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Ren Dhark



Uwe Helmut Grave

Sternendschungel 22:
Tödliches Gift

rezensiert von Thomas Harbach


„Tödliches Gift“ von Uwe Helmut Grave fĂŒhrt nur bedingt den Cliffhangar aus „Abgeschossen!“ fort. Zwar gelingt es dem Autoren gleich zu Beginn des Romans, eine gewisse Sympathieebene zwischen einem Nebencharakter und dem Leser herzustellen, aber die Grundintention treibt die Handlung nicht voran. In dieser Konstellation orientiert sich die Serie zu sehr am großen Bruder „Perry Rhodan“, der auch immer wieder interessante Nebenfiguren einfĂŒhrt, um sie anschließend sterben zu lassen. Nach dem Ren Dhark und Bar Barak sowie ihre Handvoll MĂ€nner/ Frauen/ Cyborgs den Angriff der fliegenden Schlangen ĂŒberlebt haben, mĂŒssen sie erst einmal entgiftet werden. Gleichzeitig schlĂ€gt Barak mit seinem Bericht einen Bogen zu der Zeit vor dem Einsetzen des Porozol- Subzykluses und informiert Ren Dhark, wie er die Byrd Rebellen schließlich erstens zur Arbeit und zweitens scheinbar unter Kontrolle gebracht hat. Dabei spielt Uwe Helmut Grave mit sozialistischen Idealen, die durch die materialistisch eingestellten Utaren unterlaufen worden sind. Das ganze politische Szenario wirkt ein wenig eindimensional und die ironischen Seitenhiebe sind nicht immer treffend, aber Baraks im Grunde naive gĂ€nzlich auf seine kaufmĂ€nnischen FĂ€higkeiten abgestellte Beschreibung der Geschehnisse liest sich flĂŒssig.

Mit fortschreitender Handlung zerfĂ€llt den Roman allerdings in einzelne Episoden, die von der ĂŒbergeordneten Handlung mit der Todeswelle nicht nur ablenken, sondern auch in Hinblick auf die ganze Ren Dhark Serie wie ein Fremdkörper erscheinen. Ren Dhark möchte zusammen mit der Byrds Regierung das Problem der Rebellen angehen. Inzwischen handelt es sich nicht mehr um mehr als 100.000 ĂŒberwiegend unter der Erde des Porozolplaneten lebende intellektuelle Rebellen, sondern um eine vordergrĂŒndig entschlossene Gruppe, die auf die Waffentechnik der Grakos zurĂŒckgreifen kann. Immerhin haben die Rebellen die durch den Handel mit Barak verdienten GĂŒter wieder in den Wirtschaftskreislauf zurĂŒckgefĂŒhrt und sich aufgerĂŒstet. Das bekommt nicht nur Barak selbst zu spĂŒren, in dem sein Schiff abgeschossen wird. Auch die Regierungstruppen mĂŒssen eine empfindliche Niederlage einstecken. WĂ€re es nicht spannender und effektiver gewesen, die subversive Idee der durch den Luxus von ihren Idealen abweichenden Rebellen zu extrapolieren? Ren Dhark möchte die Rebellen friedlich bekehren, nimmt aber zur UnterstĂŒtzung die Nomaden mit. Alleine diese Idee widerspricht seiner Intention und der Leser reibt sich teilweise doch sehr ĂŒberrascht die Augen, wenn Dharks pazifistische Ideen gleich zu Beginn dieses Plotabschnitts zur Seite gewischt werden. Die Rebellen selbst werden bis auf eine wichtige Szene erstaunlich eindimensional beschrieben. Wie in den vorangegangenen Romanen wird erstaunlich viel Potential ĂŒber Bord geschmissen. Alleine die sich im Grunde aus ideologischen VersatzstĂŒcken und neuem „Reichtum“ zusammensetzende Gesellschaft der Byrd Rebellen hĂ€tte eine eingehende Vorstellung bzw. Untersuchung verdient. So bleiben die Beschreibungen fragmentarisch.

Die folgenden Actionszenen sind solide geschrieben, bieten aber auch keine großen Überraschungen. Am Ende versuchen Exposeautor Hajo Breuer und Autor Uwe Helmut Grave die dunkle, nihilistische Stimmung ein wenig aufzuhellen, in dem Zass Sturr nicht zu einem kaltblĂŒtigen Mörder gemacht wird. In Bezug auf die bisher angerichtete Zerstörung eher ein halbherziger Kompromiss. „Tödliches Gift“ trĂ€gt nur sehr wenig dazu bei, die grundlegende Handlung weiter fortzuschreiben. NatĂŒrlich ist es hinsichtlich der ultimativen Todeswelle wichtig, die Byrds auf eine Evakuierung vorzubereiten. Das notwendige Grundmaterial ist Porozol, die in Conrad Shepherds Roman „Abgeschossen!“ angebotene Lösung ist dabei ĂŒberzeugender als die hier beschriebene Kampfsituation. Stilistisch eine durchschnittliche Arbeit gehört „Tödliches Gift“ auch wegen der nicht ansprechenden Handlung zu den schwĂ€cheren Arbeiten dieser Subserie.


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Uwe Helmut Grave : "Sternendschungel 22: Tödliches Gift"
Roman, Softcover, 94 Seiten
HJB Verlag 2007

Weitere Bücher von Uwe Helmut Grave :
 - Sternendfschungel Galaxis 49: Die stille Stadt
 - Sternendschungel Galaxis 14: Welt ohne Kinder
 - Sternendschungel Galaxis 19 - Todeswelle
 - Sternendschungel Galaxis 26: Seite an Seite
 - Sternendschungel Galaxis 29: Sternensegler
 - Sternendschungel Galaxis 39
 - Sternendschungel Galaxis 46

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