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Ren Dhark



Achim Mehnert

Sternendschungel Galaxis 13:
Raumschiff der Verlorenen

rezensiert von Thomas Harbach

Der dreizehnte Band der Ren Dhark Serie „Sternendschungel Galaxis“ eignet sich sehr gut fĂŒr Neueinsteiger. Achim Mehnert beginnt einen neuen Subzyklus, in welchen die bislang zwei dominierenden HandlungsstrĂ€nge nahtlos einfließen.

Zum einen ist Ren Dhark an Bord des Ringraumers POINT OF auf, um die friedliche Erforschung des Perseusarms fortzusetzen. Dieser Teil der Galaxis dient seit ihrer Entdeckung als das grĂ¶ĂŸte Wunderwerk im bekannten Universum, wie Achim Mehnert auf der ersten Seite des Romans festhĂ€lt. Durch einen Zufall stĂ¶ĂŸt die Mannschaft auf die Überreste eines Raumschiffs. Die Expedition an Bord findet neben dem anscheinend durch einen Fehler wĂ€hrend eines Time- Sprungs vollkommen deformierten Inneren Spuren von Besatzungsmitgliedern. Die Genanalyse beweist, dass es sich bei den Wesen um Insektoide – alle Bekannte und Feinde von Ren Dhark – gehandelt haben muss, deren Invasion in diesen Teil der Milchstraße unter großen Opfern abgewehrt werden konnte. Die zweite Handlungsebene beginnt auf der den Nomaden zur VerfĂŒgung gestellten Welt. Der MilliardĂ€r und gewiefte HĂ€ndler Terence Wallis hĂ€lt sein Versprechen ein und liefert den ehemaligen Piraten und jetzigen HĂ€ndlern zwei moderne Antriebssysteme fĂŒr ihre beiden Raumschiffe. Eine Handvoll Nomaden machen sich auf den Weg, nach neuen Handelsquellen zu suchen. Dabei stoßen sie auf einen erdĂ€hnlichen Planeten, dessen Bewohner aber gerade von außerirdischen Invasoren angegriffen worden sind. Die einzige Verteidigungsquelle scheint der Einsatz taktischer Atombomben zu sein.

Im ersten Band des neuen Subzyklus richtet Achim Mehnert sehr routiniert die einzelnen Felder ein, auf denen schließlich das kosmische Geschehen ablaufen soll. WĂ€re „Raumschiff der Verlorenen“ ein allein stehender Roman und nicht der Auftakt eines Mehrteilers, so mĂŒsste kritisiert werden, das das Geschehen um das gestrandete Raumschiff im Vergleich zur Wichtigkeit im Gesamtplot zu ausfĂŒhrlich und die RĂŒckeroberung der fremden Welt von den Insektoiden zu kurz und zu hektisch dargestellt worden ist. Es bleibt zu hoffen, dass insbesondere auf die noch nicht gĂ€nzlich geklĂ€rten Folgen missglĂŒckter „Time“ SprĂŒnge noch einmal eingegangen wird. In dieser Auftaktsequenz gelingt es Achim Mehnert trotz der inzwischen all zu bekannten PrĂ€misse, eine bedrohliche AtmosphĂ€re aufzubauen. Die Beschreibungen des – um mit einem Vergleich aus dem Roman zu sprechen – durch den Mixer gejagten Kuchenraumschiffs sind ihm gut gelungen. Der Handlungssprung zu den Nomaden ist zu krass, zumal Ren Dhark und die POINT OF im Mittelteil des Romans ĂŒberhaupt nicht in Erscheinung treten. Die Lieferung der beiden Antriebe wird von Achim Mehnert teilweise wie die TauschgeschĂ€fte mit Wilden in den Kolonialzeiten beschrieben. Die grundsĂ€tzliche PrĂ€misse, dass die Techniker des MilliardĂ€rs Terrence Wallis sehr kleine, natĂŒrlich ĂŒberdurchschnittlich leistungsfĂ€hige Triebwerke entwickeln und gleich verschenken, wird ĂŒbertrieben dargestellt. Da ist der Unglaube der Nomaden zu verstehen. Immerhin stellt Wallis den Außerirdischen die Triebwerke bildlich gesprochen vor die FĂŒĂŸe.

Der Begegnung mit den Fremden auf ihrer Welt fehlt ein wenig die ironische WĂŒrze. Sowohl das Verhalten der Nomaden als auch der Einheimischen wirkt seltsam steif, fast antiquiert. Mit einem kurzen RĂŒckblick auf die Landung der Invasoren leitet schließlich Achim Mehnert den rasant geschriebenen Schlusskampf ein. Sicherlich hat er sich nicht zuletzt aufgrund dieser Szenen fĂŒr eine Mitarbeit an der Perry Rhodan Action Serie beworben. Seine Kampfbeschreibungen sind intensiv und packend, ihm gelingt es sehr gut, das Chaos bei den einheimischen Truppen genauso zu beschreiben wie das Lemmingverhalten der Insektoiden, die stur ihren AngriffsplĂ€nen folgen. Sehr konsequent und handlungstechnisch effektiv fĂŒhrt Achim Mehnert diese Auseinandersetzung auf einen plottechnischen Höhepunkt, um dann mit dem Eingreifen Ren Dharks und der POINT OFF den Konflikt viel zu schnell und viel zu einfach aufzulösen. Zu den StĂ€rken gehören neben der schon angesprochenen Beschreibung der Actionszenen eine solide bis ĂŒberzeugende Zeichnung der einzelnen Charaktere und gut geschriebene Dialoge. Zu den SchwĂ€chen des Romans gehört die unnötige Hektik am Ende des Plots, als Achim Mehnert auf zu wenig Raum zu viele einzelne Handlungen zu einem eher unbefriedigenden Ende mit dem obligatorischen Cliffhanger auf den nĂ€chsten Band hinweisend zu Ende bringt. Obwohl „Raumschiff der Verlorenen“ handlungstechnisch keine sonderlichen Überraschungen anbietet und sich der Plot aus vielen bekannten Szenarien – sowohl innerhalb als auch außerhalb der Ren Dhark Serie bekannt - zusammensetzt, liest sich der Auftakt zu einem neuen Unterzyklus dank Achim Mehnerts angenehm unterhaltenden Stil flĂŒssig.

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Achim Mehnert: "Sternendschungel Galaxis 13: Raumschiff der Verlorenen"
Roman, Softcover, 91 Seiten
HJB Shop 2006

Weitere Bücher von Achim Mehnert:
 - Höllenwelt 2: Das Erwachen
 - Illochim- Trilogie Band 2: Im Bann der Gatusain
 - Monolith 6. Sprung ins Jenseits
 - Perry Rhodan Action 15 - Trabant der Opulu
 - Perry Rhodan Action 21 - Die Puppe Tanisha
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 - Perry Rhodan Action 28 - Das Venusgehirn
 - Perry Rhodan Action 4 - Festung der Regenten
 - Perry Rhodan Action 8 - Sternentod
 - Rudyn- Trilogie Band 1"Die PSI--KĂ€mpferin"
 - Sternendschungel 28: Element X
 - Sternendschungel Galaxis 17 "Sonne des Vergessens"
 - Sternendschungel Galaxis 18: die zweite Macht
 - Sternendschungel Galaxis 24: Hyper Ingenieure
 - Sternendschungel Galaxis 27: Achtzig Völker
 - Sternendschungel Galaxis 33: EntfĂŒhrte Seelen
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 - Sternendschungel Galaxis 51: Unglaubliche Lösung
 - Sternendschungel Galaxis 54: Drakhon fĂŒr immer?

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