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Mission Mars



diverse

Mission Mars - Vorstellung

rezensiert von Arndt Döring

Vor einiger Zeit durfte hier auf SF-Radio der 5. Geburtstag der Heftserie "Maddrax" gefeiert werden. Nun haben sich der Bastei-Verlag und die Schaffer von "Maddrax" selbst ein großes Geschenk gemacht: einen eigenen Ableger, neudeutsch Spin-off. Dabei hat man sich zu einer Strategie entschlossen, mit der der Verlag schon zuvor erfolgreich war. Bei der Neuerscheinung handelt es sich nämlich um eine Mini-Serie, die auf 12 Bände konzipiert ist.

Ach ja, einen Namen hat das Kind auch bekommen: "Mission Mars". Damit ist das Wichtigste über den Plot der Handlung schon gesagt. Die Mission beginnt 2009 und soll der erste Schritt zur Besiedlung des roten Planeten sein. Dabei geht jedoch allerhand schief.

Zwar spielt "Mission Mars" im MX-Universum, doch richtet sich die Serie ausrücklich auch an Neuleser, die natürlich dafür gewonnen werden sollen, sich für die Stammserie zu begeistern.
Aber auch "Maddrax"-Fans sollen auf ihre Kosten kommen. Denn bislang haben sie immer nur Bruchstücke über jene legendäre Mission erfahren, die nach ihrer Ankunft am Ziel verscholl. Das soll sich nun ändern.

Konzipiert wurde die Serie von keinem geringeren als Wolfgang Hohlbein, der auch den ersten Band schrieb. Daneben geben sich MX-Altmeister wie Timothy Stahl die Ehre, aber auch hoffnungsvolle Jungautoren wie eine gewisse Claudia Kern haben ihre Chance *g*.

Zum INHALT: Das erste bemannte interstellare Raumschiff der Menschheit befindet sich im Anflug auf den Mars. Seine zehnköpfige, internationale Mannschaft um den Chinesen Kang soll den roten Planeten terraformen. Warum der Flug jedoch in aller Hektik um ein glattes Jahrzehnt vorgezogen worden ist, weiß offiziell niemand. Die Besatzung ist vor kurzem aus dem künstlichen Koma erwacht und sieht sich bereits einer Reihe von Problemen gegenüber. Der Wachhabende Offizier ist während des 10-monatigen Fluges um Jahre gealtert und liegt auf der Krankenstation; eines der vorausgeschickten Transportmodule sendet einen falschen Code und verhält sich merkwürdig. Gerade als der mitreisende Journalist Carter und die Ärztin Saintdemar eine bestürzende Entdeckung machen, die zur Auflösung eines der Rätsel führen könnte, kommt es zur Katastrophe...

Wie's weitergeht, verrate ich jetzt nicht. Klar ist nur, daß sich die Handlung der 12 Bände über einen Zeitraum von 500 Jahren erstreckt und kurz vor dem Auftauchen des Air-Force-Piloten Matthew Drax auf der postapokalyptischen Erde endet. Damit ist der Übergang zur Stammserie gewährleistet, und Neuleser können direkt in den nächsten MX-Zyklus einsteigen.

Der STIL des ersten Romans entspricht ganz Wolfgang Hohlbein. Zudem wird die "Maddrax"-Tradition weiter gepflegt, indem tatsächliche gesellschaftliche und technische Entwicklungen mit Fiktionalem verbunden werden. So ist die immer weiter fortschreitende Verquickung staatlicher und privatwirtschaftlicher Interessen einiger Multis eines der Themen, die in der Geschichte angesprochen werden. Doch wie bei MX darf auch der zum Teil hintergründige Humor nicht fehlen: so heißt das Raumschiff "Bradbury", und zumindest Wolfgang Hohlbein scheint mit den Produkten von Bill Gates auf Kriegsfuß zu stehen.

Falls sich das Konzept von "Mission Mars" bewährt, stehen weiteren Ablegern alle Türen offen. So haben die bisherigen Leser bereits erste Hinweise auf die Vorgänge auf dem afrikanischen Kontinent erhalten, und was sich so alles in einer postapokalyptischen Antarktis tummelt, die durch die Polverschiebung von ihrem Eis befreit wurde, wage ich mir nicht einmal vorzustellen...

Der erste Band mit dem Titel "Die Ankunft" macht jedenfalls Lust auf mehr, und ich kann nur jedem SF-Fan den Einstieg in die Mini-Serie raten.

diverse: "Mission Mars - Vorstellung"
Heftroman, Softcover
Bastei Lübbe

Weitere Bücher von diverse:
 - Das Geheimnis der Matrix
 - Forschungsraumer CHARR

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