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Fantasy (diverse)



Brent Weeks

Der Weg in die Schatten

rezensiert von Oda Plein

„Der Weg in die Schatten“ heißt das neue Buch von Brent Weeks, erschienen in Dezember 2009, bei blanvalet.

Der Junge Azoth lebt in den Straßen von Cenaria und er ist nicht mehr als ein kleiner unbedeutender Taschendieb. Bedroht von dem brutalen Anführer seiner Gilde und einer trostlosen Zukunft, scheint es in seinem Leben nicht anderes zu geben als Dreck, Hunger und Gewalt. Doch Azoth hat Freunde, Hoffnungen und Träume und ist nicht bereit sich seinem Schicksal zu ergeben.

Um zu überleben lässt er alles hinter sich, was ihm etwas bedeutet und wird Lehrling des gefürchtetsten Blutjungen der Stadt. Durzo Blint ist der beste und gefährlichste Mörder des Landes und seinem Weg in den Schatten zu folgen bedeutet, dass man sein altes Leben für immer verlässt.

Schon auf den ersten Seiten schafft es der Autor Bilder in den Leser/innen zu erschaffen, die man in der Realität nicht gerne betrachtet. Armut, Gewalt und Tod herrschen vor, ohne auch nur im Ansatz mit romantischen Tüchern versteckt zu werden. Er provoziert und fesselt gleichzeitig mit klaren und ungeschminkten Beschreibungen von Gewalt und setzt geschickt kleine Lichtblicke, die Hoffnung wecken.

Die Leser/innen können mit Azoth, Jarl und Puppenmädchen leiden, sich mit Durzo Blint durch die Schatten bewegen und den Anführer der Gilde (Ratte) hassen. Brent Weeks beschreibt seine Charaktere gründlich und mit vielen kleinen Details.
Das Hauptaugenmerk der Geschichte liegt auf der Entwicklung von Azoth, der vom Bettlerjungen zum Lehrling eines Mörders wird und deswegen seine Identität wechseln muss. Schritt für Schritt wird er zu Kylar, einem jungen Adeligen und im Zuge dessen zu einem Blutjungen. Dabei bewegt er sich in einer Welt voller politischer Intrigen und Geschehnisse, die manchmal etwas verwirren, doch nach und nach vollkommen aufgeklärt werden.

Die Zeit, die Brent Weeks seinen Charakteren lässt, um sich zu entwickeln und die politischen Begebenheiten fordern von den Leser/innen etwas Geduld, doch das Finale entschädigt für jeden Augenblick, in dem man denkt, wann passiert denn nun endlich mal etwas entscheidendes.

Wirklich jeder Charakter findet am Ende des Buches seinen Platz und hat auf die ein oder andere Weise seine Wichtigkeit. Dabei hält der Autor einige Überraschungen bereit, mit denen man überhaupt nicht rechnen konnte und scheinbar völlig unabhängige Handlungsfäden verbinden sich zu einem Gesamtbild.

Das Handeln der Magier Solon, Dorian und Feir, die Ränke der Sa´kagé, die Machtgier der Adeligen und die geheimen Machenschaften der Hure Momma K. Führen Azoth und damit die Leser/innen durch Himmel und Hölle.

Brent Weeks hat mehr geschaffen als einen einfachen Fantasyroman. Er hat eine Geschichte voller Überraschungen und menschlicher Widersprüche geschrieben, gewürzt mit einer interessanten Art von Magie und äußerst interessanten Charakteren.

„Der Weg in die Schatten“ ist der Auftakt zu einer Triologie. Dennoch ist die Geschichte zunächst zu Ende und lässt die Leser/innen nicht mit unbeantworteten Fragen, sondern mit Interesse auf weitere Geschehnisse zurück.

Die Gestaltung des Covers entspricht den zur Zeit modernen Klischees von Fantasybüchern, wird dem Buch aber nur bedingt gerecht.
Sehr interessant sind die am Ende beigefügte Danksagung des Autors und ein Interview mit Brent Weeks, die man nicht unbeachtet lassen sollte. Es lohnt sich wirklich, um es mit den Worten des Autors zu sagen, „schrullig“ zu sein und diese zu lesen.
„Der Weg in die Schatten“ ist kein Buch, dass man mal schnell nebenbei lesen kann. Es fordert Aufmerksamkeit und eigene Gedanken der Leser/innen. Wer sich vor dieser Herausforderung nicht scheut wird mit einer wirklich guten Geschichte belohnt.

Brent Weeks: "Der Weg in die Schatten"
Roman, Softcover, 704 Seiten
blanvalet 2009

ISBN 9-7834-4226-6289

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