galaxis”. Plottechnisch wird der Faden konsequent weitergesponnen, es empfiehlt sich also, nicht unbedingt mit diesem neunzehnten Abenteuer einzusteigen. Auf der Erde schreibt man den 24. Dezember 2060. FĂŒr die Besatzung der POINT OF und insbesondere Ren Dhark kein unbedingt fröhliches Datum. Nach dem zumindest ideologischen Niederlage am Ende des letzten Bandes muss sich Ren Dhark auch mit verschiedenen Positionen innerhalb der eigenen Besatzung auseinandersetzen, welche die Lösung der Zyzzkt Frage aus einer pragmatischen und nicht emotionalen Position heraus betrachten. Der Auftakt des vorliegenden Bandes wirkt deutlich schwerfĂ€lliger und getragener. Das liegt sicherlich nicht nur an Uwe Helmut Graves im Grunde nicht nachvollziehbaren Versuch, die wichtigsten Protagonisten wie Ren Dhark charakterlich noch einmal zu skizzieren. So interessiert sich Dhark nicht nur fĂŒr Grundlagenforschung, sondern auch Judo, er verfĂŒgt ĂŒber einen ungeheuren Forschungsdrang und gleichzeitig hat er charismatische FĂŒhrungsqualitĂ€ten. Ebenso nĂŒchtern wie distanziert beschreibt Grave auch Ren Dharks LebensgefĂ€hrtin , die blonde und blauĂ€ugige Amy Stewart. Stammleser der Ren Dhark Serie werden in diesen wenigen Zeilen keine neuen Informationen finden und als Charakterisierung wirken diese Zeilen steif, distanziert und puppig unrealistisch. Der Leser hat schnell das GefĂŒhl, als versuche Grave insbesondere in der ersten HĂ€lfte seines sich wirklich schwerfĂ€llig entwickelnden Romans Zeilen zu schinden. An UnglaubwĂŒrdigkeit ĂŒbertrifft sich der Autor gegen Ende des Buches noch einmal, wenn das Nachtleben der Byrd Welt untersucht wird und als einziges unterschiedliche PhĂ€nomen gegenĂŒber der Erde festgestellt wird, dass die Byrds im Lichtschein ihrer Straßenlaternen fliegen. Das Bild an sich zeigt das Dilemma, in welcher sich insbesondere dieser Roman bewegt. Ein Planet mit Vogelbewohner hĂ€tte exotischer und fremdartiger beschrieben werden können und mĂŒssen. Selbst die alten Flash Gordon Comics mit den FlĂŒgelmenschen strahlen mehr Flair und neue Ideen aus als der vorliegende Band. Dabei ist der Weg bis zu diesem “Höhepunkt” sehr stringent. Ren Dhark begegnet einem Raumschiff der Byrds, das sich nach der verlorenen Kolonie erkundigt und nach einer Fehlmeldung sowie dem Auftauchen der POINT OF schnell das Weite sucht. Dhark folgt dem Raumschiff, wird natĂŒrlich zur Welt der Byrds gefĂŒhrt, muss sich mit einer tödlichen Schockwelle auseinandersetzen, welche anscheinend von einem unnatĂŒrlichen PhĂ€nomen - dazu gibt es Cliffhangar - ausgelöst durchs All geistert und wird schließlich mit den Rateken konfrontiert, die anscheinend noch alte Rechnungen mit Ren Dhark zu begleichen haben. Uwe Helmut Grave beschreibt die meisten Ereignisse allerdings ungewöhnlich distanziert und lĂ€sst insbesondere im direkten Vergleich mit Achim Mehnerts Romanen nur selten wirkliche Spannung aufkommen. Das Expose gibt ihm dazu vielleicht auch weniger Gelegenheit, aber insbesondere die augenscheinlich nur erste Konfrontation mit der Weltraumwalze - auch keine neue Idee, sondern ein Einfall, der insbesondere in den STAR TREK Kinofilmen mehrmals eingesetzt worden ist - bietet deutlich mehr Möglichkeiten, als sie Grave fĂŒr seinen Roman nutzt. Immerhin gipfelt die Sequenz in einer der wenigen Szenen, aus denen sich Ren Dhark nicht aufgrund seiner Grundlagenforschung oder seiner charismatischen FĂŒhrungsqualitĂ€ten retten kann. Im Vergleich zum Gesamtroman ist die Szene allerdings deutlich zu kurz und zu viel Spannungspotential wird verschenkt. Auf der Byrdwelt selbst ahnt der Leser dank einer Reihe von Hinweisen, wie der Konflikt zwischen Dhark und den Rateken nicht zuletzt auf Kosten der Urbevölkerung ausgetragen wird. Es ist schon erstaunlich, dass Dhark inklusiv seiner Mannschaft wie dem Androiden Arthur nicht zumindest eine SchachzĂŒge seiner Gegner im Vorwege ahnt und entsprechende Gegenmaßnahmen einleitet. Das Tempo des Buches wird im letzten Drittel fast lethargisch. Das liegt weniger an den fehlenden Ereignissen, die gibt es immer wieder geschickt in die sich schleppend entwickelnde Handlung integriert, das liegt eher an Graves allwissenden und zu getragenem Schreibstil, der an unglaubwĂŒrdigen Stellen auf Aphorismen der Erde zurĂŒckgreift. SpĂ€testens die “Seemannskneipe”, welche der Ich- ErzĂ€hler Arthur auf dem Byrdplaneten verlĂ€sst, strapaziert die Geduld der Leser zu stark. Die Idee der “Todeswelle” mit am Ende des Buches zumindest auf eine interessante, propagandistische Weise mit Ren Dhark in Verbindung gebracht und Uwe Helmut Grave leitet mit diesem Motiv geschickt auf den nĂ€chsten Band des Zyklus ĂŒber. In Hinblick auf den ganzen Roman ist dieses wie schon angesprochen bekannte Motiv zu wenig und die Charakterisierung aller Menschen wie auch Fremdwesen lĂ€sst deutlich zu wĂŒnschen ĂŒber. Manche Passagen wirken eher lustlos und unter extremen Zeitdruck niedergeschrieben, wĂ€hrend andere Abschnitte Nichtigkeiten zu sehr auswalzt. Die von Ralph Voltz auf dem Titelbild des vorliegenden Bandes verarbeiteten Raumschiffe erinnern zu stark an die alten Klingonenraumer aus der “Star Trek” Serie, auch wenn sich Uwe Helmut Grave alle MĂŒhe mit seinen Beschreibungen gibt, ihnen ein Eigenleben zu geben.

Uwe Helmut Grave : "Sternendschungel Galaxis 19 - Todeswelle "
Roman, Softcover, 94 Seiten
HJB Shop 2008

Weitere Bücher von Uwe Helmut Grave :
 - Sternendfschungel Galaxis 49: Die stille Stadt
 - Sternendschungel 22: Tödliches Gift
 - Sternendschungel Galaxis 14: Welt ohne Kinder
 - Sternendschungel Galaxis 26: Seite an Seite
 - Sternendschungel Galaxis 29: Sternensegler
 - Sternendschungel Galaxis 39
 - Sternendschungel Galaxis 46

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