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rezensiert von Martin Weinrich
Inhalt: Es steht nicht gut um die Wolkenstadt. Die große Übermacht Daa’tans rennt gegen die Tore an. Der Kaiser, die Prinzen und ihre Soldaten kämpfen tapfer, doch gegen diese Übermacht können sie eigentlich nicht gewinnen.
Währenddessen sind Rulfan, Maddrax und Aruula auf dem Weg zur Wolkenstadt. Rulfan und Maddrax wissen immer noch nicht, dass Aruula von Nefertaris Geist besessen ist. Doch kurz über der Wolkenstadt werden die drei abgeschossen. Liegt es jetzt an ihnen das Kaiserreich zu retten?
Kritik: Dieses Heft kann dank der guten Vorarbeit aus dem vorherigen natürlich aus dem Vollen schöpfen. In diesem Heft wird die Wolkenstadt erobert, der Kaiser festgesetzt, Daa’tan Herrscher über die Wolkenstadt, Maddrax und seine Freunde werden abgeschossen, Aruula gefangen genommen, Daa’tan davon überzeugt, dass Grao Böse ist, Daa’tan von Grao wieder überzeugt, dass Mad und Aruula die Bösen sind und Daa’tan und Grao besiegt. Jetzt verrate ich zwar mal den gesamten Inhalt, aber das war nötig, um zu zeigen, wie viel in diesem Heft passiert. Dabei wirkt es glücklicherweise nie überladen. Nach einigen Heften in letzter Zeit, wo etwas zu wenig passiert ist, eine mehr als willkommene Abwechslung.
Nervig wurde langsam, dass in jedem Heft einmal erklärt wurde, dass Daa’tans „Zepter“ eigentlich eine hydritische Waffe ist, von der er nur nichts wusste. Jetzt ist es glücklicherweise in einer Waffenkammer des Kaisers. Wäre sicher witzig, wenn man in ein paar Heften mal wieder für ein Heft nach Afrika käme und dort etwas mit dieser Waffe passiert. Wobei diese Waffe ja früher Rulfan gehörte. Dieser bleibt ja in Afrika. Vielleicht findet er sie ja und benutzt sie von da an wieder.
Daa’tan und Grao wurden ja jetzt besiegt. Werden sie wirklich die ganze Zeit in einem Kerker schmoren? Das kann ich mir irgendwie nicht vorstellen. Da gehen die sich doch irgendwann gegenseitig an die Gurgel. Auch schien Aruula sehr glücklich über das Schicksal ihres Sohnes zu sein. Wollte sie ihn früher nicht noch bessern? Hat sie das aufgegeben und ist nun zu der Erkenntnis gelangt, dass es keinen Sinn macht?
Nun geht es also nach Gilam’esh. 25 (die nächsten beiden spielen noch in Afrika) Hefte Afrika scheinen genug zu sein. Schade, die Gegend böte sicher noch Platz für mehr Abenteuer. Zwar gab es viele Hefte, die mehr oder weniger überflüssig waren, da Maddrax und Rulfan immer nur einen kleinen Schritt nach vorne kamen, aber letztendlich waren es doch immer mehr oder weniger nette Einzelabenteuer, auf die meistens später noch Bezug genommen wurde. Es muss ja nicht immer die große, zyklische Handlung sein. Schön wäre es allerdings mal wieder aus Europa und Russland zu hören, wie es den Bunkerbewohnern geht. In meinem ersten Maddrax Anlauf fand ich die Geschichten um deren Niedergang sehr interessant und bewegend. Wie geht es ihnen jetzt, wo die Elektrizität wieder funktioniert? Können sie sich wieder aufbauen oder haben sie sich schon alle gegenseitig zu Grunde gerichtet wie in den Bunkergemeinschaften in Australien am Anfang dieses Zyklus? Hoffentlich gibt es dorthin demnächst einen Abstecher!
Jo Zybell: "Maddrax Band 223 – Die Sünden des Sohnes "
Heftroman, Softcover, 64 Seiten
Bastei 2008
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