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Fantasy (diverse)



Gordon Dahlquist

Das Dunkelbuch

rezensiert von Oda Plein

In dem Roman „Das Dunkelbuch“ (Originaltitel The Dark Volume) setzt Gordon Dahlquist, die Geschichte von seinem Erstlingswerk „Die Glasbücher der Traumfresser“ fort.
Der Bühnenautor und –regisseur, der auch für mehrere experimentelle Filme die Drehbücher geschrieben und selbst Regie geführt hat, legte damit im September 2009 seinen zweiten Roman vor.
„Das Dunkelbuch entführt die Leser/innen von Anfang an in eine Welt von vielschichtigen Charakteren, Geschehnissen und Gedanken rund um Celeste Temple, die mit ihren Begleitern den Kampf gegen, für und auch wegen dem blauen Glas führt. Glas, das Erinnerungen aufnimmt und an andere weiter gibt, in einem alchemistischen Verfahren Menschen in lebendes Glas verwandeln kann und noch einige andere Eigenheiten besitzt.

Die Gegner rund um die Gruppe um Celeste Temple sind so zahlreich und vielschichtig wie der Rest der Geschichte und so kommen die Leser/innen kaum zur Ruhe. Was zum Teil aber auch daran liegt, dass der Autor seine Informationen in sehr langen und verschachtelten Sätzen auf möglichst wenig Raum zu vermitteln versucht..
„Das Dunkelbuch“ ist definitiv keine leichte Kost, die man mal eben nebenbei genießen kann. Trotz oder vielleicht gerade wegen der Vielschichtigkeit der Geschichte schafft es der Autor, dass man sich in die Geschehnisse einfinden kann und sie versteht, auch wenn man den ersten Teil nicht gelesen hat. Allerdings benötigen die Leser/innen dafür besonders zu Beginn des Romans etwas Geduld und viel Konzentration.

Gordon Dahlquists Erzählstil ist eher ungewöhnlich. Oft führt er die Leser/innen mehrfach durch die selbe Situation, jedes Mal aus der Sicht eines anderen Charakters. Diese erleben die Geschehnisse jeweils anders, werden dadurch auf andere Wege gebracht, geben neue Einblicke und Informationen. Da ist unter anderem der undurchschaubare und rätselhafte, zum Teil sehr brutale Kardinal Chang, der verliebte Doktor Svenson und die scheinbar unschuldige Hauslehrerin Eloise Dujong.
Dessen aber nicht genug, begegnen diese auch immer wieder anscheinenden Gegnern, wie dem durch das Glas schwer erkrankte Francis Xonck, der intrigierenden Contessa di Lacqoer-Sforza und der machtgierigen Glasfrau Mrs Marchmoor.
Es bleibt aber zu bemerken, dass das erste Buch von Gordon Dahlquist, „die Glasbücher der Traumfresser“ zu Beginn im Format mehrerer kleiner „Hefte“ erschienen ist. Was den Erzählstil des Autors in ein ganz anderen Licht bringt.

Der deutsche Verlag Blanvalet bietet nun „Das Dunkelbuch“ als gebundenes Buch mit Schutzumschlag an. Das Rezendentenexemplar, ein unkorrigiertes Taschenbuch, besitzt einen festen Einband auf dem das Originalcover aufgedruckt ist. Bemerkenswert ist, dass es in diesem verhältnismäßig wenige Fehler gibt und die Schrift durch ihre Größe und Deutlichkeit sehr angenehm zu lesen ist.

Unvorhersehbarkeiten scheinen ein Steckenpferd von Gordon Dalquist zu sein.
Wer in dieser Geschichte stirbt, ist noch lange nicht wirklich tot und keiner der Charaktere bleibt von negativen Gedanken, Eigenschaften oder brutalen Taten verschont. Wer wem weiter hilft ist niemals vorher erkennbar und der Autor hat viele überraschende Wendungen parat. Ebenso, wie die Leser nie wirklich wissen, ob die Bösen wirklich böse sind. Erstaunlich, dass der Autor es trotzdem schafft alle Plotfäden befriedigend zu Ende zu bringen. Wer bis zum Ende durchhält, erfährt was mit wem und warum geschehen ist. Die Geschichte ist zu Ende, ohne wirklich endgültig alles erzählt zu haben. Es kann weiter gehen, ohne die Leser/innen unbefriedigt zurück zu lassen.
„Das Dunkelbuch“ hat Spannung, sehr viele Wendungen und man kann diese Geschichte in keinem Falle langweilig nennen. Ob die zum Teil sehr unvermutet auftauchenden und aus dem Zusammenhang gerissenen Beschreibungen von sexuellen Ausschweifungen und durch das Glas verursachten erotischen Erinnerungen passend sind, ist eindeutig Geschmacksache. Manchem/n Leser/innen mag es gefallen, anderen ist es womöglich zu viel oder zu unpassend.

Fazit: Keine leichte Kost aber eine schöne neue Idee, die man so noch nicht lesen konnte.
Sehr bemerkenswert, ist die wunderschön gestaltete Homepage.

Gordon Dahlquist: "Das Dunkelbuch"
Roman, Hardcover, 608 Seiten
Blanvalet 2009

ISBN 9-7837-6450-2416

Weitere Bücher von Gordon Dahlquist:
 - Die Glasbücher der Traumfresser

Leserrezensionen

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