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Fantasy (diverse)



Kai Meyer

Arkadien erwacht

rezensiert von Oda Plein

Manchmal muss man im Leben große Schritte machen und so einen Neuanfang erreichen. So geht es auch der siebzehnjährigen Rosa. Sie geht zu ihrer Tante und ihrer Schwester nach Sizilien, um die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Der jungen Frau ist klar, dass sie sich damit auf ein Leben einlässt, dass mehr mit sich bringt als die Schönheit des Südens, denn ihre Familie ist eine der einflussreichsten der Cosa Nostra.
Das alles liest sich zunächst wie ein klassischer Krimi, gepaart mit einer Liebesgeschichte, denn Rosa trifft auf dem Flug nach Sizilien Alessandro, der sich schnell in ihrem Kopf und ihrem Herzen einnistet. Doch „Arkadien erwacht“ ist ein Buch, dass noch viel mehr zu bieten hat. Der Autor Kai Meyer setzt auf verlässliche alte Muster, die er auf packende Art und Weise mit ideenreicher Fantasy verbindet. Er erschafft eine ganz eigene Legende, voller Abwechslung und Spannung. Während Rosa versucht sich im Haus ihrer Tante Florinda einzuleben erfährt sie, dass Alessandro das zukünftige Oberhaupt der Familie Carnevare ist, genau der Familie die mit ihrer am schlimmsten verfeindet ist. Aber eins wird durch sanfte und geheimnisvolle Andeutungen schnell klar: Alessandro hat noch ein ganz anderes Geheimnis und dies betrifft Rosa mehr, als sie ahnt.
Die LeserInnen werden das Buch kaum aus der Hand legen können, es fesselt durch Spannung und Rätsel, die man unbedingt ergründen will.
Manchmal fällt es der Hauptfigur ein wenig zu leicht mit lebensbedrohlichen Situationen, dunklen Geheimnissen und einschneidenden Veränderungen fertig zu werden. Dennoch passt es zu Rosa, die einfach verrückt und verletzt genug ist, sich von Leben nicht mehr überraschen zu lassen. Ganz egal was auch kommen mag.

„Arkadien erwacht“ besticht mit Leichtigkeit und einer frechen und gleichzeitig sturen Heldin. Der Carlsen Verlag hat das Buch mit einer Altersempfehlung von 14 – 17 Jahren versehen und diese Zielgruppe wird Rosa und ihre Art lieben. Aber auch ältere LeserInnen kommen mit Sicherheit auf ihre Kosten. Wie verhält sich wohl eine junge Frau, die schon als Kleinkind regelmäßig von der Polizei verhört wurde und Erlebnisse hinter sich gebracht hat, die man niemanden wünscht? Kai Meyer erschafft neben Spannung und realistischer Romantik, die keineswegs ungetrübt oder schmalzig ist, Nachdenklichkeit und den Blick in die Welt der Cosa Nostra. Vor allem weckt er aber den Glauben daran, dass es in unserer so realistischen und zum Teil extrem brutalen Welt vielleicht doch so etwas wie Legenden, Mythen und Magie gibt.

Die Charaktere, die Rosa in ihrem Leben begleiten sind sehr gut ausgearbeitet. Hier kann man die Netten lieben und die Bösen verachten. Doch so ganz sicher kann man nie sein wer welches Spiel spielt und wem die Heldin besser aus dem Weg gehen oder vertrauen sollte. Sowohl Rosas Schwester Zoe, ihre Tante Florinda, Alessandros Gegner Cesare oder der seltsame Fundling verbergen vieles und tragen so dazu bei, dass hier eine facettenreiche und überraschende Welt entsteht.

Der Klappentext ist perfekt formuliert, er verrät keine wirklich wichtigen Dinge, weckt aber Interesse und vor allem stehen dort nur Dinge, die man in der Geschichte auch finden kann. Das Cover verdient Aufmerksamkeit. Es ist Teil der Geschichte und zeigt durch den schwarzen Panther, der in eine düstere Landschaft eingebunden ist, dass hier viel mehr auf die LeserInnen wartet, als eine Geschichte rund um Liebe, Familie und die Mafia. Kai Meyer holt die Fantasie direkt in unsere heutige Welt.

Die Geschichte um Rosa und Alessandro kann man in „Band 2 – Arkadien brennt“ und „Band 3 – Arkadien fällt“ weiter verfolgen. Ebenso wie man über die Homepage von Kai Meyer - http://www.kai-meyer.de/ - noch vieles über diese und andere Bücher, Hörspiele und Filme des Autoren erfahren kann.

Kai Meyer: "Arkadien erwacht"
Roman, Hardcover, 416 Seiten
Carlsen 2009

ISBN 9-7835-5158-2010

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