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Ren Dhark



Conrad Shepherd

Sternendschungel 21:
Abgeschossen

rezensiert von Thomas Harbach

Der Routinier des Ren Dhark Teams Conrad Shepherd beendet den Porozol Kristall Subzyklus mit dem vorliegenden Band “Abgeschossen”. Wie eine Reihe von Übergangsromanen leidet der Text vor allem unter der Unentschlossenheit, aus den guten Ideen insbesondere zum Ende eines Subzykluses wirklich etwas zu machen. Der Roman beginnt und endet mit einem klassischen Cliffhangar. Alleine die Auflösung zu Beginn des Textes, die Begegnung zwischen Ren Dhark und seinem tot geglaubten Vater, wird leider viel zu distanziert beschrieben. Die PrĂ€misse hĂ€tte zumindest noch fĂŒr einige Seiten gut sein können. Etwas konstruiert dank Ren Dharks kaufmĂ€nnischen Geschickt wird nicht nur die Problematik um die geheimnisvollen Geschehnisse in den Tiefen der Porozol- Mienen auf elegante Art und Weise gelöst, auch die Nomaden und der reichste Mann des bekannten Universums Terence Wallis kommen auf ihre Kosten. So interessant der wirtschaftliche Ringtausch mit drei zufriedeneren Parteien auch sein mag, die Auflösung wirkt zu einfach und zu wenig spannend. Kaum ist diese Handlungsebene abgeschlossen, begibt sich Ren Dhark wieder auf die Suche nach der Ursache der Todeswelle. Da inzwischen alle Parteien wissen, das er fĂŒr diese schreckliche Bedrohung der Galaxis nicht verantwortlicht ist, kann er sich wieder freier bewegen. Ren Dharks Ermittlungen verlaufen im Nichts. Auf dem siebten Planeten des Normal- Systems stoßen sie auf die Folgen der universellen Bedrohung. Die Byrds beginnen sich untereinander zu bekĂ€mpfen, denn niemand weiß, wo die Welle ihre Kraft verlieren wird. Ren Dhark macht sich mit einer kleinen Handvoll von Kameraden auf den Weg und landet weitab von der Hauptstadt im tiefsten Dschungel. Hier finden sie nicht nur die Überreste frĂŒherer Byrds Standorte, sondern auch das abgeschossene Raumschiff eines alten Bekannten. Anscheinend gibt es keine Überlebende.

Der Roman endet ebenfalls in einem Cliffhangar, dessen Auflösung hoffentlich intensiver und besser ist als zu Beginn des vorliegenden Textes. Der rote Faden mit der Todeswelle - keine unbedingt neue Idee, sie wird aber zumindest spannend in den Haupthandlungsstrang als eine Art kosmischer MacGuffin integriert - wird wieder aufgenommen und fĂŒhrt zu einem weiteren, aus den vorangegangenen Romanen bekannten Planeten. Im Dschungel selbst greift Shepherd wahrscheinlich auf die Erfahrungen seiner Science Fiction Heftromanlaufbahn zurĂŒck und reiht eine klischeehafte Szene an die nĂ€chste. Die Flora und Fauna ist natĂŒrlich ĂŒberwiegend feindlich und am Ende finden sich Ren Dhark und seine Kameraden zusĂ€tzlich mit den an Bord des Raumschiffes gefundenen Überlebenden in einer im Grunde aussichtslosen Situation. Die eindringenden Schlagen sorgen fĂŒr den entsprechenden Ekelfaktor, das sie aber nur die obligatorischen Nebenfiguren in BedrĂ€ngnis bringen, kann Conrad Shepherd auch nicht weg schreiben. Die Actionszenen sind routiniert geschrieben. Dem Autoren gelingt es zumindest stellenweise, ein wenig AtmosphĂ€re und ein bisschen Spannung zu erzeugen. Nicht alle Klippen kann Shepherd in seinem emotionslosen Roman umschiffen. Einige ansprechende Ideen sind vorhanden, nur die Umsetzung ist teilweise ein wenig zu einfallslos. Wie in der laufenden Perry Rhodan Serie sind auch die Ren Dhark Autoren nicht von der Versuchung frei, gegenwĂ€rtige Sprichwörter einfach und möglichst sinnfrei in die ferne Zukunft zu ĂŒbertragen. Diese Anachronismen sind weder lustig noch einfallsreich. Mit etwas mehr Phantasie hĂ€tten sich die einzelnen Autoren entsprechend futuristische geflĂŒgelte Worte einfallen lassen können. Die Dialoge selbst erinnern teilweise hinsichtlich ihres Stils an Shepherds Arbeiten aus den sechziger Jahren und wirken entsprechend unnatĂŒrlich. Eine weitergehende Charakterisierung der einzelnen Protagonisten finden so gut wie gar nicht statt, neue Figuren werden allerdings im vorliegenden Band des “Sternendschungel Galaxis” nicht eingefĂŒhrt.

Die Porozol- Kristalle sind wichtig, damit die Byrds entsprechende Raumschiffe bauen können, um vor des Todeswelle zu fliehen. Das eine reibungslose Förderung elementar ist, arbeiten die Autoren ausreichend und vor allem gut nachvollziehbar heraus. Im Verlaufe der Abenteuer macht es sich allerdings Exposeautor Hajo Breuer viel zu einfach, die einzelnen Szenarien aufzulösen. Die HĂŒrden hĂ€tten etwas höher gehĂ€ngt werden können und stellenweise wird diese Episode aus dem “Sternendschungel Galaxis” zu statisch und zu konstruiert erzĂ€hlt. Hoffentlich schreitet mit dem nĂ€chsten Subzyklus, der im vorliegenden Werk “Abgeschossen!” allerdings eher durchschnittlich eingeleitet wird, die ĂŒbergeordnete Handlung schneller voran. Obwohl die Todeswelle eine galaxisweite Bedrohung darstellt, hat der Leser niemals wirklich den Eindruck, als stĂŒnde das Ende unmittelbar bevor. Zumindest wird im vorliegenden Band zum ersten Mal darauf hingewiesen, das die Todeswelle nicht rĂ€umlich begrenzt sein muss.

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Conrad Shepherd: "Sternendschungel 21: Abgeschossen"
Roman, Softcover, 96 Seiten
HJB Verlag 2007

Weitere Bücher von Conrad Shepherd:
 - Die Terra- Chroniken
 - Sternendschungel Galaxis 36: Im Zentrum Drakhons
 - Sternendschungel Galaxis 38
 - Sternendschungel Galaxis 40- Die Erleuchteten
 - Sternendschungel Galaxis 43: Höllenfeuer

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