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Thomas Finn

"Das unendliche Licht"

Leserrezensionen

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Leserrezensionen
18.09.07, 15:38 Uhr
Seraphina
unregistriert


Wer kunterbunte Fantasy-Mischungen mag, der ist hier genau richtig!

Der Auftakt zur Trilogie "Die Chroniken der Nebelkriege" bietet eine Fülle an unterschiedlichen Figuren: Irrlichtfänger, Elfen-Gaukler, Zwergen-Schmuggler, Däumlingszauberer, Hexenköniginnen, mächtige Gargoyles, zierliche Feen, Kobolde, Wichtel, Poltergeister, Sylphen, Untote ... merkwürdige Tiere ( z.B. Gewitteregel, Albenschmetterlinge, Seeschlangen, Lyren, etc. ) ... magische Dinge ( z.B. Zauberspiegel, Wünschelruten, Orakeluhren, wandelnde Kammern, etc. ) ... und noch so einige mehr!

So einen schönen und phantasie-vollen Einblick in eine Welt, in der Magie selbstverständlich ist, kenne ich sonst nur von den "Harry Potter"-Büchern. Tatsächlich wirken kleinere Aspekte gleich, wie z.B. die Windmachergasse und die Winkelgasse ( aber das liegt wohl eher an der ähnlichen Thematik - nämlich der eines Zauberlehrlings ).
Hier ist die Geschichte zusätzlich noch in einer altmodischen, pseudo-historischen Umgebung angesiedelt ( wie es so oft bei epischer Fantasy der Fall ist ) und das Zaubereisystem wirkt dementsprechend traditioneller.

Was mir besonders gefallen hat, war die Tatsache, dass die Ausübung der Magie ebenfalls sehr vielfältig ist. Sie beruht v.a. auf der Beherrschung der vier Elemente ( Feuer, Wasser, Luft, Erde ) und deren Energien - unter Verwendung von Zauberformeln/-sprüchen, magischen Symbolen oder Elixieren, etc. Die Auswirkungen der angewendeten Magie sind ebenfalls breit gefächert und reichen von Eier-Schweben-lassen, über Eigen-Schrumpfung bis hin zur Wetterkontrolle.
Die rätselhafte Elfenmagie hingegen ist was völlig Eigenständiges ( und hat zudem auch was mit dem Titel dieses Buches zu tun ).

Der Schauplatz erinnert zudem sehr an Deutschland ... auch topographisch betrachtet! Man betrachte v.a. die Namen und Bezeichnungen, wie z.B. Ham(ma)burg, Albtraum (= Alpen)-Gebirge oder die Feenkönigin Berchtis aus dem Süden ( = Assimilation zu Berchtesgaden ).
Wenn sich Historieninteressierte mal die Kleidermode betrachten, so finden sie gemischte Stile vor z.B. Barock ( Gehröcke, Spangenschuhe ), Renaissance ( abstehende Halskrausen ) oder Mittelalter ( Beinlinge ).
Kurz gesagt, die Handlung des Buches lässt sich nicht wirklich zeitlich einordnen, aber es ist ja eh bloss eine Fantasy-Welt, die der unseren nur ein wenig ähnelt ... also was soll`s? ^_~

Die Charaktere - auch wenn sie auf den ersten Blick klischee-haft erscheinen mögen - sind recht vielschichtig sind und oft auch geheimnisvoll. Deswegen werden den Leser einige kleine Enthüllungen ziemlich überraschen.
Doch da dies der erste Teil einer Trilogie ist, verläuft die Story von "Das unendliche Licht" erstmal verhältnismässig ruhig ( bis auf gelegentliche unheilverkündende Ereignisse ) und hat natürlich auch kein richtiges Ende.
Im Vordergrund steht erstmal Kais Ausbildung zum Magier.
Erst nach und nach beginnt sich die Bedeutsamkeit des Jungen herauszukristallisieren.
Meisterspruch: Jemand mit magischer Begabung ist noch lange kein Magier ... erst die Kontrolle über seine Kräfte und dessen richtige Anwendung macht ihn dazu!


FAZIT:
Wer Harry Potter mochte, dem könnte dieses - vor Phantasie nur so übersprudelnde - Buch ebenfalls gefallen.
Sonst kann ich das Werk all denen empfehlen, die dazu bereit sind, sich auf einen kunterbunten Fantasy-Reigen einzulassen. ^^

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