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Mission Mars



Timothy Stahl und Manfred Weinland

Mission Mars 008: Inferno

rezensiert von Dieter Krämer

Zusammenfassung:

Shola Angelis stürzt in einen tiefen Schacht nachdem sie einen Mechanismus im Innern des Berges Otmanu ausgelöst hat. Darven wurde indessen von Bürgermeister Braxton durch einen Kinnhaken unsanft ausgeschaltet um eine hysterischen Ausbruch des Mannes zu unterbinden. Als er zu sich kommt und in den Schacht blickt sieht er etwas Faszinierendes. Überall spiegelt sich das Gesicht von Shola wieder. Er bittet Gonzales ihn in den Schacht hinab zulassen. Als er hinab gelassen wird, verschwindet in diesen kristallinen Spiegelsegmenten das Gesicht seiner Frau und sein eigenes tritt an deren Stelle. Darven kann den Boden nicht erreichen weil das Seil zu kurz ist und über das Funkgerät fordert sie Verstärkung aus der Luft an. Ein zeppelinartiges Luftschiff soll mit einem längeren Seil den Abstieg ermöglichen. Raban Tsuyoshi ist ein solcher Luftschiffpilot. Er wird von Bürgermeister Braxton zum Otmanu geordert.

Auch Shola kommt inzwischen am Boden des Schachtes zu sich und entdeckt diese "eingefrorenen" Spiegelbilder. Wie durch ein Wunder bleibt sie vom Sturz unversehrt. Dann findet sie unzählige kleine weiße Kugeln die sich als eine Art Eier herausstellen. Als Shola eines davon fallen lässt, platzt dieses auf und gibt seinen lebendigen Inhalt preis.

Ein weiteres Gewitter zieht auf und schlägt wieder in den Otmanu ein. Der Berg scheint die Energie regelrecht anzuziehen. Die Expedition wird durch den Einschlag ausgeschaltet. Das Luftschiff wird getroffen und stürzt ab. Kord kommt vor den anderen zu sich und entdeckt Eingänge die von der Energie des Blitzes aktiviert wurden. Er behauptet Shola gefunden zu haben und die anderen folgen ihm. In dem Raum hinter dem Eingang befinden sich Wabenwände, die in der Art eines Überwachungsraums, verschiedene Bereiche des Berginneren wiedergeben. Und auf einer dieser Projektionen sehen sie Shola. Als Darven die Wabe berührt erscheint ein Zylinder aus deren Innerem. Der Zylinder ist etwa drei Meter lang und an der Oberseite offen. Darven zögert nicht und ignoriert auch die Warnungen seiner Gefährten. Er besteigt den Zylinder und wird im gleichen Moment wie ein Projektil davon geschossen. Am Ziel angekommen, trifft er auf Shola. Das Spiegelsegment stellt also ein Transportsystem dar. Es befördert jeden an den Ort, den es darstellt. Shola steht vor einer sich bewegenden Masse die sich vor ihren Füssen und auf ihr selbst sich verteilt hat. Shola reagiert nicht auf Darven. Erst als dieser sie berührt, fallen die Teilchen von ihr ab und Shola erkennt ihren Mann. Ohne lange zu überlegen schleppt er Shola zu dem Transportzylinder und kehrt mit ihr zurück zu den anderen. Dort angekommen entschließt sich die Expedition die Kratersenke zu verlassen und nach Vegas zurückzukehren. Als sie den Fuß des Otmanu erreichen erwartet sie eine Überraschung. Raban Tsuyoshi hat den Absturz des Luftschiffes überlebt und begleitet die anderen zurück ins Dorf.

Nach diesem Vorfall verändert sich Shola vollkommen. Sie wirkt apathisch und wie ein Schatten ihrer selbst. Mehr und mehr wird sie Darven fremd. Auch die Ärzte finden keine Erklärung für ihren Zustand. Eines Nachts bemerkt Darven das Shola das Haus verlassen hat. Der alte Varga, meist verwirrt doch in dieser Nacht ungewöhnlich klar, begleitet ihn bei seiner Suche. Wie ein Spürhund macht Varga sie ausfindig. In ihren Händen hält sie einen der Käfer. Darven schlägt ihr den Käfer aus den Händen, doch eh er ihn zertreten kann, nimmt Varga diesen und isst ihn auf. Nach diesem Vorfall bringt Darven Shola verstört nach Hause. Doch Varga macht sich wie in Trance auf den Weg zum Otmanu.

Allan Braxton schickt Rondo Gonzales mit einer der geheimnisvollen Waffen, die sie in der Station der Alten gefunden haben, zurück zum Otmanu um dessen Geheimnis zu lüften. Raban Tsuyoshi stößt dazu und teilt den beiden mit, dass Varga auf dem Weg zu dem Berg ist. Der Alte gelangt inzwischen in die Tiefen des Otmanu und nimmt dort eine Handvoll der weißen Kugeln in den Mund und befeuchtet sie. Die Gruppe um Gonzales erreicht mit dem Luftschiff sein Ziel. Sie benutzen die Zylinder um Varga ausfindig zu machen. Als sie den Alten finden, ist dieser halb in einer schleimigen Masse versunken. Er spuckt die Eier aus und diesen entschlüpfen die Käfer. Gonzales will den Alten nicht zurücklassen. Doch als dieser auf ihn zukommt und noch einen seltsamen Schleimpfropfen ausspeit, verliert Gonzales die Nerven. Er löst die Artefakt-Waffe aus und entfesselt damit ein Inferno. Bevor sie aus dem Berg flüchten, greift er noch eine der weißen Kugeln und steckt diese ein.

Ein Lavastrom verlässt den Berg und rollt auf Vegas zu. Darven folgt indessen Shola in ein Versteck. An diesem Ort hinter dem Erdmuseum trifft sich zu seinem Entsetzen eine Gruppe um Shola die anscheinend die gleichen Merkmale im Verhalten aufweisen und von den Käfern "infiziert" wurden. Darven beobachtet wie Kord seine Mutter und die Kinder mittels der Käfer künstlich infizieren will um sie damit in ihre Gruppe aufzunehmen. Pa Saintdemar stirbt bei dem Versuch, weil der Käfer sie sich nicht freiwillig ausgesucht hatte. Als Darven sich zeigt und dazwischen gehen will erreicht das Inferno die Stadt. Der Lavastrom frisst sich durch Vegas und macht die Stadt dem Erdboden gleich. Shola erklärt Darven das sie ihn verlassen muss. Darven will Shola nicht aufgeben und setzt sich ebenfalls einen Marskäfer, den er bei der Flucht gefunden hat auf seine Brust…

Kommentar:

Der alte Varga hat mir mit seinem unappetitlichen Auftritt einen kleinen Schauer über den Rücken gejagt. Seine Figur war in diesen ersten beiden Romanen eine der interessantesten. Doch ihn werden wir wohl nach dem kleinen "Zwischenfall" nicht wieder sehen. Ansonsten wieder ein sehr guter Roman. Ich glaube, Mission Mars wird ein durchgehender Erfolg sein. Das zeigen auch Eure bisherigen Meinungen. Eine kleine Kritik habe ich dennoch anzubringen. Ich glaube Manfred hatte an diesem Roman mehr Anteile als Timothy. Denn jedes Kapitel mit einer Art Cliffhangar zu versehen ist eigentlich Weinlands Art. Doch mit der Zeit wird dieses "aufbäumen" am Kapitelende nervig. Erst recht wenn das angebliche Grauen hinterher wieder abgemildert wird. Trotzdem bleibe ich bei einem "sehr gut" in der Bewertung.

Vielen Dank an unsere Partnerseite

Timothy Stahl und Manfred Weinland: "Mission Mars 008: Inferno"
Heftroman, Softcover
Bastei 2005

Weitere Bücher von Timothy Stahl und Manfred Weinland:
 - Mission Mars 007: Die Brut

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